Beiträge von Marie-Luise

    Meines Wissens, aber da habe ich mich nur am Rande informiert, sind Meerschweinchen unempfindlicher im Blick auf Inzucht als viele andere Tierarten. Gefährlich bis tötlich kann es aber z.B. durch unabsichtliche Paarung von zwei Schimmeln oder verdeckten Schimmeln werden oder wenn die Satin-Krankheit weitervererbt wird.


    Aber da Du die Trächtigkeit ja nicht leichtfertig herbeigeführt hast, würde ich mir jetzt keine Sorgen machen. Solange Du gut informiert und vorbereitet bist und zur Not helfen bzw. zum Tierarzt fahren kannst, ist doch alles getan, was Du tun kannst.


    Alles Gute!

    Wenn ein Gehege einfach auf der Wiese steht, ist es leider nie mardersicher. Dazu muss man am besten Draht in den Boden legen und sorgfältig am Rand mit dem dortigen Gitter verbinden. Tagsüber mag das auch ohne den Schutz von unten gut gehen, je nach der Gegend, in der ihr lebt, aber nachts könnte das ganz böse enden. Leider haben schon so manche Schweinchen auf die Art ihr Leben verloren oder waren bestenfalls traumatisiert, weil sie mitanschauen mussten, wie ihre Freunde totgebissen wurden.


    Ihr könntet den Stall und das Gehege draußen bei warmem Wetter den Tag über nutzen, falls Ihr Euch für Meerschweinchen in Innenhaltung entscheidet.


    Ich wünsche Euch die richtige Entscheidung - und wenn Du noch Fragen hast, versuchen wir jederzeit gerne zu helfen.

    Das wäre besser als wegen Krankheit so dick zu sein. Da sie vermutlich trotzdem sehr jung für die Trächtigkeit und Geburt ist, wäre es doppelt wichtig, dass Du Dich über beides informierst und auch einen Notfallkontakt (auch für nachts oder Wochenende) zu einem Tierarzt bereithälst. Oft sind die Geburten problemlos, aber leider nicht immer und dann kann schnelles Handeln über das Leben der Mutter und der Jungen entscheiden. Ich würde diesbezüglich auch mit Deinen Eltern sprechen, damit sie dann nicht das Diskutieren anfangen, wenn es Komplikationen geben sollte.


    Wichtig wäre aber, dass Du Dich so gut informierst, dass Du überhaupt abschätzen kannst, ob Gefahr droht bzw. ein Tierarzt gebraucht wird. Da könnte es auch helfen, wenn Du Kontakt zu einer guten Notstation in Deiner Nähe aufnehmen würdest, die Du bei Unsicherheit anrufen dürftest.

    Wenn Du Deine Jungs zu Deinen Eltern mitnimmst, was bei einigen Wochen auf jeden Fall Sinn macht, dann würde ich aber sehr genau darauf achten, wie sie miteinander umgehen. Bisher waren Eure Jungs ja sehr unkompliziert, aber ein Umzug in ein anderes Gehege oder gar dort noch ein Wechsel von draußen nach drinnen, kann eine Bockgruppe zum kippen bringen.


    Ich hätte zudem bei dem Kaninchen Bedenken. Je nachdem wie lange es jetzt schon keinen Meerschweinchen mehr kennt oder sogar ganz alleine ist, könnte ich mir vorstellen, dass es sich vielleicht nicht über die neue Gesellschaft freut. Und ein Kaninchen kann Schweinchen schon sehr verletzen. Natürlich könnte auch das Kaninchen unter den Schweinchen leiden, was ja genauso schlimm wäre.


    Sollte es sich jedoch über die Gesellschaft der Schweinchen freuen, wäre es ein erneuter schwerer Verlust für das Kaninchen, wenn es dann wieder alleine sitzen müsste, wenn sie wieder ausziehen. Auch wenn es nicht das Thema hier ist: Kann das arme letzte Kaninchen doch wieder Gesellschaft bekommen? Ich kenne mich mit Kaninchen nicht gut aus und weiß, dass sie oft nicht einfach zu vergesellschaften sind, aber das Alleineleben wäre ja nur die letzte Notlösung aus meiner Sicht.

