Beiträge von Marie-Luise

    Herzlich Willkommen, Tina,


    auch Hamsterfreunde sind hier gern gesehen und ich finde es sehr lieb, dass Du Dir Gedanken um das Schweinchen Deiner Schwiegertochter machst.


    Was mir noch nicht klar ist: Eine Entzündung und ein Tumor sind doch ganz verschiedene Sachen. Wenn der Tierarzt erst meinte es sei eine Entzündung und auch entsprechend behandelt hat, obwohl kein Eiter kam, dann finde ich es nicht so überzeugend, dass es jetzt halt ein Tumor sein soll. Eine so gleichmäßige Schwellung sieht auf den ersten Blick schon wie eine Ballenentzündung aus. Zumal ja auch unten im Bild eine leicht offene Stelle ist.


    • Wenn ich es auf dem einen Foto richtig sehe, sind die Krallen zu lang. Werden die regelmäßig geschnitten?
    • Welchen Untergrund haben die Tiere (und ist er sauber)?
    • Ist das Tier übergewichtig?
    • Womit, wie lang und wie oft wurde der Fuß gebadet?
    • Wurde es mal mit einem Verband zur Entlastung versucht?

    Bei der Länge der Krallen geht es nicht um Kosmetik, sondern darum, dass zu lange Krallen, genauso wie Übergewicht und zu harter oder unsauberer Untergrund zu Ballenentzündungen führen können.


    Du siehst also an meinen Fragen: Ich würde, wenn es mein Tier wäre nicht einfach einer Amputation zustimmen, auf einen Verdacht hin und ohne zu wissen, ob es nicht doch Heilung geben kann.

    Das Thema unkastriertes Böckchen ist ja schon erledigt. Vielleicht gibt es hier teilweise auch etwas Durcheinander, weil "Böckchen" für manche nur unkastrierte Böcke bezeichnet für andere alle Männchen. Der aktuelle Stand ist also genau gesagt die Suche nach einem kastrierten, erwachsenen Böckchen.


    Ein selbst gebautes Gehege ist sicherlich schöner und könnte bei künftig wahrscheinlich 3 Tieren auch etwas größer sein, falls das Ziel ist, dass die Tiere nur dort Einstreu haben und damit der Schmutz im Auslauf reduziert werden soll. Da die Käfig aber ausgesägte Wannen haben und dann - so stelle ich es mir vor - natürlich auch kein Gitteroberteil, sehe ich keine Notwendigkeit, daran etwas zu ändern.


    Oder haben die Käfig noch die Gitteroberteil und Ihr habt einen anderen Grund sie zu nutzen?

    Schön, dass sie die Kräuter mögen! Seid sie bei uns auf den Geschmack gekommen sind (lange Zeit wollten sie ausschließlich Petersilie), kaufe ich beim Türken frische, geschnittene Kräuter. Da bei mir Kräuter in Töpfen im Winter nicht richtig wachsen wollen bzw. eingehen, ist das deutlich billiger. Ich habe gerade wieder für 3,50 Euro einen riesigen Strauß Petersilie, einen großen Strauß Koriander und einen relativ großen mit Dill gekauft.


    Es sieht so aus, als würden Eure Schweinchen draußen leben. Wenn ja, kann ich mir vorstellen, dass es Wulle eher kalt ist, wenn sie abgenommen hat und überhaupt weniger frisst. Dann würde ich zumindest zum Herbst hin, falls sie das noch erleben darf, einen Dunkelstrahler oder eine Wärmeplatte o.ä. installieren, falls ihr so etwas bisher nicht habt. Falls Ihr in einer kalten Gegend lebt, wäre es sogar jetzt noch lohnend.

    Je mehr Platz sie haben, desto schöner ist das für Schweinchen, aber 5qm + 1,4qm sind auch schon relativ viel. Ihr braucht Euch daher nicht zu verbiegen, um den Platz zu erweitern.


    Wenn Du uns Deine Region oder die ersten drei Stellen Deiner Postleitzahl nennen willst, können wir Dir vielleicht noch eine Anlaufstelle empfehlen. Aber das muss natürlich nicht sein, wenn Dir das nicht so recht wäre.

