Beiträge von Marie-Luise

    Stress ist für ein Schweinchen weniger groß bzw. schlimm, wenn es ein vertrautes Tier bei sich hat. Das wurde auch durch die Studien von Prof. Sachser belegt.


    Ich würde aber zwei Schweinchen nur dann zusammensetzen in einen Behälter, wenn ich relativ sicher bin, dass sie friedlich sein werden miteinander. Denn es kann auch in der Enge zu Streit oder Beißerei kommen. Deshalb würde ich in jedem Falle, falls Du überhaupt zwei mitnimmst, einen zweiten Behälter in Reserve mitnehmen, um bei Streit, der ja auch im Karton hörbar wäre durch großer Unruhe, die beiden sofort trennen zu können.

    Vielleicht hat er sich einfach nur vertreten. Zur Sicherheit kannst Du ja morgen zum Tierarzt gehen, aber heute muss das nicht mehr sein. Vielleicht ist es ja auch morgen schon wieder besser. Dann würde ich abwarten.

    Dann wollen wir hoffen, dass sie bald wieder schmerzfrei und gesund ist!


    Das Antibiotikum ist genau das vermutete Standardmittel, Enrofloxacin, oft auch unter der Marke Baytril gegeben. Es hilft oft, aber leider nicht selten auch nicht mehr. Zu den Mitteln für die Wunde kann ich leider nichts sagen. Gut, dass sie beide Schmerzmittel bekommt. Vielleicht meldet sich Mara und könnte auch noch einen Rat geben.

    Ich habe schon von Leuten gehört, die über ebay-Kleinanzeigen ein Gesuch aufgegeben und Bambus bekommen haben. Man könnte ein Gesuch vielleicht auch im Supermarkt am Schwarzen Brett aushängen.


    Ich versuche im Garten nur heimische Pflanzen neu zu setzen, von Essbarem abgesehen, aber bei Bambus mache ich die Ausnahme und habe bisher 2 Büsche und will noch 1-2 weitere kaufen. Leider wachsen sie anfangs nicht genug hier. Ich muss sie anscheinend ein paar Jahre in Ruhe lassen und nur pflegen.


    Es gibt ein fiese Studie, die belegt, dass Bambus die Zähne deutlich mehr abnutzt als ein heimisches Gras. In Deinem Fall könnte diese Eigenschaft helfen. Ackerschachtelhalm nutzt die Zähne noch stärker ab, nur den gibt es ja derzeit nicht frisch. Aber vielleicht würde sie ihn auch getrocknet futtern. Den gibt es z.B. bei https://www.hansemanns-team.de…htelhalm-250-g::1640.html. Davon würde ich wie von allen getrockneten Pflanzen natürlich keine riesigen Mengen geben, aber einen Versuch wäre das vielleicht auch wert.

    Das ist doch ein guter Plan. Wir können Dir nur Argumente liefern. Abwägen und entscheiden musst Du.


    Wir freuen uns, wenn Du weiter berichtest!


    Alles Gute für die Kleine und die ganze Gruppe!


    Damit es nicht im Thema Quarantäne untergeht, will ich noch mal an den Bambus erinnern. Dieser sorgt ja für einen stärkeren Abrieb, als das meiste andere Futter. Wenn sie den futtert und jetzt nur noch wenig und bald gar kein Trockenfutter mehr bekommt, hat sie vielleicht die Chance einer Zahnbehandlung zu entgehen.

    Ich halte ja Trockenfutter für grundsätzlich schlechter als Frischfutter, würde ihr aber dennoch zunächst weiter etwas von ihrem Trockenfutter geben und dann über einige Wochen ausschleichen. Die Darmflora muss sich ja erst umstellen. Dazu könntest Du Ihr das Trockenfutter 1-2 mal täglich in einem abgetrennten Bereich geben (Transportkorb im Gehege o.ä.), selbst wenn sie bei den anderen leben würde.


    Du musst natürlich selbst die Entscheidung bzgl. Quarantäne treffen und auch mit den Folgen zurechtkommen. Ja, es kann sein, dass sie sich beide Würmer irgendwo eingefangen haben und er schon daran gestorben ist. Aber das ist bei diesen Tieren wie gesagt viel weniger wahrscheinlich als bei solchen, die aus der Natur Futter erhalten, wie vermutlich Deine Tiere.


    Die Quarantäne kann auch erst zu einem Problem führen, mit dem sie Deine Tiere dann ansteckt. Mit den meisten Parasiten wird das Immunsystem fertig, wenn es nicht geschwächt ist. Stress schwächt das Immunsystem und Einzelhaft, Verlust des Partner, neue Umgebung, fremde Menschen und neue Vergesellschaftung bedeuten alle Stress. Der massive Stress, den Du ihr ersparen kannst, ist die Einzelhaft. Pilze sind z.B. überall vorhanden. Bei einem geschwächten Immunsystem können sie sich massiv verbreiten. Von daher kann man m.E. sagen: je mehr und je länger sie Stress hat, desto größer ist die Gefahr, dass sie erkrankt und dann z.B. in 2 Wochen etwas in Deine Gruppe trägt.


    Offengesagt finde ich auch diese Gefahr nicht so groß, aber größer wird sie durch die Quarantäne und nicht kleiner. Natürlich kann es sein, dass bei einer Kotuntersuchung z.B. Kokzidien festgestellt werden, aber wie groß ist die Wahrscheinlichkeit bei der vorigen Haltung? Und auch Kokzidien sind nicht automatisch gefährlich, sondern nur, wenn sie überhand nehmen, womit wir wieder beim Immunsystem wären.

    Wieso gibt man ein Antibiotikum, wenn keine Bakterien gefunden wurden?


