Beiträge von Marie-Luise

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    Schade, dass es diesesmal nicht gut lief. Nach meiner eigenen Erfahrung und vielen Berichten anderer, geht es oft schief - so wie bei Dir - wenn man Babies zu zwei erwachsenen Böckchen setzt. Natürlich gibt es auch die Fälle, in denen es harmonisch verläuft. Du schreibst aber, dass die beiden Großen sich schon vorher nicht besonders verstanden. Daher halte ich es für wahrscheinlich, dass sie sich nur solange die alten Tieren in der Gruppe waren arrangiert hatten. Sie hatten ja auch andere Kontaktmöglichkeiten. Dann waren sie alleine und in diese instabile Situation kamen die Jungtiere. Haben sie in den ersten Tagen gekämpft oder war es nur das Besteigen und wie hat der Vierjährige reagiert?


    Wenn sie sich vorher schon nicht so mochten und jetzt keiner mehr da ist, der schlichten kann, fürchte ich, dass es nichts mehr wird mit ihnen. Die Jungen können ihnen halt nicht helfen, sondern vergrößern nur das Problem.


    Das ist aber nur meine erste Einschätzung nach Deiner kurzen Beschreibung. Gerne kannst Du natürlich noch Details nennen.


    Ansonsten würde ich ihm, wenn seine 6 Wochen Wartezeit nach der Kastration um sind, möglichst 2 Weibchen holen. Zwei Schweinchen finde ich immer wenig.


    Und dann kann man nur hoffen, dass die drei sich dauerhaft vertragen werden. Wie sieht es denn da aus? Kann der Vierjährige sich durchsetzen und erzieht er die Kleinen?

    Ich finde das absolut erstaunlich, dass Ferrari FF und Quantum so dicht nebeneinander liegen und sich so gut vertragen! Eure Gruppe muss ja wirklich besonders entspannt und freundlich sein. Es ist eine Freude, so etwas zu sehen!

    Begehbar heißt für mich mindestens 190cm Höhe. Das ist deutlich aufwendiger als ein niedriges Gehege, aber auch sehr schön, wenn man sich zu den Schweinchen setzen kann. Das ist aber auch möglich, wenn man Deckel hochklappt. Wenn man sich hineinsetzen will, ist es natürlich schöner, wenn es wenigstens ein paar Meter größer ist. Ich arbeite oder lese im Sommer manchmal dort oder genieße einfach den Sonnenschein.


    Bei 4qm in einer warmen Gegend würde ich kein Fliegengitter anbringen. Da wäre mir die Luftzirkulation wichtiger, zumal ja schon bei öffnen der Tür Fliegen mitkommen können und dann hätte man nur noch den Nachteil, einschließlich schlechterer Sicht.

    Ich sammele täglich die Böhnchen im Außengehege auf. Das hilft vielleicht etwas gegen Fliegen und ist sauberer für die Füßchen.


    Leider kommt es mitunter vor, dass Fliegen Eier in das Fell oder in Körperöffnungen. Wenn dann die Maden schlüpfen wird das schnell lebensbedrohlich für das Schweinchen. Daher sollte man die Tiere möglichst täglich kontrollieren.


    Ob Fliegengitter eine Lösung sind, hängt von der Gehegegröße ab. Du musst aber auch bedenken, dass es darunter weniger Luftbewegung gibt und daher im Sommer u.U. zu heiß werden kann.

    Gut, dass es ihr besser geht!


    Ich würde sie allerdings in den nächsten Tagen noch besonders genau beobachten und täglich wiegen. Dann siehst Du auch, ob Du auf Päppelbrei ganz verzichten kannst. Wenn sie normales Futter frisst, ist das immer gesünder. Päppelbrei ist nur eine Notlösung, wenn es gar nicht anders geht. Wenn sie ihr Gewicht hält oder gar zunimmt, frisst sie selbst genug.

    Ich finde es super, dass Du Deine Haltung vorstellst und nach Anregungen fragst. Folgende kleine Anregungen habe ich noch:


    In dem Streuteil können die Tiere nie nach außen sehen und im Auslauf auch kaum, weil dort die Wände anscheinend eher milchig sind. Auch wenn Meerschweinchen sich stark über Nase und Ohren orientieren, sind die Augen nicht unwichtig. Daher würde ich überlegen, zumindest im Auslauf Gitterelemente anstelle der geschlossenen zu nehmen. Im Gehege wäre auch einen Wand aus Plexiglas schön. Falls Euch das Gitter stören würde, könntest Du auch zumindest Plexiglas im Gehegeteil verwenden und ggf. Songmics-Elemente, die durchsichtiger sind. Vielleicht täuscht da aber auch die Aufnahme. Und letztlich geht ja auch das Riechen und Betteln durch Gitter eher.