    Es freut mich, dass Dir die Seiten gefallen und Du über weitere Verbesserungsmöglichkeiten nachdenkst.


    Die meisten Meerschweinchen nutzen Rampen, wenn sie flach und breit genug sind. Mitunter ist es noch hilfreich, die Rampe zu überdachen. Schutz von oben ist für Meerschweinchen sehr wichtig, um sich sicher zu fühlen. Natürlich gibt es auch Tiere die völlig entspannt ohne Deckung im Gehege liegen, aber gerade bei neuen Tieren und in den ersten Wochen und Monaten ist oft Deckung sehr wichtig.


    Wenn Ihr 100cm überbrücken wollt, braucht ihr eine mindestens 200cm lange Rampe. Auf der langen Strecke sollte sie dann auch so breit sein, dass zwei Schweinchen aneinander vorbeigehen können und an den Seiten zumindest oben eine Sicherung haben. Denn ein Sturz von 1m Höhe kann für ein Schweinchen böse ausgehen.


    Warum willst Du denn das Gehege so hoch aufstellen?


    Ich verstehe auch nicht, wie Du dann saubermachen willst. Ich bin relativ groß und konnte bei unserem Gehege früher maximal 100cm Tiefe beim Saubermachen bewältigen. Dabei musste ich mich schon in dem Gehege abstützen. Theoretisch könntest Du bei 130cm Tiefe von hinten auch hineingreifen, wenn da nicht der Deckel befestigt wäre. Bei einem Bodengehege, z.B. mit Platten als Untergrund steigt mal hinein.

    Der neue Entwurf hat Vorteile, aber dann wären die Schlafplätze nicht mehr nebeneinander und damit würde die Wärme der Schweinchen sich m.E. zu stark verteilen.


    Ich versuche mal eine Idee zu beschreiben, auf der Basis von 80x120cm, ausgehend von Deiner ersten Skizze:


    Stell Dir bitte vor:

    • der Eingang links unten bleibt, aber die Wand daneben entfällt
    • der gesamte Schlafbereich wird im Uhrzeigersinn um 90 Grad gedreht und rechts unten in die Ecke geschoben
    • der Eingang rechts wird an die rechte Kante oben verschoben
    • vor beide Eingänge hängst Du im Winter einen dicken Stoff oder eine Klappe aus Holz o.ä.


    Wenn ich mich nicht irre hättest Du bei dieser Aufteilung an den engsten Stellen, links neben dem Schlafbereich und oben darüber, 30cm Platz und links oben den größten Platz. Das wäre schon deutlich besser. Ob das die idealen Maße wären, kann ich aber leider nicht sagen.


    Vielleicht wäre es auch besser, nur links unten den Eingang zu machen, den Schlafbereich ohne Drehung nach rechts in die Ecke zu schieben und die Tiefe auf 65cm zu reduzieren. Dann könntest Du evtl. 20cm in der Breite anfügen und hättest eine durchgängige freie Fläche links von ca. 80x65cm und rechts den Schlafbereich.

    Ich habe dieses Zwitschern nur bei einer Vergesellschaftung bisher erlebt. Das kleinste, aber erwachsene Tier saß an einem Abend mitten im Raum und hat den ganzen Kummer seines jungen Lebens hinausgerufen (er war erst kurz vorher zu uns gekommen ...). Das hat er sieben- oder achtmal gemacht, innerhalb von wenigen Stunden. Er tat uns so leid - und ich kann gut nachvollziehen wie Dir das nahe geht.


    Ich würde sie weiter beobachten. Vielleicht fängt sie sich von alleine. Wenn nicht wäre Deine Gruppe vielleicht mit einem weiteren Tier dabei wieder vollständiger oder harmonischer? Wie ist denn das Verhalten untereinander in den letzten Tagen von der Distanz abgesehen?

    Kennst Du diese Seite (und die anderen in diesem Zweig) von https://meerschweinchenwiese.de/haltung/aussenhaltung?


