Beiträge von Marie-Luise

    Hat einer von euch Erfahrungen mit diesem Gehege und da vielleicht Tipps für mich?

    Ich verwende aktuell - hoffentlich vorübergehend - die Gitterelemente und finde die sehr gut. Sie wurden leider teilweise extrem benagt und haben standgehalten. Bei den Elementen aus Kunststoff hatte ich schon von jemand gehört, dass da Teile abgenagt wurden. Wenn Du etwas bestellst davon, achte daher am besten darauf, dass Du einen Satz bestellst, der ausdrücklich für Gehege und nicht für Regale o.ä. gemacht ist. Dort soll das Plastik besser aneinander stoßen als bei den Regalteilen, wo es ja auf ein paar Millimeter nicht ankommt.


    Zum Betrachten finde ich die halbtransparenten Kunststoffteile schöner. Für die Schweinchen sind wahrscheinlich die Gitterelemente schöner, da für sie der Geruchssinn sehr wichtig ist und auch die Luftzirkulation im Sommer da besser sein dürfte.


    Es freut mich, dass Du über ein größeres Gehege nachdenkst! Schaffst Du es noch mehr Breite unterzubringen? Für die Rennstrecke und um wirklich Abstand voneinander halten zu können bei Bedarf, sind 153cm noch zu knapp.

    Ich mache es genauso wie Schweinchenmama, nur nehme ich einen höheren Karton und halte trotzdem noch die Hand darüber. Auf dem Arm oder Schoß sind unsere "alteingesessenen" Jungs entspannt und einer von den neueren auch, aber auf der Waage würden sie sofort davonspringen oder -rennen.


    Und wie ich vorhin schon andeutete: ich wiege sie normalerweise auch nicht wöchentlich, aber wenn es kritisch sein könnte schon, ggf. auf öfter. Und ich schreibe mir die Gewichte in eine Tabelle, das ist hinterher doch interessant, die Entwicklung zu sehen.

    Es ist zunächst nicht weiter bedenklich, wenn einer den anderen wiederholt besteigt. Das gefällt dem Unterlegenen nicht, solange es aber nicht tagelang zigmal am Tag passiert, finde ich es nicht schlimm.


    Die am meisten vertretene Ansicht ist, dass es sich um eine Dominanzgeste handelt. Ich glaube auch, dass das oft der Fall ist, meine aber bei unseren Jungs auch beobachtet zu haben, dass es mitunter eine sexuelle Motivation hat. Das wurde dann entsprechend einige Wochen nach der Kastration auch deutlich weniger. Die Dominanzgeste bleibt natürlich, sollte aber nicht immer weiter gezeigt werden, wenn der andere sich unterwirft, was er u.a. durch Flachmachen anzeigt.


    Mit anderen Worten: Ein Kastration beider Tiere kann oft (muss aber nicht immer) das Verhältnis entspannter machen. Ob es zusammen mit einem größerem Gehege reicht, dass sie sich für immer gut vertragen, kann Dir niemand sagen. Die Chance besteht, wobei es aber selbst dann für die Tiere schwieriger ist, als wenn sie in ihrer Kindheit und Jugend ein gutes Vorbild und einen Beschützer hätten.


    Es ist leider wirklich schwierig mit Böckchen, die nicht in einer guten Gruppe aufwachsen oder aufgewachsen sind, einen richtigen Rat zu geben. Man kann nur sagen, was wahrscheinlich das Beste wäre.


    Auf jeden Fall würde ich, wenn einer viel gejagt oder bestiegen wird oder wenn es viel Zähneklappern gibt, zumindest aber, wenn Du Fellbüschel findest, hinterher beide anschauen, ob sie Bisswunden haben. Je nach Fellstruktur sieht man die nur, wenn man sie in der Hand hält und durch das Fell fährt. Das mögen sie natürlich nicht und ich würde es auch nicht dreimal am Tag machen. Andererseits wäre es auch sehr schade, wenn einer in Deiner Abwesenheit wiederholt gebissen würde und Du wüsstest es nicht und könnte daher auch nicht entsprechend handeln.


    Gut wäre es auch, wie generell empfohlen zumindest in den ersten Monaten einmal in der Woche zu wiegen und die Tiere zu untersuchen. Dazu gibt es viele Beschreibungen und auch Videos, oft unter dem Stichwort "TÜV". Dann merkst Du auch anhand des Gewichtsverlaufes oder anhand von kahlen Stellen u.ä. eher, wenn einer zu sehr unter dem anderen leidet.

    Gut, dass sie jetzt anscheinend richtig beim Tierarzt versorgt wird. Wobei es natürlich schade ist, dass es ihr so schlecht geht.


