Beiträge von Marie-Luise

    Ich kenne das Mittel nicht und habe hier mal die Beschreibung aufgerufen: https://www.emmi-pet.de/zubeho…0UFgpuEAAYASAAEgK_9fD_BwE. Es wird dort als eine Ergänzung zur Ultraschall-Behandlung (?) beworben und wirkt auf mich nicht geeignet für die Behandlung von alten eiternden Wunden. Aber ich bin kein Tierarzt und auf die Ferne ist es sowie nicht möglich das zu beurteilen.


    Auf jeden Fall kann ich sagen, dass Wunden bei Meerschweinchen schnell heilen, wenn sie nicht massive Probleme haben. Wenn die Bisse nach einigen Wochen immer noch eitern und nicht verheilt sind, würde ich morgen zum Tierarzt gehen. Vielleicht sind es richtige Abzesse geworden, die vom Tierarzt entleert oder sogar entfernt und dann von Dir nach seinen Angaben gespült werden müssen. Das kann nur ein Fachmann sagen, wenn er es sieht - nicht wir aufgrund einer Beschreibung.


    Auch die Frage nach dem Antibiotikum und einem Schmerzmittel finde ich berechtigt. Auch darauf würde ich den Arzt ansprechen.


    Wenn er aufgrund von Schmerzen das Fressen einstellt, hast Du noch ein weiteres Problem.

    Ein Kastrat freut sich oft einfach über weitere Weibchen. Eher sind es die Weibchen, die lange ohne Männchen gelebt und daher notgedrungen eine männliche Rolle eingenommen haben, die sich nicht unterordnen wollen. Natürlicherweise übernimmt ein Kastrat die Rolle des Beschützers und auch Vermittlers zwischen den Weibchen.


    Wenn ein Frühkastrat jedoch als Baby in eine Gruppe von "vermännlichten" Weibchen kommt, kann das schwierig werden. Leider ist es so, dass schon allein durch Stress in der Schwangerschaft die Töchter männlicher und die Söhne weiblicher werden. Auch übernimmt in einer Gruppe ohne Männchen oft ein Weibchen die männliche Rolle. Zudem würde sich in der Natur nur ein starkes, reifes Männchen Weibchen erobern können. Ein Böckchen, dem aufgrund der Kastration ein großer Teil der männlichen Hormone fehlt und der als Kleinkind zu einem fremden Weibchen gesetzt wird, kann m.E. diese Rolle zunächst nicht richtig übernehmen. Es gibt Gruppen, in denen das mit der Zeit in Ordnung kommt, aber es passiert leider nicht immer. Das hängt auch vom Charakter der Tiere ab. Und Dein Böckchen scheint ja ein gutes Selbstbewusstsein zu haben. Jetzt muss es aber auch lernen, auf die Signale des anderen zu reagieren und friedlich zusammenzuleben.


    Magst Du schreiben in welcher Region Du wohnst oder wie die ersten 2-3 Stellen Deiner Postleitzahl sind? Dann könnte Dir vielleicht jemand hier eine gute Notstation empfehlen. Es wäre am besten, wenn jemand seine Tiere kennen und Dich ehrlich beraten würde. Bei Züchtern gibt es leider alles, von liebevoll und engagiert bis inkompetent und nur am Vermitteln interessiert. Aber auch Notstationen sind leider nicht immer kompetent.


    Aus meiner Sicht sollte das erwachsene Weibchen nicht ängstlich, nicht zu dominant und an das Leben in einer Gruppe mit mindestens 1 Männchen gewohnt sein.

    Ich habe Fotos von gestern noch, weiß nicht ob man sowas (weil nicht jeder Wunden gut abkann) hier posten darf.

    Wenn es nicht sehr schlimm aussieht, würde ich das Bild einfach einstellen. Ansonsten kannst Du zunächst etwas schreiben wie "Achtung: Foto von vereiterten Wunden" und dann viele Leerzeilen machen und dann das oder die Fotos einfügen.


    Irgendwie hört es sich für mich beunruhigend an, wenn er mehrere vereiterte Wunden hat. Was nimmst Du denn zum desinfizieren und wie lange ist es her mit den Bissen?

    Dann bin ich ja beruhigt. ;-)


    Es ist schwer, eine richtige Empfehlung zu geben, wenn man die Tiere nicht selbst sieht. Bei Dir leben sie ja auch erst seit kurzem und Dein Weibchen war krank. Nach dem was Du beschrieben hast, erscheint sie mir nicht als geeigneter Ruhepool und Vorbild für mögliche zwei junge Schweinchen. Der Kleine scheint sie ja auch nicht so anzusehen. Ich finde es auch kein gutes Zeichen, dass ein kleines Böckchen und ein fast erwachsenes Weibchen anfangen miteinander zu kämpfen. Das muss nicht heißen, dass sie sich nie mehr mögen werden, sondern dass die Kleingruppe instabil ist - warum auch immer.


    Daher könnte ich mir vorstellen, dass ein freundliches, entspanntes erwachsenes Weibchen gut tun würde. Ein weiteres Baby würde dagegen vermutlich eher für das Baby-Böckchen ein Spielkamerad sein. Beide Rollen wird kaum ein Tier übernehmen können und daher fände ich 2 Weibchen ideal, oder falls es nur 1 weiteres Tier sein soll, eben eines, das 2-3 Jahre alt ist, falls ich die Lage richtig einschätze.

    Ein Harem von 4 Tieren auf 3,5qm wäre genauso gut vom Platz her wie 3 Tiere und je größer die Gruppe ist, desto schöner ist es für die Schweinchen - wenn sie sich vertragen.


