Beiträge von Marie-Luise

    Herzlich Willkommen hier im Forum,


    auch wenn der Anlass kein schöner ist.


    Die Vermutung liegt nahe, dass sie mit den Zähnen oder dem Kiefer oder Mund ein Problem hat.


    Dazu können wir natürlich als Laien und aus der Ferne nichts klares sagen.


    Ist der Kopf geröngt worden?


    Du könntest die Bilder hier einstellen, falls Du sie bekommen hast und das tun willst.


    Ich würde mir in jedem Falle die Röntgenaufnahmen geben lassen und notfalls zu einem weiteren Tierarzt gehen.


    Wenn Du uns die ersten zwei oder drei Stellen Deiner Postleitzahl nennen willst, kann Dir hier vielleicht jemand einen mit Meerschweinchen erfahrenen Tierarzt nennen. Der sollte schon die Ursache finden können.


    Was, welche Menge jeweils und wie oft päppelst Du?


    Frisst sie gar nichts mehr selbst?

    Außerdem würde ich abraten, Babys in die Gruppe zu vergesellschaften, solange die noch keinen ausgeprägten Bockgeruch haben, also eher ab einem halben Jahr.

    Das finde ich einen sehr wichtigen Punkt. Es gibt viele Berichte, wo es zwischen den erwachsenen Tieren durch Babies zum Streit kam. Es gibt aber auch Erfolgsberichte. Und die Frage ist, ob ein nicht bockgruppenerfahrener erwachsener Bock als Neuzugang nicht noch mehr Probleme machen würde im Schnitt. Wie sind da Deine bzw. Eure Erfahrungen?


    Die andere Frage in diesem Zusammenhang ist: Wie sieht es dann überhaupt mit Kastraten oder Frühkastraten aus?


    Sie riechen ja auch anders als potente Böckchen. Ich habe diese Erfahrung selbst gemacht bei Zusammenführen von erwachsenen Böckchen: die Kastraten wurden von den nicht kastrierten Böckchen fast wie Weibchen behandelt, obwohl sie selbst erst als erwachsene Tiere kastriert worden waren.

    Ich füge hier einen Text an, der in einem aktuellen Beitrag passt, aber inhaltlich dem hiesigen Thema nicht fehlen soll:


    Ich vermute bisher, dass es für harmonische Bockgruppen Voraussetzungen gibt, die meistens nicht gegeben sind:

    • viel Platz
    • richtig eingerichtetes Gehege
    • passende Altersstruktur
    • gute Zusammensetzung der Charaktere (z.B. nicht zu viele dominante Tiere)
    • Tiere mit hoher sozialer Kompetenz
      • mindestens das Leittier, besser auch weitere Tiere haben mindestens das erste Jahr friedlich in einer großen harmonischen Bockgruppe gelebt
      • alle weiteren Tiere lernen von diesen kompetenten Tieren
      • das Leittier schlichtet zwischen anderen Tieren
      • neue Tiere werden nur zur passenden Zeit (wenn die Gruppe stabil ist und nicht in zu großer Zahl jeweils) hinzugefügt

    Weitere notwendige oder hilfreiche Gegebenheiten sind zumindest:

    • die o.g. Tiere aus einer harmonischen Bockgruppe haben nicht längere Zeit alleine oder in einer Zweiergruppe gelebt
    • keine Nähe von Weibchen, zumindest bei unkastrierten Böckchen
    • keine Erfahrung mit Weibchen, außer in den ersten Wochen
    • evtl. Kastration einiger oder aller Tiere
    • Erfahrung des Halters mit Böckchen oder zumindest mit Meerschweinchengruppen

    Gruppen aus zwei Tieren, die sich von klein auf kennen, haben oft auch eine Chance harmonisch zu bleiben, wenn es mit der sozialen Kompetenz nicht ganz so weit her ist. Für Gruppen mit mehr als zwei Tieren wird es meistens anstrengend bis unmöglich, wenn nicht alle o.g. Voraussetzungen erfüllt sind. Sicherlich gibt es die Ausnahmetiere, die auch ohne gute Vorbilder fähige Leittiere und Mitglieder eine Bockgruppe sind, aber das ist wirklich selten.