    Ich stimme den anderen zu, dass es ein Kastrat sein sollte und einer der zwischen rund 1,5 und 3 Jahren alt ist. Wenn er noch älter wäre, wäre der Abstand zu den vermutlich noch sehr lebhaften Weibchen zu groß in der Regel. Als Argument gebe ich noch zu bedenken: Wenn ein Böckchen als Kleinkind bei den Weibchen einzieht, dann kann er in den nächsten Monaten nicht schlichten zwischen den Weibchen und er wird es vielleicht auch nie können, wenn sich die falschen Rollen erst verfestigt haben. Eure Weibchen brauchen möglichst schnell Hilfe, da sie jetzt um den Rang kämpfen werden in den nächsten Wochen und Monaten. Das ist an sich nicht schlimm, aber die Tiere müssen lernen, dabei Grenzen einzuhalten, sich zu unterwerfen und auf der anderen Seite Unterwerfung zu akzeptieren. Wenn Euer stärkes Weibchen jetzt notgedrungen die männliche Rolle übernimmt - einer muss es ja tun - dann schadet das ihr und dem anderen Schweinchen. Und wenn dann z.B. in einigen Monaten erst ein erwachsener Kastrat einziehen würde, dann kann das richtige Kämpfe geben.


    Neben dem Schlichten von Streit kann ein gelassenes, erwachsenes Tier auch Sicherheit vermitteln, die den beiden Weibchen gut tun dürfte.


    Unsere Schweinchenhaltung kann nie natürlich sein, aber sie kann so wenig unnatürlich wie möglich sein; und damit helfen wir den Tieren. In der Natur könnte sich nie ein Babyböckchen ein Harem erobern! In menschlicher Obhut würde das auch nicht geschehen, wenn wir den Tieren die Wahl lassen würden. Da wir ihnen die nur in einer sehr großen Gruppe geben können, müssen wir die richtige Wahl für sie treffen.


    Was ich schreibe, soll nicht belehrend sein oder als Vorwurf dienen. Ich will nur noch weiter erklären, warum ein Babyböckchen normalerweise keine gute Idee bei erwachsenen oder halberwachsenen Weibchen ist.


    Zu den Käfigen: Sind die Wannen ausgesägt an der Verbindungsstelle und zum Auslauf hin oder wie verhindert Ihr, dass das Barrieren sind für die Schweinchen, gerade wenn eines verfolgt wird? Ist der Zugang zum Auslauf rundum die Uhr immer geöffnet?


    Und habt Ihr darauf geachtet, dass alle Häuser zwei einander gebenüberliegende Eingänge haben und keine Häuser so stehen, dass sie Sackgassen ergeben?


    Ich frage das, weil die Käfige allein viel zu klein wären, selbst wenn sie z.B. nur über Nacht darauf beschränkt wären. Meerschweinchen haben ja Tag und Nacht Ruhe- und Wachphasen und müssen daher auch jederzeit genug Platz haben.


    Einen erwachsenen Kastraten zu finden, dürfte in vielen Gegenden Deutschlands nicht schwierig sein. Ich würde für ein passendes Schweinchen auch zwei oder drei Stunden in jede Richtung mit dem Auto fahren und ein gesundes Tier verkraftet das in einer geeigneten Transportbox und mit Frischfutter und Heu ausgestattet problemlos.

    Wenn er mit den Zähnen klappert ist das schon eine Drohung gegen sie. Entweder ist er noch zu überrascht, dass sie so aggressiv ist oder er nimmt sie noch nicht richtig für voll, falls sie viel kleiner ist als er. Aber das ist auf die Ferne natürlich schwer zu sagen. Ich würde mich aber nicht wundern, wenn er sich letztlich wehrt. Ich hoffe nur, dass er dann nicht zu heftig wird.


    Das Problem bei Meerschweinchen mit neuen Tieren entsteht oft dadurch, dass die Tiere nicht in einer größeren Gruppe gelernt haben, wie man friedlich miteinander umgeht. Dein Junge hat vielleicht mit seinem Kumpel einen Weg gefunden, gut auszukommen, aber der funktioniert nicht unbedingt bei einem anderen Schweinchen. Wenn sie dann vielleicht noch schlechte Erfahrungen mit anderen Schweinchen gemacht hat, wird es noch schwieriger.


