Beiträge von Marie-Luise

    Ihr ohrmilbenproblem ist zum Glück vorbei...aber als wir vor ein paar Tagen zur kontrolle bei unserer Tierärztin waren hat sie wieder milben festgestellt. Da noch nicht klar ist ob shauni Epilepsie hat möchte sie ihr auch keine chemischen Medikamente gegen milben geben. Ich habe hier schon öfters von kokosöl?

    Ich hatte Dir ja daraufhin bzgl. Kokosöl geschrieben. Ich hatte es so verstanden, dass die Milben in den Ohren weiterhin verschwunden waren, nur andere Milben auf der Haut gefunden wurden. Für Milben in den Ohren dürfte Kokosöl nicht helfen können, da es ja gar nicht bis dorthin kommt und die Milben ja dem Öl entgegen krabbeln müssten aus dem Ohr heraus ...


    Welche Milben hat sie denn nun wo?

    Da Advocate mindestens 3 oder auch 4 Wochen wirkt, würde ich erst einmal 2 Wochen nach der Anwendung abwarten und die Haut beobachten. Wenn der Tierarzt Milben gesehen hat, müsstest Du sie auch sehen können, notfalls mit einer beleuchteten Lupe. Die sind schon sehr billig zu finden.


    Nach drei Spritzen und einmal Spot-On würde ich zumindest den drei Tieren nicht einfach mal weiteres Gift auftropfen. Bei dem Neuen müsste ja erst einmal feststehen, was er hat. Ansonsten behandelst Du ihn unnötigerweise gegen Milben und der Pilz bleibt (falls es einer ist).

    Ich würde die Haut bei allen in den nächsten Wochen weiter beobachten. Kahle Stellen und schuppiges Aussehen (bei dem Neuen) kann auch von Hautpilz verursacht werden. Dann hilft natürlich das Spot-On gar nichts. Sollte es nicht nach einigen Tagen wieder ganz normal aussehen, kannst Du ja gerne mal ein Foto einstellen, wenn Du magst natürlich auch gleich.


    Hautpilz ist übrigens auch auf Menschen übertragbar. Dann wäre also Händewaschen nach dem Anfassen in der nächsten Zeit sinnvoll. Das schreibe ich nur zur Vorsicht. Es muss ja keiner sein.

    Eine Spritze ist für die Schweinchen schon viel unangenehmer und es besteht auch immer die Gefahr eines Spritzenabzesses. Ein Spot-On ist in der Wirkung das gleiche wie eine Spritze: Das Schweinchen wird "vergiftet" so dass die Parasiten getötet werden, wenn sie weiter auf bzw. von dem Schweinchen futtern. Natürlich soll das Gift für das Schweinchen so wenig schädlich sein, dass es bei ihm keine anhaltende Wirkung zeigt, aber Gift ist es trotzdem. Die Dosis macht da den Unterschied. Man kann Säugetiere mit Spot-Ons (oder Spritzen) auch töten, wenn man überdosiert. Ich schreibe das nur zur Erklärung, nicht um Dir Angst zu machen.


    Es gibt Mittel, die nicht immer wirken gegen bestimmte Parasiten. Ich habe das z.B. schon von Stronghold gehört. Zudem müssen die Mittel ein- oder zweimal wiederholt werden in der Regel, je nachdem wie lange das Gift wirkt. Bei Advocate ist das z.B. nach 3-4 Wochen der Fall. Die Eier der Parasiten werden nämlich nie durch das Gift geschädigt, sondern sterben daran erst nach dem Schlüpfen. Deshalb muss das Gift lange genug wirken oder nachgegeben werden, um auch die letzte Generation noch zu erwischen.

    Da bin ich ja beruhigt, dass die Kleine nicht alleine ist!


    Es ist für uns oft schwierig, eine Situation auch nur im Ansatz einzuschätzen, was aber wichtig ist, um nicht zu irgendwelchen Details zu schreiben und grundlegende wichtige Dinge außen vor zu lassen.


    Weißt Du was sie bisher zu futtern bekam? Bei Meerschweinchen sollte ja jede Futterumstellung langsam gehen.


