Es ist zwischenzeitlich keine offene Wunde mehr, deshalb bringen die Salbenverbände nichts mehr.
OP haben wir lange überlegt. Kosten und alles drum herum hätte ich auch kein Problem mit. Der TA meinte, es könne sein, dass die Pfote amputiert werden müsse. Das würde heißen, es läuft auf drei Beinen. Das wiederum würde heißen, dass die anderen drei Füßchen weit mehr belastet würden und eine weitere Problematik naheliegend sei.
Weiterhin sagte er, wenn er es "nur" ausschäle, bliebe die Wunde offen. Soweit okay... dann zwei bis dreimal die Woche Verbandwechsel mit Wundspülung... auch noch okay... dann meinte er, wenn es sich bei der Wundentwicklung ergibt, dass etwas nicht so 100%ig ist, wie es sein soll (was wohl oft vorkommt), müsse OHNE Betäubung mit einem scharfen Löffel ausgeschabt werden... und da war bei mir die Schmerzgrenze erreicht. Der Abszess wurde bereits einmal geöffnet und ich kann diese Meerschweinchenschreie nicht ertragen. Man steht daneben und diese Ohnmacht, nicht helfen zu können ... nur, weil sie so schlecht die Narkose vertragen, müssen sie solche Schmerzen so aushalten. Das kann und möchte ich ihr nicht antun...
Überall, wo ich nachgelesen habe, stand, Heilungschancen schlecht und sorry, bevor ich sie mit 6,5 Jahren nochmal so quäle, das mache ich nicht.
Deshalb versuche ich einen anderen Weg oder ich erlöse sie, alles andere ist ein Qual in meinen Augen.
Er meinte, so lange, wie sie mit dem Antibiotika schon hin kommt, habe er noch nicht erlebt - der Abszess steht ja ziemlich still... und vielleicht schaffen wir den Rest ja wirklich homöopathisch
Ein Versuch ist es wert.
Beiträge von 5simons
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Hallo,
wir haben ein Rosettenmeerschweinchen, welches nun ca. 6,5 Jahre alt ist. Im Oktober vergangenen Jahres wurde ein Abszess an der Vorderpfote diagnostiziert und mit Antibiotika behandelt. Wir nahmen sie mit nach Spanien in den Urlaub, weil wir niemandem das kranke Tier überlassen wollten. Und ich kann gar nicht beschreiben, wie problemlos das war - sie hat dort so richtig aufgelebt
Leider hatte der Abszess aber bereits den Knochen erreicht und eine OP kommt nicht in Betracht. Seit Oktober behandeln wir nun mit Antibiotika ( Baytril; 2,5 mg oral), Benebac (für die Darmbakterien), Vitamine und haben immer mal wieder Betaisodonna-Pfötchenverbände gemacht.
Sie ist quitschfidel, läuft herum, hat keine Beschwerden durch das Antibiotika und tritt auch ganz normal auf, seit 3 Wochen ohne Verband. Da wir davon ausgehen, dass sie keinerlei Schmerzen hat und sie keinerlei Probleme mit der Einnahme des Antibiotikas hat, auch keinerlei Durchfälle oder sonstiges, haben wir es bis jetzt nicht übers Herz gebracht, sie einzuschläfern. Sobald sie Schmerzen bekommt oder nicht mehr frisst, müssen wir sie erlösen.
Ein Bekannter riet uns jetzt, zusätzlich eine Mischung homöopathischer Globulis zusätzlich zu geben.
Kann ich das bedenkenlos machen? Ich weiß, dass Meerschweinchen ja nicht alles vertragen.
Das Antibiotika kann den Abszess nicht heilen, nur ausbremsen; soviel wissen wir bereits. Aber wir haben keine Ahnung, wie lange das so noch gut geht...
Hat jemand hier einen Rat?