Beiträge von Marie-Luise

    der Kastrat Fredy 1400g ist 1 Jahr alt und sehr cool und gut sozialiesiert.

    Ist er erst 12 Monate oder deutlich darüber? Bei 12 Monaten wäre er selbst ja noch nicht wirklich erwachsen.


    Die andere Frage ist aus meiner Sicht: Ist er auch ein starkes Leittier, das auch zwischen den Weibchen bisher schon geschlichtet hat? Oder hält er sich eher aus allem heraus?


    Davon würde ich es abhängig machen, ob Du es versuchst.

    Das Problem mit der Abgabe an eine Notstation ist, dass die auch nicht gute Plätze für Böckchen herbeizaubern können. Die meisten Halter wollen verständlicherweise 1 Böckchen und 2-5 Weibchen. Da bleiben viele Böckchen übrig, auch wenn manche Tierschützer und Meerschweinchenfreunde davor die Augen verschließen wollen.


    Böckchen, die das richtige Sozialverhalten nicht gründlich gelernt haben, können bei einem ausreichend großen Gehege meistens zu zweit ein friedliches Leben führen. Bei mehr als zwei wird es ohne dieses erlernte Sozialverhalten und ein klares Leittier schwierig. Das können sie auch nicht in ein paar Wochen in einer Notstation lernen. Das braucht Monate und gute Vorbilder.


    Wenn Euch die Kleinen so am Herzen liegen und Ihr ohnehin Meerschweinchen nehmen wollt in nächster Zeit, würde ich es vielleicht von dem Finden eines passenden Erziehers abhängig machen, ob Ihr sie aufnehmt. Der Erzieher müsste ja nicht nur lange Zeit in einer harmonischen Bockgruppe gelebt haben und 1,5-2,5 Jahre alt sein. Er sollte auch dominant und doch nicht unnötig aggressiv und möglichst groß sein. Du weiß ja nicht wie groß die Kleinen mal werden. Und Körpergröße kann schon ein Vorteil sein, wenn er sich gegen drei Halbstarke durchsetzen müsste. Wenn er zu klein oder zu lieb oder zu träge wäre, würde das vermutlich daran scheitern, wenn die Kleinen etwa 6-9 Monate alt sind.


    Deine Überlegungen mit dem Nebengebäude im Winter verstehe ich. Das ist ja einer der vielen Gründe, warum ich keine dauerhafte Außenhaltung haben möchte: Es ist einfach alles andere als eine schöne Freizeitbeschäftigung, bei Regen und 5 Grad oder -10 Grad mehrmals täglich die Schweinchen zu versorgen. Wäre denn das Nebengebäude so stabil, dass es vor Mardern, Ratten, Katzen u.a. dort sicher wäre? Oder würdet Ihr darin ein Gehege mit Draht von allen 6 Seiten bauen? Und gibt es da genug Licht und Luft und Platz?


    Übrigens sagt man, dass es bei Außenhaltung mindestens 4 Tiere sein sollten. 1 Böckchen und 2 Weibchen wäre demnach zu wenig. Bei 4 Böckchen würde zumindest die Zahl passen. ;-)


    Wenn Du einen der Kleinen nimmst und ihn kastrieren lässt, muss ein Tier von rund 7 Wochen 6 Wochen alleine sitzen. Das wäre hart und auch seelisch nicht gut für das Tier. Dann würde ich schon eher alle drei nehmen und kastrieren lassen und nach der Kastrationsfrist zwei abgeben. Da müsstest Du dann in den 6 Wochen versuchen, einen guten Platz für die zwei zu finden. Ob Du den findest, weiß man nicht, aber es wäre einfacher, für 2 etwas zu finden als für 3. Und es wäre nicht ideal, weil dann Babies alleine aufwachsen würden, aber ideale Lösungen für Böckchen gibt es leider nicht oft.


    Je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr hoffe ich, dass Ihr sie nehmt und mit einem Erzieher zusammen behaltet. Aber das muss eben Euch den ganzen zeitnahen Aufwand und auch das Risiko mit Böckchen wert sein. Ich wünsche Euch die richtige Entscheidung!

