Beiträge von Marie-Luise

    Bitte nehmt die beiden Kleinen schnell in die Wohnung, falls die Garage nicht geheizt ist!


    Mit 2x1 Meter in einem geschlossenen Raum haben sie kaum Anregung zum laufen und werden viel zu kalt. Das wäre umso mehr der Fall, wenn es nur ein Haus und kein richtiges Schlafhaus geben sollte.


    Es ist daher ggf. durchaus möglich, dass der Kastrat durch die Kälte krank geworden ist. Jetzt ist es für die zwei jüngeren Tiere erst recht gefährlich. Zu allem Überfluss schreibst Du, dass sie sich nicht gut vertragen und daher vermutlich auch nicht gegenseitig wärmen werden.


    Die Milben deuten auf Stress hin und der Tierarzt hat unnötigen weiteren Stress verursacht, wenn er dagegen Spritzen gegeben hat. Da reicht ein Tropfen eines "Spot-On" völlig aus und die zweite Behandlung kann daher auch der Halter zu Hause machen.


    Wenn Ihr die Tiere in das Haus geholt habt, würde ich schnell einen wie schon hier empfohlenen geeigneten Kastraten holen. Wenn Ihr dazu eine gute Notstation kontaktiert, sollte der gut zu finden sein.

    Bei der Behandlung von Arthrose gibt es verschiedene Aspekte: Schmerzlinderung, Entzündung reduzieren und die Zerstörung des Gelenks aufhalten oder sogar wieder in gewissem Umfang umkehren.


    Von den Zutaten her hat das Rodicare Artrin das Ziel, auch Knorpel wieder aufzubauen bzw. zumindest den weiteren Abbau zu verhindern. Ich kenne das Mittel nicht aus der Nutzung bei Schweinchen, habe mich aber soweit in das Thema eingelesen, dass ich davon ausgehe, dass Knorpel schon zumindest ansatzweise wieder gebessert werden kann.


    Bei Traumeel und Zeel verstehe ich es so, dass das Ziel eher ist, die Entzündung zu reduzieren und Schmerzen zu verringern. Die Entzündung trägt zwar auch zur Zerstörung des Gelenkes bei, ist aber genaugenommen bei einer Arthrose nicht vorhanden, sondern nur bei einer Arthritis. Und sie ist nach meinem Verständnis eine Folge des Verschleißes, nicht der ursprüngliche Auslöser.


    Mit anderen Worten: Ich würde auch in Richtung Knorpelaufbau bei Schweinchen mich umschauen.


    Das andere ist: Ballenabzesse sind ja schmerzhaft und langwierig. Ich würde zunächst versuchen, durch weichen Untergrund und regelmäßiges Eincremen der Füßchen sowie nicht zu hohes Gewicht dem entgegenzuwirken. Wenn Ihr das alles schon macht, würde ich notfalls dauerhaft Schmerzmittel geben, wenn sie sich sonst nicht genug bewegt. Nach dem was ich von anderen Schweinchen gelesen habe, können die Tiere damit auch ein Jahr oder länger leben. Ich würde einem solchen Tier dann lieber beispielsweise ein glückliches Jahr ermöglichen und es dann wegen notfalls wegen der Folgen des Schmerzmittels einschläfern lassen, als es ein halbes Jahr länger unter häufigen oder dauerhaften Schmerzen und wenig Bewegung leben zu lassen.

    Bist Du sicher, dass seine Verdauung ganz in Ordnung ist? Sind seine Böhnchen z.B. nicht zu weich? Bekommt er genug faserhaltiges Futter und kein Trockenfutter o.ä.?


    Falls das sichergestellt ist, dass da alles in Ordnung ist, würde ich die Tasche so oft ausräumen, dass sie nicht erst weiter gedehnt wird und die Aufnahme von Blinddarmkot behindert wird, notfalls einmal am Tag o.ä.


    Das letzte Schweinchen in meiner Kindheit hatte das Problem ganz heftig. Damals sagte uns, soweit ich mich erinnern kann, der Tierarzt, das könne bei älteren Böckchen vorkommen und man könne nichts machen. Wenn ich daran zurückdenke, tut es mir heute noch leid. Das muss dann auch schon wehgetan haben und Blinddarmkot konnte er zumindest oft sicherlich auch nicht mehr aufnehmen.

