Beiträge von Marie-Luise

    Ich glaube, sie haben bei Euch jetzt optimale Bedingungen miteinander zurechtzukommen (von einer nicht möglichen gut sozialisierten Gruppe Erwachsener einmal abgesehen). Es ist sicherlich eine Hilfe, dass sie die beiden Gehege und den Dauerauslauf haben. Super!


    Auch finde ich es positiv, dass es tendenziell zwei Zweiergruppen gibt und nicht einer sich absondert.


    Bei uns wurde ja das hormonell gesteuerte Verhalten nach der Kastration deutlich weniger. Aber das dauerte 3-4 Wochen und wurde sogar kurzzeitig schlechter. Ich würde mich da also noch auf rund 2 Monate mit zeitweilig mehr Spannungen einstellen. Es kann auch passieren, dass es Peanut oder Gizmo irgendwann zuviel wird und sie heftiger reagieren. Das muss ja nicht schlimm sein, im Gegenteil.


    Das mit dem Kastrationstermin hört sich gut an. Ich würde zur Nachsorge fragen, ob Du in den ersten Tagen Streu verwenden darfst. Ich halte es für sinnvoll in der ersten Woche oder so mindestens einmal täglich die Wunden zu kontrollieren. Ich habe daraufgeschaut und vorsichtig gefühlt, ob etwas warm oder geschwollen ist. Das habe ich später mit mehr Abstand rund 3 Monate lang gemacht, da leider Abzesse auch verzögert sichtbar werden können.


    Etwa die Hälfte der Fäden haben die Schweinchen selbst gezogen, was unproblematisch war. Auch sonst gab es bei uns keinerlei Probleme. Da wir auf Empfehlung des Tierarztes ein Antibiotikum geben sollten, habe ich während diese 5 Tage Colosan und danach Sobamin und Apfelpektin gegeben. Bei Darmbakterien wie Bene Bac o.ä. habe ich meine Zweifel. Zumindest würde ich kein Mittel auf der Basis von Zucker nehmen, da dieser mit Sicherheit kontraproduktiv ist.


    Berichte bitte auf jeden Fall weiter! Alles Gute für das Zusammenleben und die OP!

    Wenn er 2,5 Jahre und eher ruhig ist, würde ich ihm kein Baby dazusetzen, auch weil das für das Baby nicht schön wäre. Aus meiner Sicht müssten es 2 Babies sein, aber das ist ja keine Option bei Euch. (Ich meine das nicht negativ.)


    Ein Weibchen, dass bei einem Tier zickig ist, muss es nicht auch bei dem anderen sein. Die Frage ist auch, was jemand darunter versteht. Andererseits ist die Gefahr natürlich größer, dass es auch bei Euch nicht wirklich harmonisch wird, falls sie einfach dominant ist o.ä.


    Ich würde nicht überstürzen, wenn er derzeit weiterhin frisst und gesund wirkt. Lieber würde ich 2 oder 3 Wochen länger warten und dann für hoffentlich einige Jahre die richtige Partnerin gefunden haben.

    Woher kommt der Junge denn?


    Wie hat er bisher gelebt?


    Und was traust Du Dir zu, bei der Beurteilung eines Schweinchens, seiner Haltung und des Halters?


    Ich würde ein Tier, das gesund wirkt und aus guten Verhältnissen kommt, nicht zum Tierarzt bringen und nicht isolieren. Mit drei Tagen Kot sammeln, einschicken durch den Tierarzt und Zeit im Labor ist man schnell bei einer Woche oder mehr Wartezeit. Das würde ich einem Tier nicht zumuten ohne konkreten Verdacht.


    Natürlich kann meine Methode zum Einschleppen von Parasiten führen. Das kann aber auch trotz der beschriebenen Vorsichtsmaßnahmen geschehen. Wenn der Neue z.B. erst durch den Stress des Umzuges, der Einzelhaft oder der Vergesellschaftungen einen Ausbruch von Milben, Pilz o.ä. bekommt, hilft die Isolierung und Untersuchung nichts oder führt im schlimmsten Falle erst zu dem Problem.

