Beiträge von Marie-Luise

    Das tut mir leid für Dich und Deine Jungs!


    Erst einmal habe ich noch Fragen:

    • Behandelst Du alle mit dem Baden alle 4 Tage?
    • Monte hat zwei kleine Kratzer, wurde aber nicht gebissen, woher kommen die denn dann?
    • Wo am Körper befinden sich die Kratzer?

    Was hast Du denn bekommen für die Behandlung?


    Wenn Du keinerlei Milben oder Eier oberflächlich, also im Fell siehst, hast sie vermutlich Grabmilben. Dann reicht es, wenn man einen kleine Tropfen Advocate an die kahle Stelle hinter einem Ohr macht und das nach 3-4 Wochen einmal wiederholt. Der Juckreiz sollte nach einem Tag oder bei schlimmeren Fällen nach wenigen Tagen verschwunden sein. Bepanthen ist für die Heilung hilfreich, beseitigt aber nicht das eigentliche Problem.


    Eine Spritze ist normalerweise gar nicht nötig. Wenn die Milben durch das Spot-On absterben hört der Juckreiz auch auf, wenn die Wunden nicht sehr schlimm sind.


    Wenn Du magst, ist es hilfreich, ein Foto von der wunden Stelle einzustellen hier.

    Warum bekommt er denn nur vom Tierarzt Colosan?


    Ich würde, wenn das bisherige Vorgehen noch nicht geholfen hat, anstelle von Rodicare Akut, davon alle 4 Stunden 0,3ml pro kg Körpergewicht geben und jedesmal auch Simeticon. Davon würde ich anstelle von Sab Simplex eher etwas wie Klosterfrau Magen Darm Entspannung geben, da das keine künstlichen Zusatzstoffe hat, aber das ist vermutlich nicht so entscheidend.


    Da Colosan von vielen Tieren wegen des intensiven Geschmacks nicht gerne genommen wird, fülle ich die 1ml-Spritze mit Apfelsaft auf. Wenn das hilft, dass sie es ohne Kampf nehmen, ist es mir die winzige Zuckermenge im ungesüßten Apfelsaft wert. Wenn sie es auch pur oder mit Wasser verdünnt nehmen, ist es natürlich um so besser.

    Ich finde es sehr gut, dass Ihr Euch vorab diese Gedanken macht!


    Aus meiner Sicht hätten die Schweinchen bei einer solchen Haltung von allem die Nachteile:

    • wenig Kontakt zu Menschen und damit Gefahr der Langeweile und mangelnden Bewegungen
    • bei 3qm ist auch keine große Gruppe möglich und nur die könnte den intensiven Kontakt zu Menschen verzichtbar machen
    • 3qm sind für ganzjährige Außenhaltung zu wenig
    • Kälte oder Hitze im Sommer müssten die Tiere mehr erdulden als in Innenhaltung
    • Sonnenschein, Wind, Vogelgezwitscher u.ä., die richtige Außenhaltung bietet, bekämen sie auch nicht, oder zumindest nur bei den Zeiten im Außengehege mit

    Ich schreibe das einfach noch mal als Bestätigung und Ergänzung zu den bisherigen Beiträgen.


    Allerdings finde ich, die Bezeichnung "Beobachtungstiere" wird den Möglichkeiten und Wünschen der Meerschweinchen nicht gerecht. Viele mögen zwar hochgenommen und gestreichelt werden nicht, aber sie freuen sich durchaus über Kontakt zu uns. Man muss ihnen zunächst helfen, ihre Scheu zu überwinden, aber dann kommunizieren sie sehr bewusst mit uns. Wenn dann jemand sagt, sie sehen uns nur als Futtergeber, hat er entweder dieses Verhältnis zu seinen Tieren nie entwickelt oder er will es einfach nicht als soziale Interaktion sehen. Wer kann denn beweisen, dass ein Hund oder ein anderer Mensch mehr von uns will als Essen, Geborgenheit o.ä.?

    Die meisten Meerschweinchen trinken normalerweise kein Wasser. Das ist auch kein Problem, wenn sie genug Frischfutter bekommen. Allerdings kann es dennoch mal Bedarf geben. Daher sollte immer eine Schale mit sauberem Wasser im Gehege stehen.


    Unsere Trinknäpfe sind klein, tief und relativ schwer (aus dem Vogelbedarf). Die hat bei uns außer mir noch keiner umgestoßen. ;-) Spätestens wenn sie mehr Platz haben, sollte das bei Dir hoffentlich auch funktionieren. Du kannst die Schale notfalls auch mit einem Rahmen aus Leisten fixieren.

