Beiträge von Marie-Luise

    Das wäre ja schön! Da sie vermutlich erst seit einem Tag oder so in dieser Kombination leben, ist es ja noch nicht stabil. Daher wünsche ich Euch, dass es gut weitergeht!


    Halte uns gerne weiter auf dem Laufenden. Das ist ja immer auch für andere Halter mit solchen Problemen eine Hilfe, Berichte aus vergleichbaren Situationen zu lesen.

    1,5qm Grundfläche sind aber deutlich zu klein für drei Tiere, erst recht bei Kaltstallhaltung. Die Hälfte wäre allerdings aus 3qm, also z.B. 3x1m. Das würde schon eher gehen.


    Um einen Schuppen sicher zu machen müssten alle 6 Flächen geprüft werden, auch der Boden vor durchgraben.


    Magst Du mal Fotos einstellen? Dann wäre es eher möglich, Dir sinnvoll Vorschläge zu machen.

    Ich würde es mal mit Sobamin und Apfelpektin versuchen. In Kombination mit Apfelsaft hat das hier bisher jeder willig bis gern genommen. Sobamin hat ähnlich wie Heilerde eine entgiftende Wirkung, aber tut noch mehr als das. Die Wirkung wurde auch durch eine wissenschaftliche Studie belegt. https://www.pharmawerk-weinboe…iologischerBodenstoff.pdf, weitere Studienergebnisse zu https://www.ebi-pharm.ch/uploa…tthematik_Nr_153_2015.pdf.


    Du könntest pro Tier einmal täglich 1 Messerspitze Sobamin + 1/2 Messerspitze Pektin mit Apfelsaft auf ca. 2ml aufgefüllt geben. Da Pektin klumpt, verrühre ich es zuerst mit dem Sobamin und rühre dann den Apfelsaft unter. Ab der dritten Woche könntest Du das Pektin weglassen und nur das Sobamin insgesamt 4 Wochen geben.


    Frische Zweige sind auch gutes Futter für die "guten" Darmbakterien und somit nützlich für den Darm.

    Wie lange hast Du denn Queenie und Nero ohne Dante in einem abgetrennten Bereich gehalten?


    Du beschreibst so viele "Kombinationen", dass ich unsicher bin, ob Du es wirklich lange genug versucht hast. Wenn die Tiere sich nicht beißen und jetzt ohnehin schon rund 1 Jahr zusammenleben, würde ich es mit Nero und Queenie für mindestens 2 Woche versuchen und Dante während dessen getrennt halten. Evtl. wäre es möglich, ihn direkt neben den anderen mit Gitter getrennt zu halten, aber das kann auch das Verhalten der anderen verfälschen.


    Nero scheint bisher, zumindest seit Monaten, unter Dante sehr gelitten zu haben. Wenn ein Meerschweinchen nicht genug Futter bekommt, muss die Angst schon groß sein. Daher besteht ja die Chance, wenn Queenie lieb ist, dass die beiden ohne Dante eine neue Art von Umgang entwickeln. Falls Du es natürlich schon mit den zweien allein längere Zeit versucht haben solltest, macht es keinen Sinn mehr.


    Bei einem solchen Versuch müssten sie natürlich genug Platz haben, also das ganze Gehege, mit den Einrichtungsempfehlungen von gestern. Dante müsste dann einen zusätzliches Gehege vorübergehend bekommen. Sollte es mit Nero und Queenie gut laufen, dürfte Dante natürlich nicht noch einmal zu ihnen zurück.


    Die Kombination der beiden hätte auch den Vorteil, dass Du nur ein Tier abgeben müsstest. Für erwachsene Böckchen oder Kastraten einen guten Platz zu finden, ist nicht einfach. Natürlich würde das nicht rechtfertigen beide unglücklich werden zu lassen.


    Kannst Du die Kastration von allen in der neuen Wochen vornehmen lassen?


    Andernfalls müsstest Du sie entweder unnötig lange getrennt halten oder die Quälerei zu dritt ginge unnötig lange weiter.

    Ja, aber es gibt auch, wie hier oben und anderswo berichtet, den Fall dass zwei Weibchen sich nicht vertragen haben. Mir ist nicht bekannt, dass die Quote in solch einem Falle bei Männchen schlechter wäre, als bei Weibchen. Und ein älteres Männchen zu finden wird deutlich schneller gehen, als ein Weibchen zu finden. Entsprechend gäbe es dann auch eher eine Auswahlmöglichkeit, damit die Tiere in Größe, Temperament und Charakter möglichst gut zusammen passen.