    Zum Verlust des Auges hatte ich grundsätzliche Überlegungen geschrieben. Die zehn Tage wären da sicherlich zu vernachlässigen.


    Dass Lucy nicht vor Raubtieren weglaufen muss, weiß sie vermutlich genauso wenig wie fast alle anderen Schweinchen. Es ist tief in ihrem Wesen verankert, dass sie immer noch ähnlich vorsichtig sind wie Wildtiere. Deshalb sind sie so schnell zur Flucht bereit, lieben Deckung, sind oft sehr scheu bei Fremdem u.s.w. Wenn ich so sehr auf der Hut sein will, brauche ich alle Sinne, auch die Sehfähigkeit in beide Richtungen, um mich nicht noch unsicherer zufühlen oder einen Nachteil zu haben.


    Wie gesagt, ich zweifele nicht an, dass ein Meerschweinchen mit nur 1 Auge glücklich sein kann und vermutlich sogar ein blindes Tier. Ich wende mich nur gegen das Argument, für Meerschweinchen sei das Augenlicht nicht wirklich wichtig.


    Wenn der Tierarzt das Auge zusätzlich verletzt hätte, wäre ja besonders traurig. Machen kannst Du da vermutlich nichts, weil Du es ja nicht beweisen kannst.


    Das Auge sieht aber noch nicht gut, vielleicht sogar schlechter als vorher aus.:(

    Ich würde mir auch gut überlegen, ob es für die Tiere ganzjährig draußen schöner wird.


    Bei sieben Tieren ist schon mal die Abwechslung und Anregung zur Bewegung mehr gegeben als bei zwei, die ja manchmal leider auch draußen gehalten werden, oder vier. Allerdings verlieren sie aus meiner Sicht immer noch etwas, wenn sie nicht den intensiven Kontakt mit Menschen haben, den wir ihnen in der Wohnung bieten können. Da kommt es natürlich auch darauf an, wie das bisher bei Euch aussieht. Ein ganzes Zimmer für die Schweinchen, also z.B. 15qm nutzbare Fläche wäre natürlich super. Mitunter sagen aber auch Leute, die Schweinchen hätten ein eigenes Zimmer und halten sie dann dort in einem normalgroßen Gehege. Das ist dann aus meiner Sicht nicht optimal: Die Anregungen und der soziale Kontakt mit den Menschen dürfte dann deutlich weniger sein, als wenn sie z.B. im Wohnzimmer oder Arbeitszimmer stehen und der Platz ist trotzdem sehr beschränkt.


    Zum Draht: Ganz wichtig soll es sein, dass er punktverschweißt ist, damit er nicht wie ein Strickpulli aufgezogen werden kann, wenn es eine kaputte Stelle gibt. Wie stark unser Draht ist, kann ich gerade nicht sagen. Der Händler hat sein Sortiment umgestellt, wie ich gerade gesehen habe, so dass ich dort nich mehr nachschauen kann. Ich würde da an Deiner Stelle bei guten Seiten über Außenhaltung oder Volierebau nachlesen. Hier finde ich auch vieles lesenswert: https://meerschweinchenwiese.d…altung/gartengehege-bauen


    Zu Deinen Fragen:


    Baumscheiben würde ich nur als Zutat, nicht als grundlegende Elemente verwenden. Wenn sie dann verrotten ist es eben passiert. Einen entscheidenden Unterschied sehe ich zu Weidenbrücken schon darin, dass bei Baumscheiben die Oberfläche sehr offen ist, bei Weidenbrücken sind ja nur die kleinen Schnittkanten so offen, der Rest ist unversehrt. Außerdem liegen Baumscheiben mit großer Fläche auf dem Boden auf, der ja die Gefahr darstellt, Weidenbrücken dagegen nur mit einer kleinen Kante auf beiden Seiten.

    Verschiedene Neurotoxine, zu Deutsch Nervengifte, haben ja sehr unterschiedliche Wirkungen. Daher finde ich es schwierig etwas allgemeines über deren Auswirkungen auf Meerschweinchen zu sagen.


    Wenn Shauni durch Stronghold eine ihrer Episoden hatte, dann ist ja die Frage, was sonst immer diese Episoden ausgelöst hätte. Es ist ja vermutlich das erste mal, dass sie Stronghold bekam, aber die Episoden gab es vorher auch schon.