    Du schreibst zu Deinen Futter "z.B.". Nur zur Sicherheit will ich daher folgendes schreiben, was vielleicht ohnehin klar ist für Dich:

    Das natürliche Futter von Meerschweinchen sind Gräser, Wildkräuter und Blätter und in kleinen Mengen anderes. Ideal wäre daher, ihnen das ganze Jahr über solches Futter auch hier zu geben. Da wir aber zumindest im Winter oft kein Grünzeug aus der Natur finden können, ist Gemüse der Ersatz. Dennoch sollte es möglichst blättriges Gemüse sein und weniger Knollen- oder Fruchtgemüse wie Karotten, Gurke, Tomaten, Kohlrabi o.ä. Auch Obst sollte nur in kleinen Mengen gegeben werden. Bittersalat wie Chircorée, Radicchio, Endivien, Karottengrün, Kohlrabiblätter, Spinat aber auch Spitzkohl, Wirsing, Grünkohl u.ä. sowie Küchenkräuter können die Wiese besser ersetzen. Sehr gut sind zur Überbrückung im Winter auch Bambus und Brombeerblätter sowie Weizengras u.ä. selbstgezogenes "Gras" geeignet. Heu muss natürlich immer verfügbar sein. Und frische Zweige runden das Angebot ab. (Kohl sollte man nur füttern, wenn man kein Trockenfutter gibt.)


    Wenn die Kleine munter ist, gut aussieht und sich nicht sehr dürr anfühlt, würde ich zunächst nur die Kotprobe abgeben beim Tierarzt. Dazu sammelt man Kot von 3 Tagen und hebt den im Kühlschrank auf. Ich nehme an, Du hast das Fell untersucht, ob da Parasiten oder kahle Stellen, Verletzungen o.ä. zu sehen sind?


    Wie sehen die Böhnchen aus?


    Auf jeden Fall würde ich sie jetzt täglich wiegen. Sollte sie nicht deutlich zunehmen, würde ich sie mit der Kotprobe zusammen zum Tierarzt bringen.

    Beschreibst du es irgendwo wie ihr vorgeht, damit es aus den „aktuell zwei Gruppen in einigen Monaten doch noch 1 werden könnte“?

    Oder habt ihr die vier getrennt und wartet, dass die Zeit das Problem vielleicht löst?

    Ich warte erst einmal bis die zwei Gruppen richtig entspannt und freundlich intern miteinander umgehen. Das wird voraussichtlich noch einige Wochen mindestens dauern. Wenn das erreicht ist, werde ich unter Umständen eine neue Vergesellschaftung wagen, aber dabei berücksichtigen, was ich von den zwei Gruppen und ihrem Annäherungsprozess gelernt habe.


    Wenn es soweit ist, werde ich hoffentlich auch darüber schreiben.

    Ich würde sie gut beobachten, ob sie friedlich miteinander sind am Gitter oder sich ignorieren. Wenn das der Fall ist, kannst Du es kurzzeitig so lassen.


    Wenn Du jedoch merkst, dass sie sich anklappern oder sonst wie bedrohen oder überhaupt keine Ruhe mehr geben, dann würde ich den Sichtschutz wieder anbringen. Bei uns war da leider nötig, nicht weil sie zu aggressiv zueinander waren, sondern weil sie unbedingt zu dem einen Böckchen der anderen Gruppe wollten und dadurch keine Ruhe eintrat. Was ich damit sagen will: Ich würde es einfach gut beobachten.

    Die Nachricht von Letty und mir haben sich überschnitten.


    Ich würde bei einem oder zwei Weibchen zumindest darauf achten, dass sie nicht nur mit 1 anderen Weibchen ihr Leben verbracht haben oder gar alleine. Wenn sie aus einer Gruppe mit einem Kastraten kommen, sind die Aussichten besser, dass sie nicht dominant sind.

    Erst einmal wünsche ich den drei Jungs alles Gute für die Kastration und danach!


    Wenn Nero so verängstigt ist, wie Du es jetzt schreibst, ist es gut, dass sie nicht mehr zu dritt zusammen sind.


    6 Wochen würde ich nach der Kastration einhalten, aber mehr nicht. Du kannst ja vorher schon ein Mädel suchen. Die sind ja seltener zu haben als die Böckchen, gerade wenn Du Tiere in Not aufnehmen und nicht weiteres Züchtern unterstützen willst.


    Ein Weibchen kann gestresst sein, wenn sie die einzige ist, die die Aufmerksamkeit eines interessierten Böckchens abbekommt und durch ihre Abwehr kann das Böckchen frustriert werden. Normal ist bei den Vorfahren der Hausmeerschweinchen eine Gruppe aus 1 Männchen und einigen Weibchen und deren Jungen. 1 Männchen mit 2 Weibchen ist in der Regel eine schönere Kombination als 1 Männchen + 1 Weibchen. Andererseits ist es auch eine Frage des Platzes, der Arbeit beim Füttern und Säubern und der Kosten für Futter, Streu und Tierarzt, wenn es noch ein Tier mehr ist. Kannst Du alles problemlos bieten:

    • das bisherige Gehege für Dante + Queenie
    • ein zweites Gehege für Nero + Weibchen (mindestens 2qm auf einer Fläche, besser mindestens 2,5qm oder mehr; evtl. + Etage)
    • Futter und alles andere für 5 Tiere

    Wenn ja, dann würde ich 2 Weibchen zu Nero setzen. Andernfalls würde ich nur 1 Weibchen nehmen oder notfalls auch versuchen, einen neuen Platz für Nero zu finden.