    Zur Futterliste würde ich frische Zweige hinzufügen und zumindest im Winter Kohl. Dann sollte aber kein Trockenfutter mehr gegeben werden. Da stimme ich ohnehin den anderen zu: Es ist nicht nur unnötig, sondern eher schädlich. Getrocknete Blätter oder anderes unverarbeitetes getrocknetes Blattwerk in Maßen ist eine Abwechslung im Winter. Alles andere (außer Heu natürlich) würde ich durch Frischfutter ersetzen. Kleine Stücken Karotte, Fenchel, etwas frischer Dill oder Petersilie o.ä. sind als Leckerchen auch sehr beliebt und gesund. Ach ja, und in kleinen Mengen (z.B. 1-2 Kerne pro Tag) sind geschälte Sonnenblumenkerne gut und wichtig wegen der Fettsäuren.


    Wenn Euer Neuzugang scheu ist, würde ich für mehr Deckung sorgen, zumindest in den ersten Wochen. Dazu könntest Du Tücher über die Gehegeecken hängen und mehr Unterstände verteilen. Das wäre auch wichtig, falls es doch noch Stress zwischen den Jungs geben sollte. Aber ich wünsche Euch natürlich, dass es so friedlich bleibt!


    Hino ist ja ein ganz schöner Bub!

    Ich würde zur Sicherheit versuchen, möglichst wenig Weidelgras dabei zu haben. Die Standard-Rasenmischung enthält davon sehr viel. Aber Rasen und Wiese sind natürlich ohnehin nicht das gleiche.


    Wichtig ist auch: Wie ist der Standort, sonnig, trocken, wie ist der Boden?


    Für eine richtige artenreiche Wiese muss der Boden eher mager sein - im Gegensatz zu Rasen.


    Und dann frage ich mich noch: Welche Chance wird die Wiese überhaupt haben? Bei uns haben 2 Schweinchen den Rasen auf 14qm innerhalb von rund 4 Monaten mit tagsüber bei schönen Wetter draußen sein an den Rand des Ruins gebracht. Bei dauerhaftem Zugang hätten sie geschätzt mindestens das Dreifache gebraucht, damit die Pflanzen überleben.

    Wegen der Höhe vom Boden würde ich mir überlegen, was Dir und den Schweinchen am meisten nutzt.


    Es gibt Argumente für Bodengehege, u.a.:

    • einfach zu bauen,
    • billig,
    • zeitweiliger Auslauf kann angebaut und von den Schweinchen selbst betreten werden,
    • Gehegeerweiterungen sind leicht zu machen,
    • sollte bei niedrigem Rand mal einer darüberspringen kann er sich nicht verletzten (zumindest von der Höhe her).


    Aber auch für Gehege in z.B. 80cm Höhe spricht zumindest:

    • die Menschen sind weniger bedrohlich für die Tiere,
    • man kann die Tiere besser beobachten,
    • Reinigung, Fütterung, Beschäftigung mit den Tieren ist bequemer,
    • man hat Stauraum.


    Ich würde allerdings nicht nur 50cm über den Boden gehen. Dann hat man tendenziell die Nachteile von beidem, aber nicht die Vorteile.


    Wichtig wäre für mich auch noch: Was für Tiere habt Ihr? Bei zwei Böckchen würde ich nicht unter 100cm Tiefe gehen, damit sie sich auch mal wirklich aus dem Weg gehen können, Sichtschutz gut möglich ist u.ä.


    Aber auch für andere Gruppen sind zumindest 90-100cm schon deutlich schöner in den Gestaltungsmöglichkeiten. 100cm wäre für mich aber auch die Grenze, wenn ich das Gehege nicht betreten kann, um noch mit Hineinreichen und Abstützen saubermachen zu können. Das hängt natürlich auch von der eigenen Körpergröße ab und von der Höhe des Randes. Für eine kleine Frau wären 100cm bei z.B. 35cm Umrandung m.E. schon etwas zu tief.

    Macht sie denn noch Böhnchen und wie sieht es mit Urin aus?


    Falls sie nicht genug frisst, ist es wichtig, dass sie genug Flüssigkeit bekommt. Ich würde ihr Fencheltee, Fenchel-Anis-Kümmel-Tee oder notfalls Wasser, mit etwas Honig darin in einer Spritze anbieten.