    Zur Narkoseart:


    Ich habe sehr überzeugendes von Inhalationsnarkose mit Isofluran gelesen und bin daher zu einem mir empfohlenen Tierarzt extra rund 1 Stunde weit gefahren. Wir haben dort letztes Jahr 5 Tiere kastrieren lassen und sie waren sehr schnell wieder wach. Ich habe sie ca. 20 Minuten nach Ende der letzten OP mitgenommen und schon im Auto haben sie gefressen. Ich habe es daher nicht bereut mit der Gasnarkose.


    Das Speicheln soll nach manchen Quellen nur selten vorkommen, nach anderen häufig. Dageben kann ein Mittel gespritzt werden. Der große Vorteil der Gasnarkose ist aus meiner Laiensicht, dass sie viel genauer als alles andere dosiert werden kann. Sowohl das Ende der Narkose als auch ihre Tiefe können durch die Gasmenge sehr direkt gesteuert werden.


    Wichtig ist aber, dass sich der Tierarzt mit der betreffenden Narkose gut auskennt und richtig damit umgeht. Ich würde daher nicht nur auf die Narkoseart achten, sondern möglichst einen Tierarzt wählen, der von erfahrenen Meerschweinchenhaltern empfohlen wird.

    Im Frühjahr sollen sie nach draußen ziehen. Dort haben wir mehr Möglichkeiten. Habt ihr dafür gute Tipps? Ist als ständiger Auslauf (von oben geschlossen) Rasen geeignet?

    Unsere Schweinchen dürfen in der warmen Jahreszeit bei trockenem Wetter tagsüber in ein stabiles Gehege. Anfangs waren sie ängstlich durch die ungewohnte Umgebung, aber dann haben sie es sehr gemocht. Bei 2 Schweinchen hielt auf diese Art das Gras auf 14qm gerade so bis in den September. Bei mehr Tieren oder weniger Fläche oder ganztägiger Haltung würde man sehr viel mehr Platz brauchen, damit der Rasen erhalten bleibt. Und versetzbare Gehege kenne ich nur so, dass sie nicht sicher sind vor Durchgraben, teilweise nicht einmal von oben oder der Seite.


    Ich würde daher nicht auf den Umzug in den Garten bauen, wenn Ihr nicht bereit seid viel Arbeit und auch Geld in die Hand zu nehmen. Ich finde diese Seite incl. Unterseiten informativ: https://meerschweinchenwiese.de/haltung/aussenhaltung und hier ist eine gut durchdachte Version eines Stalles: https://meerschweinchencafe.de/uber/gehege/


    Bei Außenhaltung ist auch zu bedenken, dass man zumindest in der kalten Jahreszeit viel weniger von den Tieren hat und sie weniger von uns Menschen. Wenn man sie dagegen nur in der warmen Jahreszeit draußen halten will, braucht man trotzdem zumindest wegen der Nächte ein mardersicheres Gehege draußen und wegen der 6-8 Monate im Haus ein ausreichend großes Gehege im Haus zusätzlich. Ich finde es daher unter dem Strich am besten, wenn sie nur tagsüber von ca. Mai bis September hinausgebracht werden. Es gibt auch Halter die lange Zeit Außenhaltung praktizieren und da können die Tiere auch unter den richtigen Bedingungen sehr glücklich werden. Es ist eben nur anspruchsvoll und nicht nur vorteilhaft.

    Gut, dass es mit den Bildern letztlich doch funktioniert hat!


    Der Auslauf sieht stabil aus und es ist gut, dass er von oben gegen Regen und von unten durch die Platten vor durchgraben geschützt ist. Allerdings sehe ich in den Platten aktuell auch ein Problem: Mit relativ wenigen Stroh darauf muss das sehr, sehr kalt sein. Schweinchen haben ja nackte Füße und einen Bauch, der sehr dicht über dem Boden ist sowie kein richtiges Winterfell mit Unterwolle. In diesen Punkten unterscheiden sie sich z.B. von Kaninchen.


    Ich würde als Sofortmaßnahme folgendes machen:

    • mehr Stroh oder z.B. Rindenmulch (bitte hier mal suchen, da gab es Empfehlungen für Sorten, die nicht zu grob oder aggressiv sind) darunter einstreuen im Auslauf und unten im Stall
    • mehr Verstecke in den Auslauf stellen und darin noch mehr Stroh oder andere wärmende Einstreu legen
    • im Schlafhaus mehr weiches Stroh einlegen
    • falls es nicht schon der Fall ist: dem Schlafhaus ein Dach geben
    • ein Thermometer im Schlafhaus anbringen (ohne dass es die Schweinchen gefährdet)
    • frische Zweige oder Bambus außen hinlegen

    Wie groß ist das Schlafhaus?


