Hallo!
Es passiert eigentlich sehr selten etwas bei Kastrationen, weil die ne Sache von 10 Minuten sind - sehr oberflächliche Schnitte, nur durch die Haut durch, und wenn man eine Narkose wählt aus der man die Tiere wieder aufwecken kann sind sie nach 15 Minuten wieder wach. Die ist dann gar nicht so tief, dass sie den kreislauf belasten würde.
Das einzige was öfter vorkommt sind Entzündungen weil nicht so ganz sauber alles vom Fettkörper der am Hoden dran hängt entfernt wurde, aber die verlaufen zum Glück meistens harmlos. Nervig und ärgerlich, keine Frage, aber gut behandelbar.
Daher auch von mir die Frage, was denn schief gelaufen ist?
Dass Fussel lange alleine war macht es ihm jetzt so viel schwerer. Er ist eben dadurch entsprechend schlecht sozialisiert, und Pucky hat da wohl einfach mitgespielt, die beiden haben halt echt gut zusammen gepasst. Sein neuer Kollege ist eben anders, er erwartet eben von Fussel korrektes Meerschweinchen-Verhalten, und wenn der sich komisch benimmt, dann wird er sauer. Das ist ja auch nicht böse gemeint, sondern nur ein Missverständnis.
Du kannst leider nicht hoffen, dass Du wieder so einen lieben Bock findest, der Fussels Schrulligkeiten einfach so hinnimmt, die sind sehr selten. Daher geht der Rat eher in Richtung Weibchen. Auch wenn die Kastration ein Risiko bedeutet.
Aber bei den Schweinchen ist die Rangfolge der Weibchen Unabhängig von der Rangfolge der Böckchen, bzw. in der Haremsgruppe hat er weitgehend narrenfreiheit, auch wenn Fussel manchmal komisch sein sollte. Das funktioniert einfach viel besser bei schlecht sozialisierten Böcken.