    Falls sie Verstopfung haben sollte (keine oder sehr kleine Böhnchen) wäre etwas Speiseöl (z.B. 0,5 ml) zusätzlich gut. Aber das lässt sich von Ferne natürlich schwer sagen. Dann könnte Zwangsernährung natürlich gefährlich werden, ebenso bei starken Blähungen (Aufgasung). Ich würde also morgen vormittag versuchen herauszufinden beim Tierarzt was sie hat und bis dahin keine größeren Mengen Brei aufzwingen, aber Flüssigkeit anbieten und wie gesagt das Simeticon. Auch würde ich ihr normales Futter, dass sie gerne mag anbieten, damit sie möglichst viel selbst frisst.

    Wie groß war den der Tumor bzw. wie groß und wo ist denn die Wunde? Sie könnte ja doch Schmerzen von der Wunde haben, wenn die größer oder an einer empfindlichen Stelle ist.


    Außerdem kann es natürlich auch eine Aufgasung sein. Daher würde ich gleich morgen früh zum Tierarzt gehen. Gegen die Aufgasung kannst Du bei Verdacht sofort Klosterfrau Magen-Darm Entspannung gegen. Das sollte jede Drogerie u.ä. führen. Jedes andere Mittel, das Simeticon enthält kann man alternativ auch nehmen, z.B. Sab Simplex, auch wenn die teils weniger gute Zusatzstoffe haben.


    Von den Kapseln zieht man den Inhalt auf eine 1ml-Spritze auf und füllt mit Wasser oder Apfelsaft auf. Davon kann man anfangs alles, später die Hälfte alle paar Stunden geben. Simeticon wird nicht vom Körper aufgenommen, sondern hilft nur, dass die Blasen im Darm sich auflösen. Zusätzlich nutzen das Öl und die ätherischen Öle in Magen-Darm-Entspannung der Verdauung.


    Die Spritzen bekommt man billig in der Apotheke. Man nutzt sie natürlich ohne Nadel beim Füttern. 1ml-Spritzen passen besser in das Mäulchen, als die dickeren anderen.

    Bei der Narkose kommt es auch auf die Art an. Ich kenne es so, dass bei Zahnbehandlungen Gasnarkose (in Verbindung mit Schmerzmittel) gegeben wird. Das kann dann auch lange vertragen werden.


    Es hört sich so an, als bekämen Deine Tiere nur nachmittags Frischfutter und sonst nur Heu und Pellets. Vielleicht ist das aber auch nur falsch bei mir angekommen?


    Sollte es aber so sein, würde ich auf jeden Fall auf mehrmals täglich Frischfutter umstellen. Pellets oder andere harte Sachen wie Weizenkörner sind zwar billiger, aber nicht gesund - gerade auch für die Zähne! Bei Frischfutter kommt Blättriges, also z.B. Möhrenkraut, Bittersalate, Küchenkräuter und Kohl dem natürlichen Futter am nächsten. Alles neue muss natürlich langsam angefüttert werden und Kohl soll sich nicht mit Trockenfutter vertragen.


    Sehr gut für den Zahnabrieb und auch sonst gesund und bei allen Schweinchen beliebt ist Bambus. Ich würde, falls Ihr keinen selbst im Garten habt, in der Nachbarschaft fragen, ob Du welchen schneiden darfst. Oft wuchert der ja auch oder jemand hat Mitleid mit Deinem Schweinchen, dem das unter anderem helfen könnte.

    Kommen die Tiere denn überhaupt aus Außenhaltung??


    Anderfalls wäre es egal ob trächtig oder nicht viel zu kalt jetzt draußen.


    Und wie machst Du das mit Quarantäne in Außenhaltung? Die wenigsten Leute haben die Möglichkeit 2 Gruppen in Außenhaltung mit genügend Auslauf und wärmendem Schlafhaus unterzubringen.

    Unsere Tiere haben wir in der letzten Zeit immer über ebay-Kleinanzeigen gekauft. Dabei lehne ich es entschieden ab, von Züchtern oder Leuten zu kaufen, die bewusst vermehren, u.a. da es immer noch viele Meerschweinchen gibt, die schon leben und einen guten Platz suchen. Ich frage daher immer beim Erstkontakt möglichst geschickt, um herauszufinden, ob jemand bewusst oder leichtfertig vermehrt.


    Unsere Tiere waren alle mehr oder minder erwachsen, als sie zu uns kamen und brauchten dringend einen guten neuen Platz. Das freut mich dann auch, auf diese Art helfen zu können. Und ich glaube schon, dass man solche Situationen von den Vermehrern oder Züchtern unterscheiden kann.