Beiträge von Marie-Luise

    Bei mir rennst Du mit diesem Ansatz offene Türen ein. Ich sehe Päppeln in vielen Fällen als sehr gefährlich oder zumindest kontraproduktiv an. Und von der guten Wirkung von Honigwasser habe ich schon des öfteren gelesen.


    Trotz dieser meiner Grundeinstellung: Es ist natürlich immer schwierig zu sagen, was genau den derzeitigen Umschwung gebracht hat: Colosan und Dimeticon in höherer Dosierung, das Honigwasser, die Chance selbst wieder Appetit zu bekommen oder das Panacur.


    Ob Panacur überhaupt hilft, weiß man ja nicht, weil nicht klar ist, ob sie Parasiten hat, die dadurch bekämpft werden.


    Bitte halte uns weiter auf dem laufenden! Alles Gute!

    ich fand es sowieso komisch... Luna hat beim ersten Treffen mit Snoopy angefangen schnell zu atmen, die Haare aufzustellen und hat ständig gegähnt.
    Snoopy hat ständig gebrommselt und irgendwann hat er sie plötzlich angesprungen.

    Luna war danach völlig neben sich, sie ist sowieso sehr empfindlich und schreckhaft.

    Auch wenn es von der Ferne aufgrund von ein paar Zeilen schwierig ist, ein Verhalten zu interpretieren, halte ich folgendes für möglich:


    Schnell Atmen ohne vorherige Anstregung weißt auf Aufregung oder sogar Angst hin. Haare Aufstellen ist eine Drohung. Gähnen wird meistens als Beschwichtigungs- oder Unterwerfungsgeste interpretiert. Snoopys Bromseln kann ein Unwerben oder ein Imponieren - oder beides bedeutet haben. Anspringen (statt Aufreiten) ist eine deutlichere Droh- oder gar Kampfhandlung. Es ist aber bei Vergesellschaftungen nichts ungewöhnliches oder schlimmes, wenn dabei nicht wiederholt oder tief gebissen wird.


    Meerschweinchen sind auch bei Vergesellschaftungen oder Problemen mit einem anderen Tier sehr ausdrucksstark, Meistens können sie dadurch das Problem durch Gesten, in fortgeschrittenem Stadium dann sogar nur durch einen Blick oder ein leichtes Kopfheben lösen.


    Deine beiden Tieren haben also gemischte Signale geschickt, zumindest aber das Weibchen. Wenn es dann nicht weiter eskaliert oder einer den anderen dauerhaft vom Futter vertreibt o.ä., ist das kein Grund zur Besorgnis. Es kann natürlich sein, dass zwei Tiere sich einfach nicht mögen - wie es das bei Menschen auch gibt. Das wird dann aber auch deutlich, zumindest indem sie nie etwas Positives miteinander tun. Solche positiven Dinge sind z.B. gemeinsames Herumlaufen, in der Nähe des anderen oder sogar mit Berührung liegen, im Fell des anderen Schnuppern, miteinander Reden (werbendes Bromseln und andere freundliche Laute).


    Falls das Böckchen erst 6-8 Wochen alt ist, sollte das Weibchen ihn eigentlich einfach freudig annehmen. Sie kann das vermutlich nicht, weil sie verunsichert ist und keine Erfahrung hat mit einem jungen Tier und einem was noch dazu etwas anders riecht als ein Weibchen.


    Wie sieht es denn mittlerweile aus?

    Da war *Mia schneller als ich mit dem Link. ;-)


    Ich hatte mir letztes Jahr eine Lampe gekauft und irgendwann im Winter begonnen einzussetzen. Ich meine, dass sie durch das Licht lebhafter wurden. Das kann ich aber nicht sicher sagen. Dazu müsste man es öfter mit und ohne Licht und mit mehr Tieren versuchen. In diesem Jahr habe ich die Lampe bisher nicht angemacht, da ich durch den Umbau des Zimmers zunächst keinen geeigneten Platz hatte und jetzt auf die Zeit im Garten hoffe, die bald kommen sollte.

