Beiträge von Marie-Luise

    Ich habe Deine Beiträge, Michelle92 noch einmal durchgeschaut, gerade auch den ersten und bin mir noch nicht klar, wie ich das verstehen soll:


    Du schreibst, dass Du Ende April ein neues Weibchen dazugeholt hast. Wir haben jetzt gerade Ende April und doch schon sie schon einige Tage bei Dir zu wohnen. Weiter unten kam die neue Dame vor ca. 4 Wochen. Wann war genau die Vergesellschaftung?


    Dann schriebst Du von einem "großen Käfig (2 stöckig a 2m lang)"; jetzt scheint es so, dass Du 2x1m + eine kleine Etage hast, also wahrscheinlich rund 2,5qm. Das wäre für 4 Tiere schon sehr knapp.


    Ich würde entweder eine erheblich größere Fläche schaffen und das neue Weibchen erst einmal mit einem Gitter getrennt neben den anderen halten, um es dann nach einige Tagen z.B. zuerst mit dem Kastraten und dann mit allen zu versuchen oder sie gleich zurückgeben.


    Alternativ könntest Du noch versuchen durch einen mit Meerschweinchen erfahrenen Tierarzt untersuchen zu lassen, ob das neue Weibchen Eierstockzysten hat. Das kann auch zu sehr aggressivem Verhalten führen. Ich finde es dabei auch sonderbar, dass sie mit 2 Jahren erst zweimal Junge hatte bei einer Züchterin. Normalerweise müsste sie mit zwei Würfen rund eineinhalb Jahre alt sein. Es könnte ja sein, dass sie bei der Züchterin schon Probleme hatte, sei es mit dem erneuten Trächtigwerden oder mit der Gruppe. Weißt Du ihr genaues Geburtsdatum?

    Ich würde so oder so versuchen, den Boden trocken zu halten durch Wände, die in den Hauptwindrichtungen geschlossen sind. Denn unabhängig vom Boden ist es weder natürlich noch schön, wenn Tiere bei Kälte und Regen oder Schnee in einem kleinen Areal gefangen sind und sich weder genug bewegen noch der Feuchtigkeit entgehen können.

    Wascht ihr Gras bevor ihr es verfüttert? Natürlich kriegen meine erstmal ganz wenig davon?

    Gibt es irgendetwas giftiges das mir sofort ins Auge fallen müsste?

    Nein, ich wasche es nie. Damit würde man höchstens Nährstoffe ausspülen oder die Struktur beschädigen, nicht aber Schädliches entfernen. Ich mache allerdings alles Grünfutter leicht feucht, damit sie mehr Flüssigkeit zu sich nehmen. Damit hatten wir noch nie Probleme.


    Zur Sicherheit würde ich mit wenig anfangen und dann steigern.


    Es gibt Futterlisten, von denen Du Dir eine aussuchen kannst, der Du vertraust. Es gibt solche, die mehr als schädlich bezeichnen als andere.

    Die Empfehlung mit Frischfutter erst nachmittags o.ä. anzufangen, würde nur Sinn machen, wenn die Schweinchen nicht durchgängig Futter, zumindest in Form von Heu zur Verfügung hätten. Dann könnte es gefährlich werden, wenn sie sich ausgehungert auf Frischfutter stürzen und dieses schlingen, statt vernüftig zu kauen und in Ruhe zu essen.


    Man sollte also immer ausreichend Heu im Gehege haben und dabei bedenken, dass sie sich aus dem Heu das geeignete aussuchen und nicht gezwungen sein sollten, alles davon zu fressen. Wenn man dann noch zusätzlich Frischfutter immer im Gehege hat oder in vielen kleinen Portionen pro Tag gibt, dann könnten nur noch eine schnelle Umstellung, ungeeignetes Frischfutter oder eine Kombination von Trockenfutter und Frischfutter Probleme machen.


    Gibst Du denn Trockenfutter und wenn ja wieviel und welches?


