Beiträge von Marie-Luise

    Heute scheint es bei vielen Tierärzten üblich zu sein, dass man das Tier für ein OP morgens oder vormittags bringt und abends abholt. DAs würde ich möglichst keinen Schweinchen, erst recht keinen Baby zumuten. Wir wissen ja wie sensibel Schweinchen sind. Ich könnte mir vorstellen, dass die Trennung von Mutter und Geschwistern und das Herausgerissen sein aus allem was bisher die Welt diese Tierchens war, alleine schon ein Traumatisierung bedeuten kann.


    Mit anderen Worten: Wenn ich eine Frühkastration machen lassen würde, würde ich das Baby zusammen mit einem erwachsenen Tier, das ihm Sicherheit gibt, zum Tierarzt bringen, dort warten und es danach gleich wieder mitnehmen, wenn es wach ist. Dann ist die Zeit beim Tierarzt so kurz wie möglich.

    Ja, das ideale wäre sicherlich die Haltung im Haus mit Zugang zum Garten.


    Unsere Schweinchen kommen nur in der warmen Jahreszeit tagsüber nach draußen. Das gefällt ihnen nach kurzer Gewöhnung (1-2 Tage) sehr gut. Wenn wir sie nachts auch noch draußen lassen wollten, hätte ich keine Ruhe, ohne den Boden auch noch mit Draht abzusichern. Bisher haben wir nur ca. 30cm Tief den Draht in den Boden eingelassen.


    Zudem kann es hier auch in der warmen Jahreszeit tagelang verregnet und oft auch windig sein. Und dann ist es aus meiner Sicht für die Schweinchen im Haus deutlich schöner. Starker Wind irritiert sie und macht sie ängstlich. Das Wetterproblem liegt sicherlich auch an unserer Gegend und dem sehr hohen Gehege, das dann zu wenig Schutz vor Wind und Feuchtigkeit bietet.


    Wenn das Wetter draußen schön ist, halten wir uns als Menschen auch mehr draußen auf. Ich setzte mich auch zum Lesen oder mitunter zum Arbeiten in das Gehege oder man geht bei der Gartenarbeit dort vorbei und redet kurz mit ihnen usw.


    Du hast ja noch Zeit abzuwägen und wenn es noch Ideen oder Fragen gibt, wollen wir gerne versuchen mitzudenken.

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    In der Schutzhütte sollte es auf jeden Fall frostfrei bleiben. Das würde voraussetzen, dass sie sehr gut gebaut ist, die Tiere sich alle (!) darin aufhalten und die Größe und Befüllung auch noch passt. Zudem müssen die Tiere gesund und schwer genug sein und das Gehege muss so groß sein, dass sie sich viel bewegen können um warm zu werden.


    Mit anderen Worten, wenn es der erste Winter für die Tiere oder bei Euch ist oder ihr nicht die Temperatur in der Schutzhütte überwacht u.ä., würde ich sie dringend in die Garage tun. Natürlich brauchen sie dort dann auch ein wärmendes Schlafhaus und einen ausreichenden Auslauf, der dick genug eingestreut ist, dass es von unten nicht zu kalt ist.


    Wenn es meine Tiere wären, würde ich sie ohne nicht draußen halten, zumal in allen guten Empfehlungen für Außenhaltung, die ich kenne, 4 Tiere als Mindestzahl genannt werden, damit sich die Tiere gegenseitig ausreichend wärmen und zur Bewegung animieren können.


    Die Außenhaltung von Hausmeerschweinchen hat aus meiner Sicht auch nichts mit artgerechterer oder natürlicherer Haltung zu tun, als die Innenhaltung. Es spricht einiges sogar für das Gegenteil. Ich will das jetzt nicht zu einem Thema machen, sondern nur daraufhinweisen, dass ein Argument, es sei ja natürlich draußen, nicht sinnvoll wäre. Das ist also nicht als Vorwurf gemeint. :-)

    Man kann die Menschen nicht mit Gesetzen dazu zwingen, verantwortungsvoll und liebevoll mit Tieren umzugehen. Da ist Aufklärung, gutes Vorbild und das Angebot guter Lösungen viel besser. Aus meiner Sicht ist das letzte was wir brauchen, mehr Einmischung des Staates, noch dazu an der falschen Stelle.


