Beiträge von garten72

    ich war lange nicht mehr auf meiner Seite und so wird es Zeit, alles auf den neuesten Stand zu bringen ...
    Nach Cookies Tod hatte ich das Gefühl, Nobby und Amy langweilen sich miteinander und so dauerte es nicht lange und es zogen im Juli 2015 zwei neue Mädels ein - Lila und Toffy. Beides wieder Nothilfe-Schweinchen, also kaum Infos zum Vorleben und Alter nur geschätzt. Beide angeblich ca. zwei Jahre alt, aber meine TÄ schätzte Lila für erheblich jünger ein, vermutlich von Anfang 2015. Dabei ließen ihre Zitzen vermuten, dass sie schon mal Junge gesäugt hatte. Kein Wunder, dass sie so zwergenhaft blieb - auch mit Extrarationen habe ich sie nur auf knapp 700 g gebracht.
    Lila hat mich inzwischen schon wieder verlassen - nach einer Woche intensiven Päppeln - danke an den TA-Helfer für die Betreuung in der "Tagesklinik" - musste ich sie dann Anfang Mai 2017 doch gehen lassen.
    Doch zu Pfingsten zog schon wieder ein neues Schweinchen bei mir ein - "die Zarte". Auch wieder ein Notfall - nachdem ihre Kumpeline nach einer Bein-OP verstorben war. Die Integration verlief vollkommen reibungslos. Jetzt muss sie nur noch lernen, Rampe zu laufen. Im Gegenzug kann sie ja dann den Alteingesessenen beibringen, wie man sich an der Nibbeltränke bedient.

    Hallo, ich bestelle Heu im Internet bei http://www.heuandi.de/ - zumeist als 5 kg Packung als bunte Mischung 1. und 2. Schnitt. Da kann man gut ausprobieren, was die Schweinchen besonders mögen. Es wird flott geliefert und mit der Qualität sind meine Fellnasen und ich sehr zufrieden. :D

    Zitat von Partykartoffel


    Kann mir jemand irgendein abgepacktes Heu empfehlen, das ich im Internet oder im Geschäft kaufen kann?


    Hallo, ich bestelle Heu im Internet bei http://www.heuandi.de/ - zumeist als 5 kg Packung als bunte Mischung 1. und 2. Schnitt. Da kann man gut ausprobieren, was die Schweinchen besonders mögen. Meine stehen übrigens auch mehr auf die gröberen Halme statt auf das ganz feine Gefitzel. :D

    Hallo,


    tut mir leid, dass der Bruder verstorben ist.


    Mein Tipp ist, suche nach einer Pflegestelle für Notschweinchen o. ä. in Deiner Nähe. In der Regel kennt man die Tiere dort ganz gut und kann einschätzen, wer zu Deiner Fellnase passen könnte. Geh bitte nicht nur nach der Optik! Das Beste wäre, Du könntest Deinen Bock mit hinnehmen, und es gäbe eine Gelegenheit, dort auf neutralem Boden auszuprobieren, wie man sich verträgt und damit er sich seinen neuen Kumpel selbst aussuchen kann. Vereinbare unbedingt ein Rückgaberecht, sollte es dann wieder erwarten zu Hause auf Dauer doch nicht klappen mit den Beiden.

    Ich würde erstmal die Karotte weglassen. Die Möhre ist ein relativ süßes Gemüse, vielleicht bereitet Deinem Fratz der Fruchtzucker Probleme.
    Hast Du irgendetwas bei den Haltungsbedingungen verändert? Auch Meerlis kann Aufregung auf die Verdauung schlagen.
    Medikament würde ich erstmal keins geben, zumal der Kot zwischendurch auch mal wieder normal war. Vielleicht hat auch auch nur viel Saftiges gefressen oder viel getrunken.


    Alles Gute dem kleinen Racker!

    Zitat von Frieda13

    Wer diese blöden Insulinspritzen kennt der weiss-unheimlich schwer zu dosieren.


