Beiträge von Marie-Luise

    Du hast ja auch ein Böckchen zum Vergleich da.


    Dann sind wir uns - außer der einen Dame mit der Notstation - einig, dass es sein Weibchen ist.


    Hast Du denn ein passendes erwachsenes Weibchen gesehen?


    Es kann gut sein, dass sie durch die Unterstützung eines selbstbewussten und doch freundlichen Weibchen sich beruhigen würde. Sie ist ja auch nicht nur aggressiv gewesen, sondern wie Du schriebst, lagen sie ja auch zusammen im Häuschen.

    In 10 Jahren mit vielen kranken Tieren hast Du sicherlich sehr, sehr viel gegeben. Da kann ich gut verstehen, dass Du aufhören möchtest.


    Was ich jetzt schreibe, mag blauäugig sein, aber ich bringe es trotzdem als Überlegung ein: Es gibt doch auch noch Tiere, die jahrelang keinen Tierarzt brauchen, einfach gesund sind und sich ihres Lebens freuen. Wäre es vielleicht eine Option gezielt solche Tiere zu suchen? Auch diese Schweinchen brauchen ja einen guten Platz. Außerdem hättest Du dann auch mal nur die schönen Seiten der Schweinchenhaltung.


    Die Frage wäre natürlich wie man solche Tiere finden kann, aber gerade tierliebe Halter mit viel Mitleid neigen ja dazu, gerade die kranken und alten Tiere zu nehmen. Wenn Du, wenn es soweit wäre, genau nach dem Gegenteil schauen würdest in Notstationen, hättest Du die Chance, wenn auch keine Garantie, dass Du weniger Aufwand und Kummer hättest.

    Für mich sieht das auch wie ein Weibchen aus, wobei ich persönlich grundsätzlich bei Fotos nicht sicher genug bin.


    Ganz sicher kannst Du ein Böckchen, wenn keine Hoden zu sehen sind, daran erkennen, dass der Penis hervorkommt, wenn Du vorsichtig (!) etwas oberhalb des Geschlechtsteils auf den Bauch drückst.


    Ist das bisherige Mädel?

    Herzlich Willkommen hier im Forum!


    Ich kenne Berichte von Frühkastraten, die als Babies zu einer Gruppe erwachsener Weibchen kamen und trotzdem mit der Zeit die Rolle ihre natürlich Rolle (außer der Fortpflanzung) übernommen haben und von anderen, bei denen das nicht der Fall war. In jedem Falle finde ich es unnötig unnatürlich. Ein Babyböckchen könnte sich nie eine Gruppe von Weibchen erobern.


    Zum anderen schreibst Du, dass die Weibchen anfangen sie anzuzicken. Dann würde ich nicht 4 Wochen auf ein Böckchen warten, das dann noch dazu zumindest anfangs völlig ungeeignet ist, Streit zu schlichten.


    Da Du Außenhaltung hast, würde ich, vorausgesetzt der Platz reicht (mind. 4qm), zwei erwachsene Tiere dazunehmen: 1 Männchen und 1 Weibchen, beide mit Gruppenerfahrung. Zumindest ein erwachsenes Männchen sollte leicht zu finden sein über Notstationen.

    1 Meter Höhe ist keinerlei Schutz vor einem Fuchs. Der kann deutlich höher springen. Du musst also auf andere Weise sicherstellen, dass das Gehege nicht aufgebrochen werden kann. Dafür hast Du ja mit dem Gehege von Silvia, auf der oben verlinkten Meerschweinchenwiese u.a. gute Beispiele.


    Hast Du eigentlich ein Plan für den Fall, dass ein Tier in der kalten Jahreszeit krank wird?

    Herzlich Willkommen, Marko,


    ja, leider müssen wir erst einmal Fragen stellen, um uns ein ausreichendes Bild machen zu können. Neben den Fragen von Lemmi, finde ich auch noch wichtig:


    Wie ist das Gehege eingerichtet und wieviel Fläche haben sie?

    Viel Deckung hilft den scheuen Tieren, sich wohler zu fühlen und wenn sie flüchten, müssen sie nicht so weit rennen.


    Wenn der Platz reicht wäre es wenn wieder ein erwachsener Kastrat der Gruppe Stabilität und Sicherheit geben würde. Willst Du noch einen dazunehmen oder ist einer der Jungen ein Frühkastrat?

    Dass sie Dir schon aus der Hand gefressen hat, ist sehr erfreulich. Bei unseren Tieren hatte das viel länger gedauert.


    Das viele Reden der Schweinchen finde ich besonders sympatisch. Das ist auch ein gutes Zeichen. Wenn sie jetzt viel herumlaufen und erzählen, sind sie schon recht entspannt, gerade auch in Anbetracht der kurzen Zeit, die sie erst bei Dir leben.

    Schade, dass es noch nicht besser geworden ist. Aber bitte beantworte alle unsere Fragen. Wir können aus der Ferne nichts wissen als das, was Du uns schreibst.


    Wenn wir z. B. nach dem "wie wurde untersucht" fragen, dann ist das wichtig, um zu wissen, ob der Tierarzt überhaupt Probleme mit den Zähnen richtig sehen konnte. Und eine Aufgasung kann man nur durch Röntgen sicher ausschließen.


    Ganz wichtig wäre, falls Du es nicht getan hast, ihn ab heute täglich zu wiegen. Wenn er, wie es aus Deinen bisherigen Zeilen erscheint gar nichts frisst, dann muss er stark abnehmen.

