Ich habe bei homöopatischen Mitteln selbst viele Fragezeichen. Speziell mit Traumeel habe ich dennoch schon gute Erfahrungen gemacht, die nicht als Placebo-Effekt, höchstens als unwahrscheinlicher Zufall ausgelegt werden können. Wie dem auch sei, falls Du Traumeel weiterhin geben willst, könntest Du auf die Injektionslösung wechseln. Diese kann auch oral gegeben werden. Dann vermeidest Du den Milchzucker, der dem Darm schaden könnte. Ob das in ihrer Situationen einen Unterschied machen wird, kann ich nicht abschätzen.
Beiträge von Marie-Luise
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Meinst du, dass es noch mal notwendig ist? Beim TA war der Urin ja unauffällig.
Ich hatte es nur geschrieben, weil Du berichtet hast, dass Ihr auf den Urin bzw. das Wasserlassen achten sollt.
Und es ist nicht so, dass man Blut im Urin immer sieht, weil das von der Menge abhängt. Mit Teststreifen, kann man schon Mengen nachweisen, sie nicht mit dem Auge erkennbar oder auch von Verfärbungen durch Futter schlecht unterscheidbar sind.
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Danke, liebe Tina, dass Du uns informierst. Das ist natürlich sehr traurig.
Und Du hast Recht, dass es dem armen Schweinchen nicht mehr hilft, ich schreibe es nur für spätere Leser:
Ein frühzeitig gemachtes Antibiogramm hätte das Tier vielleicht retten können, wenn dadurch ein wirksames Antibiotikum gefunden worden wäre. Leider machen die wenigsten Tierärzte bei Schweinchen ein Antibiogramm, obwohl das derzeitige "Standardmittel" mit dem Wirkstoff Enrofloxacin (Baytril, Orniflox u.a.) leider des öfteren nicht oder nicht ausreichend wirkt. Manchmal wird dann noch ein anderes AB probiert und ggf. nur der Darm weiter geschädigt und die Heilung verzögert. Es gibt sicherlich auch Fälle, in denen ein Antibiogramm nicht sinnvoll ist (z.B. weil man nicht gut an den Erreger herankommt), aber es kann nötig sein, als Halter den Tierarzt in den anderen Fällen dazu zu drängen.
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Das sieht lecker angerichtet aus! Da bekommt man selbst Appetit!
Aber hast Du es mal gewogen? Ich würde das auf eher weniger Gewicht schätzen.
Ich verstehe Deine Hemmungen, aber auf Grünzeug aus der Natur wegen der Angst vor Würmer und auf Kohl wegen der Angst vor Blähungen zu verzichten, macht es mit einer gesunden Ernährung auch schwierig oder eigentlich sogar unmöglich.
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Ich hatte im vorigen Winter durchgängig Gras und Wildkräuter gefunden und größere Mengen gefüttert. Da gab es nie Probleme.
Dieses Jahr konnte ich wegen der Kälte leider seit Dezember nichts mehr finden und daher habe ich erst heute wieder angefangen mit dem Sammeln. Natürlich sollte man es langsam angehen lassen, aber bis Mai zu warten, fände ich sehr schade. Damit würde man ihnen das wichtigste Futter, dass es für Meerschweinchen gibt, Gras und Wildkräuter, unnötig lange vorenthalten.
Nach meinem Kenntnisstand gibt es verschiedene Faktoren, die Schweinchen bei Gras gefährlich werden können, u.a.:
- sie fressen vor Begeisterung das erste Gras zu schnell und kauen zu wenig
- die Darmflora ist nicht mehr auf viel Grünfutter eingestellt und kommt mit einer schnellen Umstellung nicht zurecht
- Trockenfutter und manches Frischfutter sind keine gute Kombination
- Pflanzen können bei Kälte die Energie, die sie aus dem Sonnenlicht gewinnen, nicht in das Wachstum stecken, sondern legen Vorräte an (Fruktane, Stärke); diese kann im Übermaß die Verdauung durcheinander bringen
Die ersten drei Punkte gelten zu jeder Zeit bei der Wiedereinführung von frischen Gras und Wildkräutern. Der letzte Punkt trifft im Winter oder frühen Frühjahr zu. Andererseits gibt es mehr Faktoren, die den Fruktangehalt beeinflussen, z.B. die Grasart, ggf. die Züchtung, der Standort, die Tageszeit des Pflückens.