    Ja, ich kenne das Problem mit dem Umfüllen. Bekomme von meiner TÄ Medikamente auch immer in einer großen Spritze, allerdings gibt sie mir dann auch mind. eine kleine zum eigentlichen verabreichen mit. Dazu gibts dann auch eine passende Kanüle. Das macht das Abfüllen von groß auf die eigentliche Dosis ganz einfach. Cookie bekam ihr Herzmedikament auch in dieser wirklich winzigen 0,1 ml Dosierung. Ging aber mit vorgenannter Methode ganz einfach.
    Letztens hatte ich ein etwas zähflüssigeres Präparat (war für die Verdauung - nenne es immer die Weihnachtmischung, weil es nach Anis und Zimt duftet), das nicht durch die Kanüle ging. Davon habe ich dann etwas umgefüllt in so einen Plastikbehälter aus den Ü-Eiern (einfach in einen Eierbecher stellen, damit er nicht umfällt). Daraus ließ es sich dann prima in der erforderlichen Dosis in die Spritze ziehen. Und hatte ich mal bisschen zu viel ins Ü-Ei-Böxli gegeben - auch nicht schlimm, die Dinger lassen sich ja gut verschließen bis zur nächsten Ration. Die Methode nutze ich übrigens auch, um aus den BeneBac-Geltuben auch das letzte rauszuholen.


    Was das Päppeln bzw. das zum Selberfressen animieren betrifft - ich habe mit getrockneten Kräutermischungen gute Erfahrungen gemacht. Pfefferminze, Kamille, Löwenzahnlaub, Brennessel - hole ich im Teeladen (viel preiswerter als im Zooladen). Immer wieder als Mischung entbieten, dem Duft kann auf Dauer keins meiner Schweinchen widerstehen. Die Krönung aber ist - getrockneter Hirtentäschel (auch aus dem Teeladen). Darauf fahren meine Meerlis voll ab und lassen sogar Sonnenblumenkerne und Haferflocken erstmal links liegen.


    Ich drücke Emil die Daumen!

    Zitat von Quieeek

    Wie hat sich das heisere dann angehört?


    Ja, wie soll ich das beschreiben? Zuerst hörte sich ihr Quicken etwas rauer an, bei einem Menschen würde man wohl sagen, die Stimme ist belegt. Das nahm dann im Laufe der Zeit immer mehr zu, es war immer weniger zu hören und die wenigen Töne, die dann noch aus der Schnute kamen, klangen mehr nach einer kleinen Krähe als nach einem Meerschweinchen. Als versuche jemand mit einer schlimmen Heiserkeit noch laut zu rufen, da bricht dann auch die Stimme weg. Merkwürdigerweise waren weder Cookie noch ihre Gefährten irritiert von diesen Geräuschen. Die Kommunikation untereinander funktionierte weiterhin, auch als sie dann gar nichts mehr sagen konnte. Damals fand ich es noch witzig: stell Dir ein Schweinchen vor, das mit vollem Körpereinsatz und voller Inbrunst qieckt und zu hören ist - nichts. Als hätte jemand den Ton weggedreht. Irgendwann gab sie dann auch diese Pantomime auf.
    Die Heiserkeit war also nichts, was kam und ging wie bei Deiner Sau. Bei Cookie war es ein schleichender Prozess bis hin zum kompletten Stimmverlust.