    Wer wollte denn entscheiden, wer Meerschweinchen vermehren darf und wer nicht?


    Wenn einer seinen Tieren Ausstellungen und den Nachkommen Züchtungen nach menschlichem Geschmack zumutet, dann soll der züchten dürfen, weil er Mitglied in einem entsprechenden Verein ist?


    Aber das eigentliche Thema hier ist ja die Aufklärung über Frühkastration sowie deren Für und Wider. Ich kann mir vorstellen, dass es Situationen gibt, in denen Frühkastration die bestmögliche Lösung ist.


    Ich habe bei unseren erwachsenen Böckchen beobachtet, dass vier von fünf nach der Kastration weniger sexuell bedingtes Verhalten zeigten. Das mag nicht für alle Böckchen in der gleichen Quote zutreffen. Aber falls ich es richtig beobachtet habe bei Tieren um die 2 Jahre, dann wird es vermutlich auch bei Jungtieren einen Unterschied machen. Wer will aber beurteilen, wie sich ein Tier anders entwickelt hätte, wenn es nicht frühkastriert worden wäre?

    Ich kenne keine Quelle, wo man frische Zweige bestellen könnte. Die wären bei der Ankunft auch nicht mehr frisch. Und die Stücke aus dem Zoohandel sind unbrauchbar. Es muss frisch sein.


    Wenn ich unterwegs etwas schönes finde, z.B. einen umgesturtzen Baum, einen Haufen vom Knick-Schnitt o.ä., dann nehme ich möglichst viel mit und stelle es draußen in einen Eimer mit Wasser. Das hält dann locker eine Woche frisch, in der kühlen Jahreszeit auch länger.


    Weihnachtsbäume sind m.W. zumindest teilweise gespritzt, damit sie länger frisch bleiben. Die würde ich daher nie verfüttern, wenn ich nicht sicher wüsste, dass sie unbehandelt sind.

    Ich würde auch erst einmal versuchen herauszufinden, warum das Tier deutlich abgenommen hat. War es vorher zu dick und hat jetzt mehr Bewegung? Ist es krank? Gibt es starke Spannungen in der Gruppe? Bekommen sie genug Futter oder bleibt für ihn nicht genug gutes übrig? Solche und andere Fragen kannst Du zunächst selbst versuchen zu beantworten und dann ggf. noch mal einen anderen Tierarzt fragen.


    Ein gesundes Meerschweinchen nimmt nicht grundlos 200g ab. Daher macht es auch keinen Sinn, durch konzentriertes Futter das auszugleichen. Das getreidefrei Trockenfutter ist ja nicht besser als Frischfutter, sondern es fehlt hauptsächlich das Wasser und damit das Volumen und dadurch werden die Tiere verführt mehr zu essen, bis es dann im Magen quillt.


    Viel Flüssigkeit ist zudem für Meerschweinchen wichtig. Sie trinken ja oft gar nicht, sondern nehmen die Flüssigkeit durch das Futter auf. Wenn diese fehlt, erhöht das z.B. die Gefahr von Blasensteinen.


    Hier sind die Zutaten von z.B. Cavialand Gourmet Schlemmermix:

    Zitat

    - Gourmet Grainfree (Wiesenflakes, Paprikawürfel rot, Rote Beete Würfel, Karottenwürfel, PAStinakenwürfel, Ringelblumenblüten, Melisse, Petersiliestiele, Erbsenflocken, Ackerbohnen)


    - Gourmet Flocken Mix (Karottenflocken, Erbsenflocken, Ackerbohnenflocken, Maisflocken, Rote Beete Kissen)


    - Gourmet Vital Mix ( Erbsenflocken, Johannisbrot, Karottenwürfel, Maisflocken, Paprikawürfel rot, Pastinakenwürfel, Rote Beete Würfel, Tomatenflocken)


    - Gourmet Gemüsemix (Rote Beete Würfel, Karottenwürfel, Erbsenflocken, Petersiliestengel, Selleriestiele


    - Gourmet Blüten Mix (Ringelblumenblüten, Sonnenblumenblüten, Kamilleblüten, Rosenblüten, Kornblumenblüten

    Was ist an getrocknetem Gemüse und Kräutern gesünder als an frischem? Und warum sollte ein Schweinchen getrocknetes, pulverisiertes und zu Flocken verpresstes Grünzeug und andere Pfanzenteile fressen? Damit gefährdet man in größeren Mengen nicht nur die Darmgesundheit sondern auch die richtige Zahnabnutzung.


