Beiträge von Marie-Luise

    Ich würde die Züchterin fragen, was sie bei ihr gefuttert haben um dann ggf. neues Futter nur in kleinen Mengen zunächst und dann langsam gesteigert zu geben. Wenn sie daran gewöhnt sind oder von Dir daran gewöhnt werden und sie kein Trockenfutter bekommen, würde ich auch Kohl geben. Spitzkohl ist hier sehr beliebt, Wirsing vor allem die äußeren Blätter, Grünkohl war teilweise der Renner und Kohlrabiblätter und Blumenkohlblätter sammele ich immer ein, wenn sie noch in den Körben liegen, aber schon abgetrennt wurden. Wenn die schon etwas welk sind erholen sie sich frisch angeschnitten und ca. 1 Stunde im Wasser schwimmend wieder gut. Ich mache den Aufwand nicht des Geldes wegen, sondern weil es das ja nicht zu kaufen gibt.


    Der Hauptanteil des Gemüses ist bei uns Blättriges, weil das dem natürlichen Futter noch am ähnlichsten ist. Spinat, Ruccola, Karottengrün u.ä. sind auch beliebt. Bei vielen haben unsere Tiere anfangs Zeit gebraucht. Dill habe sie z.B. erst nach eineinhalb Jahren angenommen.


    Sobald draußen wieder genug wächst gibt es dort das beste Futter: Gräser und Wildkräuter (dazu gibt es Listen). Das sollte man aber selbst im Kühlschrank nicht viel mehr als einen Tag aufheben. Auch da gilt: langsam anfüttern.

    Danke für die Geburtsdaten! Du kannst sie über die Bearbeiten-Schaltfläche auch noch oben im Text nachtragen. ;-)


    Wenn ich das richtig sehe, habt Ihr die ersten drei vermutlich im Oktober 2020 bekommen und kurz danach Leo? Und bis vor kurzem war Leo der einzige Erwachsene. Die Alterstruktur mit 3 Jahren, 1,5 Jahren und rund 0,5 Jahren ist sehr gut. Ich hoffe und wünsche Euch, dass es friedlich bleibt. Die Kleinen können ja bis ca. 1,5 Jahre in Rappelphasen kommen und dann sind die beiden anderen gefragt, sie zu bremsen.


    Wie groß ist das Gehege?


    Wie ist jetzt die Hierarchie und die Rollenverteilung?

    Falls er heute nicht eingeschläfert werden muss, würde ich auch nach der Dosierung des Schmerzmittels fragen. Metacam gibt es für Hunde (1,5mg/ml) und für Katzen (5,5mg/ml). Das Mittel für Katzen hat also nur ein Drittel des Wirkstoffes, deshalb muss man aufpassen, wenn man Angaben zu Dosierungen liest. Mitunter wird Metacam anscheinend zu niedrig dosiert, so dass es dem Tier nicht oder zu wenig hilft. Umgekehrt soll es auch in höherer Dosierung gut verträglich sein.


    Ich wünsche Euch alles Gute für den Tierarztbesuch!! Bitte berichte weiter.

    Vielen Dank für die Vorstellung! Da ich ja auch nur Jungs halte, ist jede Böckchengruppe für mich doppelt interessant. Schön, dass es bei Euch bisher anscheinend sehr friedlich läuft!


    Die Geburtsdaten und auch eine Angabe, wann die Tiere zu Euch kamen wären für mich - und sicherlich andere auch - noch interessant. Gerade bei Jungs hängt ja auch vieles vom Alter ab.


    Ihr habt sehr schöne Tiere und nicht zuletzt Hino mit seiner schönen Farbe, den Stehohren und dem langen Kopf hat es mir angetan!

    Nach meiner eigenen Erfahrung und einigen anderen Berichten tritt die Änderung, wenn überhaupt, erst nach 3-4 Wochen ein. Falls sie also aktuell getrennt sein sollten, würde ich mit einem ggf. gewollten erneuten Zusammensetzen rund 5 Wochen nach der OP warten. Oder leben sie ohnehin noch alle zusammen?