    Wenn ein Außengehege für den Sommer ausreichend gebaut ist, fehlt m.E. nur noch eine auch für den Winter geeignete Schutzhütte. Warum würdet Ihr sie dann nicht ganz dort lassen? So hättet Ihr ja zwei Gehege zu bauen ...


    Aber wie gesagt, ich würde eine Bockgruppe lieber im Haus haben, wo ich mich viel aufhalte. Und tiergerechte und sichere Außenhaltung ist in jedem Fall sehr anspruchsvoll.

    Ein passendes erwachsenes Böckchen (also ca. 1,5-2,5 Jahre alt) könntet Ihr, je nach Region in der Ihr lebt, vielleicht schnell finden. Es gibt ja leider einen Überschuss an Böckchen. Und manche leben in Notstation ziemlich lange und dann evtl. auch in Gruppen mit anderen Böckchen.


    Aber wie gesagt der Platz wäre m.E. unter 4qm nicht vertretbar. MIt Songmics-Elementen wäre das billig und schnell aufgebaut und dann brauchtet ihr zunächst nur geeigneten Untergrund (wasserdichtes Molton und Fleece oder Baumwollstoff) und möglichst einen Einstreubereich, da das die Reinigung des Stoffteiles seltener nötig macht. Das gilt natürlich nur bei Haltung im Haus. Draußen wäre Stoff gefährlich, wenn es kalt und nass wird.

    Ich möchte noch ergänzen: Bockgruppen können zumindest zeitweise ziemlich den Halter fordern. Ich bin nicht der Meinung, dass man sie sich selbst überlassen sollte, damit sie es regeln und nur bei schweren Beißereien einschreiten sollte. Wir halten die Tier zwangsweise zusammen und sie haben keine Chance dauerhaft auszuweichen. Das ist völlig unnatürlich, so dass wir auch rechtzeitig helfen und unterstützen müssen, wenn es Streit gibt.


    Die Haltung von Bockgruppen finde ich gut und wichtig, aber man muss sich der Herausforderung bewusst sein.

    Ich habe selbst nur wenig Erfahrung mit Schmerzmittel bei Schweinchen, aber nach dem was ich gelesen habe, sind 0,07ml auch von dem Hunde-Metacam so wenig, dass Du deutlich mehr bei Bedarf geben könntest. Man kann auch Metacam mit Novalgin kombinieren, wenn es allein nicht reicht.


    Ich finde es bei einem Tier, dass vermutlich nicht mehr sehr lange zu leben hat, wichtig, dass diese Zeit noch schön ist. Ob sie in einigen Monaten oder Jahren einen Schaden von den Schmerzmitteln bekäme, ist da zweitrangig oder sogar irrelevant. Es darf ihr nur kurzfristig nicht schaden.


    Ich würde also unbedingt spätestens am Monatag den Tierarzt fragen, wie hoch Du gehen darfst und am besten selbst vorher nachlesen, so dass Du, wenn es Dir zu niedrig erscheint, nachfragen kannst, woher er das hat.

    Ich verstehe gut, dass Du diesen jungen Böckchen helfen willst und über eine Aufnahme nachdenkst. Allerdings hattest Du bei Deinen ersten Beiträgen hier geschrieben, dass Ihr Meerschweinchen nur 3qm im Gartenhaus und evtl. zeitweilig einen Auslauf auf dem Rasen bieten könntet. Du hattest am Ende gemeint, dass Meerschweinchen doch nicht das richtige sind für Euch bzw. für Deinen Sohn, der sie seinerzeit haben wollte.


    Hat sich daran etwas deutlich geändert?


    3qm wäre für 4 Böckchen zu wenig und im Gartenhaus bekämt Ihr es nicht schnell genug mit, wenn es Streit gibt. Hinzu kommt noch das Problem der Hitze und Belüftung in der warmen Jahreszeit.


    Wenn Ihr immer noch nur diese Unterbringung hättet, würde ich davon Abstand nehmen. Sie haben es jetzt zwar noch schlechter, aber Du willst sie ja gut halten und nicht irgendwie.


