Beiträge von Marie-Luise

    Meine Empfehlung das Frischfutter zu wiegen, war dazu gedacht, dass Du erst einmal feststellen kannst wieviel Du bisher gefüttert hast. Falls Du z.B. den 3 Tieren nur 200g zusammen pro Tag gegeben haben solltest - und das im Winter bei Außenhaltung - ist sie evtl. fast verhungert. Du solltest dann langsam steigern, damit es nicht noch Probleme mit der Verdauung gibt.


    Es wäre gut, wenn Du schreiben würdest, was sie pro Tag bisher bekommen haben. Auch wenn das bisher falsch gewesen sein sollte, geht es nicht darum, dass wir es wissen wollen, um Dir Vorwürfe zu machen, sondern um einen Anhaltspunkt zu haben, ob die Tiere wegen zu wenig Futter oder wegen Krankheit zu leicht sind.


    Bei uns leben übrigens 2 Böckchen, die zu uns mit 1,5 Jahre kamen und damit 700 und 750g wogen. Jetzt sind sie bei rund 880g und mehr wäre für sie auch gar nicht gut. Sie sind allerdings Schimmel und vermutlich daher besonders klein. Die meisten heutigen Meerschweinchen wiegen schon 1000g oder mehr, aber es gibt wie gesagt auch immer mal solche, die mit z.B. 800 oder 900g das passende Gewicht haben. Auch von daher wäre die Futtermenge und -zusammensetzung ein guter Anhaltspunkt, wo Verbesserungsbedarf ist.


    Was bleibt denn liegen, wenn Ihr zum Nachfüllen kommt?

    Das Gehege von Silvia finde ich ein sehr gelungenes Beispiel! Die Hauswand speichert etwas die Wärme und schützt vor Wind und Regen. Eineindrittel Seiten und das Dach bieten zusätzlich Schutz gegen Regen. Durch die Höhe kann man sich als Mensch gut bewegen und aufhalten darin. Man kann die Schweinchen sogar aus dem Fenster heraus beobachten und man braucht bei schlechtem Wetter nicht weit vom Haus wegzugehen. Durch die Platten ist das Gehege auch von unten geschützt. Das sind einige Vorteile, die mir spontan auffallen; sicherlich gibt es noch mehr - z.B. das schöne, stabile Aussehen.


    Misty, wenn Ihr soetwas bauen würdet, wäre es doch nicht fest im Boden verankert. Natürlich könnte die Höhe ein Problem werden. Da müsste man in der für Euch gültigen Bauordnung (oder wie das heißt) nachschauen.


    Das von Dir abgebildete Gehege sieht nett aus, aber wirklich nur für einen Hamster o.ä. Für Meerschweinchen wäre es weder von der Größe noch von der Aufteilung her geeignet. Meerschweinchen wollen vor allem große Fläche auf einer Ebene. Viele Tiere nutzen nach Gewöhnung und solange sie körperlich dazu gut in der Lage sind, zusätzlich eine Ebene, die über eine flache, breite Rampe, oder besser noch zwei davon, erreichbar ist. Aber sie klettern nicht von Natur aus, wie so manche andere Nager.

    Wenn ich mir vorstelle, dass 4 Schweinchen auf 40x50cm fressen sollen, finde ich das riskant. Bei unseren Jungs würde das nicht möglich sein. Ich finde es auch schade, wenn der Platz für den Windfang auf beiden Seiten "verschwendet" wird. Da müsste es möglich sein, mit schwerem Stoff oder einer Schwingklappe aus Holz o.ä. einen Schutz vor Kälte und Zugluft zu erreichen, ohne den Platz dahinter zu verschenken. Ich würde mich da noch nach guten Alternativen umschauen.


    Aus meiner Sicht muss man unterscheiden zwischen dem Schlafbereich, der klein sein muss um gewärmt werden zu können und dem Futter- und Aufenthaltsbereich, der nicht die gleiche Temperatur durch die Schweinchen erreichen kann.


    Magst Du mal eine maßstabsgerechte Skizze von der Schutzhütte und ihrer Einrichtung bzw. Verwendungszwecken einstellen?