    Wenn ich es richtig sehe, sind sie aktuell gezwungen, darin gemeinsam zu liegen und durch einen kleinen Eingang es zu verlassen. Besser wäre es, wenn das Haus mehrere leicht getrennte Bereiche hätte, durch kleine Trennwände. Ein Edellösung findet man bei https://meerschweinchencafe.de/uber/gehege/ Bei einem Pärchen oder einer Haremsgruppe sind die Kammern u.U. nicht nötig, aber Du wirst ja neue Tiere hinzusetzen und Deine kommen bald in die Rappelphase, da kann es dann schon mal stressig werden.


    Weiches Stroh ist m.E. z.B. Haferstroh. Ich hatte mal welches von einer Ponyhalterin bekommen, das war sehr weich. Du müsstest Dich da aber noch mal informieren. Weichheit wäre wichtig, weil Schweinchen sich leider öfters was in das Auge stechen. Meistens ist es Heu, aber die meisten Innenhaltungen nutzen ja schon gar kein Stroh.


    Zweige haben jetzt zwar keine Blätter, werden aber je nach Art dennoch gerne beknabbert, wenn sie frisch sind. Beliebt sind bei uns u.a. Ahorn, Hainbuche, Hasel, Quitte, Apfel in kleinen Mengen manchen Kiefer und Fichte. Außer Eibe kannst Du alle Zweige von einheimischen Bäumen verwenden. Von Eiche und Walnuss würde ich nicht viel geben.


    Zu den Verstecken im Auslauf: Vielleicht übersehe ich da auch etwas. Wenn Tiere ängstlich sind, huschen sie ggf. nur von Versteck zu Versteck. Ich würde ein Häuschen in den Auslauf stellen und dort mal ein SnuggleSafe hineinlegen oder eine Wärmflasche, die in ein Handtuch eingeschlagen ist. Falls meine Vermutung richtig ist, dass sie nicht nur Angst haben, sondern auch frieren, könnte sie das vielleicht motivieren, in Verbindung mit den anderen Maßnahmen, draußen zu bleiben.


    Es wäre halt wichtig, dass sie draußen sind und merken, dass ihnen nichts passiert. Solange sie in dem dunklen Stall nichts von der Welt sehen wird ihre Angst u.U. nie nachlassen.


    Die entscheidende Sache wäre aber ein wenig ängstliches, freundliches Weibchen von rund 1,5 bis 3 Jahren aus Außenhaltung.

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    Bei dieser Empfehlung geht es darum, Tiere vorübergehend in das Haus zu holen. Die meisten könnten so etwas aber nicht bereitstellen und dann muss man sie im Warmen lassen, bis es draußen auch wieder warm ist. Ich würde allerdings ein Tier, was sich wegen Krankheit nicht bewegt oder eine Lungenentzündung hat o.ä. ohnehin nicht in einem Raum bei 5 Grad halten.


    Andererseits finde ich es sinnvoll ein Tier, das bisher draußen gelebt hat, nicht direkt in eine 23 Grad warme Stube zu bringen. Da gibt es dann vielleicht zumindest eine Übergangsmöglichkeit, indem man ein, zwei Tage nicht heizt und viel lüftet in einem Zimmer. In meinem Zimmer ist es nachts oft nur 12 Grad warm im Winter, weil ich Frischluft liebe. Das wäre z.B. keinesfalls zu warm für den Übergang.

    Ich würde es als erstes mit Spitzkohl versuchen, weil der bei uns und anderen sehr beliebt ist. Wirsing ist z.B. weniger angesehen.


    Grundsätzlich brauchen Schweinchen mitunter aber auch mehrere Anläufe, bis sie etwas Neues annehmen.

    Ich sehe es für Rapha2084. Sehr beliebt sind bei uns Unterstände (selbst gebaute Minihocker oder Weidentunnel), über die ich ein Tuch hänge. Der Stoff auch dem Rücken oder zum halb einwickeln gefällt allen hier.