    Deine Frischfutterliste finde ich nicht richtig auf die Bedürfnisse von Meerschweinchen abgestimmt. Sie fressen ja natürlicherweise hauptsächlich Gräser sowie Wildkräuter und Blätter. Das hatte ich früher auch nicht genug bedacht und wie Du als Frischfutter zuviel Knollen- und Fruchtgemüse gegeben. Mit Abstand das beste Futter sind frische Gräser, Wildkräuter und Blätter (nach Gewöhnung und am besten unter Verzicht auf Trockenfutter). Wenn das im Winter nicht zu finden ist, kann man als Ersatz am besten Blättriges geben, also frische Küchenkräuter, Karottengrün, Kohlrabiblätter, Blumenkohlblätter, Spitzkohl, Grünkohl, Brombeerblätter u.ä. Kohl sollte man auch nicht mit Trockenfutter kombinieren und langsam anfüttern zur Sicherheit.


    Heu muss natürlich trotzdem verfügbar sein, da wir z.B. selten Gras finden, das ausgereifter ist. Durch die Trocknung und Lagerung geht aber viel verloren und die fehlende Flüssigkeit ist immer ein Risikofaktor für Blasensteine. Da viele Schweinchen nicht trinken, ist ein großer Teil Frischfutter schon wegen des Wassers so wichtig.

    Schön, dass Du beim Fotografieren so dicht rankommst, ohne dass sie ängstlich schauen oder gar wegrennen!


    Beim Betrachten fällt mir auf: Vorallem auf dem letzten Bild wirken die Krällchen bei Wuschel zu lang. Eine Kralle scheint schon schief zu sein. Das ist nicht als Vorwurf gemeint und wahrscheinlich hast Du bei den dunklen Krallen Angst zu tief zu schneiden. Aber ich wollte es mal ansprechen, weil zu lange Krallen auch gefährlich sind, im Blick auf von Deformierungen und Fehlbelastungen.

    Es tut mir leid für Dich und die Schweinchen, dass die Kleine gestorben ist!


    Und es lieb, dass Du Dir gleich überlegst, wie Du es dem verbliebenen Schweinchen so leicht wie möglich machen kannst.


    Wie Kleetraum schon vorschlug würde ich auch auf jeden Fall einen Kastraten nehmen. Die sind auch sehr schnell zu finden in Deutschland. Ich würde mich nach Notstationen in Deiner Nähe umsehen. Dort solltest Du morgen oder am Sonntag schon einen passenenden Partner finden können. Das wäre normalerweise ein Kastrat von 2-5 Jahren, der auch vorher schon in einer Gruppe gelebt hat.


    Wenn tatsächlich 3qm + 0,5qm + 1qm an Fläche habt, könntest Du auch einen Kastraten mit einem oder zwei weiteren Weibchen holen. Das würde natürlich auch bedeuten, dass Ihr deutlich höhere Futter- und ggf. Tierarztkosten hättet und Du öfter saubermachen müsstest. Außerdem würde ich einfach mal nachmessen. Mitunter verschätzt man sich auch und Du schreibst ja von ca.


    Wenn die Tiere zusammen passen und der Platz gut ist, sind 3 oder 4 Tiere immer deutlich schöner und gesünder als 2 Schweinchen. Und wenn dann wieder mal einer stirbt, ist das zwar immer noch schlimm, aber es bleibt nicht einer alleine zurück.


    Einen erwachsenen Kastraten dazuzunehmen ist auf jeden Fall eine gute Sache, wenn es das passende Tier ist. Ob Ihr mehr als ein Tier dazunehmt, muss dagegen gut überlegt sein. Ich will es aber einfach einmal ansprechen, damit Ihr darüber nachdenken könnt.


