Beiträge von SusanneC

    Musste die Verletzte Gebärmutter nicht sowieso gleich entfernt werden? Damit wäre das Problem der Fruchtbarkeit dann eindeutig erledigt in beide Richtungen.


    Ich würde ihn/sie wohl mit Mädels halten und schauen wie es klappt. Mit den Böcken war es ja offenbar nicht so dolle. Weibchen sind für gewöhnlich unkomplizierter in solchen Dingen.


    Ich denke, die Tierärzte haben gar nicht so genau geguckt sondern einfach nur Hodenraus und zu genäht. Es rechnet ja auch keiner damit, dass da noch eine Gebärmutter ist, oder? Erst beim Verdacht auf eine Entzündung, Darmschlinge oder sowas hat der zweite Tierarzt wirklich gründlich nachgesehen.

    250g sind die Größe, bei der meistens die Hoden vom Bauchraum in den Hodensack rutschen. Wenn sie da angekommen sind fängt die produktion von Spermien an und es kann passieren, dass so ein Jungbock da schon decken kann.


    Weil die Gewichtszunahme sehr unterschiedlich verläuft je nach Alter der Mutter, Wurfgröße etc. muss man sich da voll nach dem gewicht richten, nicht nach dem Alter - ein Einzelkind mit 110g Geburtsgewicht das die "Milchbar" ganz für sich alleine hat entwickelt sich einfach wesentlich schneller als eines aus einem 7er-Wurf mit 60g Geburtsgewicht, das immer noch mit 6 Geschwisterchen um zwei Zitzen konkurrieren muss.


    Daher sollte die Frühkastration möglichst exakt bei den 250g stattfinden - nicht früher als notwendig, aber auch nicht zu spät. Bei 190g ist er noch ein wenig arg leicht dafür, bei 270g wird es langsam eng in Sachen Fruchtbarkeit.


    Du brauchst einfach einen Tierarzt der es sich zutraut, die hoden die ggf. noch nicht beide im Hodensack angekommen sind in der Leiste zu ertasten und in die richtige Richtung zu bugsieren. Das ist ein wenig fummelig und man muss da schon ein wenig Gefühl haben, dass man sie findet, in die richtige Richtung drückt und es dann auch "plopp" macht und man die Eierchen entfernen kann. Und der sollte eben terminlich auch flexibel sein, falls er deutlich schneller zunimmt als zuerst gedacht. So ne kastra ist ja ne Sache von 10 Minuten, die kann man ggf. auch mal dazwischen schieben.

    Hallo!


    Das liegt einfach nur an der ungünstigen Alterszusammensetzung.


    Du hast da eben ein Weibchen "mittleren Alters" die Altersmäßig schon eine gewisse Position haben möchte in der Gruppe mit dem ganzen Jungvolk. Und einen Jungkastrten in der Pubertät, der zwar noch grün hinter den Ohren ist, aber meint er müsse einen auf Boss machen.


    Das verunsichert sie einfach, gerade auch wenn sie den Jungspund wahrscheinlich nicht besonders "sexy" findet wo er doch so jung ist, aber das gibt sich. Der Kleine wird ja auch noch richtig erwachsen, die Pubertät ist irgendwann auch noch überstanden, und wenn er mal ein Kilo wiegt, wirkt er auch auf eine erwachsene Dame sexy.


    Sie machen das doch ganz gut - sie gehen sich weitgehend aus dem Weg, und wenn sie sich doch über den Weg laufen flirtet er sie an (brommseln ist so ne Mischung aus "ich bin der tollste, guck wie sexy ich bin und ich bin der Boss") und sie sagt ihm mit Zähneklappern "zieh Leine, sonst setzt es was". Das kann er aber auch nicht auf sich sitzen lassen, und das ist auch wieder ok. Es ist ja jetzt kein Dauerstress, sondern nur ein Zeitweiliger Austausch von "höflichen Hinweisen" wer denn nun das sagen hat.


    Behalte die Gewichte im Auge, da hast Du den deutlichsten Indikator, wann es zu viel stress wird, und hab geduld.

    Hallo!


    Mein Herz will auch immer alles versuchen und machen und tun, um ein geliebtes Tier zu retten. Mein Verstand sagt mir trotzdem oft, lass es gehen.


    Die Befürchtung ist ja klar, dass da vielleicht schon eine ganze Weile Eiter vorhanden ist und der Knochen dann wahrscheinlich schon stark angegriffen wird - da muss man wirklich einschläfern. und die Prognose ist schlecht, ganz klar, oft sind Kieferabszesse wirklich der Anfang vom Ende.