    Meine Cookie hat vor etwa einem Jahr die Stimme verloren. War sie bis dahin eine unüberhörbare Futterbettlerin, gab sie nun nur noch krächzende Laute von sich. Sonst gab es im Allgemeinbefinden keine Veränderungen, sie war agil und verfressen wie immer - nur eben chronisch heiser. Die TÄ konnte damals auch nichts feststellen. Irgendwann gab Cookie dann auch das Krächzen auf und gar keine Laute mehr von sich. (Selbst wenn sie etwas ganz blöd fand und früher lautstark dagegen protestiert hatte.) Gebettelt wurde von nun an nonverbal.
    Inzwischen ist Cookie an Leukose verstorben. Ich vermute, Cookies Stummverlust war damals bereits ein erstes Anzeichen dafür. Da ging die Schwellung von Lympknoten im Halsbereich anfangs wohl mehr nach innen und hinderte die Stimmbänder am Arbeiten.
    Dies als Hinweis an Meerli-Halter, wenn ein Schweinchen scheinbar ohne sichtbare Ursache verstummt.

    Danke für das Willkommen. Allerdings ist meine Vorstellung inzwischen nicht mehr aktuell.
    Am 30. Mai musste ich Cookie erlösen und zu Krümel und den anderen auf die Regenbogenwiese gehen lassen.


    Heute weiß ich, dass sie schon schwer krank war, als ich sie hier im Forum vorstellte. Da war sie gerade zum Herzpatienten geworden, sprach aber gut auf das Medikament an. Ich ahnte, dass unsere gemeinsame Zeit dem Ende zu ging, hoffte aber noch auf einen gemeinsamen Sommer. Doch dann brach der Blutkrebs aus und Cookie schien nur noch aus dick geschwollenen Lymphknoten zu bestehen. Zum Schluss hat sie mir gezeigt, dass sie nicht mehr will - und das war das Signal für mich, die mobile TÄ anzurufen. Ich bin froh, dass es hier so etwas gibt und Cookie so in der vertrauten heimischen Umgebung ihren letzten Gang antreten konnte.
    So konnten sich auch Amy und Nobby von ihr verabschieden. Nobby hat bis zuletzt neben ihr gesessen und dann auch noch eine Art Totenwache gehalten, während Amy sich in Cookies Schmusehandtuch kuschelte.

    Eine Sehnenverkürzung an sich ist erst mal nichts ungewöhnliches. Kommt bei allen Säugetieren vor, einschließlich Mensch (sog. Klumpfuß). Ursache ist zumeist, wenn der Embryo zu lange unbeweglich in derselben Haltung gelegen hat. Wenn die Meerli-Mama zuvor schon mal 5 Junge erfolgreich ausgetragen hat, ist das zu lange Verharren in einer Stellung wohl nicht auf Platzmangel um Mutterleib zurückzuführen. Kann also durchaus sein, dass das Kleine anderweitig noch einen Knacks weg hatte, dass es sich zu wenig bewegt hat.
    Aus meiner Zeit in der Landwirtschaft kenne ich solche Fälle bei Kälbern - da haben wir immer massiert, vorsichtig gedehnt, vielleicht auch mal bandagiert, dazu viel Bewegung in Licht und Sonne und nicht zu viel Einstreu, damit sie nicht drin hängen bleiben und stürzen. In den allermeisten Fällen hat sich das Problem ohne Spritzen oder gar OPs von selbst gegeben - die Tiere haben sich mit ihrem Bewegungsdrang sozusagen selbst therapiert.
    OK, diese Behandlung lässt sich bei den Meerlis schon aufgrund des Größenunterschiedes nicht 1:1 umsetzen, gerade das Bandagieren könnte etwas schwierig sein. Aber ich hätte dem Kleinen einige Tage Zeit gegeben, das Problem vielleicht selbst zu lösen. Die Spritze hätte ich vermutlich, spätestens bei dem Hinweis auf eine eventuell toxische Wirkung, verweigert.