    Eine Heuraufe, in der Schweinchen liegen wie bei Letty zu sehen, macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Der einzige Vorteil von Heuraufen kann sein, dass keiner hineinpieselt. Wenn der durch darinliegende Tiere entfällt, hat eine Raufe aus meiner Sicht nur noch Nachteile. Nicht umsonst zupfen die Tiere ja das Heu heraus und legen sich dann hinein. Sie liegen eben gerne darin und fressen im liegen, sitzen oder stehen, aber normalerweise das, was direkt vor oder unter ihnen wächst (im Freien). Da kommt Heu, das in kleinen Haufen auf dem Boden liegt, der Sache am nächsten. (Bei großen Haufen hätte ich Bedenken wegen Augenverletzungen, die ja leider immer mal wieder durch Heu vorkommen.)


    Zudem muss man bei Heuraufen bedenken, dass es sich vermutlich unangenehm anfühlt, wenn die Tasthaare ständig an die Stäbe stoßen.


    Mit anderen Worten, ich finde es gut, dass Du auch Heu lose anbieten willst.


    Das Gehege ist wirklich schön geworden! Falls die TIere sehr ängstlich sein sollten, wäre es gut, am Anfang mehr Deckung zu schaffen. Das sieht zwar nicht so schön aus, geht aber ganz einfach durch Tücher, die man über Ecken hängt u.ä.


    Es hört sich so an, als wären die 3 gekauften noch nicht alle geplanten Tiere? Wieviele und in welcher Zusammensetzung soll es denn werden?

    Es tut mir leid für Karl-Otto und für Dich, HannaM! Wenn man so intensiv um ein Tier gebangt und gekämpft hat und dann der Kampf verloren ist, kann das eine große Leere hinterlassen. Ich wünsche Dir, dass Du bald nur noch schöne und dankbare Erinnerungen an Karl-Otto hast und auch durch einen lieben Nachfolger als Beschützer seiner Mädels abgelenkt und aufgemuntert wirst!

    Das ist schlimm, aber es freut mich, dass Du so offen damit umgehst. Viele von uns haben am Anfang vieles falsch gemacht bei den Schweinchen, obwohl wir es gut meinten, wie Du ja auch.


    Die Geschichte hier zeigt auch einmal mehr, dass es Sinn macht, dass wir bei neuen Leuten oder neuen Problemen auch nach Dingen von uns aus fragen. Denn oft kommt man als Halter leider nicht oder zu spät von alleine darauf, dass irgendwo etwas im Argen liegt oder wo der Fehler ist.

    Gerne. :-) Hoffentlich können sie dann doch wieder gut zusammenleben.


    Und bitte berichte weiter wie es läuft. Wir fiebern ja bei solchen Situationen mit und es ist immer auch eine Hilfe für künftige Leser, zu sehen was geholfen hat und und wie oft. Denn leider kann man über das Zusammenleben von Böckchen immer nur Empfehlungen mit vermutlich, wahrscheinlich u.ä. geben. Und über je mehr Fälle man lesen kann, desto besser kann man eine ähnliche neue Situation einschätzen.


    Wenn sie jetzt getrennt sind, würde ich beobachten, ob sie besser außer Sichtweite leben können oder nebeneinder durch Gitter getrennt. Nur durch Gitter getrennt sind sie nicht ganz so einsam und bei manchen Tieren geht das gut. Andere wollen entweder unbedingt zueinander (und beißen sich ohne Gitter dann doch) oder sie werden wütend, weil sie nicht den anderen wegjagen oder ihre Differenzen austragen können. Man kann sie auch im gleichen Raum halten, aber eben so weit auseinander oder übereinander, dass sie sich nur noch hören können. Das ist auch schon besser als ganz alleine. Aber wie gesagt, das könnt Ihr vor Ort am besten beobachten, was ihnen und ihrem Verhältnis guttut.


    Auf jeden Fall würde ich sie nicht beim Auslauf oder auf dem Schoß zeitweilig zusammenlassen. Das bringt nur Stress und löst das Problem nicht.


    Alles Gute!

    Noch etwas hätte ich fast vergessen: Bisswunden sollte man immer behandeln, damit die Gefahr einer Entzündung oder gar eines Abzesses möglichst gering ist. Ich kann dazu Octenisept Gel empfehlen. Falls die Wunden noch frisch sind und ihr bisher nicht daraufgetan habt, würde ich das noch ein- oder zweimal täglich anwenden. Wenn sie sich nicht entzünden, heilen Wunden bei Meerschweinchen schnell.