    Zur Sicherheit würde ich trotzdem noch das Röntgenbild machen lassen, und ggf. sofern der Kieferknochen noch top aussieht auch noch behandeln lassen. Es besteht ja auch die Hoffnung, dass es nur ein ganz doof in den Gaumen gerammter fester Heuhalm war, und der Kieferknochen gar nichts abbekommen hat, dann kriegt ihr ihn wieder hin. Sogar eine Bisswunde von außen durch eine Bockkabbelei kommt in Frage.



    und für die Zukunft: NIEMALS zähne knipsen lassen, auch nicht bei bewusstsein raspeln, sondern IMMER Schweinchen in narkose legen lassen und sanft abschleifen. Nur so kann man verhindern, dass es zu starke Erschütterungen gibt, die die Zahnwurzeln schädigen, die sind einfach wesentlich empfindlicher als man allgemein glaubt.


    Leider ist Zahnheilkunde beim Tiermedizinstudium arg vernachlässigt, gerade die speziallen Anforderungen nachwachsender Zähne. Sag das bitte Deiner Tierärztin die macht es ja sicher nicht mit Absicht falsch.

    Dieses "gewöhnen" an etwas, das sie unangenehm finden und was ihnen Angst macht nennt man "erlernte Hilflosigkeit". Sie geben dann einfach auf in der Situation weil sie merken, es bringt nichts zu kämpfen. Deswegen ist die Situation aber kein bisschen angenehmer für sie, man hat ihnen nur abgewöhnt, sich zu wehren oder ihre Angst deutlich zu zeigen.


    Es gibt da einen Versuch mit Hunden, denen man durch den Boden der Box heftige Stromstöße verpasst hat. Igrendwann haben alle aufgegeben und sich trotz Stromstoß hin gelegt auch wenn der weiter sehr weh getan hat und sie sicher weiter erschreckt hat, weil sie einfach total fertig waren.


    Genau den zustand erreicht man dann wenn die Schweinchen dann still halten und sich befummeln lassen. Ganz ehrlich, das ist kein erstrebenswerter Zustand. Das ist einfach nur egoistisch, die Tiere müssen leiden, weil man selber was zum kuscheln will.

    Es gibt gutes Basalinsulin, das über 24 Stunden langsam wirkt. Nachdem Meerschweinchen ja gleichmäßig über den Tag verteilt futtern klappt das auch sehr gut. Bei Menschen ist es was anderes, weil da die meisten wenige und dafür große Mahlzeiten zu sich nehmen, und da dann auf einmal sehr viel Insulin brauchen - erst recht wenn man sich gleich zum Fühstück Marmeladenbrote macht und abends nen großen Teller Pasta. Das sind halt echt viele Kohlehydrate und muss entsprechend oft zusätzlich abgedeckt werden, wenn der eigene Körper das nicht mehr schafft. Da reicht nur Basalinsulin eben bei vielen Menschen irgendwann nicht mehr aus, weil es ne ewig hohe Spitze im Blutzucker gibt die lange dauert bis sie wieder runter geht.


    Schweinchen leben da anders, weil sie ja eigentlich immer futtern, und wenn man noch dazu das Gemüse auf möglichst viele kleine Portionen verteilt klappt das mit dem langsam wirkenden basalinsulin echt super.

    Hallo!


    Wenn Du Tiere willst, die streicheln wirklich genießen, dann sind Hunde oder Katzen wesentlich besser geeignet.


    Gerade für kleine Fluchttiere ist das einfach nur unschön, gerade das schmerzhafte Hochnehmen (das tut einfach weh, auch wenn man versucht sanft zu sein), rumtragen, bei denen sie sich wie auf einer achterbahn fühlen, auch wenn es nur einige Meter sind, festhalten auf dem Schoß - und dann angefummelt werden, Insbesondere am hinteren Rücken ist das eher sexuelle Belästigung, das würde ein anderes Schweinchen machen, wenn es aufreiten will. Oder auch schlimm: Augen verdecken beim Kopf streicheln. Dieses typische von vorne nach hinten drüber streicheln ist also gleich an BEIDEN Enden des Schweinchens unangenehm.


    Einige wenige Schweinchen sind bereit, sich kurz am Kinn kraulen zu lassen, wärend sie auf eigenen Beinen im Gehege stehen. Das war es aber auch schon. die bleiben da auch nicht minutenlang stehen.


    Sonst kannst Du vielleicht Hamster oder Mäuse in betracht ziehen, die klettern vielleicht auf deiner Hand rum, wenn Du viel Geduld hast. Und Farbratten benutzen Menschen gerne als Kletterbaum und sind sehr zutraulich, da gibt es auch etwas schmusigere Exemplare.


