Beiträge von Marie-Luise

    Eine Aufgasung kann einige Tage dauern, aber auch schnell ganz schlimm werden. Ich würde ihr heute abend und gleich morgen früh das Sab Simplex geben und dann den Tierarzt anrufen sobald er offen hat, um zu fragen, was er gespritzt hat und ob Du noch einmal vorbeikommen sollst.


    Falls er Emeprid gegeben hat oder etwas ähnliches, darf man es aber nicht zu lang geben (3 Tage max.) damit der Darm nicht zum erliegen kommt. Dann müsste schon geklärt werden, was ihr Problem ist.

    Ich würde Sab Simplex o.ä. auf jeden Fall geben. Wenn Du sie fütterst, kannst ja auch ganz vorsichtig den Bauch massieren. Eigentlich ist es eher ein Streicheln.


    Den Brei würde ich mit Fencheltee oder Fenchel-Anis-Kümmel-Tee mischen, falls sie es dann nimmt, oder diesen zusätzlich in der Spritze anbieten. Da kannst Du auch etwas Honig hinein tun, damit sie es besser nimmt und Energie bekommt.

    Wenn Du eine Kotprobe abgeben willst, solltest Du den Kot von 3 Tagen sammeln und im Kühlschrank aufbewahren. Wahrscheinlich erkennst Du die Böhnchen des Neuen daran, dass sie noch viel kleiner sind. Ansonsten kannst Du notfalls auch gemischt sammeln. Die Eier von Parasiten gehen nicht ständig ab, daher sammelt man von 3 Tagen, damit man kein falsch negatives Ergebnis bekommt.


    Ich selbst bin im Blick auf Parasiten sehr entspannt und habe noch nie ein Schweinchen untersuchen lassen. Wenn sie gesund aussehen und wirken und normal zunehmen, reicht mir das. Die Untersuchung kann auch, wenn sie sorgfältig gemacht wird, ziemlich teuer werden. Aber ein Fehler ist es nicht.

    Wenn sie nur einmal etwas zur Förderung der Verdauung bekommen hat, aber aufgegast oder verstopft ist, könnte ja jetzt die Wirkung nachgelassen haben. Hast Du zwischenzeitlich erfahren, was gespritzt wurde?


    Wie sieht es mit Böhnchen aus?


    ist sie aufgeplustert oder knirscht sie mit den Zähnen o.ä., was auf Ausgasung hindeutet?

    Auch wenn man damit den Umsatz weiter fördert, kann ich Euch gut verstehen, dass Ihr den armen kleine Ker mitgenommen habt. Für den Kleinen war es endlich das Ende von Schmerzen oder Einsamkeit.


    Die anderen haben die Größe des Geheges ja schon angesprochen. Dazu möchte ich ergänzen:


    Ich würde einen kleinen stabilen Karton in den Käfig stellen mit 2 Ausgängen, die gerade so groß sind, dass der Kleine hineinpasst, nicht aber der Große. Dort würde ich auch etwas Futter hineinlegen. Dann hat er einen Zufluchtsort und kann selbst bestimmen, wann er sich dem Großen aussetzen will.


    Das andere ist: Wenn Ihr den Tieren in der warmen Jahreszeit im Garten mehr Platz gebt, ist das schön. Aber bedenke bitte, dass von spätestens Oktober bis April es, je nach Gegend, rund 7 Monate sind, die sie im Haus leben müssen. Das ist über die Hälfte Ihres Lebens oder mit anderen Worten gesagt: Ein Meerschweinchen lebt etwa zehnmal so schnell wie ein Mensch (s. Lebensalter, Schlafrhythmus, Geschlechtsreife, Herzfrequenz, ...). Wenn ein Schweinchen 7 Monate in einem zu engen Käfig leben muss, ist das so wie wenn ein Mensch etwa 6 Jahre eingesperrt wird.


    Ich wünsche Euch, dass sich der arme kleine Kerl schnell einleben wird!

