Beiträge von SusanneC

    Hallo!


    Tut mir leid Dir das sagen zu müssen, aber: Zwei Weibchen, das ganze Jahr auf dem Balkon, ist insgesamt nicht artgerecht.


    - reine Weibchengruppen sind bei Meerschweinchen immer sehr ungünstig, weil sie in der Natur nur als Haremsgruppe leben würden, also ein Bock mit Weibchen. Nachdem Du sicher keinen nachwuchs willst sollte der Bock kastriert sein, und ideal etwas älter.


    - Du hast sie als Babys bekommen, ab da waren ohne erwachsene Schweinchen. Das ist ganz schlecht weil sie dadurch nie eine Möglichkeit hatten, ein vernünftiges Sozialverhalten zu erlernen. Das dauert einfach ein wenig länger als die paar Wochen, bis der Züchter oder Zooladen sie verkauft. Sie sind deswegen auch so scheu weil sie eben nicht von ihrer Familie lernen konnten, das Menschen ganz ok sind.


    - Auf dem Balkon nur zu zweit. Der Balkon ist sowieso schon die schlechteste Variante der Haltung - kalt und zugig im Winter, heiß im Sommer, oft Beton oder Fliesen von unten und schlechte Absicherung gegen Raubtiere und Vögel, und dabei gibts nicht mal Gras, besonders viel Platz oder was zu gucken. Du vereinst dabei die Nachteile der Außenhaltung und die Nachteile der Innenhaltung. Vorteile für die Schweinchen gibt es keine.


    - In Außenhaltung sollte man sowieso nur Gruppen ab 4, besser 6 Schweinchen halten, weil sie sich gegenseitig Sicherheit geben und sich auch gegenseitig wärmen können.


    - durch die Balkonhaltung gibt es wenig Kontakt zwischen Dir und den Tieren, insbesondere im Winter bist Du eher nicht 2-3 Stunden am Tag bei ihnen gesessen. Wie sollen sie denn zahm werden, wenn sie Dich kaum kennen? Du wirfst zwar mal Futter rein oder machst sauber, aber das sind immer nur kurze Momente. Dadurch, dass sie keine Erwachsenen um sich hatten konnte ihnen auch keiner beibringen, dass Menschen gar nicht so schlimm sind.


    - raus in den Garten tragen als einziger näherer Kontakt. Hochheben tut immer weh und erinnert eher an Raubtiere. Und dann wird man auch noch durch die Gegend getragen was eher wie eine wilde Achterbahnfahrt ist. Und dann sitzt man in einem fremden gehege, wo fremde Geräusche und Gerüche sind und eine sehr reale Bedrohung durch Raubtiere. So offene Gitter, wenig Sichtschutz von den Seiten und von oben, das macht ihnen einfach nur Angst.


    Meine Lösungsvorschläge: entweder richtig Außenhaltung im Garten, aber bitte mit einem sicheren Gehege das sehr teuer wird, und dabei VIEL Zeit mit ihnen verbringen, zu jeder Jahreszeit. Wer das wirklich mag sitzt oft auch bei Minusgraden in langen Unterhosen bei den Tieren. Und das mit einer entsprechend großen Gruppe. Da werden aber gerade die beiden immer scheu bleiben.


    Oder Innenhaltung mit einem Gehege das wenigstens 1x2 Meter groß sein sollte, ein kastrierter Bock dazu, ideal ein wenig älter und in einer richtigen Gruppe mit Artgenossen aufgewachsen. Gras kannst du auch selber pflücken solange sie so scheu sind, dafür aber viel zeit mit ihnen verbringen, ideal steht das Gehege direkt im Wohnzimmer, wo man sich viel aufhält, ohne sich allzu direkt um die Schweinchen zu kümmern. TV stört sie nicht, und auch an den Staubsauger gewöhnen sie sich. Sie werden dann bald merken, dass Du ihnen nichts tust sondern einfach nur da bist, und wenn der Kastrat bessere Erfahrungen mit Menschen gemacht hat, dann werden sie sich von ihm auch was abgucken - etwa, dass man nach Futter betteln kann, wenn die Zweibeiner den Kühlschrank aufmachen.


    Du hast es sicher gut gemeint mit der Haltung am Balkon, aber Du warst dabei ganz schlecht beraten. Das war echt keine gute Entscheidung für die Tiere, ich kann Dir echt nur raten, im Wohnzimmer Platz für ein Gehege zu schaffen und sie da zu lassen. Ein ausreichend großes Gehege direkt in der Wohnung ist besser als der Balkon, schon alleine wegen Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Eine Anleitung wie man günstig ein Gehege bauen kann können wir Dir gerne schreiben.

    Ja, die Frage ist vor allem, wie viel Platz sie haben, was Du mit ihnen machst, also raus nehmen, Auslauf etc., dann kann man mehr sagen. Oft liegen die meisten Probleme echt am Gehege und der Einrichtung, daher wäre ein Foto vom Gehege auch ganz gut um zu beurteilen woran es liegt.


