Beiträge von SusanneC

    Hallo!


    Es passiert eigentlich sehr selten etwas bei Kastrationen, weil die ne Sache von 10 Minuten sind - sehr oberflächliche Schnitte, nur durch die Haut durch, und wenn man eine Narkose wählt aus der man die Tiere wieder aufwecken kann sind sie nach 15 Minuten wieder wach. Die ist dann gar nicht so tief, dass sie den kreislauf belasten würde.


    Das einzige was öfter vorkommt sind Entzündungen weil nicht so ganz sauber alles vom Fettkörper der am Hoden dran hängt entfernt wurde, aber die verlaufen zum Glück meistens harmlos. Nervig und ärgerlich, keine Frage, aber gut behandelbar.


    Daher auch von mir die Frage, was denn schief gelaufen ist?


    Dass Fussel lange alleine war macht es ihm jetzt so viel schwerer. Er ist eben dadurch entsprechend schlecht sozialisiert, und Pucky hat da wohl einfach mitgespielt, die beiden haben halt echt gut zusammen gepasst. Sein neuer Kollege ist eben anders, er erwartet eben von Fussel korrektes Meerschweinchen-Verhalten, und wenn der sich komisch benimmt, dann wird er sauer. Das ist ja auch nicht böse gemeint, sondern nur ein Missverständnis.


    Du kannst leider nicht hoffen, dass Du wieder so einen lieben Bock findest, der Fussels Schrulligkeiten einfach so hinnimmt, die sind sehr selten. Daher geht der Rat eher in Richtung Weibchen. Auch wenn die Kastration ein Risiko bedeutet.


    Aber bei den Schweinchen ist die Rangfolge der Weibchen Unabhängig von der Rangfolge der Böckchen, bzw. in der Haremsgruppe hat er weitgehend narrenfreiheit, auch wenn Fussel manchmal komisch sein sollte. Das funktioniert einfach viel besser bei schlecht sozialisierten Böcken.

    Hallo!


    Bitte geb ihnen erst mal keinen Wirsing. Du weißt ja nicht mit Sicherheit, ob sie nicht noch vor wenigen Tagen getreidehaltiges Trockenfutter gefressen haben, das kann in Verbindung mit Kohl zu bösen Aufgasungen führen - daher bitte Kohlsorten nur SEHR LANGSAM anfüttern, erst recht wenn ganz eindeutig was nicht stimmt.


    Ideal hälst Du Dich erst mal an karotte, Apfel, Fenchel. Damit kann man nichts falsch machen, auch wenn die Verdauung gestört ist oder Kokzidien vorliegen.


    Critical Care kannst Du in einer Schale anbieten, aber auch hier - nicht Haferflocken und Kohlgewächse mixen.


    Die Außenhaltung kannst Du mit den beiden für diesen Winter leider vergessen, die nehmen einfach nicht so schnell zu, dass sie sich das leisten könnten. So schnell können sie gar nicht fressen, ihnen fehlt echt das Speckpolster für den Winter. So spät im Jahr klappt das wirklich nur mit Tieren, die Außenhaltung gewohnt sind und absolutes Minimum 900g wiegen. Dafür ist es einfach Nachts schon zu kalt, wenn es klar bleibt gibt es ja an manchen Orten sogar schon Frost.

    Hallo!


    Was ist denn "groß" in Metern? Sorry, aber ohne Angaben kann man wenig helfen. War Dein Böckchen ab Babyalter mit erwachsenen Schweinchen zusammen oder wurde es früh mit anderen Babys gehalten?


    Warum hast Du Fussel nicht kastrieren lassen, um ihn mit Weibchen zu halten, gibt es dafür einen konkreten Grund?Er ist ja nicht alt.

    Tut mir leid wegen nr. 8. Es sah ja von Anfang an nicht gut aus, wahrscheinlich hatte es nie eine Chance.