    Wenn Du Häuser behalten willst, sollten sie unbedingt zwei einander gegenüberliegende Eingänge haben. Andernfalls kann einer in die Ecke gedrängt nicht ausweichen, selbst wenn er nachgeben will. Geht er dazu auf den anderen zu, kann dieser das als Aggression werten und beißen. Das muss natürlich ist passieren, ist aber ein sinnvolle Vorsichtsmaßnahme, solche Situationen zu verhindern.

    Kohl hält sich im Kühlschrank eingepackt ja gut frisch. Bei unseren fünf Schweinchen verschwinden pro Woche eins bis zwei kleinere Köpfe. Kohlrabi- und Blumenkohlblätter nehme ich mit, wenn sie im Laden abgebrochen neben dem Gemüse liegen (natürlich nicht aus der Tonne o.ä.). Grünkohl ist hier auch sehr beliebt, gibt es aber vermutlich nur in Norddeutland frisch.


    Ich nehmen an Häupl-Salat ist das, was wir Kopfsalat nennen? Wenn ja, dann kann man davon kleine Mengen füttern. Das Problem mit den modernen Salat-Sorten ist, dass sie so wenig Rohfaser, so wenig Struktur haben und oft natürlich auch die Nitratbelastung und ggf. Pestitzide u.ä. Normale Salatzucht hat ja mit Natur nichts mehr zu tun.

    Wenn sie Spannungen untereinander haben, können die kurzzeitig stärker werden, vor allem beim Männchen. Es gibt sogar Berichte, dass z.B. durch einen Umzug in eine neue Wohnung und ein neues Gehege die Gruppe zerbrochen ist.


    Wir hatten hier am Wochenende eine große "Holzwanne" eingebaut, da ich es mit einem Teil mit Streu probieren will. Dazu mussten sie zum Teil vorübergehend in je einem Transportkorb warten. Als der letzte, der bei Neuem sehr ängstlich ist, zurückgesetzt wurde, fing er an mit den Zähnen zu klappern. Sofort ging es bei unserem heißblütigsten Jungen auch los. Es war dann etwa eine halbe Stunde sehr unruhig hier. Da die Tiere mich gut kennen und ich ein enges Verhältnis zu ihnen habe, konnte ich sie durch gutes Zureden beruhigen.


    Deine Jungs sind ja noch klein und leben erst eine Woche in diesem Gehege. Da sehe ich keine ernstliche Gefahr. Zur Sicherheit kannst Du leckeres Futter im Gehege locker verteilen, dann ist das eine kleine Ablenkung. Und natürlich sind viele Verstecke wichtig von Anfang an.

    Was mir bei beiden Futterlisten fehlt, ist mehr Grünfutter. Schweinchen fressen natürlicherweise Gräser, Kräuter, Blätter und ein paar andere Kleinigketen. Solange es draußen zu finden ist, sind Gräser und Wildkräuter (nicht einfach kurzer Rasenschnitt) zusammen mit frischen Zweigen das beste Futter. Wenn es das vorübergehend nicht gibt, müssen wir das mit Gemüse ersetzen. Aber auch da sollte es möglichst viel Blättriges und nur etwas Knollen- oder Fruchtgemüse und wenig Obst sein.


    Gut geeignet sind Spitzkohl, Kohlrabiblätter, Blumenkohlblätter, Karottengrün, Selleriegrün, Wirsing, Grünkohl, Spinat, Chicorée, Endivien, Romana, Petersilie, Dill, Basilium, Oregano u.a. Küchenkräuter. Von den Küchenkräuter sollte man keine riesigen Mengen geben, sie sind eine gute Zutat, kein Hauptfutter. Salat gebe ich auch nur wenig und dann lieber Bittersalat wie Chicorée und Endivien. Ein sehr gutes Winterfutter ist auch Bambus (jede Art, die im Garten wächst). Das ist auch ein Süßgras, nur etwas größer geraten und sehr winterhart. ;-)


    Als weiteren Ersatz ziehe ich manchmal Weizengras, Schönpolster (Golliwog) und hole Brombeerblätter.


    Es gibt noch weiteres Grünfutter. Ich habe nur solches aufgelistet, das unsere Schweinchen mögen.


    Kohl ist unbedenklich und gesund, wenn sie kein Trockenfutter bekommen und sich langsam daran gewöhnen.


