Beiträge von Erbsenflocke

    Erstmal stimme ich SusanneC zu, es ist wichtig zu lernen, mit der Trauer umzugehen und vor allem auch zu trauern.


    Zudem dauert die Trauer länger, wenn der zu Tod plötzlich kam und man sich viele fragen stellt, wie: Warum ist er gestorben?, hätte man noch was machen können?, habe ich etwas falsch gemacht?...


    Solche Fragen lassen einen meist nicht richtig trauern, sondern mehr grübeln und die Tatsache, das man genau weiss, das man jetzt nichts mehr machen kann, setzt noch einen drauf.


    Trauer also ruhig um deinen Moritz. Wie man trauert ist, bei jedem Menschen verschieden. Manche erzählen/schreiben viel über das verstorbene Meeri, andere erstellen Fotocollagen usw.

    Flitzi hat ja noch keine so lange Geschichte bei uns. Er kam erst zu uns, als Rosi`s Zähne sich schräg abnutzten. Davor war er in einer Böckchen-WG bei einer Familie, die ihre Meerschweine leider abgeben mussten, da der Sohn eine Allergie bekam.



    Gut haben sollen es die Schweinchen ja. Leider fehlt ohne Rosi etwas und wir sind derzeit auf der Suche nach 2 weiteren Weibchen, damit es wieder eine Gruppe wird. Mir kommt es vor, als würden sie sich als Päärchen etwas langweilen. :?

    Huhu alle miteinander,
    hier stelle ich einmal meine kleinen Gurkenmampfer vor :)



    Unsere kleine Milka ist ein Rosettchen und 7 Jahre alt
    http://abload.de/image.php?img=milkafnst3.jpg


    Ihr Leben fing schon traurig an:
    Ihre Mutter wurde viel zu jung gedeckt und verstarb leider, als Milka und ihre Schwester Rosi zur Welt kamen. Sie hatte es gerade geschafft, die Kleinen noch zu putzen und lag am Morgen leblos im Gehege, während die 2 Kleinen verängstigt in der Ecke saßen.
    Wir zogen sie mit einer Spritze auf, weshalb beide auch sehr zahm waren.
    Beide waren schon immer sehr kleine Meerlis und hatten auch weiterhin das Glück nicht gepachtet. Rosi´s Auge entzündete sich vor 2 Jahren, durch einen Heuhalm. Nach langer behandlung mit Augensalbe verheilte es jedoch. Dieses Jahr nutzten sich immer wieder ihre Schneidezähne schief ab und es folgten 2 Backenzahnbehandlungen, bevor die eigendliche Ursache entdeckt wurde: Ein Geschwür hinter dem Auge, das nicht operiert werden konnte. So lang es ihr noch gut ging, lebte sie weiterhin mit Milka und Flitzi zusammen, bis sie schlussendlich über die Regenbogen tapsen musste.
    Milka selbst litt anfang immer wieder unter Zysten, wodurch sie meist eine kleine Zicke war. Hier im Forum las ich dann, das ein kastriertes Böckchen bei Zysten helfen kann. So zog Flitzi bei uns ein und Milka hat keine Probleme mehr damit.
    Ihr Lieblingsessen ist Gurke. Aufgrund ihres Alters schläft sie viel und hat ihre kleinen Marotten, wie: Erstmal laut quietschen, damit alle wissen, das sie wach ist



    Unser Kastrat Flitzi ist ein Peruaner und 2 Jahre alt.


    http://abload.de/image.php?img=flitzigzs99.jpg


    Im Gegensatz zu Milka ist er eine richtige Wuchtbrumme, die gerne mal eine ganze Tomate mit sich rum schleppt (wir mussten extra Fleischtomaten holen, damit er die nicht mehr mitnehmen kann :lol: ). Trotz seiner Größe und Gewichtes kann er richtig schnell rennen, weshalb er den Namen "Flitzi" bekam. Rosi mochte ihn richtig gern, da er so schön flauschig und kuschelig war. Mit Milka versteht er sich auch gut, nur ist sie nicht der Kuschel-Typ.
    Sein lieblingsleckerlie sind Erbsenflocken oder ein Basilikum-Blättchen.
    Vom Charakter her ist er ein ganz ruhiger, der Milka gern mal Chef spielen lässt.



    Und so wohnen sie:
    Die "Schlafwohnung" ist ein Eigenbau mit 2m mal 0,80m Grundfläche und einer Etage (2m x 0,30m), das Ganze auf Stein-Beinen. Leider mögen sie die Etage nicht, weshalb die Rampe derzeit abgeschraubt ist, damit sie dann wenigestens mehr Grundfläche haben. Dafür liegen in der Etage nun die Leckerlies (Erbsenflocken und gepresste Heupallets in Aufbewahrungsdosen), das Heu und Spielzeug.


    http://abload.de/image.php?img=eigenbau49s09.jpg
    In dem blauen Korb auf dem EB sind normalerweise die ganzen Fleecedecken. Sie sind nur grad in der Wäsche :)