    Sollte sie länger bleiben müssen, würde ich fragen, ob der Kastrat dazukommen darf. Wenn er so lieb zu ihr war zu Hause, würde er ihr seelisch wahrscheinlich sehr gut tun. In einer fremden Umgebung und alleine könnte sie sich sonst aufgeben, wenn es ihr schlecht geht.


    Ich will Dir da keine Angst machen, nur schon mal weiterdenken, da ich ja nicht weiß, wann Du wieder etwas liest hier.

    Futter aus dem Maul der Erwachsenen zu nehmen, ist natürlich auch ein Verhalten von Jungtieren, um zu lernen, was man essen kann. Irgendwann ist man dann eigentlich alt genug, um das nicht mehr zu brauchen, aber ausnutzen kann man das ja doch - bis man sinnbildlich eins auf die Nase bekommt.


    Zum Tierarzt: Du könntest zur Sicherheit auch bei der Notstation anrufen und nach den Erfahrungen fragen. Aber ich bin bei Ärzten schon sehr kritisch oder vorsichtig. Das musst Du entscheiden, was Dir geeignet erscheint.


    Dass Du sie nicht gleich mitnehmen kannst, muss nichts aussagen über die Narkoseart. Zum einen soll es für die Tiere weniger Stress sein und darum weniger Narkose erfordern, wenn sie nicht direkt nach der Ankunft beim Tierarzt operiert werden. Das Argument verstehe ich, glaube aber, dass es auch Tiere gibt, bei denen das Warten ohne den Halter den Stress erhöhen würde.


    Der andere Grund ist sicherlich, dass der Tierarzt die Operationen gut dazwischenschieben kann, wenn er die Tiere den ganzen Tag z.B. zur Verfügung hat.


    Da ich meinen Tieren die lange Zeit beim Tierarzt ersparen wollte, habe ich sie überredet, eine feste Uhrzeit auszumachen und die Tiere danach gleich wieder mitzunehmen. Wach müssen sie dann natürlich sein und da kann die Gasnarkose wirklich einen Unterschied machen.


    Unsere Jungs hätte man auch nicht mehrere Stunden in einem Transportkorb zusammensperren können. Auch bei Deinen hätte ich selbst in Zweiergruppen da Bedenken, weil ja auch nicht ständig einer dort aufpassen kann. Und ein Tier z.B. 6 Stunden unnötig alleine in einem engen Korb o.ä. sitzen zu lassen, finde ich nicht gut und unnötig.


    Ich hoffe, ich mache es nicht zu kompliziert aus Deiner Sicht.


    Wenn Dir solche Hinweise recht sind, können wir Dir, wenn der Termin feststeht noch ein paar weitere geben für die Durchführung.

    Für mich macht ein Gehege auf dem Boden vorallem dann Sinn, wenn es so groß ist, dass man zum Reinigen u.ä. hinsteigen muss und wenn die Tiere einen zusätzlichen Auslauf davor nutzen sollen. Dann braucht man sie nicht anzufassen, um ihnen z.B. stundenweise mehr Platz und Abwechslung bieten zu können.


    Die Tiefe von 100cm lässt sich, wenn die Konstruktion stabil ist und Du nicht klein bist, noch durch darüberbeugen und ggf. mit einer Hand im Gehege abstützten reinigen.


    Wenn Ihr z.B. nachts oder wenn Ihr nicht zu Hause seid, mit Songmics-Elementen u.ä. eine zusätzlichen Auslauf anbauen könntet, dann wäre das für mich ein Argument für ein Gehege auf dem Boden. Ansonsten würde ich es z. B. auf einen alten Tisch stellen und eine stabile Platte als Gehegeboden verwenden. Für die Tiere ist es schon angenehmer, wenn man nicht so sehr über ihnen ist und man kann sie besser beobachten auf Augenhöhe, wenn man z.B. auf einer Couch sitzt.


    Natürlich ist ein Gehege auf dem Boden billiger, da Du keine Bodenplatte und einen niedrigeren Rand brauchst. Mir wäre z.B. ein 20cm hoher Rand zu gefährlich, wenn das Gehege erhöht steht. Die meisten Tiere springen nie darüber, aber es kann passieren. Und dann ist ein Sturz aus einem Meter Höhe u.U. tötlich oder kann zu schweren Verletzungen führen.


    Zur Grundfläche: Ich würde versuchen, jeden Zentimeter zu nutzen, der möglich ist. Wenn es dann 100x190cm wird, können die Schweinchen auch glücklich werden, auch wenn es nicht ideal ist. Aber Du könntest ja in jedem Falle noch eine Etage über die volle Breite und mindestens 40cm Tiefe, besser etwas mehr, einbauen. Und vielleicht wäre ja ein Auslauf ab und an davor noch möglich? Er ersetzt zwar keine Grundfläche, bietet aber trotzdem Abwechslung und Bewegungsmöglichkeiten.