    Du hast jetzt innerhalb von 6 Wochen mehrmals die Gruppe geändert, noch eines dazu, eines raus, getrennt, wieder zusammen - das ist auch viel Stress, also bitte jetzt erst mal einmal eine Lösung finden, und nicht mehr ständig ändern, sondern erst dafür sorgen dass die Rahmenbedingungen wie Platz und Einrichtung passen, dann alle zusammen und dann nicht mehr eingreifen.

    Hallo!


    Wie lange hast Du denn immer wie viel Kot gesammelt? Die meisten Parasiten werden Schwallartig ausgeschieden, also Tagelang ist alles "sauber" und dann kommt erst wieder was mit raus. Daher kann es sein, dass man drei Tage sammelt und nichts findet, um am vierten oder fünften Tag wäre dann erst was gekommen. Und eben auch möglichst viele Köttel, die man zwischendurch in einem Gefäß mit Deckel im Kühlschrank lagern sollte.


    Das Panacur bringt halt dann auch nur dann was, wenn man gleich richtig behandelt, nicht zu wenig gibt.

    Hallo!


    Probleme mit den Hinterbeinen kommen wirklich nach einer Narkose vor, und wenn es dann auch noch ein wenig zu hart drunter ist kann sich der Ballen schnell entzünden. Es muss jetzt gaaaanz gaaanz weich sein für ihn, damit es eben so wenig wie möglich drückt. Gerne Kuschelsachen, Sofakissen ins Lieblingshaus, Fleecedecke mehrmals falten, eben so richtig weich.


    Fußbäder helfen, gerne 2x am Tag dafür eher etwas weniger als 10 Minuten damit es nicht gar zu arg durchweicht, Verbände sind dagegen nicht so günstig weil Luft besser zum abheilen ist. Wenn das ständig mit Salbe bedeckt ist kommt einfach keine Luft dran.


    Sollte es so aussehen als ob die Entzündung schlimmer wird (Schwellung, Rötung, Hitze, Zeichen von Eiter wird schlimmer statt besser) bitte mit Antibiotika unterstützen - oral oder per Spritze. zur Not kann man das auch beim Tierarzt abholen und zu Hause verabreichen.

    Hallo!


    Gruppen mit 2 Kastraten und Weibchen können klappen aber auch schief gehen, Am ehesten klappt es, wenn es mehr als 4 Böcke sind, und dann so 3 Mädels pro Bock. Bei einem Konkurrenten besteht immer eine gute Aussicht, den raus zu mobben und die Damen ganz alleine übernehmen zu können - drei Konkurrenten nacheinander schafft einer aber sicher nicht und neigt daher eher dazu, sich mit den Damen zufrieden zu geben, sie er eben erobern kann.
    Mit Baby und Altkastrat geht es meistens einige Monate gut, bevor es anfängt zu rappeln, also Du hättest Zeit zu überlegen etc.

    Es ist jetzt noch zu früh um draußen zu übernachten wenn die Schweinchen den Winter innen verbracht haben. Da sollten sie nur stundenweise an draußen gewöhnt werden, aber noch nicht die Nächste und kalten Morgenstunden draußen sein. Da werden sie krank weil es noch zu kalt ist.

    Hallo!


    Ab zum Tierarzt, da muss viel mehr Disgnostik erfolgen, weil so eine massive gewichtsabnahme sicher gesundheitlich bedingt ist - und das Schweinchen ist ja noch keine 8 Jahre alt.


    Frisst es viel und Problemlos? Wenn nein: nochmal Zähne, Röntgenbilder Kiefer, Hals untersuchen


    Wenn es frisst und trotzdem so dünn ist:
    - Urinuntersuchung
    - Kot über 3-5 tage sammeln und untersuchen auf Parasiten und Hefen
    - Röntgenbilder Thorso
    nachforschen ob bei der Blutuntersuchung ein T4-Wert bestimmt wurde und wo der lag.


    Bitte nicht ausgerechnet Getreide gegen Untergewicht, das kann die Verdauung noch wesentlich schlimmer durcheinander bringen und im Ergebnis wird das Tier noch dünner.

    Finde ich verständlich. Ich habe mal ein Foto von einem meiner Schweinchen auf einmal als Profilbild bei jemand anderem gefunden, das fand ich schon sehr unverschämt. Eine Person, die Balu gar nicht kannte, nicht wusste, welche Geschichte dahinter steckt, und sich mit meinem Schweinchen schmückt.

    Hallo!


    Das Problem ist einfach die Gruppenzusammensetzung, Gerade 3-Bock-Gruppen,e rst recht aus dem Zoohandel mit mangelnder Sozialisierung, gehen besonders oft schief.


    Ja, Kunz wird sterben, wenn es so weiter geht, ich habe da wenig Zweifel, dass er irgendwann seinen lebenswillen verliert. Auch diese Gitterlösung macht es nicht besser, sondern sorgt nur dafür, dass sich die Aggressionen noch mehr aufstauen.


    Der Platz ist auch eher knapp und ungünstig geschnitten, ich würde da ein deutlich längeres Gehege bevorzugen, das bietet einfach mehr Möglichkeiten, sich aus dem Weg zu gehen.


    Letztendlich bleibt nur die Trennung. Was wäre denn so schlimm an einer zweiten Gruppe?