Hallo,
habe mal wieder eine Frage:
mein Meerschweinchen Lillyfee hat während und nach einer Krankheit plötzlich agressiv auf das zweite Meerschweinchen reagiert (in dem Fall die Tochter). Ich musste die beiden trennen, eine erneute Vergesellschaftung ist letzte Woche gescheitert.
Däumelinchen hat aus Kummer ein paar Tage das fressen eingestellt, beide mussten mit der Spritze zwangsernährt werden, seit dem Wochenende lassen sie es sich langsam wieder schmecken.
Ich weiß nicht ob ich es nochmal wagen soll die beiden zusammen zusetzen, habe gehört das es, wenn einmal so ein extremes Verhalten aufgetreten ist, es unwahrscheinlich wäre das die beiden sich nochmal vertragen.
Hat einer von euch Erfahrung mit so einem Fall? Die beiden Einzeln zu halten ist keine Dauerlösung
LG
Anne
Meerschweinchen Krankheiten / Gesundheit
Meerie agressiv
Umgang mit kranken Schweinchen, Therapien, Medikamente und Heilungsverlauf.
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Also ich bin da echt kein Experte, aber haben sich die beiden denn vorher gut verstanden?
Und ich weiß nicht ob es das generell gibt, das während einer Krankheit Agressionen gegen andere Schweinchen auftreten, aber bedingt durch Schmerzen oder so, könnte das ja durchaus sein. Vielleicht ist Lillyfee noch nicht wieder richtig genesen und kann die wuselige kleine noch nicht wieder um sich ertragen.
Aber mal schauen was die experten hier sagen werden.
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Was war das denn für eine Krankheit (darf man das fragen)?
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sie wurde erst gegen Milben behandelt wegen dem starken Juckreiz, weil sich nichts besserte und das dritte Schweinchen (wurde auch gegen Milben behandelt) in der Zeit gestorben ist, habe ich den Tierarzt gewechselt bzw. bin zu meiner alten Tierärztin zurück.
Der Juckreiz sprach für Milben, aber die Haut sah eher nach Pilzinfektion aus, sie bekam Antibiotika. Dann hat Lillyfee das Futter nicht mehr angerührt und wurde schon fies gegenüber der Kleineren. Habe nach Rücksprache mit der Tierarztpraxis die beiden getrennt, woraufhin Däumelinchen auch mit Futterverweigerung reagiert hat. Bin also nach 2 Tagen wieder mit beiden zum Doktor, abends habe ich beide wieder zusammen in einen Käfig gesetzt, es ließ sich erst sehr gut an, die beiden haben zusammen gefuttert. Leider war kurz drauf der Frieden wieder vorbei und ich musste sie trennen und mit der Spritze füttern. Seit Samstag fressen beide wieder selbständig, zwar nicht so viel aber sie haben beide wieder etwas zugenommen.
Lillyfee versucht weiterhin sich selbst den hinteren Rücken anzuknabbern, die Tierärztin ist genauso ratlos wie ich. Daumelinchen wurde in der Zeit vorsorglich mitbehandelt damit sie sich nicht ansteckt (womit auch immer)
genauer kann ich es leider nicht sagen, weil auch die Tierärztin nicht mehr weiter weiß
ach doch eine Sache noch: wenn sie frisst, hat sie anschließend Schmerzen, es sieht aus als laufen Wellen durch ihren Körper und sie hat die Augen geschlossenen. Um die Verdauung zu fördern bekommt sie dann von mir Tropfen -
Wir wurde denn gegen die Milben behandelt und wie wurden die festgestellt?
Wurd ein Hautgeschabsel genommen?
Um auch einen Pilz auszuschließen sollte auch eine Kultur angelegt werden.Ich erinner mich daran, dass wir hier schon mal im Forum einen Fall hatten, da war ein Schwein aufgrund eines Milbenbefalls auch total aggressiv.
Edit: achso ich sehe gerade sie bekam Antibiotika, das hilft weder gegen Milben noch gegen Pilz. (oder bekamen sie noch was anderes?) Bitte suche so schnell es geht einen erfahrenen Tierarzt auf, der richtig behandelt! Vielleicht kann dir hier ja jemand einen guten Tierarzt in deiner Nähe nennen.
Wenn Meerschwienchen Antibiotika bekommen, kann es schon sein dass sie davon Verdauungsprobleme bekommen, deswegen sollte neben AB auch immer noch Bene Bac gegegen werden. ich hatte es hier auch schon mal dass mein Little aufgrund von Antibiotika das Fressen eingestellt hat, ich habe dann sofort nach Absprache meiner TÄ das AB abgesetzt, es hat aber noch einige Tage gedauert, bis sein Appetitt wieder kam, ich musste ihn in der Zeit auch mit der Spitze zufüttern.
Aber wie gesagt Antibiotika hilft nicht gegen Milben und auch nicht gegen Hautpilz. -
sie wurden von der ersten Tierärztin festgestellt, die zweite hat Hautgeschabsel genommen und das war Lillyfee so unangenehm das sie versucht hat zu beißen
was mich wundert ist, das der Juckreiz nach der Behandlung nachzulassen schien, sie kratzt sich auch nicht mehr so oft, aber das nagen am hinteren Rücken ist nicht normal
Die Tierärztin ist sehr gut und engagiert, ich hatte schonmal Milben in meiner kleinen Gruppe und das hat sie damals sofort in den Griff bekommen. Die Schweinchen und Kaninchen in meinem Bekanntenkreis behandelt sie auch immer sehr gut, das Kaninchen meiner Schwägerin zum Beispiel hatte die Kaninchenseuche und sie hat das Tier durchbekommen. Also an der Ärztin liegt es wirklich nicht
Vielleicht hat Lillyfee den Tod von Sally nicht verkraftet und reagiert deshalb so? -
Wurden sie denn gegen die Milben gespritzt, oder haben sie ein Spot On bekommen?
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ein Spot On, von der 1 Tierärztin, nach 3 Wochen bin ich mit den beiden zu der neuen Tierärztin, da haben beide eine Spritze bekommen und Tropfen, die Tropfen habe ich zu Hause weitergegeben. Frag mich aber bitte nicht nach dem Namen die Tropfen habe ich abgefüllt bekommen. Außerdem habe ich für beide etwas bekommen womit ich sie "baden" sollte. Ich habe das Mittel wie angegeben mit Wasser verdünnt und mit Hilfe einer Sprühflasche beide vorsichtig aber gründlich eingesprüht
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Bekommt sie etwas gegen Juckreiz?
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nein, nicht mehr weil sie sich nicht mehr gekratzt hat, das mit dem nagen hat erst wieder am Wochenende angefangen. Sie ist auch nicht mehr empfindlich wenn man sie streichelt.
Deshalb ist mein Gedanke eben ob die Trauer über Sally das auslöst?