Ich würde daher langsam anfangen und die Böhnchen im Blick behalten.
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Wieviel Frischfutter gebt Ihr den 2 Tieren denn aktuell pro Tag? Falls Ihr es noch nicht gemacht habt, würde ich es morgen mal wiegen. Da kann man sich sehr verschätzen.
Und falls er Probleme mit der Blase haben sollte, ist viel Flüssigkeit extrem wichtig.
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Schade, dass er noch keine normalen Böhnchen hat, aber ich glaube, das braucht auch mehr als ein paar Wochen oft. Ich würde mich von dem Kurs nicht abbringen lassen. Frische Zweige sind auch eine gute Ergänzung, die sind auch Nahrung für die "guten" Darmbakterien. Diesen Winter wird bei uns eine Menge an Zweigen gefuttert, dass ich selbst staune. Natürlich fressen sie keine ganzen Zweige, sondern je nach Baumart schälen sie die Rinde sorgfältig ab und futtern sie oder sie fressen die feinen Zweigenden und natürlich die Nadeln von Kiefern sowie Weiden- und Hasel-Kätzchen. Man muss also nicht warten, bis die grünen Blätter wieder da sind.
Du kannst den Urin auch selbst testen: https://das-meerschweinchen-forum.de/index.php?topic=1303 Das ersetzt keinen Arztbesuch, hilft aber Anhaltspunkte zu geben und das ganz ohne Stress für das Schweinchen.
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Herzlich Willkommen, Beto,
wie hat denn der Tierarzt Dein Schweinchen untersucht?
Falls es nicht gemacht wurde, wäre es eine einfache Sache, die erste Hinweise geben könnte, den Urin zu untersuchen. Das kannst Du auch selbst machen. Hier findest Du eine ausführliche Erklärung: https://das-meerschweinchen-forum.de/index.php?topic=1303
Das andere ist: Kann es sein, dass er aufgegast ist?
Hat er gesträubtes Fell, wie sehen seine Böhnchen aus, wie verhält er sich?
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Ein Antibiotikum schadet immer dem Darm. Wenn ein Tier eine starke Entzündung hat, muss man das in Kauf nehmen und danach versuchen, dem Darm zu helfen. Aber hier einen schon angeschlagenen Darm mit weiterem AB und nochmals Panacur zu belasten, finde ich fragwürdig. Wenn für mich nicht klar wäre - und dazu weiß ich hier zu wenig - dass sie solche Mittel wirklich braucht, würde ich lieber weitermachen mit der Unterstützung des Darmes und des Immunsystems.
Mit Sobamin und Apfelpektin würde ich daher nach dem AB noch 4 Wochen weitermachen. Das ist ja jetzt durch AB wieder zurückgeworfen worden. Zudem würde ich die Fütterung überprüfen und ggf. optimieren. Wenn es alles ist, was Du gibst
ZitatAlles anzeigenTägliches Futter:
Chicoree - Radiccio
Dill - Basilikum - Petersilie - Koriander
Fenchel
Heu
Frische Haselzweige
Trockenkräuter wie Dill, Spitzwegerich, Brennessel, jenachdem wann der (kleine) Napf leer ist (alle 2-3 Tage)
Ab und zu gibt es noch ein Stück Apfel oder Karotte dazu, das aber eher selten.
ist das sehr einseitig und zu trocken, da die Tiere vermutlich viel Heu fressen müssen, um überhaupt genug Nährwert zu bekommen. Hast Du mal gewogen, wieviel Frischfutter Du pro Tag gibst, bei 3 Tieren? Man kann sich das sehr verschätzen.
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Es tut mir für das arme Tier und für Dich!
Ich würde sehen, dass die Metacam-Dosis bei Bedarf - in Absprache mit dem Tierarzt - deutlich erhöht wird. Merkst Du ihr Schmerzen an, bzw. ist das seit der Schmerzmittelgabe besser geworden?
Wenn die Schmerzen stark werden, sie aber noch ansonsten gut leben könnte, würde ich ihr dadurch noch Zeit erkaufen.
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Wenn das Gehege der Daueraufenthalt der Schweinchen sein soll, kannst Du nicht einfach eine Tür vorne öffnen. Dann würden ja die Schweinchen hinausspringen können. Gerade am Anfang, wenn sie besonders ängstlich sind oder sich erschrecken, würden sie u.U. auch in die unbekannte Tiefe springen. Das Gehege muss daher von oben geöffnet werden.