    Viele Menschen ernähren sich ungesund und werden alt und auch Schweinchen können alt werden mit ungesundem Futter und auch in kleinen Käfigen und Einzelhaltung. Aber ist das erstrebenswert?

    Ich verstehe Deine Bedenken und Dein Anliegen sehr gut, Hagebutte . Und nur weil viele oder manche Leute einfache Antworten haben wollen, wo es keine einfachen Antworten gibt, muss ich das nicht fördern, indem ich auch mitmache.


    Ich gehe sogar weiter: Ich finde die Kastration ist grundsätzlich ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit, der medizinisch nicht nötig ist. Ich habe mir sehr schwer getan, seinerzeit meinen Kater (nach Erreichen der Geschlechtsreife) und letztes Jahr fünf Meerschweinchen (alle erwachsen) kastrieren zu lassen. Es gibt bezüglich Kastration Argumente dafür und solche dagegen. Ich möchte, außer in einem akuten Notfall so beraten werden, dass ich abwägen kann und dann hoffentlich die in der jeweiligen Situation richtige Entscheidung treffe.


    Was ich an den Argumenten der Befürworter hier nicht verstehe: Oft wird die Kastration (auch von bereits erwachsenen Tieren) auch mit dem Argument bei Bockgruppen empfohlen, dass die Tiere dann etwas verträglicher oder entspannter werden. Wenn das richtig ist, dann kann es nicht gleichzeitig richtig sein, dass die Hormone nicht bei einem Frühkastraten "fehlen". Wie könnte sonst das Fehlen der Hormone eine Verbesserung der Chancen für eine Bockgruppe bewirken?

    Gut, dass das schon untersucht wurde!


    Hast Du es auch mit Flüssigkeit versucht?


    Ich würde oft am Tag ihm auch normales Futter anbieten. Je mehr Frischfutter er frisst, desto besser ist es. Bei Breinahrung sind mit der Zeit zumindest Zahnprobleme vorprogrammiert.

    Ich würde auch 3x1m eher nehmen als 1,5x2m.


    Die Idee von HannaM finde ich gut. Du müsstest dann nur darauf achten, dass die Platte so stabil ist, dass Du darauf treten kannst, falls Du das möchtest. Bei 3x1m. könntest Du, wenn Du nicht klein bist, gerade noch nach hinten reichen, wenn Du Dich auf der Platte abstützt. Bei 1,5x2m müsste Du auf jeden Fall in das Gehege steigen zum Säubern u.ä.


    Wenn Du eine Platte nimmst, könntest Du eine billige Platte wie eine Spanplatte nehmen und müsstest das Gehege sorgfältig mit Teichfolie oder PVC auslegen.


    Da Du schriebst, dass der Schuppen nicht sicher ist vor Eindringlingen, müsstest Du das auf jeden Fall angehen. Entweder machst Du den ganzen Schuppen sicher oder Du müsstest den Schweinchen ein stabiles Gehege mit Gitterdeckel o.ä. bauen. Das wäre natürlich zum beobachten nicht schön. Ich würde also wenn möglich den Schuppen insgesamt sicher, weil Ihr dann auch flexibler seid bei späteren Umbauten des Geheges. Wie man das machen könnte, kann hier vermutlich keiner sagen, wenn er nicht den Schuppen kennt.

    Weil es nur das Fell verklebt und weil ich im Tierschutz mehr sehe, als die meisten Halter.

    Es ist Tierquälerei ein Tier mit Fett einzuschmieren, es verklebt die Haut und die Funktion des Vertreibens von Insekten ist im Falle von Haarlingen unsinnig. Haarlinge verlassen das MS nicht freiwillig, erst ein totes, weil es dort keine Nahrung mehr gibt.