    Wegen der Vermieter: einfach Stur stellen. Wenn sie Dich ansprechen, dann frag einfach ob es denn Beschwerden Deiner Nachbarn gegeben hat. Falls nicht: sag ganz klar "was geht Sie das dann an?" wenn sie dann anfangen wollen fragst Du ob sie noch irgendein Problem haben was von irgendeiner Relevanz für Dein Mietverhältnis ist und wünschst einen schönen Tag.


    Es geht sie einfach wirklich nichts an und damit Basta.


    Sonst würde ich mich mit Erzählungen den nachbarn gegenüber zurück halten und nichts auf Facebook schreiben.


    Sorry, aber ich halte denkbar wenig von "Klärenden Gesprächen" zu Themen die den Vermieter nichts angehen, weil die dafür Sorgen, dass Du in der Defensive bist und der Vermieter sich einbildet, "gewonnen" zu haben, wenn Du wie von Anfang an geplant dann nicht alle Babys behälst. Wenn Du dann das nächste mal irgendwas machst was dem nicht gefällt, kommt er bloß wieder daher - etwa wenn Deine Lerngruppe mit 3 jungen Männern bei Dir lernt und man meint Du hättest gerade eine lustige Orgie abgehalten. Nicht dass es nicht Dein gutes Recht wäre, Dir 37 hübsche Kerle mit heim zu nehmen zu genau dem zweck, aber Vermieter meinen ja gerne, dass sie sich da einmischen müssten.

    Das Antibiotikum macht nur die nützlichen Bakterien im Bene Bac sofort platt, wenn alles gleichzeitig im Magen ist. Die Wirkung des Antibiotikums wird dadurch aber nicht verringert, das ist weiterhin wirksam.


    Nur ohne Bene Bac ist dann eben der Apetit eher noch geringer.


    Falls es stress von Dir nimmt wenn er beim füttern weniger zappelt kannst Du ihn in ein Handtuch wickeln, aber Tremor ist halt doof, da kann man wenig machen, hat mein Mann auch.

    Celine, Du bist jetzt keine 3 Jahre mehr alt, sondern erwachsen.


    Das heißt, dass man auch zugeben kann: ich wusste es damals nicht besser, durfte aufgrund der Abhängigkeit von meinen Eltern später die Einzelhaltung nicht ändern, und heute ist es zu spät. Er hat ein leben ganz ohne Artgenossen verbracht, und das war Scheiße, ganz große Scheiße, und mir tut das Leid, aber ich habe mich immer darum bemüht, das Beste aus seiner Situation zu machen, und hoffe, dass er trotzdem den Umständen entsprechend so glücklich wie möglich war.


    Das nennt man Kritikfähigkeit: Kritik annehmen ohne rumzukeifen. Drüber nachdenken. Einsehen, dass es nicht ideal gelaufen ist, egal ob es nun Deine persönliche Schuld war, die Deiner Eltern oder die der Umstände. Dennoch einsehen, dass es nicht richtig war und daraus lernen - eben dass man Kaninchen nicht einzeln hält und Dein Kaninchen zwar ebenso wie Du das Beste aus der bescheidenen Situation gemacht hat - es deswegen aber immer noch nicht gut, schön oder artgerecht war.


    Klar hast Du es mit 3 Jahren nicht besser gewusst, und klar konntest Du mit 12 oder 13 auch nicht einfach ein zweites Kaninchen kaufen. Keine Frage. Trotzdem musst Du diese Haltung nicht schön reden, sondern kannst als erwachsene Frau auch ertragen, dass es eben so war.


    Meine Güte, ich bin aufgewachsen als es noch Telefone mit Wählscheibe gab, und meine Familie hatte damals ein Aquarium das auch von "artgerechter Haltung" meilenweit entfernt war. Es war sogar ziemlich beschissen. Aber deswegen muss ich niemandem einen Vorwurf machen, weder meinen Eltern noch mir, sondern nur für mich feststellen, dass man HEUTE in der Tierhaltung wesentlich weiter ist, ich persönlich mich besser informiere als es damals üblich war und es eben heute ganz anders mache. Die Familie meines Mannes hatte sogar Kaninchen, die im Herbst im Kochtopf gelandet sind. War auch keine tolle Haltung. Aber man muss nicht jeden Fehler von damals schön reden oder gar wiederholen. Man darf dazu lernen und dazu stehen, dass vor vielen Jahren halt manche Dinge anders und viele Dinge schlechter gelaufen sind.