    Nero ist 2,5 Jahre alt. Du könntest also am besten suchen

    • bei 1 Weibchen: eines im Alter passend, also zwischen 1 und 4 Jahren
    • bei 2 Weibchen: beide zwischen 1 und 4 Jahren oder zwei junge Weibchen

    Junge Tiere, also z.B. 6 Wochen alt oder allgemein unter 1 Jahr würde ich nur zusammen in etwa dem gleichen Alter nehmen, so dass sie einen Spielgefährten hätten. Für ein junges Weibchen alleine finde ich Nero schon zu "alt". Meerschweinchen werden ja einfach ruhiger, ohne deswegen schon alt zu sein. Der Vorteil von jungen Weibchen wäre, dass Nero keinen Probleme haben dürfte, sich durchzusetzen. Andererseits hat er sich ja auch gegen Queenie behauptet, wenn ich es richtig verstanden haben. Daher sollte ein nicht zu domimantes erwachsenes Weibchen auch einen harmonischen Start haben können. Das gleiche gilt für zwei Weibchen. Weibchen schließen sich normalerweise nicht gegen ein Männchen zusammen.

    Schön, dass er sonst nichts hat. Aber warum soll er denn noch weitere 14 Tage alleine sitzen? Das ist ja alles andere als schön für ihn! Tierärzte denken leider mitunter nur an Symptome oder Krankheiten, nicht aber an das seelische Wohlbefinden des Tieres.


    Ich vermute, dass ihm Stronghold aufgetragen wurde. Damit sollten die Haarlinge nach kurzem tot umfallen. Das erneute Auftragen ist nur dazu da, die später schlüpfenden Haarlinge auch noch zu erwischen.


    Welches Mittel hast Du denn mitbekommen?

    Dann würde ich sie schnell in die Garage befördern. Natürlich muss dort genug Licht und Luft sein und es sollte nicht nach Benzin riechen.


    Kann es sein, dass die drei nur einen der käuflichen Kaninchenställe haben? Das wäre dann nämlich grundsätzlich etwas zum verbessern.

    Ich kann so gut nachfühlen, wie es Dir gehen mag und es tut mir wirklich leid, dass es einen weiteren Halter von Böckchen mit solchem Kummer erwischt hat! :( <3


    Wir hatten zu unseren zwei Jungs auch mal zwei Babies gesetzt. Die Begeisterung bei den Großen war da, aber der Streit zwischen ihnen fing an. Ehe ihr Verhältnis zerbrach, haben wir die Kleinen schweren Herzens weitervermittelt (eine Rückgabe war unmöglich). In einem späteren zweiten Versuch haben wir es mit erwachsenen Böckchen versucht. Da gab es auch schon viel Stress und Kummer, aber ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass aus den aktuell zwei Gruppen in einigen Monaten doch noch eine werden könnte.


    Ich sehe es auch so, dass das Baby wie ein Weibchen beansprucht wurde. Bei dem ersten Baby mit dem Ausgangsbockpaar entstand das Problem vermutlich nicht, weil der Ältere sind zurückgezogen hat.


    Wenn die Kastration etwas am Verhalten ändert, dann nach meiner Erfahrung frühestens nach rund vier Wochen. Denke bitte auch unbedingt daran, dass der Junge noch bis zu 6 Wochen nach der Kastration zeugungsfähig sein kann. Er darf also keinesfalls vorher ein Weibchen bekommen.


    Ich würde es auf keinen Fall mit den drei Tieren noch einmal versuchen in den nächsten Wochen. Das verfestigt nur die Probleme, verringert damit die Chancen für 1 Gruppe und wenn Du Pech hast, wird zudem einer richtig heftig gebissen.


    Zwei Gruppen von je zwei Böckchen hätten aus meiner Sicht - wie Du auch schon meinst - zu wenig Platz.


    Wenn Du dem Kastraten jetzt ein Weibchen gibst, wirst Du für mindestens ca. 5 Jahre zwei Gruppen haben, weil Du sie ja nicht mehr zusammensetzen kannst, solange noch mehr als 1 Böckchen lebt. Und auch bei solchen zwei Gruppen fände ich den Platz sehr knapp.