    Ich finde es gut, dass Du Dein Schweinchen nicht alleine lassen willst. Wenn bei Dir in der Nähe eine gute Notstation ist, würde ich damit Kontakt aufnehmen. Die sollten sich am besten beraten können, wegen eines geeigneten Tieres.


    Vom Platz her könntest Du auch zwei Tiere dazunehmen, beispielsweise ein Kastrat und ein Weibchen, die schon mindestens 2-3 Jahre alt sind. Zwei Jungtiere fände ich auch nicht gut.


    Aus meiner Sicht wäre auch ein Kastrat von vier oder mehr Jahren aussichtsreich. Ob sich Dein Weibchen mit einem anderen Weibchen besser vertragen würde, als mit einem Kastraten, ist schwer zu sagen. Normalerweise gibt es eher Gezanke zwischen Weibchen als zwischen Männchen und Weibchen. Aber letztlich hängt es sehr stark von den beiden Tieren ab.

    Nach meinem Kenntnisstand hängt es vom Mittel ab, wann es wiederholt werden muss. Stronghold wirkt m.W. nur 2 Wochen, Advocate 3-4 Wochen. Auf jeden Fall ist es unnötig, eine Spritze zu geben, was leider manche Tierärzte machen. Das Spot-On ist zwar auch Gift, aber zumindest in der Anwendung stressärmer.


    Ich würde nicht zu einem Notdienst fahren. Wenn sie sich nicht sehr heftig kratzen, kann das bis Montag warten. Wenn Du natives (!) Kokosöl im Haus hast, kannst Du davon eine kleine Menge in der Hand schmelzen lassen und dem Schweinchen im Fell verreiben. Das Tier muss dann nicht von Fett triefen, es geht um den Geruch. Ich habe von verschiedenen Leuten schon gelesen, dass das gegen die Haarlinge gereicht hat. Zumindest sollte es aber dem Schweinchen etwas Ruhe verschaffen, weil die Parasiten vor dem Kokosöl flüchten (und dann im Idealfalle verhungern). Das Schweinchen wird sich dann auch erst ein paarmal schütteln, weil der Geruch nicht schweinegemäß ist, aber es ist unschädlich.

    Nach Deinen weiteren Beiträgen bin ich unsicher, wie sich die Tiere zueinander verhalten. Erst schriebst Du, dass sie sich sehr gut verstanden haben bis Oktober. Spätere Beiträge hören sich so an, als hätten sie sich nie vertragen. Auch dass Du es schon einmal vergeblich mit Nero und Queenie versucht hast, war ja eine wichtige Zusatzinformation. Hast Du es denn mal umgekehrt mit Dante und Queenie alleine versucht? Vielleicht würde das ja friedlicher werden?

    Danke für Deine Antworten!


    Es ist natürlich sehr schwierig eine Gruppe zu beurteilen, die man nicht sieht. Aber auf der Basis von dem, was Du schreibst, sehe ich nur noch eine geringe Chance, dass die drei jemals friedlich miteinander leben werden. Ich fasse mal zusammen, wie ich die Situation einschätze und bitte Dich es zu korrigieren, wenn ich etwas falsch verstanden habe.


    • Dante und Nero haben vermutlich schon seit sie ein paar Wochen oder spätestens seit sie 2-3 Monate alt waren, keinen Kontakt zu erwachsenen Tieren mehr. Auch Queenie hat nur ähnlich kurze Zeit solchen Kontakt gehabt, von Dante und Nero abgesehen. Und darin liegt vermutlich schon das entscheidende Problem: Alle drei haben nicht gelernt, wie man in einer Gruppe friedlich lebt und Streit löst und beilegt ohne Beißerei oder ständiges Jagen. Denn auch Queenie konnte es bei den älteren nicht lernen, das sie es ja auch nicht beherrschten.
    • Als sie zu Dir kamen, ging es ihnen schlecht und sie waren völlig verängstigt. Entweder hast Du es damals nicht beobachten können, weil sie sich in Deiner Gegenwart nicht normal verhielten oder die Angst hat sie zusammengeschweißt. Jedenfalls jagt Dante Nero jetzt schon seit mindestens 3-4 Monaten täglich. Eine Besserung oder Verschlechterung ist in dieser Zeit nicht zu beobachten. Entweder unterwirft sich Nero nicht oder Dante versteht es nicht oder er will Nero loswerden nicht nur unterwerfen.
    • Das Verhältnis zu Queenie scheint auch von beiden nicht wirklich freundschaftlich zu sein. Jungs liegen zwar selten wirklich dicht zusammen, aber sie halten sie oft in der Nähe des anderen auf, wenn sie sich mögen. Auch "reden" sie dann miteinander, beschnuppern u.ä. Dazu könnten wir vielleicht noch mehr Informationen benötigen von Dir.
    • Das Gehege hat eine Grundfläche von 2,7qm. Die Etagen haben alle nur 30cm Tiefe.