    Ein junges Schweinchen sollte lebhaft sein. Wenn sie so dick und ruhig ist, finde ich es sehr wahrscheinlich, dass sie trächtig oder krank ist.


    Könnte sie nicht z.B. aufgegast sein?


    Wie sieht denn ihre Verdauung aus?

    Da haben sie ja wirklich riesige Fortschritte seit dem Einzug gemacht!


    Vielleicht hast Du die Tücher nur wegen der Videoaufnahme anders gehängt?


    Ansonsten: Was wir meinten mit Tücher darüberhängen, wenn sie ängstlich sind, ist sozusagen ein Dach zu bilden. Im Bewusstsein der Meerschweinchen kommt die größte Gefahr aus der Luft - obwohl sie ja schon seit Jahrtausenden domestiziert sind. Daher hilft es ängstlichen Tieren sehr, wenn es Bereiche gibt, die von oben zu sind.


    Aber vielleicht sind Deine Tiere jetzt schon so entspannt, dass das nicht mehr nötig ist.

    So schade es ist, dass es nicht mit allen vieren friedlich weiterging, so gut finde ich es, dass Du das so offen berichtest. Keiner von uns kann alle Erfahrungen mit Schweinchen selbst machen. Daher ist es sehr hilfreich, wenn man von den Erfahrungen anderer lesen und daraus lernen kann.


    Aber mache Dir bitte keine Vorwürfe. Du hast nichts falsch gemacht, aus meiner Sicht! Was hättest Du anders machen können? Wenn Du es bei 2 Tieren belassen hättest, wären sie jetzt auch nicht besser dran. Du hättest dann eben nur 1 Gruppe mit 2 Tieren, statt 2 Gruppen mit je 2 Tieren.


    Wenn ich noch einmal neu anfangen könnte, würde ich vielleicht versuchen, aus einer harmonischen großen Gruppe Tiere als einen Grundstock zu nehmen und dann neue Tiere nach und nach zu intergrieren. Aber diese Tiere als Grundstock gibt es ja nicht in beliebiger Anzahl - noch dazu zur Vermittlung. Und unsere Tiere haben alle ein neues Heim dringend gebraucht. Dass wir ihnen das geben konnte, macht es allein schon lohnend.


    Ich würde mich sehr freuen, wenn Du hier weiter berichten würdest, wenn es etwas neues gibt - oder wenn es nichts gibt, außer dass es friedlich bleibt in beiden Gruppen und die Tiere ihr Leben bei Dir genießen. Böckchen zu helfen, finde ich ein wichtiges Thema und jeder der zwei oder mehr Böckchen hält, kann das eine oder andere beisteuern, um anderen Haltern und damit den Tieren zu helfen bei ihren Fragen und Problemen.

    Danke, dass Du ausführlich berichtet hast!


    Aber es ist natürlich schade, wie es sich jetzt entwickelt hat. Ich hoffe nur, dass es mit den 2 Zweiergruppen dann gut gehen wird. Aber das ist bei nicht gut sozialisierten Böckchen ja die aussichtsreichste Kombination. Von daher stehen die Aussichten m.E. nicht schlecht.


    Darf ich noch fragen wie lange nach der Kastration Du es noch einmal versucht hast?


    Was ich bisher beobachten konnte, kam die Beruhigung nicht vor 4 Wochen nach der OP.


    Das andere ist, dass es sein könnte, dass Peanut seelisch stark oder körperlich doch stärker als angenommen unter der Kastration gelitten hat. Diese Chance hat dann Oreo ausgenutzt - aus Sicht des Tieres war es sinnvoll im Rang aufzusteigen. Aber er hätte dann eben wissen müssen, wie man damit unblutig weiter umgeht. Und da sind wir wieder bei der guten Sozialisierung. Und falls diese Überlegung richtig ist, wäre Peanut dann so geschockt über seine Schwäche und seinen Rangverlust, dass er sich nicht mehr aufraffen konnte, Oreo entgegenzutreten. Das ist sehr schade.

