Meerschweinchen Krankheiten / Gesundheit

Brückenbildung durch Fehlstellung des Unterkiefers

Umgang mit kranken Schweinchen, Therapien, Medikamente und Heilungsverlauf.

  • Ich war gestern wegen einer Pilzbehandlung beim TA. Da ich den TA gerade erst gewechselt hatte, wollte er sich die Meeris genau ansehen.
    Gordi hat durch Überzüchtung (Züchter wollen einen kleinen kurzen niedlichen Kopf haben, was aber den ursprünglichen Meeris nicht ähnlich ist) einen nach innen gerichteten Unterkiefer.
    Bei Gordi (1 Jahr) bedeutet dass, die oberen Backenzähne drücken auf die Seite des Unterkiefers was somit die Schrägstellung der Zähne weiter vorantreibt. Er meinte, dass es früher oder später unweigerlich zur Brückenbildung führt. Nun will er mit den Zähne kürzen noch warten, da diese dann wohl immer schneller nachwachsen.


    Gordi ißt dadurch sehr langsam und hat auch immer Speisereste in den Backen - wie ein kleiner Hamster.
    (Bis der TA die Zähne sehen konnte, hat er mehrere Wattestäbchen Heubrei herausgeholt.)


    Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Kann man die eigentlichwe Ursache Kieferfehlstellung behandeln?


    Danke für Eure Antworten!

  • Hallo,


    das ist wie bei meinem momentanen Sorgenschwein Pepsi. Bei ihr wurde es aber erst entdeckt, als sich schon eine Brücke an den hinteren Backenzähnen gebildet hat. Prinzipiell ist es sehr schwer bis unmöglich dies wieder zu beheben, auch wenn man die Backenzähne nun alle auf die gleiche Länge abschleift, wird das Schwein die richtige Kieferstellung in der wenige Zeit bis die Zähne wieder lang genug sind, nicht wieder erlangen können. Ich muss nun alle paar Wochen mit ihr zum Zähnekürzen.


    Ob man die Brückenbildung verhindern kann, das bezweifel ich. Aber vielleicht kann dazu jemand anderes noch etwas sagen.


    Ich wünsch Deinem Gordi alles Gute.

  • Hallo,


    ich hatte bereits 4 Zahnschweine. Aktuell auch wieder eines leider.


    Eines der Zahnschweinchen hatte die gleiche Problematik: Die Zähne kippten immer mehr zur Zunge hin bis sie schließlich gegen Ende fast waagerecht im Mund lagen.


    Man kann dagegen leider nix tun. Man kann dem Schweinchen das Fressen durch regelmäßiges Schleifen der Zähne natürlich ermöglichen bzw. erleichtern, doch kippen die Zähne immer mehr, wird dies irgendwann nur noch schwer bzw. gar nicht mehr möglich sein.


    Ich habe mein Schweinchen zuletzt 9 Monate mit Brei ernährt, weil es alleine nichts mehr fressen konnte. Doch letztendlich war klar, dass ich den Kampf verlieren werde. Und trotzdem wollte ich ihm noch einige schöne Monate schenken. Als es dann gar nicht mehr ging, habe ich ihn erlösen lassen.


    Das ist natürlich eine extreme Belastung und ich hatte mir gewünscht nie wieder ein Zahnschwein zu haben. Und nun ist es wieder so weit, doch dieses Mal mit einer anderen Problematik :(


    Ich wünsche Euch viel Kraft und alles Gute und drücke ganz fest die Daumen, dass Ihr es noch lange hinaus zögern könnt!!


    Viele Grüße,
    Sabrina