Beiträge von Marie-Luise

    Bitte lass ihm aber nicht ohne Gasnarkose die Zähne mit Maulspreizter untersuchen. Das kann sehr schlimm für die Schweinchen sein, wenn sie sich wehren und es kann dadurch danach zu Schmerzen und auch zu Verletzungen bis hin zu Rissen im Kiefer oder ausgerenktem Kiefer führen. Bei letztgenanntes ist dann in jedem Falle das Ende.


    Auch das Röntgen kann ein ziemliche Quälerei sei. Ich verstehe daher, falls die Tierärztin alles auf einmal machen will. Die Frage ist ja auch wie es im Verhältnis zueinander steht. Wenn der Tumor schnell entfernt ist und sie dann noch die Zähne nachschaut und röntgt, braucht er vielleicht gar nicht so viel mehr Narkosemittel und hat alles hinter sich.


    Auf jeden Falle würde ich betonen, dass sie nicht die Zahnuntersuchung und das Röntgen auf irgendwann später verschieben soll. Denn der Tumor als Ursache für sein Fressunlust erscheint auch mir recht fragwürdig.


    Aber das sind jetzt natürlich nur Vermutungen von mir. Da würde ich die Ärztin morgen noch einmal ansprechen.


    Weißt Du denn, ob sie sich gut auskennt mit Meerschweinchen?

    Wenn der Neue mit 8 Monaten sich in der vorigen Gruppe schon nicht vertragen hat und jetzt Dein Böckchen anscheinend wiederholt gebissen hat, braucht er eine dauerhafte andere Lösung. Es ist doch keine Perspektive für ein Leben, dass noch 6 oder mehr Jahre dauern kann, nie mehr mit einem anderen Schweinchen herumlaufen, gemeinsam fressen und wirklich das Leben teilen zu können!


    Du hast ja, wenn ich mich richtig erinnere noch einige weitere Schweinchen. Wäre da nicht ein passendere Gesellschaft für Dein fast dreijähriges Böckchen zu finden?


    Den Jungen würde ich kastrieren lassen und dann entweder bei Dir zu Weibchen setzen, wenn da welche ohne Kastrat sind oder versuchen zu vermitteln.


    Gerne können wir gemeinsam überlegen, was eine gute Lösung für die beiden sein könnte. Dazu müsstest Du Deine anderen Tiere und die Gehege beschreiben.

    Ein Abzess kommt nie durch Stress, sondern nur durch eine Verletzung, die sich entzündet. Die Ursache für die Verletzung kann ein Biss oder etwas anderes sein, nur was soll es in Deinem Falle sein?


    Alleine zu sitzen ist nie eine Lösung für ein Meerschweinchen, zumal wenn es noch jung ist. Bitte tue das keine Schweinchen an! Notfalls würde ich mich an eine gute Notstation wenden.


    Der eine wird bald drei, wie alt ist der andere? Une wie sind die Jungs denn aufgewachsen?

    Was haltet ihr auf den ersten Blick von Mildred (Milly) der Meerschweinchen Nothilfe HH?

    Ich würde auf die Beschreibungen hin eher zu anderen Tieren tendieren. Mildred wird als "eher schüchtern und ruhig" beschrieben. Das ist nicht das, was Ihr braucht. Vielleicht versucht Du damit bewusst oder unbewusst Dein Weibchen zu schützen. Aber ein entspanntes, lebhaftes Tier kann auch friedlich sein bei der Vergesellschaftung, weil es sich sicher fühlt und nicht verteidigen muss.


    Ich würde mal nach Wilma oder Anna fragen. Wilma scheint vom Bild her aufgeweckt und die Beschreibung passt auch auf das, was Deine Gruppe braucht "nett, freundlich und nicht scheu". Da würde ich aber in der Notstation fragen, wer am besten passen könnte und ob diese Mädel nur gemeinsam ausziehen sollten mit ihren Freundinnen.


    Ach, ist das spannend! Ich "beneide" Dich, dass bald weitere Schweinchen oder ein weiteres Schweinchen bei Dir einziehen wird! :-)

    Jetzt verstehe ich gar nichts mehr! Du behandelt täglich seine Wunden und weißt nicht, ob neue dazugekommen sind in den letzten Tagen?


    Wenn Du nicht der Meinung bist, dass es alles Bisswunden sein können, was soll es sonst sein?


    Falls er immer wieder neue Wunden hat und das seit Wochen, musst Du aus meiner Sicht sofort und dauerhaft trennen.

    Kann es denn passieren das sich auch alle 3 (die neue ältere und beide jungen) gegen meine süße stellen?

    Das ist sehr unwahrscheinlich. Meerschweinchen schließen sich normalerweise nicht gegen einen anderen zusammen, sondern haben einer mit dem anderen Streit, wenn schon.


    Bei einem erwachsenen Tier ist der Vorteil, dass man den Charakter und das Verhalten besser vorhersagen kann - selbst wenn es da auch Überraschungen geben kann in einer neuen Gruppe. Es wäre daher für Dich sehr wichtig, dass Du dem Menschen, der Dir das Tier empfiehlt möglichst vertrauen kannst.