    Und bitte nehmt nicht einen Baby oder Frühkastraten von 3 oder 6 Monaten. Das junge Tier würde sich höchstwahrscheinlich mit Deinem Weibchen langweilen und sie wäre genervt durch ihn. Bei einem erwachsenen Böckchen kann es anfangs etwas Stress geben zwischen den beiden, aber dafür haben sie die Chance gut zusammen zu passen.

    Zitat

    Wir haben keine Erfahrung mit Volierenhaltung, nur mit anderer Außenhaltung.

    Was ist für Dich da der Unterschied?


    Wenn wir uns unter Voliere hier das gleiche vorstellen, ist es doch höchstens das Material (oft Metall) und die Höhe (ca. 2m?)?


    Die Höhe ist ein Problem bei Regen, wenn der schräg kommt. Daher wäre es sicherlich sinnvoll, eine oder zwei Seiten zuzumachen, zumindest bei schlechtem Wetter oder auch immer.


    Das Ausspülen von verpinkelten Stellen stelle ich mir schwierig vor, zumal die Schweinchen ja im Gehege wäre bei der Gelegenheit und man also nicht beliebig mit Wasser herumhantieren kann. Aber wie gesagt, ich habe keine Ahnung, ob das überhaupt ein Problem werden würde. Es ist nur eine Überlegung.


    Ich weiß halt auch nicht, wie feucht solche Stellen durch den Urin oder gar durch Regen werden würden. Solche Wirtschaftswege o.ä. sind bei Regen ja schon feucht. Darauf zu sitzen und zu liegen, noch dazu bei kühlem oder kaltem Wetter, stelle ich mir ungesund vor. Natürlich können sie auch in Häusern im Trockenen sitzen, aber Du kannst ja nicht verhindern, dass sie auch auf dem Boden sitzen oder liegen.

    Mit Schmerzen hat das aus meiner Sicht immer zwei Seiten:


    Wenn sie stark sind, leidet das Schweinchen unnötig heftig, bewegt sich zu wenig und stellt evtl. das Fressen ein. In solchen Fällen sind Schmerzmittel normalerweise sinnvoll.


    Wenn die Schmerzen durch ein Schmerzmittel verschwinden oder stark reduziert werden, aber auch ohne dieses keine der o.g. Folgen aufgetreten wären, kann ein Schmerzmittel auch nachteilig sein. Zum einen ist es nie gesund, zum anderen - und vor allen Dingen zu bedenken - kann es das Tier dazu verleiten, das verletzte Bein zu stark zu belasten, weil es das Maß der Verletzung nicht mehr richtig wahrnimmt.


    So unerfreulich Schmerzen sind, sie haben ja bei Verletzung u.a. einen Sinn, nämlich hier das Tier dazu zu bringen, das verletzte Bein zu schonen.

    LilaSeifenblase Da Du dieses Thema angefangen hast, nehme ich an, dass in Deiner Gruppe Zähneklappern und anderes Drohen öfters vorkommt.


    Beschreibe gerne wie Deine Gruppe zusammengesetzt ist (Alter und Geschlecht), wie lange sie zusammen leben, wie groß das Gehege ist und wie oft welche Drohgebärden vorkommen. Dann können Dir hier vielleicht einige Leute mit harmonischen Gruppen Tipps geben.

    Ich finde Deine Idee interessant und habe erst einmal nachgelesen, was man unter "wassergebundene Wegdecke" versteht.


    Antworten kann ich Dir leider nicht dazu geben, nur Fragen anbringen:


    Fängt es nicht irgendwann doch an zu riechen, wenn die Schweinchen auf ihren Lieblingsstellen immer wieder pieseln?


    Dagegen könntest Du dann vermutlich nicht viel machen, denn abtragen willst Du das Material ja vermutlich nie oder nur einmal im Jahr oder so?


    Wie groß ist denn die Voliere?


    Die Grundfläche pro Schweinchen hat ja auch einen deutlichen Einfluss auf den Grad der Verschmutzung.


    Ist ein Untergrund aus Sand und Schotter nicht zu rauh für die zarten Schweinefüße?


