Letty war schneller als ich.
Aber so hast Du noch eine Bestätigung ...
Beiträge von Marie-Luise
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Du hattest ja zu Anfang die Maße geschrieben und dass Deine Schweinchen nicht gerne klettern. Gehen sie denn auf das Häuschen hinten rechts mit der Rampe jemals hinauf? Hattest Du es ggf. mal mit Futter oben versucht?
Ohne irgendeine Form der Gehegeerweiterung würde ich es wohl nicht mit einem Kastraten versuchen. Andererseits sind Deine Schweinchen rechnerisch erst in der Mitte ihres Lebens. Da würde ich mir schon überlegen, wie ich mit dem Gehege und einem Anbau Platz für einen Kastraten schaffen könnte. Zumal auch Deine zwei Tiere so zu wenig Platz und Bewegung haben.
Stell Dir von, wenn eine von beiden mit 6 Jahren stirbt. Was machst Du dann mit der anderen?
Wenn Du eine Etage in 20-25cm Höhe und 45cm Tiefe über die volle Breite hinten einfügen würdest, hätten sie deutlich mehr Platz und Abwechslung. Die Rampen müssten breit und flach genug sein, dann sollten sie hoffentlich diese mit der Zeit nutzen. Wenn die Etage so niedrig wäre, müsste die Rampen auch nicht so lang sein und Du könntest Häuser entfernen. Oder Du würdest, falls die Höhe passen an einem Ende das Haus mit der Rampe als Rampe nutzen. Wenn Du dann z.B. Tücher von der Etage herunterhängen lassen würdest, könnten sie besser laufen als jetz, hätten aber doch Geborgenheit. Die Etage würde ich als Brett machen, dass man abheben kann, damit Du gut saubermachen kannst. Die Etage würde an den Seiten noch einen Abschluss brauchen, damit keiner dort hinunterfällt nach außen.
Je nachdem wie gut Ihr handwerklich begabt seid, könntet Ihr für die Schweinchen allerdings mehr herausholen, wenn Ihr neu bauen würdet. Falls das überhaupt in Frage kommen sollte, würde ich erst einmal messen, wieviel Platz maximal zur Verfügung steht und dann können wir gerne auch alle gemeinsam überlegen, was man daraus machen kann. Dabei könnte man natürlich auch überlegen das bisherige Gehege einzubauen. Wie gesagt, erst einmal würde ich, wenn Ihr das wollt, feststellen wieviel Platz Ihr den Schweinchen geben könntet.
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Romana würde ich eher mal weglassen. Im Winter sind ja Salate alles andere als natürlich gezogen. Da weiß man nie so sicher wie gut das ist.
Endivien ist Bittersalat, da hätte ich weniger Bedenken. Karotte, Fenchel und Küchenkräuter, insbesondere Oregano und Dill (natürlich beides frisch) kannst Du aus meiner Sicht zusammen mit Colosan und Simeticon ruhig geben. Gurke und Romana würde ich nur in wirklich keinen Mengen geben zur Sicherheit.
Es ist doch super, dass sie wieder mehr Köttel produziert!
Aufgasungen sind sehr, sehr schmerzhaft. Wenn es jetzt etwas besser wird anscheinend, dann hat sie deswegen trotzdem nicht gleich wieder Appetit. Es ist daher gut, wenn Ihr sie möglichst oft zum Fressen anregt. Ich finde das viel natürlicher und für Mensch und Tier weniger mit Stress verbunden als sie zu fangen und mit der Spritze Brei einzuflösen. Wenn Tier und Mensch das geübt hat, ist das sicherlich noch etwa anderes, aber gerade am Anfang kann das auch schiefgehen. Und jeder Brei ist eine Nahrungsumstellung und daher schlechter als das gewohnte Frischfutter.