    Ich finde es sehr sympatisch, dass Du Dir trotz Deines Kummers Gedanken darum machst, ob die Schweinchen das merken und es ihnen schadet. <3


    Wegen des Futters brauchst Du Dir erst mal keine Sorgen zu machen. Es ist für uns zwar von der Ferne her schwer zu sagen, aber ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass sie über das viele gute Futter, dass Du ihnen gegeben hast, anfangs begeistert waren und jetzt merken sie, dass sie soviel Auswahl jeden Tag bekommen und dass sie daher nicht immer alles auffuttern müssen.


    Hattest Du die Schweinchen am Anfang gewogen?


    Das Gewicht ist halt schon ein erster Anhaltspunkt, ob alles in Ordnung ist oder nicht.


    Wie sind sie denn vom Verhalten her? Siehst Du sie mittlerweile herumlaufen, während Du im Zimmer sitzt?


    Wenn nicht, ist das auch nicht ungewöhnlich. Wenn ja, wäre die Frage, ob sie sich normal bewegen oder zusammengekauert in einer Hütte sitzen. Aber wie gesagt, das frage ich nur zur Sicherheit, weil wir ja nur wenig über die kleinen Schätze wissen aus der Ferne.


    Ich würde mich zu ihnen setzen und ihnen erzählen wie es Dir geht und was Dich bewegt. Ihr wollt ja jetzt das Leben teilen künftig, da gehört auch dazu, den Kummer einander mitzuteilen.

    Tut mir leid, dass so in Teilen schreibe, aber ich wollte schnell reagieren, da es ja hätte kritisch sein können.


    Wenn sie kurz futtert, ist das etwas anderes als wenn sie die Kleinen ignoriert. Dann müsstest Du sie natürlich wärmen und mit Ersatznahrung füttern. Wie lange sind sie denn schon alleine?


    Fühlen sie sich warm an?

    Das sieht doch gut aus! Gratuliere! <3


    Aber kann es sein, dass es dort wo sie sitzen, nicht so recht sauber ist? Dann würde ich da zumindest Heu hineinlegen und wenn die drei mal unterwegs sind, vorsichtig frisch einstreuen dort.


    In den nächsten Stunden würde ich sie und die Mutter auch wiegen, falls Du es noch nicht getan hast und das dann ausschreiben und beobachten.


    Deine Schweinchen leben ja im Haus oder draußen? Denn draußen wäre es für die Neugeborenen aktuell zu kalt aus meiner Sicht.

    Dass sie kurz fressen geht, ist normal, aber wie gesagt, die Kleinen müssen zuvor von ihr ordentlich trockengeleckt worden sein und sich auch selbst schon bewegen und natürlich normal atmen.

    Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, die Kombination von Käfigen und Auslauf darzustellen und zu beschreiben.


    Du hast dieses Thema damit angefangen, dass Du schriebst, dass ein Mädel das andere jagt und in den Po beißen will. Da erscheinen mir die Käfige als hinderlich und gefährlich. Die Gitter zwingen ein flüchtendes Tier ja durch eine Durchgang zu rennen und das noch bei dem wenigen Platz zum Wenden und Ausweichen, den eine Käfiggrundfläche bietet. Daher finde ich Käfige, also mit Oberteil und nicht nur die Wannen, nur nachteilig für die Tiere. Bei einer Vergesellschaftung mit einem dritten Tier kann das auch wieder problematisch sein.


    Ich verstehe Dein Anliegen, den Auslauf saubermachen zu können, ohne dass ein Schweinchen dazwischen herumläuft. Das macht es sicherlich etwas einfacher, aber das wäre für mich nicht genug Grund, um den Nachteil für die Tiere 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche in Kauf zu nehmen. Das Saubermachen ist bei uns sogar eine Gelegenheit mit den Schweinchen Kontakt zu haben und sie zu beschäftigen. Wenn sie es erst einmal gewohnt sind, finden viele Schweinchen das interessant.


    Die Plastikunterlage oder bei uns Inkontinenzunterlagen lasse ich in der untersten Schicht liegen. Nur die Schichten obendrüber wasche ich nach Bedarf. Und wenn dann wirklich mal eine große Putzaktion erfordert, dass die Tiere nicht im Auslauf herumlaufen, dann würde ich sie für z.B. 30 Minuten in einen Transportkorb setzen. Das ist nicht schön, aber wenn Du sie getrennt einsperrst, aber so dass sie sich sehen können, ist das viel weniger nachteilig für die Schweinchen, als immer die Käfige zu haben.


    Wenn Dir es lieber ist, kannst Du ja auch die Gitteroberteile abnehmen und nur bei einer solchen Putzaktion aufsetzen. Dann müsstest Du aber breite Rampen anbieten. Ich hatte im Herbst übergangsweise eine Käfigunterschale innerhalb des "Auslaufes" in Verwendung. Die Rampe wurde oft genutzt, bei anderen Gelegenheiten sprangen die Jungs direkt über den Rand. Sie sind aber auch jung und fit und es war keine Dauerlösung bei uns.


    Seit einigen Wochen haben wir wieder einen Einstreubereich, da mir der Aufwand mit nur Stoffen zu groß war. Das funktioniert bisher gut und die Schweinchen mögen diese Bereiche. Wir habe eine passgenaue Konstruktion aus Siebdruckplatten gebaut. Aber käufliche Wannen oder andere billigere Konstruktionen verwenden viele auch erfolgreich.


    Es ist super, dass Du den Schweinchen den großen Auslauf gibst. Wenn Du jetzt noch die Sache mit den Käfigen optimieren würdest, wäre das ein Schritt zu mehr Harmonie - neben einem bereits angesprochenen erwachsenen Kastraten mit Gruppenerfahrung.