    Ich würde die beiden morgen, wenn Du dabei sein kannst, wieder zusammensetzen in dem Auslauf und dort auch viel Sichtschutz und Deckung bieten. Du kannst mit Handtüchern, die Du aufhängst "Abtrennungen" schaffen, unter denen sie aber dennoch hindurchlaufen können, oder Kartons zusätzlich aufstellen. Aber alles muss mindestens 2 Ausgänge haben, damit keiner in einem Haus oder sonstwo in einer Sackgasse gefangen werden kann.


    Dann würde ich sie beobachten und nur trennen, wenn einer heftig oder wiederholt gebissen wurde.


    Allerdings muss ich auch noch sagen, dass die Kombination vom Alter her nicht gut ist. Das Weibchen ist noch viel zu jung oder er für sie zu alt. Junge Schweinchen sind normalerweise sehr verspielt und lebhaft. Daher sollte man aus meiner Sicht möglichst immer mindestens 2 Jungtiere zu erwachsenen Tieren setzen. Aber dafür ist es jetzt zu spät - es sei denn Du würdest schnell das Gehege erweitern und ein weiteres Weibchen holen. Aber das ist ja auch eine Frage der Kosten und der Arbeit. Ich will es nur erwähnen.

    Wie lange waren sie denn zusammen?


    Es kann schon einige Stunden oder auch Tage dauern, bis sie sich vertragen.


    Wenn er keine Bisswunden hat und deutlich größer ist als sie, würde ich sie durchgängig zusammenlassen. Allerdings ist das Gehege auch aus meiner Sicht viel zu klein für Meerschweinchen. Könntest Du sie immer zusätzlich in den Auslauf lassen oder umbauen? 2qm sind wirklich das Minimum und dann brauchen sie auch noch stundenlang Auslauf täglich. Meerschweinchen laufen viel, wenn sie die Gelegenheit haben und als Jungtiere sind sie noch lebhafter. Wie alt ist er denn?


    Tut mir leid, dass ich so viele Fragen stellen muss, aber es ist sonst nicht möglich, das richtige zu empfehlen.

    Dumme Frage, aber bist Du ganz sicher, dass sie ein Weibchen ist?


    Mit 3 Monaten sollte sie auch in einer Weibchengruppe m.E. noch nicht so ein männliches Verhalten angenommen haben. Vielleicht ist sie ja auch älter?

    Oh, wenn sie schon eineinhalb Wochen nebeneinander saßen, ist es ja für beide nicht mehr die große Überraschung.


    Bist Du sicher, dass die Haarbüschel alle von ihm stammen?


    Wie sind die Größenverhältnisse zwischen den beiden?


    Wie haben sie sich denn sonst verhalten und wie lange waren sie überhaupt zusammen?


    Wie hattest Du den Auslauf ausgestattet und wie groß war der?

    Herzlich Willkommen, trotz des traurigen Anlasses!


    Es tut mir leid, dass Euer Bijou gestorben ist.


    Meerschweinchen können durchaus tagelang trauern. War sie ihm näher als das andere Weibchen?


    Woran ist er gestorben? Falls es etwas war, dass sie auch betreffen könnte, könnte ihr Verhalten natürlich auch daher rühren.

    Ich nutze ja nicht Fleece sondern Baumwolltücher über dem Molton und die trockene ich drei- bis fünfmal (das Molton viel öfter). Auf die Art riechen sie nie nach Raubtierhaus (weil erstens Schweinchen kein Fleisch fressen und zweitens erst durch Zersetzung, nicht aber Trocknung, Ammoniak frei wird). Einen leichten Geruch nehme ich schon wahr während des Trocknens, aber den empfinde ich nicht als so unangenehm wie wenn z.B. Einsteu zwei oder mehr Tage feucht bleibt. Der Unterschied liegt also aus meiner Sicht darin, rechtzeitig zu trocknen.

    Ich würde nicht Heilerde und Sobamin kombinieren. Beides wirkt ähnlich und gerade bei Heilerde hätte ich bedenken, dass sie auch Stoffe bindet, die das Tier braucht.


    Einmal täglich sollte reichen, aber zweimal dürfte auch nicht schaden. Ich gebe etwa 1 gute Messerspitze voll Sobamin und eine knapp mit Pektin - natürlich in Flüssigkeit.

    Deine Anwort hat sich mit meinem Beitrag überschnitten.


    Hast Du auch gegen das Fell gestrichen und nach Wunden geschaut?


    Bitte beantworte aber noch die anderen Fragen, damit wir Dir einen möglichst guten Rat geben können.