Beiträge von SusanneC

    Hallo!


    Drei ist eine echt ungünstige Anzahl. Und braucht auch enorm viel Platz, damit sie sich aus dem Weg gehen können.


    Natürlich kannst Du den Neuen nicht alleine halten, also entweder änderst Du ganz grundlegend was (wesentlich mehr Platz und eher noch Bock Nummer 4) oder Du gibst ihn ab, oder Du machst eine zweite Gruppe auf.

    DU brauchst aber für den Winter mindestens 4 Stück.


    Und Du hast zwei Babys, deren Sozialverhalten wird sich nicht richtig entwickeln, wenn sie das erste Lebensjahr nur alleine mit dem geschwisterchen sind, die brauchen JETZT einen erwachsenen Artgenossen. Sie bleiben sonst ihr leben lang schwierig vom Verhalten her, Du tust Dir selbst damit auch keinen Gefallen.


    Schließlich hast Du die Tiere noch einige Jahre, und wenn sie da sozial gestört sind macht das deutlich weniger Spaß.


    Ich weiß, so hast Du Dir das nicht vorgestellt, du dachtest, das geht alles viel einfacher, aber so ist es eben nicht.

    Hallo!


    Eine Zweiergruppe würde ich höchstens tagsüber unter Beobachtung in den Garten bringen. Das hat einfach den Grund, dass ihre Instinkte den Tieren sagen, dass eine richtige Gruppe sie schützt - und das klappt zu zweit einfach nicht, sie wissen, dass ihre Überlebenschancen da wesentlich geringer sind. Und wir dürfen uns nichts vormachen, irgendein Marder oder eine Ratte wird ganz sicher mal testen, ob Du den Stall auch ordentlich verriegelt hast, und Elstern und Krähen hat auch fast jeder in der Umgebung. Auch die sind eine ernste Bedrohung. Größere Raubvögel wie Habicht, Bussard oder Milan legen sowieso viele Kilometer in kürzester Zeit zurück, und nachdem Meerschweinchen nicht gerade unauffällig Grasgrün sind werden sie schnell entdeckt.


    Auch wenn das Gehege gesichert ist, die Schweinchen sehen die Gefahr und bekommen dadurch echte Panik, gerade in Kleinstgruppen. Je größer die Gruppe, desto mehr Sicherheit vermittelt sie ihnen. Eines kann dann immer Wache halten und den Himmel und die Umgebung im Blick behalten und die Artgenossen warnen, wenn sich etwas tut, dann sind alle blitzschnell in Deckung verschwunden. Genau das ist es, was sie brauchen, und ideal einen großen kräftigen Kastraten, der eben auch bereit ist, seine Weibchen unter Einsatz des eigenen Lebens zu verteidigen. Das ist sein Job, nicht umsonst sind die Böcke deutlich größer und schwerer.


    Der Käfig mag ja jetzt groß aussehen, aber noch sind Deine Schweinchen winzig kleine Babys. Die werden größer, die meisten Weibchen wiegen später 1.000-1.300g, und sind dann etwa dreimal so groß wie die Minis mit 4 Monaten. Schon alleine mit zwei entsprechend großen Häuschen, einer Heuraufe für den anständigen Hunger von so großen Tieren, Frischfuttervorrat für den halben Tag ist dann nicht mehr wirklich viel Platz im Käfig übrig. Schon gar nicht, um auch mal ein Stück weit zu rennen. Etagen sind da auch kein Ersatz, denn je älter und schwerer sie werden, desto weniger gerne klettern und springen sie irgendwo hoch, und das geht auch auf Dauer auf ihre Gelenke, Arthrosen sind nicht selten.


    Außerdem lösen Meerschweinchen Konflikte, indem sie sich gegenseitig jagen. Das unterlegene Tier muss dabei einen Respektvollen Abstand zwischen sich und den "Gewinner" bringen, und dieser Abstand beträgt ziemlich genau zwei Meter. Dann beruhigt sich der Sieger und der Konflikt ist geklärt. Bei Deinem Käfig gibt es aber keine Möglichkeit, zwei Meter Luftlinie zwischen sich zu bringen, das heißt, sie jagen sich weiter, bis der Verlierer in eine Sackgasse gerät und im blödesten Fall gebissen wird. Diese zwei Meter sind wirklich wichtig, daher sollten Gehege diese Möglichkeit bieten - schön wären 2x1 Meter, unterste Schmerzgrenze 1,80x0,80m. Das haben wir uns nicht ausgedacht, sondern das ist ganz einfach so, das liegt in ihrer Lebensweise begründet.


    Zwei Babys ohne Erwachsene, reine Weibchengruppe, das ist alles einfach nicht optimal. Bitte denk ernsthaft drüber nach, so wie jetzt kann es niemals artgerecht sein, sondern nur eine Notlösung zum Nachteil der Tiere.

    Hallo!


    Naja, so ein schöner bunter Gemüseteller für alle Nottiere in der Station ist meistens finanziell einfach nicht drin, da ist es oft etwas langweiliger und preisgünstiger.


    Manche Schweinchen, die in der Vergangenheit wirklich fast verhungert wären, die nehmen wirklich ohne Ende zu und fressen wirklich solange was da ist. Aber die sind Gott sei Dank eher selten.

    Hallo!