    Gerade bei jüngeren Tieren kann eine niedrige Etage mit einer flachen Rampe auch noch einen Platzgewinn bringen. Zudem ist Etagen für manche Schweinchen auch ein Rückzugsort, wenn sie mal Ruhe brauchen.


    Allerdings musst Du auch überlegen, ob Du 4 Tiere ernähren und notfalls den Tierarzt bezahlen und sie medizinisch versorgen willst bzw. kannst. Wenn ja, dann würde ich zwei Weibchen holen. Ansonsten können sie auch mit dem passenden dritten Weibchen glücklich werden.


    Ich will Dir nur Möglichkeiten aufzuzeigen, nicht Dich zu etwas bedrängen.

    Eine vereiterte Wunde würde ich nicht einfach ausdrücken o.ä., sondern richtig behandeln lassen.


    Es kann also eine Kombination sein: er hat Schmerzen und Du hast ihm weh getan mit der "Behandlung" der vereiterten Wunden.


    Wie hast Du das denn gemacht und wie sehen die Wunden jetzt aus?

    Du kannst versuchen, beides auf Gurke o.ä. zu streuen. Das habe ich aber selbst noch nicht versucht. Ich gebe pro Tier etwa 1 kleine Messerspitze Apfelpektin und eine große Messerspitze Sobamin in einen Eierbecher, verrrühre es trocken und fülle dann etwas Apfelsaft (ungesüßt) dazu. Es dickt nach kurzem etwas ein, da musst Du die Saftmenge ausprobieren. Das ziehe ich auf zwei 1ml-Spritzen (natürlich ohne Nadel) auf und gebe pro Schweinchen 2 Spritzen. Es kommt hier aber auch nicht auf die genaue Menge an. Ich würde dann damit eine "Kur" machen von 4 Wochen, einmal täglich.


    Idealerweise nehmen sie es irgendwann ohne herausgeholt zu werden. Anfangs muss man sie sicherlich auf den Arm nehmen. Du kannst es natürlich auch versuchen mit Spritze im Gehege oder in einer kleinen Schüssel. Vermutlich wird das aber nicht gleich gelingen.


    Pektin findet man übrigens nicht so einfach in Reinform. Ich verwende das von Natura und bestelle es im Internet. Das Sobamin bestelle ich über die Apotheke vor Ort. Da kommt das am gleichen Tag.


    Gut, dass Du schon Zweige und auch Brombeerblätter gibst. Kohl ist ein guter Ersatz für Gras und Wildkräuter (aber natürlich nicht genauso gut). Allerdings sollte man ihn nicht zusammen mit Trockenfutter geben. Ich finde Abwechslung und viel Blättriges wichtig. Unsere Tiere bekommen täglich möglichst etwa 10 Arten von Blättrigem und etwas Knollen- und Fruchtgemüse. Dass das eine dem natürlichen Futter der Meerschweinchen ähnlicher ist als das andere, ist mir erst mit der Zeit bewusst geworden.

    Es freut mich, dass es sich so gut anhört.


    Vielleicht braucht sie mehr Ruhe, weil sie die ganzen Mittel bekommen hat und ja irgend etwas mit ihr nicht in Ordnung war oder ist. Vielleicht ist es aber auch schon der Altersunterschied oder Charaktersache. Ich will Dir nichts aufreden und das muss wirklich gut überlegt sein, aber ideal wäre es ein älteres Weibchen und ein weiteres im Alter für Dein Böckchen passendes. Das könnte dann jünger als er oder genauso alt sein.


    Ich hatte ja zu 2-3 Jahren, evtl. auch 4 geraten bei dem weiteren Weibchen. Wenn sie schon 4 Jahre alt ist, müsste sie aber wirklich noch fit und lebhaft sein, deswegen "evtl.". Ansonsten würde ich mich nach einem eher nur 2-3 Jahre alten Tier umsehen - oder eben zusätzlich ein Baby nehmen. Ein Baby alleine wäre natürlich keine gute Lösung im Sinne von gutem Vorbild und Sicherheit geben.


    Urinspritzen dient der Abwehr von Männchen, wenn das Weibchen nicht brünstig bzw. nicht in der Hochbrunst ist.

    Ich freue mich auch, dass Du ihn behalten willst!


    Die Läuse sollten in spätestens 1-2 Tagen tot sein. Dann könntest Du versuchen, ihn nur durch ein Gitter von ihr getrennt zu halten. Auf die Art könnten sie sich etwas kennenlernen, miteinander reden, schnuppern u.ä. Es kann aber auch sein, dass sie sich am Gitter streiten. Dann müsstest Du den Versuch mit dem Gitter abbrechen. Es kann aber helfen, die Einsamkeit besser zu überstehen. Und Euer ängstliches Weibchen wäre nicht überwältigt von einem plötzlichen Zusammensetzen in 4 Wochen.

    Zur Frage mit den Häuschen auf Abstand von der Wand: Das ist eigentlich gut, weil sich dadurch ein zusätzlicher Weg ergibt. Ich würde nur aktuell prüfen, dass dadurch keine Sackgasse entsteht. Ein Fluchtweg ist immer wichtig bei Stress untereinander.


    Ich habe übrigens auch gute Erfahrungen damit gemacht, die Tiere mit gutem Zureden zu beruhigen, wenn sie sich streiten. Damit meine ich nicht das nötige Klären der Rangordnung, sondern wenn z.B. einer versehentlich den anderen berührt und der dann mit Zähneklappern reagiert o.ä. und es sich hochschaukelt.