    Falls meine Überlegungen richtig sein sollten, sollten Bockgruppen mit mehr als zwei Tieren nur um eine Kerngruppe solcher fähigen Tiere auf- und ausgebaut werden!


    Das ist aber fast nie der Fall. Meistens hält man zunächst zwei Böckchen und erweitert dann um ein oder zwei Jungtiere oder nimmt gleich drei oder vier Jungtiere und hält sie alleine oder mit einem oft auch nicht "kompetenten" erwachsenen Böckchen. Durch das mehr schlecht als rechte Zusammenleben in solchen Gruppen, wird nie die Kompetenz erworben, die für eine harmonische Bockgruppe nötig ist. Entsprechend kann sie dann auch nicht an neue Tiere weitergegeben werden.


    Man müsste also, für eine grundlegende Lösung der Bockgruppenproblematik, "Ausbildungsstellen" für Böckchen haben. Dort würden sie dann nach dem ersten Lebensjahr zu zweit oder mehr ausziehen und den Grundstock für eine Bockgruppe bilden. Diese könnte nach einigen Wochen Eingewöhnung erweitert werden. So könnte man z.B. mit 2 Jungs anfangen, 2 hinzunehmen und nach z.B. einem Jahr nochmals um zwei erweitern. Natürlich wären auch mehr Tiere möglich, nur müsste die Zahl der Neuzugänge zu den erfahrenen Tieren passen.


    Ich kann natürlich nicht beweisen, dass es so immer oder fast immer gut laufen würde, aber es wäre einen Versuch wert. Nur wer will das machen und wer ist bereit, eine Gruppe mit erwachsenen Böckchen aufzubauen, statt mit Babies?

    Sie quieken wieder wenn es fressen gibt und fressen langsam normaler

    Bist Du sicher, dass es ihnen gut genug geht? So lange nach einer Kastration dürfte man längst nichts mehr merken im Sinn von weniger fressen, weniger bewegen usw.


    Dante und Queenie sind auch hübsche Kerle! Ich hoffe, sie werden ab jetzt ihr Leben richtig gemeinsam genießen können!

    Es tut mir sehr leid für Nero. Leider kam das jetzt nicht unerwartet.


    Was wurde denn heute beim Tierarzt gemacht?

    Wie kommt es zu der Vermutung mit dem Nierenfehler?

    Waren Queenie und Dante auch dabei?

    Was haben die beiden ggf. bekommen und was gibst Du jetzt weiter?


    Bitte beantworte endlich die Fragen hier und setze die sinnvollen Empfehlungen auch um. Andernfalls können wir Dir nicht helfen und wer weiß wie das dann für Dante oder beide verbliebenen ausgeht.

    Ich wünsche Nero gute Besserung und die richtige Behandlung!


    Wir wollen den Schweinchen und Dir gerne helfen, aber das setzt voraus, dass Du unsere Fragen zeitnah und vollständig beantwortest, da wir ja die Tiere nicht sehen können und Empfehlungen umsetzt, die harmlos sind, wie Colosan oder Magen-Darm-Entspannung oder Öl geben sowie Schmerzmittel beim Tierarzt holen und versuchsweise geben. Falls er wegen Schmerzen nicht fressen wollte, hätte man das nach einer Dosis feststellen können, ob wieder anfängt zu futtern. Und das Colosan ist appetitanregend und hilft im Blick auf Aufgasung und kann nicht schaden in normalen Dosen. Ob Du jetzt beim Notarzt zufällig jemanden findest, der von Meerschweinchen genug versteht, ist dagegen gar nicht sicher.


    Ich schreibe das nicht, um Dir Vorwürfe zu machen, sondern nur damit wir in den nächsten Tagen Dir bzw. den Schweinchen möglichst gut helfen können.

    So ein Erlebnis kann schon das bisherige Verhältnis verändern. Vielleicht geht es auch Dante noch schlechter als Queenie. Vermutlich werden auch in den nächsten Wochen noch Veränderungern oder Reibereien o.ä. kommen. Ich hoffe, es läuft friedlich ab und dass sie eine stabile Rangordnung finden werden.