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    Das Gehege hat mit 3x2m ja schon eine recht gute Größe. Wie ist es denn gebaut, d.h. ist es sicher, dass es vor Regen und Schnee geschützt ist?


    Die Schutzhütte soll in diesem Gehege stehen oder daneben mit einer gut gesichertenen Verbindung?


    Wenn Ihr bei 120x80 2 Windfänge machen würdet, würde nach dem wie ich es verstehe, für den Schlaf und Futterbereich nur 80x80cm bleiben (die Wände mal nicht gerechnet). Das finde ich zu knapp, da der Schlafbereich ja schon 1 Kammer pro Schwein und evtl. noch eine Reserve-Kammer haben sollte.


    Falls das Gehege nicht vor Regen am Boden geschützt sein sollte, müsste ohnehin ein größerer geschützter Bereich her. Bei begehbaren, also hohen Gehegen wird in der Regel ein Dach nicht reichen als Regen- und Schneeschutz, da der Wind die Feuchtigkeit hineintreiben kann.

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    Wie gut, dass Du Dich vorher gründlich informierst!


    Deine Frage ist berechtigt und grundsätzlich könnte man natürlich auch Schweinchen in beispielsweise einem großen Gartenhaus mit entsprechender Sicherung, Schutz vor Kälte und ausreichend Licht halten. Das Problem bei einer solchen Haltung ist, dass es dort sehr wenig Anregungen gibt für die Tiere und dadurch dürfte es viel eher langweilig werden und sie sich zu wenig bewegen, im Vergleich zu einem gleichgroßen Gehege in Innenhaltung oder mit einem mit angeschlossen Freigehege. In Innenhaltung bringen die Menschen viel mehr Abwechslung in das Leben der Schweinchen, In Außenhaltung mit Freigehege sehen und hören die Schweinchen Vögel, Katzen, und andere Tiere und haben Abwechslung durch Sonne, Wind und andere Geräusche und Gerüche.


    Aus meiner Sicht ist es keine Quälerei bei mindestens 4 Tieren auch in einem Gehege ohne Außenhege bei mindestens 4qm Grundfläche (oder notfalls Deine 3 + 1,5qm Etage), aber es keine wirklich schöne Haltung.

    Ich finde, es hört sich recht gut schon an! Natürlich könnte es viel schöner laufen, aber dazu passen jetzt einfach nicht die Voraussetzung (seine und ihre Vorerfahrungen mit anderen Schweinchen und der Altersunterschied).


    Es erscheint mir sehr positiv, dass sie seine Nähe sucht. Sie will wahrscheinlich als Weibchen einem Männchen gegenüber eine Nähe, die er von seinem bisherigen Kumpel nicht kennt. Böckchen halten, auch wenn sie sich sehr mögen, meistens etwas Distanz.


    Zum einen hoffe ich, dass er sich an ihr anderes Verhalten gewöhnen wird. Dann wird sie ja in Kürze brünstig werden. Vielleicht erwacht da sein Interesse an ihr und er überwindet seine Scheu.


    Super, dass Du das Gehege vergrößert hast! Wenn Du es in mindestens der Größe auf Dauer lassen kannst, würde ich versuchen, ganz schnell ein weiteres Weibchen zu finden. Ich würde mich dazu an eine gute Notstation wenden. Wenn Du magst, kannst Du uns Deine Region oder die ersten 2-3 Stellen Deiner Postleitzahl nennen. Dann können wir Dir vielleicht eine solche empfehlen.


    Das weitere Weibchen könnte helfen, dass sie nicht alles, was sie an Zuwendung, Schutz und Spielen braucht bei ihm sucht. Außerdem könnte es, falls es selbst in einer guten Gruppe gelebt hat, beiden helfen im Umgang miteinander. Ich würde allerdings kein Tier von mehr als 1,5 Jahren nehmen, sonst wäre auch hier der Abstand zu groß zu ihr, Ideal wäre ein Mutter mit Baby oder sonst ein Tier von 2-4 Jahren und eines von rund 2-3 Monaten. Aber das will ich Dir keinesfalls aufreden. Das wären dann ja doppelt so viele Tiere, wie Du haben wolltest und der Platz wäre dann auch zu knapp.