    Oder würdest Du Dein Smartphone gegen ein Wählscheibentelefon eintauschen wollen?

    Zitat von CelineS1998

    Deine Meerschweinchen sind zusammen zur zweit als Baby zu dir gekommen, wenn ich das richtig verstanden habe?
    Also ohne Vorbild? (So wie meine jetzt auch)
    Wie haben sie sich in der Pupertät verhalten und wie waren sie jetzt? Unsozial und anderes?


    Celine, wenn Du hier richtig gelesen hättest würdest Du erkennen, dass das ein Teil des Problems ist. Selbst wenn man die Pubertät irgendwie durch steht (und merke, Du hast drei statt zwei, das macht die Chancen WESENTLICH SCHLECHTER), dann hast Du im Zweifelsfall trotzdem irgendwann nur noch ein Meerschweinchen zwischen mittelalt und alt, unkastriert, und nicht sozialisiert. Das mit einem anderen Schweinchen zusammen zu bringen ist gar nicht einfach, weil es keine gemeinsame Sprache gibt.


    Du vergleichst das ja gerne mit Katzen oder Kaninchen, die aber in aller Regel ca. 12 Wochen bei ihrer Mama bleiben, bevor sie verkauft werden. Meerschweinchen sind Nestflüchter, die werden oft mit 3-5 Wochen verkauft, das ist zu wenig Zeit um auch nur ein halbwegs vernünftiges Sozialverhalten zu lernen. Noch dazu lernen Meerschweinchen vom Verhalten her wesentlich langsamer als andere Tierarten, weil bei ihnen die Körperliche Entwicklung wichtiger ist. In der Natur würden die Kleinen ja auch einfach mindestens den ersten Winter über bei ihrer Familie bleiben. Da ist es einfach nicht nötig, dass sie so schnell lernen.

    Sorry, aber was soll daran "frech" sein? Natürlich ist das Kaninchen einsam. Ja, Du hast es übernommen, da war es schon alleine. Aber Du hast NICHTS getan, um diesen Zustand zu ändern. Im Tierheim wäre es besser dran gewesen, da hätte man alles daran gesetzt, es zu vergesellschaften.


    Nein, es blieb alleine, tagein, tagaus. Wenn Du gerade Zeit und Lust hattest, hast Du Dich mal damit beschäftigt - aber wie lange? ein paar Stunden am Tag, und über 20 Stunden am Tag saß es einsam und alleine da. Es hat sich durch die Tage, Wochen, Monate und Jahre hindurch gelangweilt bis auf die kurzen Phasen, wo sich wenigstens Du mal damit beschäftigt hast. Es ist dermaßen gestört, dass es sich lieber mit Katzen angefreundet hat, bevor es wahnsinnig wird.


    Was soll denn daran bitte gut sein? Dass es alt geworden ist, weil es genug Futter bekommen hat?


    Du hast nicht mal die Minimalversorgung der Artgerechten Haltung erfüllt. nicht mehr.


    kleinschweinugly: gerade dieses heftige Krachen zwischen den Böcken finde ich einfach nur schwer erträglich. Die Mädels zicken mal, ja, aber ein wirklich guter Kastrat ist da eine große Hilfe. Aber es ist halt nur gezicke, keine Bisswunden oder sowas.

    Ganz ehrlich, eigentlich gehören alle zugefüttert. 2 und 3 haben nach einer ganzen Woche gerade mal das Geburtsgewicht wieder erreicht, und Leotis Wurf ist auch insgesamt sehr leicht. Ich weiß auch, dass das lästig ist, und es würde auch nichts dagegen Sprechen, alle miteinander in einen kleineren Käfig zu packen, damit die Kleinen ihre wertvolle Energie nicht auch noch durch rumlaufen verlieren und die jeweiligen mamas nicht so weit weg gehen können. Außerdem kriegst Du so alle problemlos eingefangen.