    Unsere Tiere leben auf Baumwolle mit mehreren Lagen Stoff zur Dämmung über dem Parkett. Manche Füßchen werden trotzdem so dunkelrosa, dass ich ab und an Creme auftrage. Wenn die gleichen Füßchen auf solchen einem Schottergrund laufen müssten, hätten sie vermutlich richtig Probleme. Aber das ist nur eine Vermutung.


    Die gleichen Bedenken hätte ich bei Rindenmulch, der ja auch recht grob sein kann und meines Wissens u.a. wegen Cadmium und Schwermetallen problematisch sein kann. Aber auch da habe ich keine eigene Erfahrung.


    Grundsätzlich würde ich dafür sorgen, dass der Boden in Außenhaltung vor Regen und Schnee geschützt ist. Ansonsten müssten die Tiere, wenn es einen ganzen Tag bei 5 Grad regnet im Regen herumlaufen oder nahezu unbeweglich in den Häusern bleiben. Es gibt m.E. kein Argument, warum man das Gehege nicht vor Feuchtigkeit schützen sollte, da ja ohnehin nichts dort wachsen wird, was den Regen gebrauchen könnte.


    Wenn Du sicherstellen würdest, dass es am Boden normalerweise trocken ist, wärest Du viel freier in der Wahl des Untergrundes.

    Ich verstehe das auch nicht. Vielleicht will der Tierarzt nur seine Empfehlung nicht ändern?


    Auf das finale Ergebnis würde ich auch noch warten. Du siehst es ja, falls es deutlich schlechter wird. Dann kannst Du immer noch neu überlegen, ob Du das Mittel auftupfst - nur bitte nicht eingeben!


    Wie wurden denn Milben ausgeschlossen?


    Die oberflächlichen Milbenarten kann man mit bloßem Auge, mit Lupe oder zumindest mit Tesaabklatsch unter dem Mikroskop erkennen. Dazu braucht kein Tierarzt, der sein Handwerk versteht, ein Labor. Die Grabmilben kann man dagegen nur bei einem tiefen Hautgeschabsel finden - oder eben auch nicht. Wenn man sie nicht findet, kann das Tier sie trotzdem haben. Und das Entnehmen der Probe ist blutig und sehr schmerzhaft. Daher werden Grabmilben meistens anhand der Symptome vermutet und behandelt.


    Zudem muss man bedenken, das Parasiten und Pilz immer und überall sind. Solange das Immunsystem des Tieres fit ist und keine Krankheiten oder Mangelerscheinungen das Tier belasten, passiert nichts. Es macht also auch daher keinen Sinn, dass Tier mit Giften zu schwächen ohne eine konkrete Notwendigkeit. Damit erreicht man auf lange Sicht genau das Gegenteil, von dem was man anstrebt.

    Ich habe selbst Stronghold nie verwendet, aber 15mg auf maximal 1kg Schweinchen ist in Ordnung. Manche geben sogar doppelt so viel an. Dr. Ewringmann schreibt:


    15mg/kg, 2x im Abstand von 3-4 Wochen, bei Demodikaose alle 14 Tage. Bei Sarcoptesräude bis 30mg/kg


    Wöchentliche Wiederholung ist nach allem was ich hierzu gelesen habe falsch. Ich würde jetzt nach der zweiten Anwendung 3-4 Wochen warten und dann evtl. noch einmal die letzte Dosis geben oder auch nicht, aber nicht früher.


    Die Haut sieht ja schon wieder deutlich besser aus. Ich würde da bis zur Rückmeldung aus dem Labor nur Bepanthen Salbe oder Bepanthen Antiseptische Wundsalbe 1-2x täglich dünn auftragen. Du müsstest dann nur aufpassen, dass es nicht gleich wieder abgeleckt wird. Ich halte dazu das Schweinchen ein paar Minuten auf dem Schoß, damit es einziehen kann und wische dann ggf. überschüssige Salbe ab.