    Letztes Jahr konnte ich durchgängig Grünzeug von draußen holen. Heute ist es etwas wärmer, da will ich mich auch mal wieder auf die Suche machen. Natürlich gibt man kein vom Frost zermatschtes oder völlig gelbes Grünzeug. Aber solange es gut aussieht und sie sich daran, wie bei allem, langsam gewöhnt haben, ist "Wiese" immer noch das beste Futter.

    Da bin ich erleichtert, dass Du mit uns gemeinsam Verbesserungsmöglichkeiten suchen willst und uns nicht böse bist!


    Wie meinst Du das "bei uns innen ist es zu warm"? Wieviel Grad habt Ihr denn in der Wohnung?


    Die meistens Halter hier lassen Ihre Schweinchen ganzjährig im Haus leben, einige in der warmen Jahreszeit draußen, in der kalten drinnen und nur wenige ganzjährig draußen. Letztgenanntes ist sehr viel aufwendiger für den Halter und auch teurer, wenn es eine gute Haltung sein soll.


    Ich persönlich halte reine Außenhaltung auch nicht automatisch für artgerechter oder schöner für die Tiere. Es kommt da sehr stark auf die Umstände an. Das Ideal wäre sicherlich eine große gemischte Gruppe allen Alters, z.B. 5 Kastraten und 20 Weibchen, die sich gut vertragen und mehrere hundert Quadratmeter nutzen können. Dann könnten sie selbst grasen, die Gruppenzusammensetzung selbst entscheiden und hätten viel Abwechslung, viel Bewegung. Nur so etwas bietet aktuell niemand, den ich kenne. Das wäre ja extrem aufwendig, weil das ganze Gelände gegen Katzen, Marder, Füchse und Greifvögel abgesichert werden müsste.


    Für eine kleine Gruppe von zwei bis vier Tieren o.ä. ist es draußen langweiliger als im Haus, wo sie mit den Menschen viel mehr Kontakt haben und dadurch angeregt werden. Das setzt natürlich voraus, dass die Menschen sich relativ häufig im gleichen Zimmer aufhalten. Ich würde nie Schweinchen in ein gesondertes Zimmer oder in einen Keller o.ä. tun. Es sind zwar schreckhafte, aber aufgeweckte, intelligente und hochsoziale Tiere, die vom Kontakt mit uns Menschen profitieren können.


    Zurück zur Temperatur: Meerschweinchen fühlen sich, wenn sie es gewohnt sind, locker bis 24 Grad wohl. Wenn es im Sommer noch wärmer wird und sie nicht gerade langes oder zu dichtes Fell haben, vertragen gesunde Tiere auch vorübergehend notfalls 30 Grad. Schön finden sie das dann nicht mehr und im Haus ist es natürlich unangenehmer als draußen, wo es mehr Luftbewegung gibt, aber um solche Temperaturen geht es ja bei Euch sicherlich nicht. Trockene Heizungsluft wäre ein weiteres Problem. Aber die ist für Menschen auch schädlich.

    Ich verstehe irgendwie nicht, wozu sie Brei essen soll.


    Vielleicht habe ich etwas übersehen?


    Du möchtest, dass sie zunimmt. Wenn sie gesund ist und keine Probleme mit den Zähnen hat, wird sie soviel normales Futter fressen, dass sie zunimmt, wenn das für sie nötig ist. Wenn das nicht geschieht und sie zu dünn ist, ist sie krank oder die Darmflora ist nicht in Ordnung. Dann hilft aber Brei nichts, sondern man riskiert noch weitere oder erstmalige Fehlbesiedlungen durch das unnatürliche Futter.


    Alle Pulver zum Anrühren haben die falsche Konsistenz und je nach Mittel zum Teil auch noch völlig unnatürliche oder unbekannte Zutaten. Babybrei besteht meines Wissens immer aus gekochten Zutaten (oder irre ich da?). Das wäre dann, neben der falschen Konsistenz auch keine geeignete Nahrung für ein Schweinchen.


    Wenn ihr Rodicare Akut gut tut, würde ich das noch einige Tage weitergeben. Das ist ja etwas ganz anderes als diese Breie und soll durch die Pflanzenextrakte die Verdauung unterstützen. Ich kenne es allerdings nicht, sondern habe nur die Zutaten angeschaut. Ich verwende bisher z.B. nach Antibiotikum-Gaben Colosan.