    Es ist gut, dass sie davon fressen, gerade auch von den Kräutern, und es kann sein, dass es jetzt ohne weitere Maßnahmen gutgehen würde. Dieses Risiko wäre mir aber zu groß!


    Ich würde ihnen daher zur Sicherheit, wie hier schon geschrieben wurde, Flüssigkeit, etwas Öl und etwas gegen Aufgasung, am besten Colosan geben. Das sind Maßnahmen, die keinesfalls schaden werden, aber sie vor Aufgasung bewahren oder helfen können, diese ggf. wieder abzubauen.


    In der Apotheke bekommst Du Spritzen (ohne Nadeln) mit 1ml Volumen. Damit kann man den Schweinchen am besten etwas geben. Du musst sie ja wegen der Wundkontrolle ohnehin herausnehmen. Dann würde ich jedem mehrere Spritzen voll geben mit Fencheltee oder Fenchel-Anis-Kümmeltee (natürlich abgekühlt) und etwas Honig sowie etwas Öl eingerührt. Du kannst jedes Pflanzenöl nehmen, kaltgepresstest ist natürlich am besten. Sobald Du Colosan (muss die Apotheke vermutlich bestellen) hast, gibt Du das anstelle des reinen Öls. Es hat Öl als Basis, aber noch viele andere nützliche Bestandteile.


    Konkret könntest Du für jeden 1 Spritze vorbereiten mit 0,3ml Öl bzw. Colosan und aufgefüllt mit Honigwasser (mit o.g. Tee oder Wasser zubereitet) oder Apfelsaft. Wenn sie die getrunken haben, kannst Du mit der freien Hand die Spritze wieder aufziehen mit mehr Flüssigkeit (also Tee oder Apfelsaft). Auf die Art würden sie auf jeden Fall das Öl nehmen und danach noch möglichst mehrere Spritzen mit Flüssigkeit.


    Das würde ich dann heute und morgen mindestens dreimal am Tag so machen, bis sie wieder normal fressen und kötteln. Danach reicht dann einmal am Tag das Colosan für die nächsten Tage.


    Wie gesagt, es kann auch ohne diese Maßnahmen gutgehen, aber es sind schon viele Schweinchen an Aufgasung gestorben oder haben tagelange heftige Schmerzen erlitten. Das würde ich vermeiden wollen.


    Und das Schmerzmittel würde ich zur Sicherheit auch holen. Wie laufen sie denn? Und liegen sie entspannt? Ist das Fell beim Liegen gesträubt oder knirschen sie mit den Zähnen?

    Eine Küchenwaage, die auf ein paar Gramm genau wiegt, kostet maximal 15 Euro. So etwas würde ich schnell bestellen. Ich wiege unsere Schweinchen auch nicht jede Woche, wenn nichts los ist. Aber ich würde sie in Deiner Situation täglich wiegen. Du kannst so nicht wirklich wissen, wer wieviel frisst.


    Ich will Dir keine únnötige Angst machen, aber ich würde die Situation sehr ernst nehmen. Schon bei der Nachblutung hatte ich massive Bedenken und jetzt geht es mit Problemen weiter. Ich fürchte, der Tierarzt hat nicht viel Ahnung oder Erfahrung mit Meerschweinchen. Wenn es einem Tier nicht so gut gehen würde, könnte das ja an dessen Gesundheit liegen. Du hast drei Tiere, die anscheinend alle zu kämpfen haben. Das liegt dann m.E. an dem Tierarzt bzw. seiner Behandlung!


    Von unseren Jungs, in ähnlichem Alter wie Deine, waren zwei am Tag der OP etwas vorsichtiger beim Gehen und etwas ruhiger, am zweiten Tag aber wieder wie sonst auch. Den anderen hätte man schon nach zwei Stunden nichts mehr angemerkt.


    Wie sehen die Wunden aus?