    Zu zweit können sie auch den nächsten Winter nicht draußen verbringen, dafür ist die gruppe einfach zu klein. Außerdem finde ich es nicht so toll, sie die nächsten 7 Monate weiterhin auf zu wenig Platz zu halten, nur weil man dann ab Mai was größeres bauen kann. Daher wäre es besser, wenn Du erst mal JETZT ein vernünftiges Zimmergehege bauen würdest, statt des Käfigs. Die gibt es auch deutlich günstiger.


    Außenhaltung geht frühestens ab ende Mai, und es gibt nichts, was man einfach so kaufen und verwenden könnte. Hundehütten gehen auch nicht. Für ein vernünftiges Außengehege muss man schon einige hundert Euro ausgeben, das wird nicht ganz billig.

    Hallo!


    Du weißt doch gar nicht so genau, wie viel es vorher zu fressen gab oder ob sie vielleicht sehr hungrige Artgenossen hatte und deswegen nicht so viel abbekommen hat. Gewichtstechnisch darf sie gerne noch zulegen, alles ok. Was wäre denn für dich "Idealgewicht"?

    Hallo!


    Die Schutzhütte muss auf jeden Fall IMMER Frostfrei sein, und auch ein Regen- und Windgeschützter Auslauf, in dem es auch besser nur geringfügig friert. Wenn es so richtig arschkalt ist (im Auslauf also unter -5 tagsüber, -10 nachts) sollten sie nach drinnen.


    Ein Auslauf der so unsicher ist, dass die Tiere ihn nachts nicht nutzen dürfen ist insgesamt nicht sicher genug. Da muss schon ein Schutz gegen untergraben sein, insbesondere im Winter finden ja die heimischen Raubtiere auch wenig an Beute (weil viele Vögel eben in den Süden abgehauen sind und etliche heimische Kleinsäuger Winterruhe halten), und Menschen sind auch weniger in den Gärten unterwegs - da kommen Marder und Füchse auch mal tagsüber. Die halten nämlich keinen Winterschlaf und merken schmerzlich, dass Eichhörnchen, Bilche und Feldhamster momentan nur sehr wenig aktiv sind. Wenn sie kurz vor dem Hungertod stehen kommen sie auch am hellichten Tag in die Gärten, und es dämmert ja schon um halb fünf. Das Risiko von einem Menschen oder Hund erwischt zu werden ist einfach geringer als das Risiko zu verhungern, wenn sie schon mehrere Tage nichts gefunden haben.


    Wichtig ist auch eine ausreichende Belüftung in Stall und Auslauf, es sollte sich ja auch keine Staunässe bilden.


    Ein Funkthermometer im Stall ist absolut pflicht, der Empfänger kommt ins Wohnzimmer, ideal mit Memory-Funktion damit man auch kontrollieren kann, wie kalt es morgens um 5 Uhr war. Kurz vor Sonnenaufgang ist es meistens am kältesten.

    Hallo!


    Da musst Du schon richtig was bauen, und zwar auch groß genug, dass sie Regenphasen im Stall verbringen können, ohne dass es zu eng wird. Wenn es jetzt schon 2 Grad hat, dann wird es ja auch bald Minus 10 Grad haben - und da reicht die Folie nicht mehr. Eigentlich sollte man sowieso nur Gruppen ab 4, besser 6 Tieren draußen halten.

    Sie müssen an Gras langfristig gewöhnt werden. Erst nur eine Hand voll am Tag, dann langsam mehr. Wenn sie es richtig gewohnt sind und schon größere Mengen fressen dürfen sie auch in hohes Gras, aber erst wieder ab Frühjahr, es ist jetzt schon zu kalt.

    Nicht wenn es schon so kalt ist wie jetzt. wenn du 20 Minuten draußen barfuß laufen kannst ist es warm genug.

    Hallo!


    Die eigentliche heiße Phase haben Meerschweinchen alle 18 Tage, also ein sehr kurzer Zyklus. Aber der läuft nicht immer wie aus dem Lehrbuch ab, manchmal bleibt eine Eizelle einfach am Eierstock hängen und entwickelt sich zur Zyste, die dann auch Hormone bilden kann - und zwar vor allem männliche Hormone, die das Schweinchen ziemlich durcheinander bringen und echt zickig werden lassen.


    Wenn man Glück hat, dann platzt die Zyste nach ein paar Tagen und alles ist wieder gut. Wenn man Pech hat ist die Zyste hartnäckiger und man muss zum Tierarzt und mit Hormonspritzen etc. dagegen vorgehen. Manche Schweinchen haben auch so oft Zysten, dass man die Eierstöcke komplett entfernen muss, aber solange nur Mal im Mai und Mal im Oktober was ist brauchst Du da keine Bedenken haben.


    Wenn die Mädels den Kastraten ran lassen, sollten Zysten nur selten vorkommen, also das hilft ein Stück weit.

    Endlich ist die Ursache gefunden. Ich habe ja schon lange Parasiten vermutet.


    Zur Not kannst Du auch ein paar Rollen Malervlies im Baumarkt holen und bei jedem Misten komplett weg werfen. Oder einen Waschsalon nutzen wenn es sowas bei euch gibt.


    Mit etwas Übung wird es besser mit den medis, und versuche es mit einer resoluten Grundeinstellung von "das muss jetzt sein, bringen wir es schnell hinter uns" die Schweinchen spüren, wenn du zögerlich bist.


    Sauber machen ist echt das wichtigste, damit sie sich nicht immer wieder selbst anstecken. Ideal wäre ein Dampfreiniger.


    Lass unbedingt nach der Behandlung noch mehrmals Kotproben untersuchen.