    Ich habe es selbst schon angewandt und es verklebt das Fell oder die Haut nicht. Das wird ja nicht dick aufgetragen. Ich verwende auch seit Jahren für meine Haare Kokosöl und mitunter auch für die Haut. Da verklebt nichts, sondern es tut gut. Natürlich würde ich es nie bei einem Schweinchen als Pflegeprodukt einsetzen. Ich schreibe das nur als ergänzende Information.


    Die Haarlinge sollen das Schweinchen ja auch nicht freiwillig verlassen, sondern eben weil sie vor dem Kokosöl flüchten. Wenn Haarlinge nie ein anderes als ein totes Schweinchen verlassen würden, könnte auch nie ein anderes Tier aus der Gruppe auch Haarlinge bekommen.

    Haferflocken helfen vermutlich kurzzeitig, weil sie trockener sind, als normales Futter. Das ist ja auch die Wirkung der unsäglichen Heudiäten: Es entsteht ein Flüssigkeitsmangel und dadurch wird natürlich auch der Kot weniger feucht. Das hat aber nichts mit einer Heilung zu tun und ist gefährlich, u.a. wegen Blasensteingefahr. Haferflocken haben zudem viele Kohlenhydrate und füttern damit die eher schädlichen Darmbewohner.


    Ich würde, ohne natürlich garantieren zu können, dass das zutrifft, nach all den Untersuchungen davon ausgehen, dass es sich um einen Mangel an "guten" Darmbakterien oder noch allgemeiner gesagt eine Fehlbesiedelung des Darmes handelt. Es könnte natürlich auch eine andere Ursache vorliegen wie eine chronische Entzündung im Darm. Unschädlich und unter Umständen hilfreich wären Colosan für z.B. 1

    Woche und dann Sobamin und Apfelpektin (reines, z.B. von Natura) für 4 Wochen. Ergänzend wären Küchenkräuter und frische Zweige nützlich.


    Sobamin in Kombination mit Apfelsaft hat das hier bisher jeder willig bis gern genommen. Sobamin hat ähnlich wie Heilerde eine entgiftende Wirkung, aber tut noch mehr als das. Die Wirkung wurde auch durch eine wissenschaftliche Studie belegt. https://www.pharmawerk-weinboe…iologischerBodenstoff.pdf, weitere Studienergebnisse zu https://www.ebi-pharm.ch/uploa…tthematik_Nr_153_2015.pdf.


    Du könntest pro Tier einmal täglich 1 Messerspitze Sobamin + 1/2 Messerspitze Pektin mit Apfelsaft auf ca. 2ml aufgefüllt geben. Da Pektin klumpt, verrühre ich es zuerst mit dem Sobamin und rühre dann den Apfelsaft unter.


    Vom Colosan würde ich für 1000g Körpergewicht 0,3ml in eine 1ml-Spritze aufziehen und diese dann mit ungesüßtem Apfelsaft auffüllen.


    Ich hoffe, Du gibst kein Trockenfutter oder Nagersnacks o.ä.?

    Ich würde auch versuchen, ihm Fencheltee oder Fenchel-Anis-Kümmel-Tee, notfalls auch Wasser mit ein wenig Honig eingerüht, in einer Spritze geben, mehrmals täglich. Vermutlich bekommt er nicht genug Flüssigkeit über den Brei. Wenn man bedenkt, dass in z.B. 300g Grünzeug ca. 1 Wasserglas voll Wasser enthalten ist, ist das gut vorstellbar. Zudem wird natürlich auch das Entwässerungsmittel seine Wirkung gezeigt haben.


    Falls er deutlich zu wenig Flüssigkeit aufgenommen hätte bzw. aufnehmen würde, würde der Kreislauf irgendwann versagen.


    Das andere ist: Woher kommt denn das Wasser in der Lunge? Ist das geklärt worden? Meines Wissens kann z.B. ein Herzproblem dieses verursachen. Dann müsste natürlich das Herz behandelt werden. Dafür würde man erst einmal ein Herz-Ultraschall benötigen.