    Für einen Erzieher sind sie mit 8-9 Monaten aus meiner Sicht vermutlich zu alt. Da würde vielleicht nur noch helfen, wenn sie in eine große Gruppe kämen, die harmonisch ist und in der sie von vielen Tieren lernen, wie man friedlich zusammenlebt. Aber weder den gut sozialisierten Kastraten, der es mit den beiden körperlich schon fast erwachsenen Jungs aufnehmen kann, wird man normalerweise finden, noch eine Gruppe zur Erziehung.


    Daher würde ich eher in die folgende Richtung gehen:

    • evtl. bei einem mit Meerschweinchen erfahrenen Tierarzt beide zeitnah kastrieren lassen
    • beide mindestens 4 Wochen getrennt halten nach der OP
    • in dieser Zeit ein Gehege von möglichst mindestens 3qm bauen, gerne auch mit zusätzlich einer Etage mit 2 Rampen
    • in diesem Gehege es dann noch einmal mit beiden versuchen (mit viel Sichschutz u.ä. (Details gerne später))
    • falls es wieder zu anhaltenden Beißereien kommen sollte, müssten sie für immer getrennt und mit Weibchen zusammengesetzt werden (nach frühestens 6 Wochen ab Kastration)


    Die Kastration macht manche Jungs etwas verträglich, bei anderen macht sie keinen Unterschied. Es besteht auch immer ein Risiko von Komplikationen und es ist ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit eines Tieres, den ich schwerwiegend finde. Andererseits halte ich ihn für gerechtfertig, wenn dadurch das Tier entspannter und zufriedener leben kann.


    Wenn die Kastration etwas hilft, dass dauert das einige Wochen.

    Für zwei Böckchen ist die Grundfläche aus meiner Sicht zu gering. Oft sagt man, sie brauchen mindestens 2qm und zusätzlich mehrstündigen Auslauf. Der Auslauf hilft aber nicht, wenn sie sich gerade streiten und noch 10 Stunden warten sollen. Nach meiner eigenen Erfahrung mit Böckchen, die nicht gut sozialisiert sind, finde ich 2qm noch zu wenig.


    Wenn Du es also noch einmal versuchen wolltest, wäre es aus meiner Sicht ohne deutlich mehr Platz aussichtslos. Ein Käfig mit 2 Etagen ist kein vollwertiger Ersatz für mehr Grundfläche, da die Tiere nicht genug rennen können, wenn sie bedroht werden o.ä.


    Ganz wichtig ist auch, dass nie einer in die Enge getrieben werden kann, also alle Häuschen 2 Eingänge (gegenüberliegend) haben und kein Haus so steht, dass sich eine Sackgasse ergibt.


    Wie hat denn Teddy sich verhalten? Hat er sich unterworfen, ist er ausgewichen, wenn der andere kam oder hat er selbst auch mit den Zähnen geklappert, den Kopf hochgeworfen u.ä.?


    Ich hatte nach den Stellen gefragt, an denen er gebissen wurde, weil man daraus auch schließen kann, ob ein Unterlegener immer weiter gebissen wird, oder ob zwei Kontrahenten die Sache noch nicht fertig ausgetragen haben. Im ersten Falle sind die Bisse eher am Rücken oder Hinterteil, im zweiten Falle oft auch im Kopfbereich.


    Könntet bzw. wolltet Ihr denn das Gehege vergrößern?


    Wenn nicht würde ich beide kastrieren lassen und versuchen einen dann zu vermitteln und dem anderen ein oder besser zwei Weibchen zu holen. Dann müssten sie aber auch mindestens beide Etagen mit ja 1,5qm haben.

    Ich sehe es auch so, dass Schweinchen nicht zu schwer werden sollten. Andererseits ist hier - das ist jetzt kein Vorwurf, sondern nur eine Erklärung - die Frischfuttermenge einfach zu gering. Das bedeutet ja auch, dass die Tiere viel zu wenig Flüssigkeit und zu viel zu wenig Vitamine u.ä. bekommen.

    Ich kann nicht beurteilen. wo er sich wohler fühlt. Für viele Tiere wäre es wichtig, in ihrer Gruppe zu sein. Aber für andere wäre das nur Stress.


    Der Unterschied zwischen 15 Grad und vielleicht 22 Grad bei Dir ist relativ gering. Wenn er zu schwach ist, seine Körpertemperatur zu halten, nutzen ihm auch 22 Grad (als Beispiel) nichts. Dann hilft nur zusätzliche Wärme - bei Dir oder bei den anderen. Er muss ja rund 38 Grad halten.