    Wenn Ihr sie jetzt doch im Haus halten wolltet und mindestens 4qm Grundfläche und möglichst noch eine Ebene von 1-2qm bietet könntet, dann könntest Du die Kleinen nehmen und sofort ein erwachsenes Böckchen dazunehmen, das nachweislich gut mit mehreren anderen Böckchen zusammengelebt hat. Die drei ohne ein solches Tier würde ich auch nicht nehmen. Das kann mit viel Glück zwar gelingen, aber das erwachsene Tier wird fehlen als Vorbild, als Schutz und als einer, der ihnen hilft, wenn sie anfangen ihre Rangordnung zu klären oder "der Hafer sticht".


    Das erwachsenen Tier müsste gut ausgewählt sein und nicht einfach auf die Aussage des vielleicht unwissenden Vorbesitzers hin. Auch mit einem solchen Tier kann die Gruppe in einigen Wochen oder eher Monaten zerbrechen, aber das ist viel weniger wahrscheinlich als wenn die drei alleine wären.


    Nachtrag: Kastrieren kann das Verhalten etwas verändern, aber es ist keine alleinige Lösung.

    Dann berichte bitte wie es weitergeht! Alles Gute!


    Wenn Du merkst, dass sie sich am Gitter zu sehr aufregen, kannst Du auch zunächst Pappe am Gitter befestigen. Dann können sie sich noch hören und etwas riechen, aber nicht sehen. Dann könntest Du an einer Stelle die Pappe entfernen, so dass sie die anderen nur sehen müssen, wenn sie an der Stelle sind. Und wenn das kein Problem mehr ist, die Pappe überall entfernen. Aber vielleicht ist dieser Schritt mit der Pappe gar nicht nötig. Bei uns hat war es eine zeitlang wichtig und nützlich zwischen zwei Gruppen.

    Da fällt mir noch eine Frage ein: Welche Temperatur hatte er denn jeweils?


    Bei Meerschweinchen ist je nach Quelle 37,4 bis 39,5 Grad oder 37,5 bis 39 Grad normal.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, hat er nur beim ersten Besuch in der Tierklinik ein Schmerzmittel bekommen, von Dir danach aber nicht mehr. Falls das richtig ist, heißt das:


    In der Nacht von Donnerstag auf Freitag bekam er ein Schmerzmittel, Freitag ging es ihm besser. Samstag wieder schlechter. Das könnte dann auf massive Schmerzen hindeuten.


    Hast Du das Röntgenbild oder hoffentlich zwei Röntgenbilder, eines von oben, eines von der Seite bekommen?


    Aufgasung kann man nur sicher durch Röntgen ausschließen, aber dazu muss die Aufnahme natürlich richtig sein und der Arzt muss sie interpretieren können.


    Bitte beschreibe doch noch mehr vom Verhalten: Bewegt er sich normal, könnte er eine Verletzung erlitten haben durch einen Sturz usw.

    Ich habe das selbst z.B. bei zwei Böckchen gemacht, weil einer den anderen wiederholt gebissen hatte. Die habe sich erst mal wieder durch ein Gitter angenähert, dann kurzzeitig vollen Kontakt gehabt und jetzt vertragen sie sich wieder gut.


    Diese Methode würde sicherlich nicht helfen, wenn die Tiere sich gar nicht mögen oder nicht zueinander passen. Aber wenn Unsicherheit oder Angst o.ä. das Problem sind, kann das der Weg sein.


    Sollten sie sich dabei nur aufregen und aggressiv sein, muss man den Versuch natürlich abbrechen.

    Danke für die Information bzgl. OD. Natürlich würde ich da keine Untersuchung der Knochen machen lassen, weil es ja ohnehin kein Hilfe geben würde.


    Ich habe mehrfach gelesen, bei Meerschweinchen abhören nicht viel aussagt und man röntgen oder per Ultraschall untersuchen muss, um den Zustand der Lunge beurteilen zu können. Vielleicht wäre es gut, sie röntgen zu lassen.


    Einen anderen Versuch könntest Du vielleicht machen: Wenn das Schmerzmittel noch nicht sehr hoch dosiert ist, könntest Du es nach Rücksprache mit den Tierarzt für 2-3 Tage höher dosieren. Wenn die Schmerzen ihr Hauptproblem sind, sollte sie dann wieder lebhafter werden.