    Ich würde ihr ausreichend Futter als Auswahl diekt dorthin legen, wo sie liegen will. Auf dem was ich vom Gehege erkennen kann, ist das arg eng. Da muss sie an den für sie fremden Tieren dicht vorbei und das traut sie sich vermutlich noch nicht. Sollte es einen Bereich geben, der nicht so eng ist, würde ich sie dorthin setzen und auch genug Deckung durch einen Unterstand, ein Haus mit zwei Eingängen o.a. bieten.

    Ich fand die Zusammenstellung der Mittel auch viel, aber auf Simeticon oder Dimeticon würde ich nicht verzichten, wenn sie noch aufgegast ist. Diese Mittel werden angeblich nicht vom Körper aufgenommen, können also auch nicht den Körper belasten, sondern helfen nur, dass das Schweinchen die Gase loswerden kann. Ich würde nur ein Mittel ohne Zucker und künstliche Zuästze am Dienstag kaufen, falls Du bisher z.B. Dimeticon Albrecht verwendest. Diese enthält neben dem Wirkstoff nur Zucker, Und isolierter Zucker ist für ein Schweinchen nie gut, erst recht aber nicht, wenn der Darm schon angeschlagen ist.


    Magen Darm Entspannung von Klosterfrau ist eine zuckerfrei Alternative. Man zieht den Inhalt einer Kapsel auf eine 1ml-Spritze auf und verdünnt mit Wasser o.a. Davon kann man dann eine halbe Spritze oder auch mehr jeweils geben, mehrmals täglich.


    Wenn Du das kaufen willst, würde ich aber bis dahin lieber weiter ein Mittel mit Zucker o.a. geben als gar keines.


    Das Problem mit Kotuntersuchungen ist auch, dass normalerweise nur auf einen Bruchteil der möglichen Erreger und Parasiten untersucht wird. Ansonsten würde das arg teuer werden.

    Gleich vorweg: Ich habe keine Lösung zu bieten. Aber vielleicht kommst Du auf die richtige Spur, wenn wir gemeinsam überlegen, was die Ursache sein könnte.


    Wenn ich es richtig verstanden habe, ist Eure Situation die folgende:

    • aktuell 4 Tier (1 9 Jahre alter Kastrat, das kranke Weibchen und 2 neue Jungtiere)
    • vor einigen Wochen noch anstelle der 2 Jungtiere zwei Weibchen, die bereits mit oder an Aufgasungen gestorben sind
    • Du hälst seit 15 Jahren Meerschweinchen
    • 3 Tierärzte haben insgesamt versucht den Tieren zu helfen - bei 2 erfolglos, beim 3. Tier ist der Ausgang noch offen


    Meine Fragen sind:

    1. Wie oft ungefähr hattet ihr in den 15 Jahren mit massiven Aufgasungen zu tun?
    2. Hat sich in den letzten 3-6 Wochen irgend etwas bei dem Schweinchen geändert (außer dem von Dir bereits geschilderten)?


    Es gibt natürlich Zufälle, aber falls Ihr in den 15 Jahren insgesamt höchstens ein paar mal Aufgasungen hattet, halte ich Zufall hier für sehr unwahrscheinlich. Daher habe ich die zweite Frage gleich auch noch gestellt. Habt Ihr neues Heu, auch eine neue Lieferung von der gleichen Quelle benutzt? Haben sie von anderem Futter viel neues oder wieder neues wie frisches Grünfutter von draußen gefressen? Hat sich sonst etwas geändert, wie dass die Jungtiere das ältere Weibchen nicht zum Futter lassen?

    Wenn sie selbständig jederzeit - also auch nachts - zwischen der Wanne und dem Auslauf wechseln könnte, wäre das viel wert. Meerschweinchen rennen ja auch nachts mitunter herum. Und dann wäre es schlecht, auf weniger als 1qm eingesperrt zu sein.


    Aber vielleicht hast Du ja gemeint, dass sie jederzeit selbst in den Auslauf gehen können, es nur nachts nicht tun?


    Mit Luna und Snoopy probieren wir es jetzt erstmal so aus.