    Mein Vorschlag zum weiteren Vorgehen:


    Beschreibe gerne noch mehr und prüfe, ob stimmt, was ich geschrieben habe. Bis dahin habe ich folgende Einschätzung:


    So wie Du es beschreibst, sollte es nicht lange weitergehen! Darunter leiden alle drei und irgendwann kann es auch zu einer richtig üblen Beißerei kommen. Ich würde daher entweder sofort trennen oder noch alles versuchen, die Situation zu retten. Die Aussichten sind m.E. nicht sehr groß, aber wenn Du alles sinnvolle schnell umsetzen würdest, hätten sie noch eine kleine Chance.


    Dazu zählen zumindest:

    • Das Gehege ist für 3 Böckchen zu klein, noch dazu, wenn sie nicht harmonisch sind! Durch die geringe Tiefe der Etagen können diese schnell zu Engstellen werden, an denen es Streit geben kann. Sie brauchen deutlich mehr Platz und die Etagen sollten mindestens 60cm tief sein. Ich würde dieser Gruppe mindestens 5qm (auf einer Fläche) geben und zusätzlich eine große Etage.

    • Die Einrichtung kann ich mir nicht vorstellen. Daher schreibe ich etwas, was Du vielleicht schon hast:
      • nur Häuser mit 2 einander gegenüberliegenden Eingängen oder Tunnel oder Unterstände verwenden
      • durch Tücher, die senkrecht hängen den Raum teilen
      • Tücher über Unterstände hängen
      • Sichtschutz auch durch die Aufstellung der Häuser usw. erzeugen
      • jegliche Engstellen und Sackgassen vermeiden
    • Für viel Abwechslung sorgen, z.B. durch Verteilen des Futters im Gehege, frische Zweige zum Benagen; also damit auch Streit um Futter reduzieren, indem es keine festen Futterstellen und Heustellen gibt bis auf weiteres.
    • Die Kastration wird wahrscheinlich nicht den entscheidenden Unterschied machen, aber sie könnte ein Aspekt sein, der zur Rettung des Verhältnisses beiträgt. Daher würde ich in der nächsten Woche alle 3 am gleichen Tag kastrieren lassen. Noch Wochen oder gar bis zu einem Monat zu warten ist m.E. keineswegs sinnvoll! Bei unseren Jungs hat man eine positive Veränderung erst ca. 4 Wochen
      nach der Kastration bemerkt. Das würde also ohnehin noch lange dauern bei Dir.

    Vielleicht fällt mir noch etwas dazu ein oder auch einanderen Leuten hier.


    Es sind natürlich alles nur Empfehlungen, die helfen können, aber nicht müssen leider. Ohne diese Maßnahmen, d.h. wenn Du sie nicht umsetzen willst, würde ich Dante von den anderen trennen und dann schauen wie die beiden sich vertragen. Dante würdest Du dann dennoch schnell kastrieren lassen müssen und ihm idealerweise 6 Wochen nach der OP zwei passende Weibchen in einem eigenen Gehege geben. Sollte das vom Platz her nicht möglich sein bei Dir, müsstest Du versuchen, ihn zu vermitteln oder notfalls an eine gute Notstation geben.


    Wenn Du ihn nach der Kastration zumindest zunächst noch behalten würdest, könntest Du auch beobachten, ob Nero und Queenie sich wirklich vertragen ohne ihn. Ich würde nach meinen bisherigen Erfahrungen immer entweder alle oder keine Böckchen kastrieren lassen. Es gibt aber auch Halter, bei denen sich kastrierte und nicht kastrierte Tiere gut verstehen. Sollte es mit Nero und Queenie nach der Kastration und der Trennung von Dante nicht gut laufen, könntest Du es noch einmal kurz umgekehrt versuchen, mit Dante und Queenie. Die Kombination erscheint mir aber weniger aussichtsreich.

    Ich habe noch eine Frage hinzugefügt.


    Auch wenn es hier nicht das Thema ist, aber da Du es erwähnt hast, will ich kurz zum Wasser schreiben: Ich persönlich halte nichts von Wasserflaschen, u.a. da sie sich schlecht reinigen lassen und die Trinkhaltung unnatürlich ist. Aber einen stabilen Napf mit Wasser sollten sie schon immer verfügbar haben. Selbst wenn viele Schweinchen selten bis nie trinken, kann es ja sein, dass sie es mal brauchen.