    Es freut mich, dass Ihr es bisher geschafft habt! Ich sehe es wie Andreas: Hier ist eine weitere Behandlung dringend. Da würde ich im Notfall auch ohne Herzultraschall behandeln lassen, wenn es sonst nicht heute möglich wäre.


    Wenn sie noch schwer atmet, kann das entweder noch an der Aufgasung liegen, die Schmerzen verursacht und den Platz für die Lunge einengt oder an Wasser, was durch Herzprobleme entstanden ist. Natürlich sind auch andere Ursachen denkbar; ich will nur sagen: es ist immer noch Handlungsbedarf aus meiner Sicht.


    Ich würde auch bis Ihr beim Tierarzt wart, Sab Simplex und sobald Du es hast Colosan, alle paar Stunden geben.


    Damit es in dem Stress nicht untergeht, spreche ich auch noch mal die Röntgenbilder vom ersten Arzt an. Es würde dem Schweinchen Stress ersparen, wenn Du die mitnehmen könntest. Röntgen ist mit Stress verbunden, weil das Tier ja in einer bestimmten Position gehalten und am bewegen gehindert werden muss. Falls die Röntgenbilder digital vorliegen, können sie Dir ja gleich per Mail zugeschickt werden und Du leitest sie an den neuen Arzt weiter, wenn Du einen Termin bekommen hast. Da es Dein Tier ist und Du dafür bezahlt hast, hast Du das Recht diese zu bekommen. Ich schreibe das nur für alle Fälle, damit es keine unnötigen Problemen gibt.


    Alles Gute!

    Wie schön, dass es weiter so gut läuft! Es ist auch ein gutes Zeichen, dass es sich auch ruhiger anhört.


    Danke auch für die Bilder. Die Jungs sind ja wirklich süß! Ich nehme an die beide Schwarz-Weißen sind die Kleinen? Wer ist genau wer von den Vier?


    Vielleicht ist Floki auch einfach etwas frecher und wird daher auch eher in die Schranken verwiesen? Aber lieber passiert das jetzt, als wenn er fast genauso groß ist und es dann richtig zur Sache gehen könnte.


    Zur Narkose: Da gibt es unterschiedliche Ansichten, was das beste ist. Wichtig ist in jedem Falle, dass der Tierarzt sich mit dem auskennt, was er macht. Grundsätzlich gibt es mindestens 3 Arten von Narkose für Meerschweinchen:

    1. traditionelle Narkose, bei der das Tier lange schläft, bis eben die Wirkung des Mittels nachgelassen hat
    2. antagonisierbare Narkose, oft "Triple"
    3. Gasnarkose mit Isofluran

    Bei 1. ist das Problem zumindest die unnötig lange Narkose; der Kreislauf kann versagen. Diese Narkose würde ich keinesfalls geben lassen.


    Bei 2. werden Mittel gegeben, die mit einem Gegenmittel wieder aufgehoben werden können. Bei "Triple" erhält das Tier drei Mittel in genau abgestimmter Mischung, und zumindest zwei Gegenmittel. Eines der Mittel ist ein Schmerzmittel und das muss vermutlich nicht aufgehoben werden. Aber da müsste man bei Interesse noch mal genau nachlesen.


    Bei 3. wird das Tier mit Gas über ein Maske sediert und erhält zusätzlich ein Schmerzmittel. Das ist ganz wichtig, da das Gas nicht das Schmerzempfinden ausschaltet. Wenn die Narkose nicht mehr benötigt wird, wird das Gas abgeschaltet und das Tier wacht auf. Bei unserem Tierarzt wird noch kurz Sauerstoff danach gegeben. Wenige Minuten nach der letzten OP habe ich unsere Jungs wieder mitgenommen und schon im Auto auf der Rückfahrt haben sie gefressen.


    Bei Gasnarkose, stelle ich als Laie mir vor, ist einer der Vorteile, dass es in der Menge und Dauer genau auf die Situation anpassbar ist. Und es scheint meistens erstaunlich gut vertragen zu werden. Ich habe von einem "Zahnschweinchen" gelesen, dass mindestens eineinhalb Jahre lange alle etwa 3 Wochen eine solche Narkose bekommen und gut vertragen hat. Danach musste sie aus persönlichen Gründen abgegeben werden und wurde sicherlich weiterhin behandelt. Bei Gasnarkose kann es auch zu Komplikationen kommen, vor allem bei einigen Tieren zu vermehrtem Speichelfluss, aber dagegen kann dann ein Mittel gespritzt werden.


    Wir sind zweimal rund eine Stunde weit gefahren, um einen uns empfohlenen Tierarzt zu nehmen, der mit Gasnarkose arbeitet und haben es nicht bereut. Aber es kommt immer auch auf den Tierarzt an.