    Dort sind Beispiele für Gehege, die vielleicht auch für Eure Situation passen würden. Ich finde auch die dortige Angabe von 4qm als Untergrenze für ganzjährige Außenhaltung wichtig. Wenn Ihr das einhaltet und das Gehege mardersicher (auch von unten) und gegen Regen geschützt und doch luftig genug im Somer macht, dann kann ich mir das auch ohne regelmäßigen Zugang zu einem Auslauf gut vorstellen.


    Welches Gehege dort würde Dir gefallen bzw. geeignet erscheinen?

    Könnten es, wenn es ganz schlimm ist auch Tumore sein?!

    Das halt ich für extrem unwahrscheinlich bis unmöglich. Tumore wären nicht so gleichmäßig und sicherlich auch bei einem so jungen Tier nicht so groß.


    Wenn sie trächtig wäre, wäre das vermutlich auch nicht so tragisch. Mein Bedenken ist eher, das sie aufgegast ist. Hast Du gesehen, dass sie normale Böhnchen macht und normal frisst? Ist das Fell nicht gesträubt und knirscht sie nicht mit den Zähnen?


    Seit wann ist sie so dick?


    Und war sie seit sie bei Dir lebt so ruhig?

    Habt Ihr Euch die Schweinchen schon ausgesucht?


    Ich frage deshalb, weil ich bei einer Gruppe von Jungs das auf jeden Fall zu gefährlich finden würde. Aber auch bei einer relativ harmonischen Haremsgruppe fände ich so lange Gänge mit 15cm Breite unglücklich. Da kann kein Tier an dem anderen vorbei, sondern muss im Extremfall vom Eingang rechts bis zum Futterplatz rund 100cm rückwärts vor dem Ranghöheren ausweichen.


    Zwei Eingänge sind vermutlich dazu gedacht, Stress zu vermeiden, aber mit den langen Gängen würdet Ihr vermutlich genau das Gegenteil bewirken.


    Ich kennen solche Konstruktionen von Igelhäusern. Aber da ist das wichtigste Katzen und Ratten am Eindringen zu hindern. Und Igel sind höchstens zufällig zusammen in einem solchen Haus, Meerschweinchen aber immer.


    Ihr braucht ja auch Luftzirkulation in dem Gehege, da es sonst schon allein durch das Futter, Wasser und den Urin sehr feucht werden und sich Schimmel bilden würde. Daher würde ich den Eingang nur mit einem schweren Stoff oder einer Klappe schützen im Winter und falls ihr 2 Eingänge wollt, Zugluft durch Trennwände dazwischen vermeiden.

    Hast Du die Meerschweinchenburg noch irgendwo stehen? Wenn ja, würde ich sie kurzzeitig wieder an den gleichen Platz stellen, an dem sie bisher stand. Dann wüsstest Du, ob ihre Verhaltensveränderung damit zu tun hat. Wenn Du sie schon entsorgt hast, lässt es sich nicht mehr ändern.


    Ansonsten würde ich sie in den nächsten Tagen einfach genauer beobachten.

    Jetzt sind ja auch alle drei aktiv; sehr gut! Und das was Du da beobachten kannst, ist viel mehr als wir in den ersten Wochen bei unseren beiden ersten Jungs beobachten durften. Es war sicherlich auch eine gute Idee, eine Gruppe zu nehmen - und ein schönes Gehege zu bieten wie Du es gemacht hast.

    Übrigens war Euer Weibchen auch mit 5 Jahren viel zu alt für eine Trächtigkeit. Man sagt, dass Weibchen vor dem Ende des ersten Lebensjahres trächtig werden sollten und dann nicht mehr als etwa 6 Monate zwischen den Trächtigkeiten liegen sollten. Andernfalls verliert der Geburtskanal seine Dehnbarkeit. Da neugeborene Meerschweinchen im Verhältnis zur Mutter groß sind, ist das besonders gefährlich.


    Das beste ist in der Regel, wenn man als Privathalter überhaupt keinen Nachwuchs herbeiführt. Es gibt viele Meerschweinchen, die bereits leben und gute Plätze suchen. Außerdem braucht man einiges Wissen über Vererbung und die Vorfahren der Tiere sowie über die Haltung der Mutter und Jungtiere, wenn man möglichst gesunde Junge haben will.