Beiträge von SusanneC

    Hallo!


    Das Hauptproblem ist, dass die ersten "Behandlungsversuche" genau gar nichts gebracht haben. Weder das Läuseshampoo außwer die Tiere in Tidesangst zu verletzen, noch das Spot on aus dem Zoohandel, das wahrscheinlich nur ein bisschen Neemöl war, da lachen die Milben doch nur drüber. Geld raus geworfen für nichts und dafür den dringend notwendigen Tierarztbesuch weiter raus geschoben wodurch es jetzt noch schlimmer ist. Du hast also mit der ersten wirksamen Behandlung jetzt über 4 Wochen gewartet.


    Also haben die Schweinchen jetzt erst die zweite Spritze Ivomec bekommen, und offenbar reagiert einer allergisch entweder auf Ivomec oder das Mittel gegen Juckreiz das war nicht schlau, zwei mal das gleiche zu geben wenn schon beim ersten mal so eine deutliche Reaktion kam.


    Ich würde wegen der Unverträglichkeit ein Spot on vom Tierarzt holen (oder gkleich da verabreichen lassen), Stronghold oder Advocate für kleine Katzen. Nur die Haarlosen stellen mit Surolan betupfen, aber bitte keine Salben und nicht anfassen wenn es nicht absolut zwingend notwendig ist. Das tut den Schweinchen schrecklich weh, macht ihnen Angst, und Salben sind auch nicht sinnvoll.


    Er krampft, weil die Milben so starken Juckreiz verursachen, dass er das gar nicht verarbeiten kann, also direkt wegen dem Jucken. Das legt sich, wenn die Milben endlich tot sind, aber die sind galt jetzt schon Wochenlang verschleppt und hatten so reichlich Zeit sich zu vermehren. Jede Berührung und noch schlimmer Salben machen den Juckreiz nur noch heftiger, also lass ihn in Ruhe.


    Mach Dir keine so großen Sorgen, Milben können zwar tödlich enden, aber nicht ganz so schnell, da hat er noch etwas zeit. Wichtiger ist, dass jetzt richtig behandelt wird, man ihm nichts spritzt auf das er offenbar allergisch reagiert und Du nächstes mal bitte sofort zum Tierarzt gehst statt wirkungslosen Kram aus Apotheke und Zooladen auszuprobieren.

    Hallo!


    Zwei Faktoren:


    Sie brauchen genug Platz, also mindestens 2x1 Meter Fläche mit reichlich gleichwertigen Verstecken jeweils mit mehreren Eingängen.


    Und Zweitens die Kastration, die sehr viel ändert, aber kein Wundermittel ist - daher muss früh genug kastriert werden, bevor es richtig eskaliert.


    Such bitte einen erfahrenen Tierarzt der schonende Narkoseverfahren anbietet wie Gasnarkose oder Antagonisierbare Injektionsnarkose, und der schon öfter Schweinchen kastriert hat. Es ist ganz wichtig, dass sehr sauber gearbeitet wird und der Fettkörper neben dem Hoden vollständig entfernt wird, sonst entzündet sich das. Gerade Schweinchen, die im "besten Alter" sind haben da einfach oft besonders große Fettkörper, da muss man entsprechend gründlich sein. Daher auch Narkosen aus denen man sie schnell wecken kann, weil Narkosemittel sich in Körperfett einlagern und es dann viel länger dauert, bis sie wieder richtig wach werden.

    Hallo!


    Gibt es denn bei den Inzuchtschweinchen irgendein grundlegendes Problem? Normal stecken Schweinchen sowas sehr locker weg, sogar bei Vater-Tochter-Verpaarungen haben sie eine normale Lebenserwartung.


    Und Blasensteine sind ja oft Fütterungsbedingt, also was füttert ihr und wie viel Gramm davon am Tag?


    Warum hat Deine Frau sie dauernd auf dem Arm? Neben der Versorung mit Medikamenten und Futter sollten sie bitte in Ruhe gelassen werden, das sind keine Kuscheltiere. Auch wenn sie gerade krank sind und sich nicht wehren.

    Hallo!


    Die Hoden müssen schon ein Stück weit abgestiegen sein, wenn die noch ganz weit oben in der Leiste sitzen kommt man einfach nicht dran. Also stimmt die Aussage schon, wenn man da noch gar nichts ertasten kann kriegt man sie auch nicht zu fassen. 3-4 Wochen passt dabei auch und sie sind da auch noch nicht geschlechtsreif, es dauert eine Weile, bis die Spermienproduktion dann in Gang kommt. Also zwischen erster tastbarkeit und fruchtbarkeit hat man locker eine Woche.