    Wenn Du den Termin auf 4 Tiere ändern lässt, kannst Du ja noch fragen, welche Narkose sie verwenden. Ich würde auch fragen, wieviele Böckchen sie in etwa im Jahr kastrieren. Erfahrung macht da halt viel aus - in Verbindung mit Sorgfalt.

    Das "Dach" war dann vielleicht einfach zu hoch und ja auch nicht geschlossen, d.h. blickdicht vermutlich. Wenn man ein großes Tuch über die Ecke hängt, hängt es ja nicht nur senkrecht außen herunter, sondern hängt auch noch oben durch und ist damit niedriger. Aber es ist ja nur ein Versuch ... mal schauen.


    Ja, berichte gerne weiter!

    Wenn sie erst einmal über eine Zwischenetage springend nach oben gehen und dort Platz haben und Kuschelsuchen, Unterstände und Futter dauerhaft finden, nutzen sie vielleicht auch die Rampe. Wenn Du diese an einem Ende anbringen würdest, könntest Du es auch versuchen, ein Tuch über dieses Ende (incl. Etage) zu hängen, so dass die Rampe unter der Deckung wäre.


    Es kann natürlich passieren, dass die Etage nie nutzen, aber das muss ja nicht sein. Zumal durch ein weiteres Tier ja auch neue Anregungen entstehen würden.


    Solltest Du es mit einem Kastraten wagen, würde ich aber wirklich versuchen, ein passendes Tier zu finden. Er sollte nicht so ein armer Kerl aus Einzelhaft sein wie der von Joe63. Dort ist es ja letztlich auch gutgangen, aber war sicherlich nicht schön am Anfang und wäre mit dem wenigen Platz wie bei Dir wahrscheinlich völlig gescheitert.

    Jetzt sehe ich auch das Bild! Schön, dass sie so eine lange Rennstrecke haben!


    Ich würde zumindest vorübergehend auch im Gehege Tücher über die Enden hängen. Das gibt Geborgenheit, nimmt keine Lauffläche weg und kann jederzeit wieder geändert werden.

    Ich arbeite auch von zu Hause und teile das Zimmer mit den Schweinchen. Sie laufen darin frei herum. Da sie auf dem Boden sitzen erschrecken sie sich schon mal, wenn ich eine unerwartete Bewegung mache. Aber sie erleben viel mehr, als wenn sie meistens alleine wären. Dadurch laufen sie auch mehr und interagieren mehr miteinander. Das ist auch einer der Gründe, warum ich mich gegen Außenhaltung entschieden habe: Solange es keine große Gruppe ist, finde ich das einfach zu langweilig für die Tiere.


    Um damit Deine Frage zu beantworten: Ich würde mich auf jeden Fall möglichst oft zu ihnen setzen. Nur beim Telefonieren musst Du aufpassen: Ich verwende Freisprechen und wenn dann ein Schweinchen quiekt ... ;-)


    Als wir unsere ersten beiden Jungs mit 10 Monaten übernommen haben, waren sie so scheu, dass sie noch heute in ihrem Käfig sitzen würden, wenn ich nicht eingegriffen hätte. Wir hatten nach der ersten Eingewöhnung das Gitteroberteil entfernt und den Käfig auf den Boden gestellt, aber dann trauten sie sich über Stunden nicht einmal mehr aus dem Haus heraus. Nach mehreren solcher Fehlversuche habe ich sie dann genommen und auf den Boden gesetzt. Natürlich hatten sie Unterschlüpfe genug dort. Und es gefiel ihnen schnell sehr gut.


    Ich würde daher zunächst zwei, drei Wochen lang mehr Zeit bei den Schweinchen verbringen und den Auslauf möglichst oft angebaut lassen und mit Futter kurz hinter dem Gehegerand locken. Du könntest ja auch erst nur ein kleines Stück angebaut lassen, falls das dann für Euch weniger stören sollte. Wenn sie dann erst einmal anfangen Neuland zu erobern, kannst Du mehr anbauen. Wenn sie nicht von allein herauskommen und etwas mehr vertraut sind mit Dir, würde ich sie nach dem "TÜV" mal in dem Auslauf unter ein Haus o.ä. setzen.


    Ich finde für so intelligente und neugierige Tiere wie Meerschweinchen ist Beschäftigung, Erkundung u.ä. sehr wichtig. Leider sind sie halt auch sehr schreckhaft. Aber wenn sie erst einmal Vertrauen gefasst haben, erschrecken sie zwar immer noch, das ist dann aber auch schnell wieder vergessen: Sie rennen weg, man spricht kurz mit ihnen und sie kommen wieder hervor und alles ist wieder normal.


    Und durch den Kontakt zu uns können wir ihnen auch mehr Sicherheit geben. Wenn die Erzieherin leider so schüchtern ist, würde das sicherlich helfen, wenn sie in Dir noch einen Schutz und Stabilität finden würden.