    Vor drei Monaten hast Du überlegt, ob Du die damals noch 3 Jungs trennen musst wegen der Streitigkeiten. Jetzt scheinen sich ja Dante und Queenie gut zu vertragen, aber das kann schnell zu Ende sein, wenn Du zwei Neue dazuholst.


    Wenn Du es dennoch riskieren willst, müsstest Du auch aus meiner Sicht mindestens (!) 4qm auf einer Ebene, ggf. ergänzt um eine große Ebene mit 2 Rampen dauerhaft haben als erstes. Dann würde ich mich in einer guten Notstation nach zwei Männchen von ca. 2,5 bis 4 Jahre umsehen, die bereits längere Zeit mit mehreren erwachsenen Böckchen friedlich zusammen leben. Mit solchen Tieren hättest Du am ehesten eine Chance, dass es gut geht.


    Nach eigener Erfahrung und vielen Berichten anderer Halter würde ich keine Babies nehmen. Erstens würden sie vermutlich Deine Jungs um die kleinen streiten. Zweitens kann es wenn die jungen in die Rappelphasen kommen dauerhaft kippen. Dann hast Du die neuen Tiere z.B. 6 Monate bei Dir und musst im schlimmsten Falle für 4 zerstrittene Männchen einen Lösung finden.


    Babyböckchen kann man anscheinend in stabile Gruppen gut einfügen, aber nicht wenn es nur zwei Tiere sind, die nicht das Leben in einer Bockgruppe richtig gelernt haben.


    Wenn es mit den erwachsenen Tieren z.B, zwei Wochen gut geht, hast Du recht gute Aussichten, dass sie sich dauerhaft vertragen werden. Sicher ist das allerdings nie. Wenn sie sich nicht vertragen, fällt es Dir am Anfang vermutlich noch deutlich leichter, die Neuen zurückzugeben. Schlimmstenfalls kann es aber zu üblen Verletzungen oder auch zum Zerstreiten Deiner beiden bisherigen Jungs kommen.

    Verstehe ich es richtig, dass die Schweinchen normalerweise im Haus leben in einem großen Käfig und bei warmem, schönen Wetter stundenweise in ein Gehege im Garten gesetzt werden?


    Wir tun unsere Jungs auch nur tagsüber bei schönem Wetter nach draußen und dort sind sie anfangs ängstlicher als im Haus. Die fremden Geräusche, Gerüche und der Wind irritieren sie. Daher ist es dort besonders wichtig viele Unterstände zu haben.


    Es wäre gut wenn Ihr den Käfig mit einem Gehege in Eigenbau oder mit Songmics-Elemente ersetzen könntet, so dass sie mehr Platz hätten. Dann kann man auch immer mal die Einrichtung umstellen oder auch Teile austauschen vorübergehend und damit für Abwechslung sorgen. Auch würde ich eine Etage über die volle Breite und mindestens 40cm Tiefe einplanen. Das gibt Deckung ohne Lauffläche unten zu verstellen und zusätzliche Fläche oben.


    Das wäre dann auch eine gute Vorbereitung für die Erweiterung der Gruppe. Drei oder vier Tiere sind deutlich lebhafter als zwei Tiere bei gleichem Temperament. Es gibt dann einfach mehr Anlass sich zu bewegen, weil einer vorbeiläuft, einen anderen verdrängt, einer zum Futter läuft u.ä.


    Selbstverständlich kommen in so einer kleinen Gruppe nur weitere Weibchen in Frage.


    Das Futter könntet Ihr, falls Ihr es nicht schon tut, in kleinen Stücken verteilen über den Käfig oder in einem Futterbaum aufspießen u.ä. Damit hätten sie auch einen Grund sich zu bewegen.

    Herzlich Willkommen hier im Forum!


    Das hört sich schmerzhaft und gefährlich an!


    Bitte schreibe genauer, was Ihr aktuell an Medizin gebt, was Ihr füttert und was er bisher schon ggf. vergeblich gegen die Aufgasung bekommen hat. Wenn es bisher nicht geholfen hat, muss trotzdem weiter nach Abhilfe gesucht werde. Es sind schon viele Schweinchen an Aufgasung gestorben und selbst wenn es dazu nicht kommen sollte, können die Schmerzen sehr schlimm sein.

    Joe63 Das macht mich richtig betroffen!


    Monty ist mir durch seinen schwierigen Einstand immer auf eine besondere Art sympatisch gewesen. Dass er blind ist, ist traurig, aber ich habe von Schweinchen gehört, die damit recht gut leben können. Und er hat es ja schon in den letzten Monaten bewiesen, dass er das kann. Dann könnt Du jetzt auch darauf achten, was ihm Probleme machen könnte wie Umstellen von Einrichtung o.ä.


    Und dann verliert er auch noch seine treue Freundin, die ihm geholfen hat, sich einzufinden!