    Bei einem oben offenen Auslauf muss man aber sehr sicher sein, dass es weder Nachbarskatzen noch Greifvögel in der Nähe gibt. Bei uns hat ein Greifvogel schon einige Türkentauben geschlagen am hellichten Tage und die Katzen sind leider nicht zuverlässig fernzuhalten.

    Ehe er eingeschläfert wird, würde ich auch eine Entfernung des Tumors in Betracht ziehen, falls der zweite Tierarzt das für sinnvoll hält. Selbst wenn er nur z.B. 30% Chance auf Gesundung hätte, wäre es immerhin eine Chance, im Gegensatz zu sofortigem Einschläfern. Andererseits kann es natürlich sein, dass eine OP aussichtslos ist. Das müsste der zweite Tierarzt beurteilen.

    Herzlich Willkommen, auch wenn der Anlass so gar nicht schön ist!


    Wie lange ist die OP oder bzw. Nicht-OP her?


    Wenn es schon länger ist und zuletzt nur schlechter geworden ist, würde ich erwägen noch eine Zweitmeinung zu hören von einem anderen Tierarzt. So würde ich nicht weitermachen. Einschläfern könnte auch das letzte sein, das Ihr für ihn tun könnt, aber davor würde ich noch einen anderen Tierarzt daraufsehen lassen wollen.


    Lebt der arme Patient alleine? Oder kann es sonst sein, dass es auch ein anderer aufbeißt?

    Was mir bei dem verlinkten Gehege gerade auch noch auffällt: Der Volierendraht liegt anscheinend an den Enden offen auf dem Holzrahmen - und das innen. Da könnte ich mir vorstellen, dass das eine Verletzungsgefahr darstellen würde.


    Wenn die Mittelstrebe nicht fest mit den Wänden verschraubt wäre, sondern an einem dem beiden Klappdeckel befestigt wäre, ließe sich das o.g. Problem vielleicht lösen - falls es dadurch nicht zu instabil würde.


    Und allgemein: Zumindest wenn sie auch nachts draußen sind, musst Du ganze Gehege gegen Untergraben schützen.

    Für 2x2m wäre das verlinkte Gehege günstig. Allerdings habe ich da 2 Bedenken:

    • Wie willst Du da ein Schweinchen fangen, wenn die Mittelstrebe im Dach fest ist?
    • Wie stabil ist das Ganze?

    Zudem ist die Frage, ob Du das Gehege oft auf einen neuen Platz stellen willst. Da wäre dann eine solche Größe vermutlich schon zu viel.


    Ich habe mich in den letzten Tagen auch noch Freigehegen dieser Art umgeschaut, als Möglichkeit es immer wieder umzustellen. Und in den Kommentaren bei Amazon wird bei Gehegen verschiedener Hersteller immer wieder das Problem der zu dünnen Leisten, ausbrechenden Scharniere, herausgebogenen Drahtes u.ä. genannt.


    Ich überlege daher aktuell ein Gehege von 2-3qm selbst zu bauen mit Glattkantbrettern und Songmics-Elementen, die damit fest verschraubt werden.

    Das hört sich gute an mit der vielen Futterauswahl! Bei uns gibt es übrigens Dinge, die erst nach über einem Jahr gegessen wurden. Wir haben es dann einfach ab und an mal wieder versucht. Eine große Hilfe dabei ist ein älteres Tier, von dem sie es abschauen können. Aber auch gleichalte und jüngere Tiere können zum Probieren von Neuem animieren. So war es auch bei uns.


    Wäre die https://www.heuwusler-muenchen.de/ geeignet für Euch? Ich kenne sie nicht, habe aber von anderen schon Lobendes darüber gehört.

    Ja, ich halte das für einen guten Plan. Ich würde ausdrücklich dazusagen, dass sie die Tumorentfernung als letztes machen soll und nur dann, wenn er dafür stabil genug ist. Wenn sie vorher oder schon bei der Narkose merkt, dass sie besser nur eine kurze Narkose geben sollte, dürfte sie das spontan entscheiden.