Bleibst Du denn dabei, dass Du es so hoch aufstellen willst und warum? (Du musst natürlich nicht darauf antworten, aber nur mit mehr Informationen können wir Dir möglichst gute Ratschläge geben.)
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Gut, dann kann der Platz vermutlich nicht der Punkt sein, an dem man noch entscheidend verbessern kann.
Ich würde wirklich noch heute die von mir genannte Notstation und bei Bedarf weitere in Deiner Nähe anrufen. Falls es dort ein passendes Weibchen geben sollte, wäre schnelle Abhilfe möglich.
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Wichtig wäre aber, dass Du schnell ein weiteres Weibchen holst oder eben "tauschst". Wenn das kleine Mädel jetzt alleine sitzt, wird sie nicht freundlicher und friedlicher werden. Da Alleinesein ist für beide Tiere verstörend. Dein Kastrat musste ja notgedrungen schon seit vermutlich 2 Monaten oder mehr alleine sein.
Sie ist zudem auch ein Opfer ihrer beiden Vorgeschichten (nicht nur er). Denn natürlich hat man als Mensch mit dem Tier Mitleid das Angst hat oder gar gebissen wird. Aber sie hat ja bisher auch nicht den Partner den sie braucht, der ihr Schutz gibt, Grenzen aufzeigt, mit ihr herumtobt usw.
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Das tut mir leid! Ich kann gut verstehen, dass Du nicht zuschauen kannst.
Die Frage ist nur, wie Du ihm und ihr helfen kannst. Beide alleine zu halten, wäre selbstverständlich keinesfalls eine gute Lösung.
Waren sie zuletzt wieder auf den leider zu kleinen Eigenbau beschränkt?
Hast Du mit der Notstation Kontakt aufgenommen?
Ich kann mir am ehesten vorstellen, ein liebes vielleicht auch schon älteres Weibchen dazuzuholen und evtl. das junge Weibchen dafür abzugeben, also sozusagen zu tauschen.
Ansonsten würden die beiden bisherigen Schweinchen hoffentlich mit der Unterstützung eines freundlichen aber nicht ängstlichen erwachsenen Weibchens über die Wochen und Monate lernen, richtig miteinander umzugehen. Lies mal den Bericht von Joe63: https://www.meerschweinchen-ra…144155-joe-s-schweinchen/
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Das hab ich jetzt auch überlegt, ob mans vielleicht unter Tags verwenden kann oder ob den Meerschweinchen das Hin und her dann vielleicht zuviel wird.
Unsere Schweinchen verbringen in der warmen Jahreszeit bei trockenem Wetter den Tag in einem stabilen Gehege im Garten. Am ersten Tag sind sie ängstlich und wenn es viel Lärm, z.B. durch Rasenmäher, oder viel Wind gibt, gefällt ihnen das auch später nicht. Ansonsten lieben sie die Zeit draußen. Aber an Regentagen merkt man auch, dass sie den Tag im Haus zum Ausruhen brauchen. Unsere Tiere kamen extrem scheu zu uns (mit 10 Monaten) und haben sich sehr gut entwickelt, sind aber bei manchen Geräuschen und Bewegungen immer noch ängstlicher als manche andere Schweinchen.
Wenn Ihr sie im Haus in einem großen Gehege halten und nur zeitweilig tagsüber nach draußen bringen würdet, wäre das für die Tiere aus meiner Sicht das Optimale. Allerdings würde ich ihnen dann nach dem Einzug erst soviel Zeit zur Eingewöhnung lassen, dass das Umsetzen in den Garten nicht ein Schrecknis, sondern möglichst etwas Schönes wird. Wie lange sie da brauchen hängt vor allem vom Wesen der Tiere, ihren bisherigen Erfahrungen und der Gruppenzusammensetzung ab.
Wo ich das erwähne: Bitte nehmt auf keinen Fall lauter Jungtiere. Mindestens eines oder zwei Tiere sollten mindestens 1,5 Jahre alt sein, am besten der Kastrat und ein Weibchen. Natürlich können auch alle Tiere ein paar Jahre alt sein. Nur brauchen Jungtiere gute Vorbilder und Beschützer und Erzieher bis sie selbst erwachsen sind, und nicht nur einige Wochen oder so. Andererseits sollte man auch nicht 1 Baby mit 3 Erwachsenen zusammenhalten, da das beiden Seiten nicht gerecht wird.