    Und wie muss es Dir dabei gehen, noch dazu mit der Sorge um Hexe!


    Hat der Tierarzt eine Idee, was bei den beiden Weibchen die Ursache ist bzw. war?

    Ich habe jetzt auch noch mal einige Sachen nachgelesen. Es gibt zwar keinen Paragrafen, der Einzelhaltung von Tierart x in Deutschland verbietet, aber man kann vermutlich schon erfolgreich argumentieren, dass die Einzelhaltung von Meerschweinchen dem Paragrafen 2 des Tierschutzgesetzes widerspricht. Das Problem ist zunächst, wer hat die Autorität zu sagen, was für Meerschweinchen erforderlich ist?


    Da kann man mit einer Veröffentlichung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zur Haltung von https://www.haustier-berater.d…0a25ad7ab70913a0c8d495cc6 (s. Verhalten) und mit dem o.g. Merkblatt der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz als ausreichende Belege kommen.


    In einem Urteil zur Einzelhaltung eines Esels (s. http://www.landesrecht.rlp.de/…=JURE140014654&doc.part=L besonders Entscheidungsgründe 20) wurde sich u.a. auch auf eine solche Empfehlung des BMEL gestützt.


    celineundalex9694 Du könntest vielleicht noch versuchen, diese beiden Seiten (von BMEL und TVT) dem Halter zu senden und ihn darauf hinzuweisen, dass es keine Ermessenssache, sondern ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ist. Sollte er darauf nicht reagieren - was zu befürchten ist, könntest Du es mit der gleichen Argumentation versuchen beim Veterinäramt oder wer die Anzeige entgegennehmen würde.


    Ich finde es sehr gut, dass Du nicht aufgeben willst und nicht wegschaust!

    Man sollte allerdings bedenken, dass Blutabnahmen bei Meerschweinchen für die meisten Arztpraxen schwierig bis unmöglich und für das Tier oft sehr stressig sind. Zudem ist die Frage, nach was man dann alles suchen würde. Beispielsweise müsste erst einmal bekannt sein, wie hoch die verschiedenen Parameter sein sollen bei einem gesunden Tier. Ich kann mich irren, aber ich vermute, dass ein Vitamin-Mangel z.B. auf diese Art gar nicht festgestellt würde normalerweise.


    Vor diesem Hintergrund würde ich, wenn es mein Tier wäre, höchstens noch den Kiefer von mindestens zwei Seiten röntgen lassen und dann erst einmal warten wie es weitergeht. Bei CT sind ja nicht nur die Kosten höher und die Untersuchung langwieriger, sondern die Strahlenbelastung liegt bei einem Vielfachen von zwei Röntgenaufnahmen. Damit kann CT bei schwierigen Fällen zwar sehr hilfreich sein, aber keiner kann sagen, wie stark der Beitrag von CT-Untersuchungen zur Entstehung von Krebs bei Menschen und sicherlich auch bei Tieren ist.

    Entzündungen oder andere Probleme im Kiefer lassen sich aber durch bloße Betrachtung nicht ausschließen. Nach vielen Berichten anderer Halter können Tierärzte durchaus richtige Diagnosen in Bezug auf Kiefer- oder Zahnprobleme unter zu Hilfenahme von Röntgenaufnahmen stellen.


    Es gibt Quellen, die in Vitamin-D-Mangel eine mögliche Ursache auch von brüchigen Zähnen sehen: https://meerschweinchenwiese.d…angel-bei-meerschweinchen. Dazu gibt es verschiedene Meinungen, aber ungefiltertes Sonnenlicht in Maßen wäre sicherlich eine gute Sache - ob es nun bei den Zähnen helfen würde oder nicht.


    Wegen der Farbe der Zähne hatte ich vor allem gefragt, weil sie mitunter bräunlich oder fleckig sein können und das dann schon auf einen Mangel oder ein anderes behandlungsbedürftiges Problem hinweisen würde.


    Nagt er denn viel an harten Gegenständen? Das Nagen am Häuschen hatte einer unserer Jungs aus Frust gemacht. Seit er mit der Gruppensituation glücklicher ist, macht er das so gut wie nie mehr. Wobei ich nicht behaupte, dass es immer Frust als Ursache hat. Am Gitter zu nagen kann auch den Zähnen schaden.

    Ich wäre von diesem Vorschlag auch entsetzt gewesen!


    1. Wurde der Kopf geröntgt von zwei Seiten?
    2. Was fütterst Du und in welcher Mengenzusammensetzung?
    3. Wie sehen die Zähne aus, wenn sie nicht gerade abgebrochen sind (weiß, gerade und gleichmäßig abgenutzt, ...)?
    4. Ich nehme an, er lebt mit anderen Schweinchen zusammen. Haben die auch Probleme mit Zähnen?