    Ich bin bei Ärzten immer vorsichtig und versuche alles zu hinterfragen. Gerade bei Meerschweinchen wird oft einfach eine Standardmethode angewandt, ohne vorher eine sichere Diagnose zu haben.


    Außerdem schreibe ich mir auf, was ein Tier an Medikamenten bekommen hat und würde mir z.B. Röntgenbilder geben lassen. Wenn ich dann mal zu einem anderen Arzt wollte oder müsste, hätte ich sie sofort zur Hand.


    Ich weiß, dass es sich hier nicht um Dein Tier handelt und es ist auch in keiner Weise als Vorwurf gemeint, nur als allgemeine Empfehlung.

    Herzlich Willkommen, Geli,


    auch von meiner Seite! Es freut mich, dass Du jetzt schon mehrere Schweinchen aufgenommen hast, die Hilfe brauchten!


    Ich sehe das mit der Quarantäne grundsätzlich anders und hier erst recht keinen Sinn darin: Das Schweinchen hat, wenn ich es richtig verstanden habe, seit Jahren mit nur 1 anderen Schweinchen (oder maximal einer Gruppe dort) Kontakt gehabt. Woher soll sie Parasiten haben? Ansteckung bei anderen Schweinchen ist ja praktisch ausgeschlossen. Etwas, das über das Futter kommt, ist bei hauptsächlich Trockenfutter und Heu auch sehr unwahrscheinlich. Da ist die Gefahr täglich bei uns allen, die wir aus der Natur füttern, größer (wenn auch klein).


    Aus meiner Sicht sitzt das arme Tier, das seinen Partner und sein ganzen Umfeld verloren hat, unnötig alleine. Ich würde sie heute noch zu den anderen setzen. Es geht ja nicht nur um das ohnehin schon sehr wichtige Seelische, sondern auch um die Zähne. Wenn sie jetzt bald intensiv ihre Zähne nutzen würde, hätte sie vielleicht eine Chance, das Schleifen und die Narkose zu umgehen. Viele Tierärzte machen das nicht optimal und eine Belastung ist es für das Tier in jedem Fall. Ich würde daher schnell alles daransetzen, Bambus zu besorgen und den ihr geben. Und wenn sie nicht mehr alleine sitzt wird sie davon und von anderem Frischfutter sicherlich mehr essen.


    Natürlich musst Du die Futterumstellung langsam machen. Wenn Du Rodicare Akut meinst, was Du im Haus hast, würde ich es zur Sicherheit ein paar Tage geben, bis Ihr Darm sich etwas umgestellt hat.

    Wichtig wäre, wenn schon operiert wird, ein Antibiogramm machen zu lassen. Entweder haben sie in dem entnommenen Gewebe genug Bakterien dafür oder es ist auch keine Entzündung. Da müsste aber vor der OP gesagt werden. Wenn erst einmal nichts an das Labor gegeben wurde, ist es später ja nicht mehr möglich, solange es keinen offenen Eiterherd gibt. Das Standard-Antibiotikum zur Zeit, Baytril, wirkt leider öfters nicht mehr mehr. Zudem gibt es Antibiotika, die knochengängig sind, andere nicht. Wenn wirklich die Entzündung bis in den Knochen gegangen ist, dann wäre das wichtig, Zumindest macht es aus meiner Sicht keinen Sinn das gleiche AB, das bisher nicht geholfen hat, weiterzugeben!


    Ich wünsche dem armen Schweinchen alles Gute! Bitte schreibe, wie es weitergeht. Und selbstverständlich sind Fragen jederzeit willkommen hier!

    Das hört sich gut an!

    Dann wünsche ich Dir, dass Du bald den richtigen Jungen findest! Berichte gerne wie es dann mit der Vergesellschaftung und dem Zusammenleben läuft. Das ist immer auch für andere Leser interessant, die in einer ähnlichen Situation überlegen, ob es Sinn macht wieder ein Schweinchen dazuzunehmen.

    Ich würde ein Tier von mindestens 3 Jahren, eher 4 suchen. Dann müsste es natürlich auch sonst passen:


    Er sollte nicht alleine, sondern mit mindestens einem anderen Tier friedlich gelebt haben.


    Sie brauchen dauerhaft mindestens 2qm Fläche, gerne mehr oder auch zusätzlich eine Etage mit flachen Rampen.


    Falls Eure Tiere bisher auf weniger Platz friedlich gelebt haben sollten, wäre es zum einen ohnehin für die Tiere schön und gesundheitlich auch wichtig, dass sie genug Platz haben, aber es ist ja auch eine Zusammenführung von fremden erwachsenen Tieren. Da kann es auch zwischen Männchen und Weibchen Streit und Spannungen geben. Mit ausreichend Platz ist es aber eher möglich, dass es harmonisch verlaufen wird.


    War bisher das Männchen das Leittier? Wenn ja würde ich auch wieder ein freundliches aber selbstbewusstes Tier wählen.

    Das tut mir leid für Euch und Hope!


    Ging es ihr bis kurz vorher noch relativ gut? Im Dezember schien sie sich ja noch wohl zu fühlen. Dann konnte sie hoffentlich die letzten Wochen auch noch überwiegend genießen.

    Ergänzung: Wenn ein Antibiotikum nicht hilft, heißt es nicht, dass es keine Entzündung ist. Es gibt leider des öfteren Resistenzen. Dann kann ein anderes Antibiotikum helfen. Deshalb ist ein Tierarzt auch verpflichtet soweit möglich immer ein Antibiogramm zu machen. Dabei wird bestimmt, welches Antibiotikum in welcher Menge wirkt, um die Bakterien an der Vermehrung zu hindern.