    Mit einem Baby hast Du sehr gute Chancen, dass es am Anfang völlig unproblematisch ist. Allerdings kann es dann in den nächsten Wochen und Monaten schwieriger werden. Mit einem erwachsenen Weibchen kann es in den ersten Stunden oder Tagen anstrengender werden. Danach sollte sie eine Hilfe für Dein Mädel sein.

    Ich habe gerade mal nachgeschaut: Esconarkon enthält als Wirkstoff Pentobarbital (https://www.vetpharm.uzh.ch/tak/05000000/00055815.01). In dem folgenden PDF steht auf Seite 2 einiges über die möglichen Komplikationen und dass es bei Injektion in den Bauchraum immer mit vorheriger Sedierung bzw. tiefer Narkose geschehen muss: https://www.deutsches-tieraerz…akovigilanz_Entsperrt.pdf


    Wenn ich das miterlebt hätte, würde ich bei der Tierärztekammer nachfragen, ob man gegen diesen Tierarzt vorgehen kann. Damit könnte man ggf. anderen Tieren unnötiges Leiden ersparen.

    Sollte aus einem Grund unbedingt die Gebärmutter raus müssen (meist wegen Zysten) gibt es nur eine sehr gute, schonende Methode dafür. Man operiert mit der minimalinvasiven Methode über den Rücken und das können nur wenige Tierärzte.

    Kann man damit auch die Gebärmutter entfernen oder nur die Eierstöcke?

    Ich fürchte, es gibt in Deiner Situation nicht das eine optimale Tier. Die beiden würden von einem gut sozialisierten Tier, das noch dazu entspannt ist, profitieren, aber auch von einem Altersgenossen für den Kleinen (es sei denn, dass dann zwei das Weibchen ärgern würden). Zwei Jungtiere, die beide in Rappelphasen kommen werden, und dann vielleicht Deinem Weibchen nicht genug in die Schranken verwiesen werden können, finde ich keine schöne Aussicht.


    Mal schauen, was die anderen antworten.


    Wie sah es denn über Nacht und heute vormittag aus bei Deinen beiden?

    Ich sehe es genauso wie SusanneC. Das beste Trockenfutter wäre solches, das aus Gras und Wildkräutern besteht und nicht zu fein gemahlen ist, Nur was ist dann der Vorteil gegenüber gutem Heu? Es hat dagegen wirklich nur Nachteile (falsche Belastung der Zähne, zu wenig Zahnabrieb, Quellen im Magen, falsche Konsistenz für die Verdauung).


    Noch schlechter wird es, wenn ungeeignete Zutaten verwendet werden. Das hier zuletzt genannte https://www.versele-laga.com/d…/crispy-pelletsguineapigs hat folgende Zutaten:

    Pflanzliche Nebenerzeugnisse, pflanzliche Eiweißextrakte, Saaten, Mineralstoffe, FOS, Yucca - und künstliche Vitamine u.ä.


    Wer will denn sagen, was sich hinter "Pflanzliche Nebenerzeugnisse" verbirgt? Normalerweise sind das Abfälle, zumindest aber vermutlich keine Wiese wie im Heu. https://www.tiermedizinportal.…er-aufgeschlusselt/051305 definiert das z.B. so:


    Pflanzliche Nebenerzeugnisse: Nebenprodukte, die bei der Aufbereitung von Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchten etc. anfallen. Dies kann alles sein von Weizenkleie bis hin zu Grannen und Erdnussschalen.


    Da der Hersteller "getreidefrei" schreibt, wird es vermutlich keine Kleie enthalten, aber mehr kann man darüber nicht wissen.

    Wieviel Frischfutter gebt Ihr denn pro Tier und Tag ungefähr?


    Du schreibst nur von Salat und Karottengrün. Das wäre natürlich auch viel zu einseitig. Was bekommen sie den sonst noch?

    Sab-Simplex kann nur bei Aufgasung helfen. Falls sie z.B. eine Verstopfung hatte, hilft es dagegen natürlich nicht. Weißt Du, was sie gespritzt hat? Ich würde mir das aufschreiben, notfalls sogar noch mal anrufen morgen und nachfragen. Falls es wieder schlechter werden sollte, wäre es ja wichtig, was versucht worden ist.

    Ich kenne das Thema, da wir auch ein Außengehege haben, in dem sie theoretisch durchgängig im Sommer leben könnten. Allerdings sind mir die ca. 20-30cm, die der Draht in den Boden eingelassen ist, nicht genug. Zudem gebe ich zu bedenken, dass ein Außengehege, das täglich versetzt wird und ihnen damit immer einen frischen Untergrund mit schönem Gras bieten kann auch einen deutlichen Vorteil gegenüber einem festen Gehege hat.


    Ganz abgesehen davon finde ich auch 2 Tiere in Waldrandnähe zumindest fraglich. Unsere beiden Jungs hatten mitunter schon Angst und waren erschöpft, wenn z.B. die Nachbarn stundenlange beim Sägen, Rasenmähen u.ä. Krach gemacht haben oder starker Wind wehte. Es hängt sicherlich auch von den Tieren ab. Aber unsere Jungs sind m.E. froher, wenn sie die Nächte und Tage mit schlechtem Wetter im Haus verbringen können und bei guten Wetter noch Gras vorfinden.