    Folgendes könnte die beste Aussicht auf Erfolg haben: Wenn Du eine Notstation findest, die eine große, harmonische Bockgruppe hält und sie bereit wären, Deinen Kastraten für ein paar Monate aufzunehmen. Dort würde er die erste Rappelphase durchleben und lernen, wie man friedlich in einer Bockgruppe leben kann. Nach beispielsweise vier Monaten würde er zu Dir zurückkommen zusammen mit einem der erwachsenen Böckchen aus der Gruppe, mit dem er sich gut versteht und der auch den beiden anderen noch etwas beibringen kann.


    Das ist ein ungewöhnlicher Vorschlag und es gibt keine Erfolgsgarantie. Aber es wäre aus meiner Sicht die beste Chance, am Ende doch noch eine Gruppe haben zu können. Du müsstest der Notstation wahrscheinlich Futtergeld für Deinen Jungen bezahlen. Und ich würde mir die Haltung vorher sehr gut anschauen.


    Ich mache den Vorschlag deshalb, weil anscheinend das Erfolgsrezept (ohne hundertprozentige Garantie) für harmonische Bockgruppen eine stabile Ausgangsgruppe von gut sozialisierten Tieren ist. Dann kann man auch oft ohne große Probleme neue Tiere dazusetzen. Nur mit Babyböckchen bei unkastrierten größeren Böckchen wäre ich immer vorsichtig.

    Ein Testosteronmangel steht nicht zu befürchten, denn die Nebenhoden werden nicht entfernt. Deshalb können Kastrate auch weiterhin aktiv Sex haben, ihre Mädels beglücken, kräftig und männlich werden.

    In Deinem letzten verlinkten Text, der ausführlich die Kastration beschreibt, steht ausdrücklich, dass die Nebenhoden mit entfernt werden. Was gilt dann also bzgl. des zitierten Argumentes?


    Zur Sedierung vor der Inhalaltionsanarkose gibt es bei nur bei 2 Links eine Aussage. Die erste Quelle macht durch genaue Beschreibung aller Schritte und Auslassung der Sedierung deutlich, dass sie vor dem Gas nicht sedieren. Die vierte Quelle ist auch recht ausführlich erwähnt ausdrücklich Schmerzmittel bei reiner Gasnarkose aber schreibt zumindest nichts von Sedierung vor der Gasnarkose.


    Ich will damit nicht sagen, dass eine Sedierung nicht gut wäre. Ich kann das nicht beurteilen als Laie. Ich schreibe es nur zur Richtigstellung. Du hattest ja geschrieben:


    Zitat von von kleinschweinugly

    Eine https://meerschweinchen-nothil…/Kaninchen_Narkose_OP.pdf ohne vorherige Sedierung und ohne Schmerzmanagement ist sogar verboten.

    Herzlich Willkommen hier im Forum!


    Meerschweinchen fressen sehr große Mengen. Frischfutter sollte sie mindestens zweimal am Tag neues bekommen. Gibt Du soviel, dass sie dann immer etwas übrig hat? Gutes Heu, nicht z.B. das miese Zeug von Rossmann o.ä., muss immer verfügbar sein. Dabei fressen sie nicht alles, sondern suchen sich die besten Halme aus. Etwa ein Drittel wirft man dann weg, wartet also nicht bis alles aufgefuttert ist.


    Wenn sie so klein oder so untergewichtig ist, würde ich ihr Wärme anbieten. Dazu kannst Du ein SnuggleSafe verwenden oder wenn Du das nicht hast, eine Wärmflasche mit warmem, nicht heißem Wasser füllen und in ein Tuch einschlagen. Das kannst Du in das Gehege legen und einen Karton o.ä. darüberstellen, so dass sie Deckung hat. Natürlich muss sie von dort weggehen können, wenn es ihr nicht gefällt. Wenn Du keine Wärmflasche hast, kannst Du als Übergangslösung auch eine pder zwe gut zugeschraubte Glasflaschen nehmen und in ein Tuch einwickeln.


    Falls das Mädel alleine lebt, sollte sie dringend ein erwachsenes Tier als Beschützer und Erzieher bekommen. Bitte hole ggf. nicht noch ein Baby. Zwei Jungtiere alleine ist auch nicht gut.


    Gerade falls sie alleine sein sollte, würde ich ihr das Futter oft direkt anbieten und ihr Gesellschaft leisten, bis ein zweites Tier da ist. Das sollte aber nicht lange dauern ggf.


    Schreibe gerne mehr von Deinem Gehege, wieviel Du fütterst u.ä. Dann können wir die am besten passende Empfehlungen geben.