    Wenn Du keinen Käfig willst kannst Du auch mit dem Auslaufgitter was abtrennen, und eben mit Pappkarton so weit abdichten, dass die Babys nicht durchs Gitter passen. Viel größer als 1m² würde ich den Bereich gar nicht machen, es sollte eben echt überschaubar sein wegen dem Energieverbrauch und dem einfachen einfangen.


    Kellys Babys brauchen nicht nur Milch, sondern auch Päppelbrei, die würden im Wechsel bekommen, Leotis Wurf die ersten 3 Tage nur Milch. Es wäre ja schon geholfen, wenn Du wenigstens 4x am Tag zufüttern würdest.

    Hallo!


    Du tust ihnen damit keinen Gefallen, wenn es wirklich kalt wird. An den scheuslichen Tagen sitzen dann nämlich alle im Stall - zu siebt ist das sicher sehr eng, oder?


    Wenn sie sich halbwegs wohl fühlen sollen brauchst Du für den Winter eine isolierte Gartenhütte die auch hell genug ist, und da drinnen dann nochmal einen kleinen extra isolierten Stall. Denn wenn es nur noch um die 0 Grad hat ist es ihnen im Auslauf einfach zu kalt, da drehen sie dann zwar ein paar mal am Tag eine Runde, aber der Hauptaufenthaltsort sollte da doch geschützter sein. Gerade auch die hohe Luftfeuchtigkeit in den Regenphasen macht ihnen zu schaffen.


    Einfacher und günstiger ist es, zu warten bis das Wetter endgültig umschlägt und sie dann in die Wohnung zu holen.

    Hallo!


    An und für sich ist die Kastration keine große Sache, Zwei Schnitte die kaum länger als 1cm sind, ganz oberflächlich nur durch die Haut durch, Eier raus, sauber machen, mit 1-2 Stinden je Seite zu machen, fertig. Ein geübter Tierarzt braucht da nicht mal 10 Minuten für die ganze Operation, daher muss die Narkose auch gar nicht so hoch dosiert und tief sein - besonders schonend wäre eine Gasnarkose, oder man spritzt Mittel, die man wieder aufheben kann in ihrer wirkung (antagonisierbare Injektionsnarkose). Dann kann man ihn sofort wieder aufwecken, auch bei Gas wäre er schon nach ein paar Minuten wieder auf den Beinen. Dazu gibt es für den ersten Moment ein Schmerzmittel und zur Sicherheit ein Antibiotikum, und nach 3 Tagen hat er das Ganze schon wieder vergessen - und ist stinksauer, wenn Du jeden Tag zur Wundkontrolle seinen Intimbereich angucken willst.


    Nach 7-10 Tagen werden die Fäden gezogen, und nach 6 Wochen ist er zuverlässig nicht mehr Zeugungsfähig. Dann klappt es eben auch mit weniger Platz.


    Denn eine Bockgruppe, mit einem fremden Bock, den er nicht von Kindheit an kennt, das kann gewaltig krachen. Insbesondere weil er eben schon ab babyalter nur mit seinem Bruder alleine war, ohne erwachsenes Vorbild von dem die beiden sich hätten ein vernünftiges Sozialverhalten abschauen können.


    Dabei hilft es auch nicht, wenn Du einen Babybock nimmst, der kommt nämlich nach ein paar Monaten trotzdem in die Pubertät und spätestens dann wird es krachen.


    Also schlecht sozialisierter Altbock, sehr wenig Platz - das sind echt schlechte Vorraussetzungen für eine Bockgruppe. Mit Weibchen klappt es einfach meistens besser, die sind da ein wenig geduldiger, wenn ihr Bock ein bisschen "komisch" ist vom Sozialverhalten her.


    Dennoch solltest Du statt zwei Käfigen drüber nachdenken, ob Du den vorhandenen Platz nicht lieber mit einem durchgehenden Gehege nutzen kannst, vielleicht wenn es irgendwie machbar ist noch ein paar cm raus holen. Mit so doofen Käfigwänden in der Mitte können sie ja gar nicht rennen, da kommt ja sofort ne Wand.