    Naja, einen bleibenden Schaden hat ihr Sozialverhalten genommen, das darf man nicht klein reden. Aber passiert ist passiert, und meistens klappt es auch ganz gut, solange sie in genau der Konstellation zusammen bleiben. Erst wenn man versucht, sie mit anderen Schweinchen zusammen zu führen merkt man, was wirklich schief gelaufen ist, weil es einfach keine gemeinsame Sprache gibt. Die Kleinen werden einfach eigene Strategien entwickelt haben um klar zu kommen, aber fremde Schweinchen werden die einfach nicht verstehen.


    Insbesondere im Zusammenleben mit fremden Böcken muss es da geradezu zwangsläufig krachen, ihnen fehlen einfach die allgemeinverständlichen Zeichen für gewaltfreies Beilegen von Konflikten. Weibchen sind da in aller Regel weniger kompliziert und kommen besser mit Schrulligkeiten aus. Daher ist es gut dass sie kastriert sind, so kann man den letzten Überlebenden am Ende mit Weibchen vergesellschaften.


    Es besteht noch eine ganz dünne Hoffnung, dass sie vielleicht noch ein wenig abschauen könnten, wenn man jetzt ein sehr gut sozialisiertes dominantes erwachsenes Böckchen dazu setzt, aber die wirklich entscheidende prägende Phase ist längst vorbei, sie sind ja jetzt wahrscheinlich schon knapp ein halbes Jahr alt, und wenn sie mit 150g abgegeben wurden, hatten sie vorher eben echt nur ein paar Tage, allerhöchstens zwei Wochen mit ihrer Mutter.


    Ich vermute daher, dass man sie behandeln muss wie komplett fehlgeprägt auf den Menschen, wie die vielen unglücklichen kompletten Handaufzuchten die es so gibt. Im vergleich sind ja sogar Zooladenschweinchen noch lange bei der Mutter gewesen...

    Dann eben mit Verband, wenn sein Fuß da viel besser aussieht. Ja, Ballenprobleme dauern echt ewig. Wenn es in 4 Wochen weg ist, hast Du echt Glück. Er sitzt halt immer auf den Füßen drauf. Dadurch sind die halt auch immer belastet und das ist ungünstig für die Heilung.

    Bitte in dem Gehege wo sie auch über nacht bleiben können. Neutraler Boden ist totaler Unsinn, Meerschweinchen sind nicht wirklich territorial, sie haben nur einzelne Einrichtungsgegenstände, die jemandem gehören - aber mit reichlich gleichwertig attraktiven Häuschen gibt es da keine Probleme. Sie ständig hin und her setzen, bevor die Gruppe richtig zusammen gewachsen ist, macht es nur schlimmer. Setz alle in ihr Gehege und da bleiben sie dann auch, nicht eingreifen wenn sie streiten, sondern füße still halten, nur mit Futter ablenken. In den Auslauf kommen sie dann erst wieder, wenn es mehrere Tage friedlich war.


    Bitte jetzt noch keine Schweinchen aus geheizter Haltung raus setzen, da müsstest Du noch warten, bis es nachts in Deinem Gehege nicht kälter als 10-15 Grad wird.

    Wie breit ist das Gehege denn und wie ist es eingerichtet?


    Warum hast Du die Tiere getrennt? Nur wegen ein paar Zickereien und Schrammen? Wie lange waren sie vorher zusammen?


    Ich denke, Dir fehlt vor allem die Geduld. Man muss auch mal ein bisschen Streit ertragen können, damit sich eine neue Gruppe zusammen finden kann. Aber sobald es etwas ruppiger wird greifst Du sofort ein. Und damit können sie sich eben nie richtig zusammen finden, weil sie vorher eben auch mal auskämpfen müssen, wem jetzt was gehört.

    Alles in einem Aufwasch ist am wenigsten Stress für alle. Tierheim ist gut, Notstation auch, frag nach wann die Kastration war, mindestens 6 Wochen Abstand sollten gewesen sein, bevor der Bock zu Damen kommt um sicher zu gehen.


    5m² reichen für bis zu 5 Schweinchen in Außenhaltung, solange die Fläche auch Schweinchengerecht eingerichtet ist.

    Also dazu "schmeißen" nicht gerade, aber wenn Du neue Tiere vorsichtig absetzt, dann ist das völlig ok :lol:


    Die Zusammenführung ist wirklich viel einfacher als Du denkst. Man sorgt dafür, dass es genug Platz gibt, alles gut erreichbar und relativ übersichtlich ist (etwa alles relativ ebenerdig ohne etliche Etagen und Ebenen, möglichst großzügig vom Platz her, kein "Muss" sich gemeinsam in eine kleine Schutzhütte zu quetschen), gibt reichliche Mengen Futter dazu, und die neuen Schweinchen. Wenn sowieso mehrere Neuankömmlinge geplant sind am besten alle gleichzeitig.