    Ich würde es versuchen, Flora erst neben die anderen zu setzen, so dass sie sich sehen und beschnubbern können, aber jeder sicher ist in seinem Teil. Gerade so wie Du es beschreibst, beißt sie anscheinend aus Angst bzw. weil sie überfordert ist. Da kann es helfen, sie langsam aneinander zu gewöhnen. Als nächsten Schritt könnte ein Schweinchen der anderen Gruppe sie in ihrem Teil besuchen - natürlich unter Aufsicht.


    Wäre so etwas vom Platz her bei Dir möglich?

    Meines Wissens sind die Zweige nicht für die Zähne wichtig, wie die anderen auch schon geschrieben haben. Die Zähne nutzen sich beim Kauen hauptsächlich gegenseitig ab und etwas auch durch Bestandteile im Futter. Aber firsche Zweige sind auch nicht nur eine nette Beschäftigung, sondern ein Teil einer vielfältigen Ernährung.


    Wenn von Zweige fressen ist Rede ist, meint das auch nicht, dass sie den ganzen Zweig verspeisen. Sie fressen bei uns, je nach Baumart und Jahreszeit, die Blätter, die Blattstiele oder die Rinde oder kleine dünne Zweigstückchen.


    Bei uns gibt es Dauerbrenner wie Ahorn, Hainbuche und Quitte und andere Zweige, die sie nur zeitweise, also in einem bestimmten Wachstumsstadium mögen. Beispielsweise hat einer unserer Jungs erst kürzlich Lindenblätter für sich entdeckt. Die anderen futtern dieses mal auch etwas daran, aber nicht so begeistert wie er. Von Kiefer und von Tanne fressen sie nur jeweils eine Sorte und davon auch immer nur kleine Mengen aber beständig.


    Damit will ich sagen: Wenn Du etwas findest, kannst Du es ja immer mal wieder probieren. Wenn sie dauerhaft keine Zweige mögen, würde ich mir aber auch keine Sorgen machen. Dann ist das eben so. Sie werden bei Deiner guten Versorgung trotzdem keinen Schaden nehmen.

    Ich verstehe, dass Du Dich ärgerst, wenn wir hier meinen, der Platz sei nicht ausreichend und Du andererseits eine Quelle verlinken kannst, die sagt, dass genau das, was Du bietest genügt. Niemand, ob in England, Deutschland oder sonst wo, kann für Meerschweinchen oder andere Tiere entscheiden, wieviel Platz sie brauchen um ein frohes Leben führen zu können. Was wir schreiben beruht auf unserer Erfahrung und der anderer Halter.


    Als ich ein Kind war haben wir immer ein Meerschweinchen alleine gehalten, auf viel, viel zu kleinem Raum. Und wir haben es falsch gefüttert. Das alles ist geschehen, nicht weil uns das Tier egal war, sondern weil wir dachten, dass es so in Ordnung ist. Es tut mir heute noch weh, an die armen Schweinchen (es waren mehrere nacheinander) zu denken. Sie hatten wirklich kein schönes Leben.


    Du machst das viel besser als wir damals!


    Dennoch glaube ich, dass sich der Blick für die Bedürfnisse der Tiere ändert, wenn man sieht, wie sie mit viel Platz, in einer großen Gruppe u.ä. leben. Wir hatten die ältestens Tieren unserer aktuellen Gruppe mit einem Käfig von 120x60cm von Privatleuten übernommen. Als wir ihnen dann ein 100x200 Gehehge gebaut hatten, dass sie nachts nutzen sollten (tagsüber hatten sie Freilauf im Zimmer), waren wir ganz begeistert von dem vielen Platz. Und die Schweinchen sind auch für Freude herumgerannt. Mittlerweile haben sie viel mehr Platz und sie nutzen die ganze Fläche.


    Bitte sieh unserer Äußerungen nicht als Beleidungen oder Angriffe, sondern als Anregungen über Verbesserungsmöglichkeiten nachzudenken.


    Ich finde es sympatisch, dass Du das Böckchen nicht einfach in einer Notstation abgibst! Die Tiere liegen Dir offensichtlich am Herzen. Vielleicht kannst Du gerade deswegen noch etwas verbessern.


    Es ist immer auch schwierig über ein Übersetzungsprogramm zu kommunizieren. Ich hoffe, was ich schreibe, kommt richtig bei Dir an.