    Aber wenn es nicht geht, müssen wir ein älteres Schweinchen suchen.

    Würdet Ihr dann Snoopy wieder abgeben? Die Alternative wäre ja auch ein junges Weibchen, im Alter von Snoopy, dazuzunehmen.

    Ich vermute, dass solche Verträge nichtig sind, habe mich aber mit diesem "Trick" Besitzer statt Eigentümer nicht befasst. Aus dem Wirtschaftleben ist mir der Unterschied klar, aber ob er bei der Vermittlung von Tieren anwendbar ist, wage ich zu bezweifeln. Ich würde nur an Deiner Stelle auf so etwas nicht eingehen, um mir den Stress und den möglichen Kampf zu ersparen.


    Du hast drei Tiere, die sich anscheinend gut eingelebt haben und wohl fühlen bei Dir und miteinander. Du wirst auch ein weiteres Tier in den nächsten Wochen von einer anderen Stelle finden. Bis dahin hat es doch Zeit, so dass Du Dir die möglichen Auseinandersetzung mit dieser Notstation und die Sorgen davor nicht anzutun brauchst.

    Schön, dass Freddy sich schon wohler fühlt und die beiden bisher gut miteinander auskommen!


    Ich wollte Dich nicht angreifen mit meinem Nachhaken wegen der Gehegegröße. Wir wissen von Deiner Haltung ja nur das, was Du schreibst. Und leider liest man mitunter von viel Platz und dann ist es am Ende nicht mal ein Quadratmeter. Daher frage ich lieber einmal mehr nach. Danke, dass Du darauf eingegangen bist!


    1,5qm + Stall finde ich nicht glücklich für drei Tiere (und auch für zwei knapp). Selbst wenn Stall + Auslauf vermutlich zusammen auf rund 2qm kommen, ist die Rennstrecke einfach unterbrochen durch die Brücke, falls ich mir das richtig vorstelle. Ich würde mir überlegen, ob anstelle von Stall + Auslauf, nicht z.B. 2qm auf einer Ebene + eine Etage über die volle Breite und mindestens 40cm Tiefe (besser mehr) möglich wäre.


    Zum Alter eines möglichen dritten Tieres: Ich würde kein Baby alleine zu Tieren von rund 3 Jahren setzen. Da fehlt dem Baby normalerweise ein Spielkamerad und einer der genauso lebhaft ist, wie das Jungtier. Daher würde ich eher ein Weibchen zwischen 1 und 5 Jahren wählen.

    Ich habe selbst schon im Tierschutz mitgearbeitet. Leider gibt es Menschen, die durch das viele Elend, dass sie miterleben müssen, weil sie aus Mitgefühl nicht wegschauen können, selbst geschädigt werden. Andere versuchen durch Trickserei, Drohungen, Einschüchterung u.ä. die Menschen daran zu hindern, den Tieren zu schaden. Beides ist verständlich, aber nicht gut und letztlich weder im Sinne der Tiere noch des Tierschutzes.


    Nach allem was Du bisher geschrieben hast, Dominik984, schätze ich Dich als einen sensiblen Menschen ein, der noch weniger als jemand mit einem dickeren Fell, Streit mit solchen Menschen braucht. Ich würde daher an Deiner Stelle kein Tier dort nehmen!


    Tiere zu vermitteln und die neuen Halter austricksen zu wollen, indem man nicht das Eigentum, sondern nur den Besitz überträgt, finde ich nicht akzeptabel. Ich habe vor langer Zeit leider selbst schon im Tierschutz zu unrechten Mitteln gegriffen und verstehe wie gesagt, die Motivation (falls es nicht einfach ein Kontrollzwang ist), aber deshalb bleibt es für mich trotzdem falsch.


    Genauso ist es ein Unding, einen Halter eines Tieres, das akut leidet und vom TIerarzt eingschläfert werden soll, dazu zu verpflichten, das Tier weiter leiden zu lassen, um erst um Erlaubnis bei der "Notstation" zu fragen. Und das letzte was ich dann machen würde, wäre, ein totkrankes Tier diesen Menschen zurückzubringen! Wie es dem Tier dabei geht, zählt dann wohl weniger als das Kontrollbedürfnis dieser Tierschützer?

