Obstipation

Verstopfung bei Meerschweinchen

in Meerschweinchen Krankheiten

Verstopfung bei einem Meerschweinchen zu diagnostizieren, besonders in größeren Gruppen, ist häufig schwierig, da ausbleibende Ausscheidungen eines Meerschweinchens kaum erkannt werden können. Ein klares Anzeichen, welches unmittelbar zu weiterer Untersuchung Anlass geben sollte, ist wie so oft die Verweigerung von Nahrung. Auf das entsprechende Meerschweinchen aufmerksam geworden ist zu prüfen ob es sich auffällig verhält. Dazu zählt, dass Verstopfung das Meerschweinchen verspannt und gekrümmt im Käfig sitzen lässt. Eine entspannte Liegeposition kommt nicht mehr vor. Hier ist unbedingt zu prüfen ob das Meerschweinchen noch Kot absetzt, oder sich beim Versuch dessen gar weiter krümmt und kleine, ungeformte Köttel absetzt, welche sich deutlich von den üblichen Bohnen unterscheiden.

Ursachen von Verstopfung

  • Flüssigkeitsmangel
    Flüssigkeitsmangel entsteht durch zu wenig Zufuhr von Wasser oder nach Durchfall
    siehe hierzu: Wasser
  • Bewegungsmangel
    siehe hierzu: Auslauf
  • zu viel Trockenfutter
    siehe hierzu: Trockenfutter
  • zu wenig Heu
    siehe hierzu: Heu
  • Lebererkrankungen
  • Zahnerkrankungen
    siehe hierzu: Zahnfehlstellung
  • gefressenes Plastik, Teichfolie, Katzenstreu etc.
  • Haarballen im Magen oder Darm (bei Haare fressenden Meerschweinchen

Symptome von Verstopfung

  • kleine, sehr trockene Köttel (manchmal zu einer Kette aneinanderegereiht)
  • Appetitmangel
  • Trägheit
  • starkes Pressen um Kot absetzen zu können
  • Schmerzlaute beim Absetzes des Kots (ähnlich den Lauten bei Blasenentzündungen)
  • unregelmäßiger Kotabsatz
  • Darmschleimhaut auf dem Kot
  • Gas in Magen und Darm

Behandlung von Verstopfung

  • einmalige Gabe von 0,5 ml Paraffinöl per Spritze in den Mund
  • sofortige Vorstellung beim Tierarzt
  • Behandlung mit Schmerzmitteln, wenn nötig
  • Infusion bei Flüssigkeitsmangel
  • falls das Meerschweinchen die Nahrung verweigert, muss man es mit einem Päppelbrei zufüttern bis es wieder selbstständig frisst.
  • Trinkt es nicht, muss es zudem Wasser per Spritze ins Maul bekommen.

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