    Auch wenn Du es nur am Rande erwähnt hast, wüßte ich gerne noch mehr zum Thema Milben und Kokosöl. Weißt Du welchen Milben sie hatte? Waren es vielleicht Milben in den Ohren, nicht auf der Haut?


    Vermutlich muss die Anwendung von Stronghold demnächst wiederholt werden?

    Kotproben sind übrigens nicht besonders teuer

    Da gibt es aber große Unterschiede, was untersucht wird und durch wen. Das billigste was ich bisher bezahlt habe, sind 10 Euro bei einem Pathologen im Ruhestand (für Wildtiere) und dagegen rund 70 Euro bei einem Tierarzt für etwa den gleichen Untersuchungsumfang. Es kann sogar noch teurer werden, je nachdem was man untersuchen lässt. Daher würde ich immer vorher fragen was es kosten würde.

    Was verstehst Du darunter? Ich kenne den Begriff nicht und habe auch auf die schnelle keine seriös wirkende Stelle gefunden, die etwas dazu aussagt.

    Guten Abend und willkommen hier im Forum!


    Kann es sein, dass es das gleiche Schweinchen war, das mit den Zähnen geknirscht hat und dann "gegrunzt" beim Essen?


    Kann das "Grunzen" daher kommen, dass es schlecht Luft bekommt?


    Habt Ihr beides nur je einmal gehört oder später auch noch?


    Fällt sonst etwas auf, wie aufgeplustertes Fell, ruhiges Verhalten, weniger futtern, keine Böhnchen, dicker oder fester Bauch u.ä.?


    Wie alt sind die Tiere und wie lange habt Ihr sie, d.h. auch wie genau kenn Ihr sie?

    Auch wenn ein Meerschweinchen sicherlich mit einem Auge auch noch glücklich leben kann, finde ich es wichtig, sein Auge möglichst zu retten. Meerschweinchen können nachweislich Farben unterscheiden und jeder von uns hat sicherlich schon beobachtet, wie stark sie auf optischen Eindrücke (z.B. Bewegungen) reagieren. Dann nur noch die Hälfte des Blickfeldes zu haben, ist somit auch für ein Meerschweinchen ein großer Verlust. Dabei ist es für ein Schweinchen ja ein größerer Unterschied, weil ihre Augen auf den Seiten sitzen. Bei uns Menschen geht durch den Verlust eines Auges hauptsächlich die Einschätzung von Entfernung und das plastische Sehen verloren. Ein Schweinchen büßt etwa die Hälfte seines Blickfeldes ein.

    Die Geschichte von Monti (von Joe63) ist ein schönes Erfolgserlebnis. Allerdings war dort aus meiner Sicht die Ausgangssituation deutlich anders: Dort war der Kastrat derjenige, der aus Einzelhaltung kam und mit zwei Weibchen und einem großen Gehege überfordert war. Er war aber nicht der Aggressive, sondern eines der Weibchen. Das andere Weibchen war lieb zu ihm


    Bei Dir gibt es ein stärkeres Weibchen, das alle bisherigen Schweinchen abgelehnt hat und ein schwächeres Weibchen, das unter der Situation leidet. Es hört sich so an, als sei die Schwächere auch noch nicht ausgewachsen. Rund 10 Wochen (genaues weiß ich ja nicht) sind für ein Schweinchen wie rund 2 Jahre für uns. Wenn ein Menschenkind zwei Jahre nur mit Unterdrückung und ohne Freundschaft aufwachsen würde, würde das das Kind für das ganze Leben prägen.


    Ich weiß, dass das "Krawallschweinchen" auch nur ein Opfer seiner Haltung oder gesundheitlicher Probleme ist, aber deswegen sollte nicht ein zweites Tier der Leidtragende sein. Das schreibe ich nicht als Vorwurf, dass Du es versucht hast, sondern nur als Argument, das möglichst schnell abzubrechen.

    Herzlich Willkommen, Maren!


    Welche Probleme hat sie denn mit den Pfötchen? Falls es Entzündungen oder gar Ballenabzesse sind, ist das doch nicht ein direkter Zusammenhang mit der Arthrose?


    Andreas ( Löwenzahn) hat gute Erfahrungen mit Rodicare Artrin gemacht.


    Traumeel würde ich eher bei akuten Problemen geben, nicht bei Abnutzung. Mit Zeel habe ich selbst noch keine Erfahrungen gesammelt. Aber vielleicht hat ja ein anderer damit positive Erfahrungen bei Arthrose gemacht?