    Wurden die Zähne von Lou unter Narkose untersucht und gekürzt?


    Ohne Narkose ist das eine Qual für das Schweinchen, kann zu Verletzungen durch die Gegenwehr führen und der Tierarzt kann auch nicht so ungestört untersuchen und schleifen, wie mit Narkose.


    Ist sicher, dass sie keine Wunde im Mäulchen hat? Das könnte sie auch am Fressen hindern und ist beim Röntgen nicht zu sehen.

    Kokzidien und andere Parasiten und Hefen nehmen nur überhand, wenn der Körper sich nicht genug gegen sie wehren kann bzw. der Darm aus dem Gleichgewicht geraten ist, z.B. durch eine Erkrankung, AB-Gabe oder falsche Ernährung. Von daher finde ich es wichtig vor allem den Darm zu unterstützen. Ansonsten beseitigt man sie vielleicht kurzfristig, aber da der Körper nicht genug Widerstandskraft hat, geht es bald wieder von vorne los.


    Colosan ist sehr nützlich für die Verdauung, kann auch bei der Gefahr von Aufgasung gegeben werden und ist ungefährlich in normaler Dosierung und Anwendungsdauer. Ich würde zusätzlich noch eine Kur mit Sobamin und Apfelpektin machen und neben der von kleinschweinugly genannten Wiese auch noch für immer frische Zweige sorgen. Ziel ist es den Darm zu schützen, zu unterstützen durch die Pflanzenstoffe und die "guten" Darmbewohner mit den genannten Dingen zu fördern, wodurch es für die "bösen" ungemütlicher wird.


    Man darf aber nicht erwarten, dass Darmprobleme innerhalb von kurzer Zeit verschwinden.

    Falls der Kleine nicht sehr frech wird, wird Luna weniger unter dem Altersunterschied leiden als Snoopy. Junge Meerschweinchen sind normalerweise sehr viel lebhafter und verspielter als Tiere über ca. 1,5 Jahren. Daher dürfte es vor allem für Snoopy langweilig sein. Aber Luna fehlt zumindest am Anfang auch ein ernstzunehmender Partner.


    Wenn Du schreibst, dass Ihr nicht genug Platz für 3 Schweinchen hättet, gebe ich noch mal ausdrücklich zu bedenken, dass auch 2 Tiere ein Minimum an Platz brauchen, um sich genug bewegen zu können. Auch die Einrichtung ist in zu kleinen Gehegen kaum interessant und abwechslungsreich möglich. Daher sagen viele, 2qm Grundfläche seien die Untergrenze, auch für 2 Schweinchen. Ich finde das sogar noch sehr knapp, wobei oft die 2qm auch in Kombination mit mehreren Stunden in einem zusätzlichen Auslauf genannt wird.


    Ich gehe davon aus, dass Ihr deutlich weniger als 2qm habt, vielleicht sogar nur einen Käfig mit 120x60cm. Das sahen vor einigen Jahren noch viele als akzeptabel an. Aber wenn man den Tieren mehr Platz gibt, dann sieht man, wie sehr sie ihn nutzen und damit auch vermissen, wenn er fehlt.

    Schön, dass Luna so schnell wieder Gesellschaft bekommen hat!


    Allerdings ist der Altersunterschied von rund 4,5 Jahren, wenn ich es richtig verstanden habe, sehr groß. Das wird beiden Tieren nicht wirkllich gerecht. Falls Ihr mindestens 2qm Grundfläche habt - und die brauchen ja auch 2 Schweinchen - würde ich überlegen, schnell noch ein junges Weibchen dazuzuholen. Dann hätte das junge Böckchen einen Spielkameraden und Luna müsste nicht immer als Ersatz für ein Jungtier herhalten.


    Natürlich ist das auch eine Frage der Kosten und der Arbeit, aber ich will es einfach mal als Überlegung ansprechen.