    Hallo,


    bin neu hier im Forum und möchte Euch meine drei Mitbewohner vorstellen:
    - Cookie (fast 6 Jahre alt)
    Sie habe ich vor vier Jahren zusammen mit Kumpeline Krümel aus einem Hunde- und Katzenhaushalt übernommen. Die Vorbesitzer hatten im Fressnapf einen Käfig angeboten, aber dass dazu auch zwei Meerlis gehörten, wurde mir fast so nebenbei offeriert. Obwohl ich damals schon drei Fellnasen (Muffin, Mokka und Luzy - Ehre Eurem Angedenken) hatte, habe ich die beiden doch dazu genommen. Als ich sie das erste Mal sah, war meine spontane Idee, sie "Angst" und "Panik" zu nennen. Niemals zuvor hatte ich zwei so verängstigte Tierchen gesehen; weit aufgerissene Augen und wilde kopflose Flucht beim kleinsten Geräusch. Ich habe es mir schnell angewöhnt, mich akustisch anzukündigen, bevor ich den Raum betrat. Die Vergesellschaftung verlief etwas heftig, mit leichten Blessuren für alle Beteiligten – am heftigsten hatte es mich selbst erwischt – aber letztendlich erfolgreich. Leider konnten Muffin und Krümel das quirlige Leben im neuen Rudel nicht allzu lange genießen. Muffin erlag schon bald ihrer Tumorerkrankung und auch Krümel wechselte nur wenig später auf die Regenbogenwiese. Ihr Tod kam überraschend, ohne Voranzeichen. Morgens noch quietschfidel, abends etwas lustlos und als ich nachts noch einmal nach ihr schaute, war sie schon halb weggetreten. Als ich sie auf den Arm nahm, kuschelte sie sich an mich, als suche sie nach Wärme und mit einem letzten tiefen Seufzer ist sie dann gegangen. Keine Ahnung, was ihr gefehlt hat. Natürlich war ich mit Cookie und Krümel nach dem Einzug bei mir zum Schweine-TÜV bei meiner TÄ. Es gab keinerlei Anzeichen auf eine Erkrankung. Manchmal denke ich, sie hat nur so lange durchgehalten, bis sie wusste, dass Cookie nun ohne sie zurechtkommt, denn diese hat sich immer an Krümel orientiert. Krümel war die Ruhigere, Entspanntere von den beiden, lebte sich schnell bei mir ein und wirkte besänftigend auf Cookie, wenn die mal wieder eine Panikattacke schob. Ich bin froh, Krümel noch einige ruhige Wochen bei mir verschafft zu haben.
    Inzwischen ist Cookie eine ziemlich coole Sau, kein Vergleich mehr mit dem Bündel Angst, das damals zu mir kam. Sie ist nun meine Alterspräsidentin, nachdem ich 2013 Muffin nach sieben gemeinsamen Jahren und Luzy im Alter von fünf aufgrund einer Krebserkrankung gehen lassen musste.
    Ich hatte Cookie zwei neue Gefährten aus der Nothilfe besorgt, aber die mochte sie beide nicht – dabei hatte ich extra was in ihrem Alter ausgesucht. Zum Glück konnte ich diese beiden zurückgeben. Bei der Auswahl ihrer jetzigen Kumpels durfte Cookie dann gleich „mitreden“ und ich erlebte die wohl schnellste Vergesellschaftung aller Zeiten – nach 15 Minuten war man sich einig und so zogen bei uns ein


    - Amy und Nobby (2 und 2 ½ Jahre)
    Nobby hatte man als Gesellschaft für ein Einzelschwein gekauft (angeblich als Weibchen zu einem Weibchen) und war dann über den sich zwangsläufig einstellenden Meerlizuwachs so erstaunt, dass gleich die gesamte Familie beim Tierschutz abgeliefert wurde. Amy stammt auch aus einer ungeplanten Vermehrung.
    Wie schon gesagt, die Vergesellschaftung verlief schnell und unproblematisch. Nobby (vom Tierschutz inzwischen kastriert) war sofort hin und weg, von Cookie restlos begeistert, er hatte wohl noch nie so ein großes Mädchen gesehen (Cookie ist ein fast Kiloschwein) und bei Amy wirkte wohl noch der Babyschutz, sie war damals gerade 6 Monate alt.