    Wenn das alles gut aussieht, würde ich Schmerzmittel abholen und Colosan geben. Das kann Dir, wenn Du gleich morgens anrufst, die Apotheke bis mittags besorgen. Das Mittel ist gut für die Verdauung und regt auch den Appetit an. Du kannst auch oder zusätzlich Simeticon geben, wie Mara schon geschrieben hat. Weiteres findest Du hier über die Suche.


    Biete ihnen auch immer wieder besonders beliebtes Futter an.


    Dass die Tiere immer noch nicht normal fressen, zeigt, das etwas nicht in Ordnung ist. Zumindest haben sie Wundschmerzen. Wie gesagt, ich hatte zuletzt auch kein Schmerzmittel gegeben, aber die Tiere waren munter und verfressen wie sonst.

    Auch ich habe den Beitrag auf der HP gelesen und bin sehr erschrocken und überlege mir wie das so gekommen ist

    Das gerade mehrer Meeris Augenverletzungen hatten.

    Ich vermute, dass es ein Kombination war: ein Ast mit abstehenden Zweigenden, der unter einem Heuberg verdeckt lag, der von einer großen Gruppe von Schweinchen durchwühlt wurde.


    Sollte das richtig sein, wäre der Ast alleine vermutlich nicht zum Problem geworden. Trotzdem finde ich es sinnvoll, dieses Thema hier anzusprechen. Wobei ich bisher viele Berichte von Verletzungen durch Heu und eben außer diesem und der harmlosen Verletzung bei Lillygypsys Tier nichts von Verletzungen durch Zweige bisher gelesen habe.

    Da ich oft Zweige für die Schweinchen empfehle, will ich durch den traurigen Bericht der Züchterin von Ovid über die https://erfurter-flausch-wolken.jimdofree.com/news/ angeregt, die Verletzungsgefahr durch Zweige ansprechen:


    Ich habe des öfteren von Schweinchen gelesen, die sich einen Heuhalm in das Auge gestochen haben, aber von Verletzung durch Äste habe ich noch nie gehört. In dem geschilderten Fall bestand vielleicht das eigentliche Problem darin, dass die Zweige unter Heu lagen und die Schweinchen dort anscheinend sich durch Heuberge wühlen.


    Dennoch war ich bisher schon immer möglichst vorsichtig mit den Zweigen. Ich habe versucht, sie immer so hinzulegen und bei Bedarf auch zu zerlegen, dass möglichst keine spitzen Teile in Augenhöhe ragten, sondern entweder zum Boden zeigten oder weit nach oben. Bei Kiefer habe ich außer beim letzten Mal sogar die Spitzen der Nadeln abgeschnitten, da die bei der beliebten Sorte extrem spitz sind. Da unsere Schweinchen vergleichsweise viel Platz haben, versuche ich zudem die Zweige dorthin zu legen, wo genug Platz zum Vorbeirennen ist.


    Wie ist da Eure Erfahrung bzw. wie geht Ihr mit Zweigen um im Blick auf ein mögliches Verletzungsrisiko?

    Wenn keine Fäden gezogen werden müssen, hälst Du sie auf Tüchern, die Du mindestens zweimal täglich frisch machst? Oder was hat der Arzt gesagt, wegen Einstreu?


    Durch die Naht war bei unseren Jungs die Wunde gut verschlossen und bis sie sich die Fäden gezogen hatten, war es auch schon weit genug zugeheilt.


    Dass Du kein Schmerzmittel bekommen hast, wundert mich. Es könnte sein, dass sie vor Schmerzen nicht gut fressen. Oder die Narkose war nicht optimal dosiert. Gut dass Du sie engmaschig beobachtest. Sollten sie heute gegen abend immer noch wenig fressen, würde ich den Tierarzt anrufen und fragen, ob das bei seinen Kastrationen normal ist und ob er Dir Schmerzmittel gibt bzw. verschreibt.


    Ich hatte den letzten Jungs zwar auch kein Schmerzmittel gegeben, aber sie sind wie sonst auch direkt nach der Rückkehr, also rund 2 Stunden nach der OP, herumgelaufen und gesprungen und haben normal gefressen. Natürlich hatte ich vorher den Tierarzt gefragt, ob ich das Schmerzmittel in einem solchen Falle weglassen darf.