    Aber bitte keine meerschweinchen dazu missbrauchen, nur weil sie sich nicht wehren.

    Zitat von Pardona

    Ist dir das mal bei einem Meerschweinchen gut gelungen?
    Habe Vivi am Anfang ganz schön die Ohren zerstochen, manchmal kam bei fünften bis 10 Versuch dann doch mal was, mit Glück genug für einen Test. Nach drei oder vier Tagen habe ich aufgegeben und an den Pfoten gemessen.


    Das hängt eher vom Messgerät ab.Manche brauchen einen ziemlich dicken Tropfen Blut, aber bei den moderneren Geräten gibt es welche bei denen wirklich minimale Mengen reichen. Beim Abbott Freestyle gibt es Varianten die mit 0,3µl Blut auskommen, bei vielen anderen Herstellern braucht man mehr als doppelt so viel. Und bei der letzten generation Messgeräte war es nochmal deutlich mehr Blut, es lohnt sich also schon alleine deswegen, Messgeräte alle paar Jahre auszutauschen.

    Hallo!


    Bei Heu lassen sich gewisse Umstände wie Krabbeltiere nur schlecht vermeiden. Ich kaufe mein Heu immer vom Bauern und lagere es dann im Keller - und es leben meistens dicke Spinnen nahe dem Heu. Ich nehme mal an, das hat schon seinen Grund, dass es denen da so gut geht.


    Es ist völlig unerheblich wo das Heu her kommt, es ist eben getrocknete Wiese. Die meisten Zooläden haben auch nur stinknormales Heu in Tüten verpackt. Wobei die Tüten die Qualität eher verschlechtern wegen Schwitzwasser. Außerdem lässt sich damit schlechter prüfen ob das Heu eine annehmbare Qualität hat.

    Hallo!


    Ich hab mal gegoogelt wie eine Marimba überhaupt klingt. Da habe ich jetzt echt keine Sorgen, dass es die Schweinchen schocken würde, das ist ja ein recht weicher Klang. Meine haben auf jeden Fall ihren Nachmittagsschlaf deswegen nicht beendet wenn ich da youtube Videos 3 Meter von ihnen weg laufen lasse. Tolles Instrument auf jeden Fall!

    Hallo!


    Schade, dass Du die Geschlechter nicht früher richtig erkannt hast, und daher so junge Mädels schon werfen mussten. Noch dazu ziemlich kleine Babys, ich drücke sehr die Daumen, dass auch die unter 60g Geburtsgewicht durch kommen. Im kritischen Gewichtsbereich sind alle, aber weniger als 60g sind schon sehr besorgniserregend. Wenn sie nicht ab heute jeden Tag zunehmen wirst Du eingreifen müssen - bitte nicht Aufzuchtsmilch pur, sondern im Wechsel ein Päppelbrei wie Critical Care.


    Ich würde das trächtige Weibchen nur dann zu dem Kastraten setzen, wenn absolut zweifelsfrei feststeht dass sie trächtig ist. Wenn das nicht wirklich klar ist würde ich kein Risiko eingehen. Wäre echt ärgerlich, wenn er auch noch nach der Feststellung des Geschlechts zum Zug gekommen wäre, nur weil man annimmt "die sind ja eh schon alle schwanger!" Es kommt eben immer wieder vor, dass eines doch nicht aufgenommen hat, sondern einfach nur ein wenig moppelig aussieht.


    Eine Gruppe mit zwei Kastraten ist nicht ideal, es kann klappen, aber auch in einigen Monaten überaus schief gehen. Da Du aber einen EB mit Etagen hast, würde sich der ja anbieten, im Notfall die Gruppen einfach zu trennen, jede Gruppe kriegt eine Etage und fertig. Wenn Du damit leben kannst, dann ggf. eben aufteilen zu müssen und zwei separate Gruppen zu halten spricht nichts dagegen. Meistens klappt es bei einem frühkastrierten Jungbock sogar einige Monate recht gut, erst wenn der auch interesse an den Damen entwickelt kracht es dann.


    Im Zweifel finde ich getrennte Ebenen sowieso besser, weil das wesentlich gelenkschonender für die Tiere ist. Etagenbauten sind da einfach so eine Kompromisslösung zwischen kleiner Wohnung und mehreren Tieren, aber eben gerade hinsichtlich Gelenkproblemen oder Seniorenschweinchen keine dauerhaft gute Lösung.


    Bitte achte darauf, dass Deine Abnehmer keine reinen Babygruppen halten, es sollte immer mindestens ein Schweinchen ab 1 Jahr bei Jungtieren sein, damit sie ein vernünftiges sozialverhalten erlernen können. Das gilt auch für Deine Gruppen.