    Die zweitbeste Lösung wäre daher aus meiner Sicht ein Weibchen von 1-1,5 Jahren oder ein junges Weibchen. Eines von 2-3 Monaten würde dann zwar nicht helfen als Vorbild für das Sozialverhalten, aber sie könnte ein Spielgefährte sein und damit Entlastung bringen.

    Herzlich Willkommen hier im Forum!


    Wenn wir das richtig verstanden haben, habt Ihr wirklich einen großen Fehler begangen ein 7 Jahre altes Weibchen decken zu lassen. Vermutlich wusstet Ihr nicht genug über diese Gefahren und habt es nicht aus Herzlosigkeit getan. Dennoch ist es wichtig, dass wir hier auch so etwas offen ansprechen. Andernfalls könnte es passieren, dass andere unerfahrene Halter das lesen und nachmachen.


    Von den bisherigen Schilderungen her vermute ich auch, dass Eure Tiere deutlich zu wenig Futter bekommen. Vielleicht hat das Lillie besonders heftig in den letzten Monaten erwischt, weil die Jungtiere das Futter wegfressen, ehe sie genug bekommt.


    Für Tiere in Außenhaltung würde ich auch von 300g Grünfutter und anderes Gemüse pro Tag und Tier ausgehen. Das wären also 900g bei Euch. Dazu kommt natürlich gutes Heu in beliebiger Menge, immer ausgetauscht, ehe alles gefressen ist, weil die Schweinchen sich die geeigneten oder besten Teile heraussuchen wollen und sollen.


    Bitte wiege bei der nächsten Fütterung das Futter. Man kann sich da arg verschätzen. 900g sind eine sehr große Menge.

    Dass sie zusammen unter einem Unterstand gelegen haben, ist doch schon gut!


    Nach Deiner Beschreibung vermute ich, dass es zu keinen Bisswunden kam? Das wäre auch schon gut!


    Was macht sie, wenn sie zu ihm hingeht? Bitte beschreibe das möglichst genau, weil es für uns ja nicht zu sehen ist. Grundsätzlich kann es sein, dass sie ihn vertreiben oder unterwerfen will oder seine Nähe und seinen Schutz sucht - oder etwas dazwischen bzw. abwechselnd.


    Kann er in Ruhe fressen, wenn Du ihm etwas vorlegst?


    Hat er abgenommen?


    Falls Du es nicht getan hast, würde ich beide heute wiegen und vorerst, wenn Du Dir Sorgen machst täglich. Dann könntest Du immer auch gleich nach Bisswunden schauen.


    Grundsätzlich würde ich hier nicht aufgeben durch Trennen. Ein gesundes dreijähres Tier verträgt auch mal ein paar Tage Stress ohne dauerhaft Schaden zu nehmen.


    Ein zweites Weibchen wäre unter Umständen wirklich gut. Wie groß ist denn nun das Gehege?

    Nun hätte ich die Möglichkeit die Dame einer Bekannten, welche beim Tierarzt arbeitet und ein paar andere Schweinchen sowie leere Gehege besitzt, abzugeben, damit sie dort stressfrei gebähren könnte.

    Zunächst: Herzlich Willkommen hier im Forum!


    Wenn Du sie abgibst, macht das aus meiner Sicht Sinn, wenn sie dann bei anderen Schweinchen im Gehege leben darf, die lieb zu ihr sind, wie Letty das auch in Aussicht stellt. Wenn sie dort aber alleine leben müsste, könnte das eine Verschlechterung zum alleine leben bei Dir sein. Das Alleinesein würde ich wenn möglich vermeiden! Da würde ich mit der Bekannten sprechen und dann auch gemeinsam überlegen, wie es nach der Jungenaufzucht weitergehen soll.


    Was hast Du Dir denn dazu überlegt?


    Was wäre ggf. vom Platz her möglich bei Dir?


    Zu den beiden Böckchen: Bist Du da sicher, dass beide Böckchen sind?


    Wieviel Grundfläche hat Dein Gehege und gibt es ggf. zusätzlich Etagen?