    Und ab dann einfach machen lassen und häufig mit kleinen Portionen Futter ablenken, wenn es etwas lebhaft zugeht gerne alle Stunde Futter geben - dann sind sie abgelenkt. Dann wird gefuttert, nach dem Fressen sind sie müde und eher geneigt ein Nickerchen zu machen statt sich mit den Neuankömmlingen auseinander zu setzen, und nach dem Nickerchen sind die schon nicht mehr gar so neu und fremd. Und ohhh - da kommt ja schon wieder Frauchen mit was leckerem, dann fressen wir doch gleich nochmal ein bisschen was, ist wichtiger als die neuen Nasen da...



    Meerschweinchen neigen nicht dazu, sich ernsthaft weh zu tun. Es gibt vielleicht mal nen kleinen Kratzer oder eine Blutige Lippe (die wirklich eklig bluten, aber harmlos sind), aber bleibende Schäden die über einen ratscher im Ohr hinaus gehen kommen praktisch nicht vor. Selbst wenn eine Zusammenführung absolut schief geht, endet sie meistens damit, dass die Schweinchen sich in getrennte Bereiche des Geheges verziehen und da bleiben. Wenn es dann gar keine Kontakte mehr gibt, sondern eine riesige neutrale Zone die keiner Betreten darf ohne verjagt zu werden ist die Zusammenführung wirklich gescheitert, aber sogar das läuft ohne ernste Verletzungen ab.


    Bei Langhaarschweinchen einfach alles kurz überm Boden abschneiden und vor allem den Hintern kurz halten. Im Sommer gerne komplett kürzen. Scheren wirken beängstigend vom Geräusch her, Langhaarschneider mit dem gleichmäßigen brummen sind wesentlich erträglicher für die Tiere.

    Hallo!


    Der Balkon klingt erträglich, aber es muss eben auch jeden Tag jemand bei ihnen sein, auch bei unschöänem Wetter, und das halt nicht nur zum füttern und Misten, sondern auch unabhängig davon. Beobachten gehört einfach dazu, und das scheint bisher ziemlich kurz zu kommen bei Dir, sonst wären sie nach 1,5 Jahren nicht mehr gar so extrem scheu.


    Setz Dich einfach mit einem Buch zu ihnen, oder setz Dich dazu wenn Du telefonierst damit sie auch Deine Stimme gewohnt werden. Nicht anstarren, sondern dabei sein und aus dem Augenwinkel gucken, was sich tut und wie sie sich verhalten. o gewöhnen sie sich viel besser an Dich, als wenn Du immer nur kurz irgendwas hin streckst, das 5 Minuten später sowieso im Napf landet, wenn sie es aus der Hand nicht nehmen, sondern sie können sich langsam annähern ohne zu merken, dass Du sie so direkt anschaust wie ein Ozelot bevor er angreift.


    Und stock die Gruppe bitte auf mindestens 4 Tiere auf, also nicht nur ein kastrierter Bock sondern auch noch mindestens ein Weibchen dazu, damit es eine richtige Gruppe ist. Eine Gruppe bedeutet eine höhere Sicherheit, sie können dann abwechselnd Wache halten während die anderen Fressen und Schlafen, das ist gerade draußen wahnsinnig wichtig.

    Hallo!


    Ich biete oft 2 verschiedene Heusorten an - was vom Bauern, was online bestellt, was aus dem Zoohandel, oder ein Ballen von Bauern A aus Schönberg und eine Portion vom Bauern B aus Henfenfeld. Das gibt es dann in verschiedenen Raufen. So wird am meisten Heu insgesamt gefressen, sie können selektieren wie sie möchten und was sie gerade brauchen.

    Hallo!


    Waren die Babys dann die letzten Monate auch noch ohne Erwachsene Gesellschaft? Oder hat Dein Kastrat sie groß gezogen? Wenn sie wirklich schon im Alter von wenigen Tagen alleine ohne Erwachsene waren, und die letzten Monate weiter so verbracht haben, würde ich da gar keine Experimente machen, die wissen ja gar nicht, dass sie Meerschweinchen sind geschweige denn, wie man sich als solches Verhält. Da kann man froh sein, wenn sie zu dritt klar kommen. Aber mit fremden Schweinchen muss es geradezu zwangsläufig krachen, weil es ja gar keine gemeinsame Sprache gibt. Die Zwerge sind ja viel zu früh alleine gewesen ohne Artgenossen, der ihnen was hätte beibringen können.