    Das Wachgehege ist zusammensteckbar (aufgebaut 1,60m x 1,60m), wodurch man es auf und abbauen kann. Bei schönem Wetter (natürlich Omi-Gerecht für Milka) dürfen sie auf den Balkon. Bei schlechtem Wetter oder in den kalten Jahreszeiten, wird das Gehege in der Wohnung aufgebaut.
    Dafür wird ausschließlich Fleecehaltung genutzt, da man das Gehege so schnell Morgens aufbauen kann, Decken rein, fertig.
    Abends dann Decken wieder raus, ausschütteln und in die Wäsche.
    Nächsten Tag neue Decken...die Meeris haben ja mehr Decken als ihr Frauchen *hüstelt*


    http://abload.de/image.php?img=gehegeflitzi12s49.jpg
    Auf dem Bild steht das Gehege in der Wohnung, da das Wetter nicht schön genug war. Wenn es auf den Balkon steht, haben wir dafür noch ein Dach, wovon eine Hälfte mit einer Plane bespannt ist.


    Alles in allem finde ich das Gehege sehr praktisch, da man es jeden Tag anders gestalten kann, was die Schweinchen auch freut :)


    Edit: Mal einige meiner Rechtschreibfehler verbessert :roll:

    Hast du die einzelnen Stützpunkte auch mit Wachstuch oder ähnlichen verbunden? Auf dem Weg von einem Stützpunkt zum nächsten lassen sie ja sicher auch mal was fallen.


    Die Idee an sich finde ich gut. So können die Schweinchen dir auch hinterher watscheln und schauen, warum du in den anderen Raum gehst. Wäre was für meine Milka, die immer alles sehen will :)

    Ich bin auch gegen die Haltung in diesen Gitterkäfigen, da es für mich eben kleine Gefängnisse sind und in einem Gefängnis mag dochniemand freiwillig leben.


    kleinschweinugly hat dir ja schon den Link gegeben. Schau vielleicht auch mal hier im Forum, in der Kategorie "Meerscheinchen Haltung". Dort zeigen viele ihre selbstgebauten Gehege und man kann sich dort einige Ideen abgucken.

    Du hast im ersten Post geschrieben, das er aus Einzelhaltung stammt und nur Trockenfutter bekam. Vielleicht lebte er auch in einem zu kleinen Käfig, wo er sich nicht richtig bewegen konnte und ist deshalb so moppelig.


    Was das Gewicht angeht, habe ich gelernt das es auch auf die größe des Schweinchens ankommt. Unsere Milka zum Beispiel ist recht klein und tuckert schon immer bei 750 gramm rum. Würde sie 1000 gramm wiegen, wäre sie wohl auch moppelig und hätte einen Hängebauch :roll:


    Unser Flitzi dagegen ist doppelt so groß, wie Milka und wiegt auch dementsprechend viel.


    Wenn dein Schweinchen also relativ klein ist (verglichen mit deinen anderen) kann es wirklich sein, das er etwas moppelig ist. Auf Diät sollte man ein Schweinchen trotzdem nicht setzen :)

    Als ich im Sommer unserem Flitzi (Peruaner) eine Kurzhaarfrise verpassen musste, weil es viel zu heiss für den Kleinen war, sah er aus wie ein explodierter Handfeger...aber er fands toll und ist fröhlich rum gehüpft :D


    Nun wirds zum Glück etwas kälter und da schneide ich nur am Popo, an den Augen und was unten auf dem Boden schleift weg.


    Zum Schneiden über den Augen setzen wir unseren Flitzi auf den Tisch (Mit Handtuch drunter), mein Freund hält ihn fest und besticht ihn mit Erbsenflöckchen. Ich nehme dann immer die Haarsträhnen zwischen Zeige- und Mittelfinger, Finger dabei leicht aufs Schweiköpfchen legen und dann über den Fingern schneiden. Sollte das Schweinchen dann direkt beim Schneiden zappeln, schneidet man sich in die Finger und nicht ins Schwein :)


    Beim Kürzen von langem Fell, was über den Boden schleift oder am Popo, kann man die selbe Technik nutzen. Haare, die weg sollen zwischen Zeige und Mittelfinger klemmen und (immer vom Schweinchen weg) abschneiden.


    Ich selbst schneide nur, wenn mir einer hilft, da manche Schweinchen wohl denken: Oh, wasn das? *Nase in Schere halt*
    Da hab ich es lieber, wenn wer den Kopf etwas mit Leckerlies vom eigendlichen Geschehen ablenkt :mrgreen:

    Die Entscheidung für oder gegen das Einschläfern ist wirklich schwer bei einem kranken Schweinchen.


    Ich war selbst vor nicht alzu langer Zeit in der Situation bei meiner Rosi, die einen Tumor hinter dem Auge hatte und der Tierarzt das nicht operieren konnte. Als ich merkte, das sie nur noch in der Ecke hockt und panisch quietscht, wenn eines der anderen Schweine gucken wollte, was sie da macht, war mir klar, das es für sie kein Leben mehr sein kann.


    Ich denke die Entscheidung kann dir keiner so wirklich abnehmen. Du kennst dein Schweinchen am besten und wenn es dem Schweinchen noch gut geht und es Lebensfreude hat und zeigt, sollte man ihm die letzte Zeit noch lassen, die es hat.