Colosan enthält als Basis Leinöl und zusätzlich einige ätherische Öle und Schwefel. Sobald Du das mehrmals täglich gibst, braucht sie kein zusätzliches Öl. Wenn sie jetzt auch schon wieder mehr Böhnchen macht, kannst Du entweder heute abend und ggf. morgen früh je einmal Pflanzenöl geben wie es Mara geschrieben hat oder bis morgen auf das Colosan warten. Das kann man von der Ferne schlecht beurteilen.
Wie war den Ihr Gewicht zuletzt? Du hattest geschrieben, dass Du das Gewicht beobachten solltest. Hat sie abgenommen?
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Die Doppelbelastung für Dich tut mir leid! Da wünsche ich Dir viel Kraft und gute Besserung für Euch beide!
Ich würde versuchen, sie lieber zum Futtern zu animieren. Küchenkräuter wären sehr gut, weil sie zum Teil appetitanregend sind. Gurke würde ich nicht gar zuviel geben, eher Karotte, Fenchel und was sie sonst noch an Frischfutter kennt.
Bitte besorge das Colosan. Das kostet leider über 20 Euro, hält sich aber im Kühlschrank lange. Und es ist wirklich heilend für den Magen-Darm-Trakt, während Sab Simplex nur ein Entschäumer ist. Das soll nur helfen, dass die Gase besser verschwinden können.
Wenn sie wenig Böhnchen macht, muss man mit dem Päppeln erst recht aufpassen. Natürlich kann es sein, dass sie einfach zu wenig gegessen hat, aber falls sie Verstopfung hätte, wäre es fatal immer mehr von oben nachzustopfen.
Eine gute Sache wäre noch, ihr möglichst viel Flüssigkeit zu geben. Falls Du ungesüßten Fenchel- oder Fenchel-Anis-Kümmel-Tee hast, könntest Du diesen, natürlich abgekühlt anbieten.
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Letty hat das sicherlich nicht herzlos gemeint. Wenn man mal miterlebt hat wie schlimm das ist, wenn sich zwei Tiere, die schon monatelang bei einem leben, streiten und beißen und keine Lösung in Sicht ist, dann ist dieser Rat eher zu verstehen.
Ich verstehe, dass Du die beiden nicht mehr hergeben willst. Das ist natürlich Deine Entscheidung, Wir machen nur Vorschläge und schreiben Hinweise, die wir für wichtig halten.
Wir haben auch mit zwei Böckchen angefangen. Sie wären total unglücklich geworden, wenn man sie dauerhaft auf 1,4qm gehalten hätte.
Wenn Deine Tiere in die sogenannten Rappelphasen kommen, müssen sie sich ausweichen und auch voreinander flüchten können. Am meisten würde Ihnen ein mit Bockgruppen erfahrenes erwachsenes Männchen helfen, solchen Streit um die Rangordnung ohne Schäden auszutragen. Aber das ist wie schon geschrieben nicht einfach ein passendes Tier zu finden und 1 weiterer wäre wahrscheinlich keine gute Lösung. Wenn sie nur zu zweit bleiben, dass ist ein größeres Gehege zumindest eine deutlich bessere Voraussetzung.
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Jede Stunde päppeln ist auch zu viel, selbst wenn sie gar nicht fressen sollte. Das hälst ja weder Du noch das Schweinchen aus.
Und bitte lass sie selbst fressen, wenn sie will. Das ist immer besser als zu päppeln.
Und wie sollst Du denn die Temperatur messen und warum?
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Päppeln macht wenn überhaupt nur Sinn, wenn sie nicht selbst frisst. Und Karotten, Fenchel u.ä. werden ihr gewiss nicht schaden, auch wenn sie eine Aufgasung hat. Ich habe den Eindruck von den Empfehlungen her, dass der Tierarzt nicht sehr kompent ist in Sachen Meerschweinchen.
Die Temperatur liegt bei ihr im normalen Bereich.
Wenn das Herz vergrößert ist und sie Ödeme hat, reicht es doch nicht, ihr Päppelbrei und etwas gegen die Aufgasung zu geben. Diese ist nur eine Folge eines anderen Problems, z.B. einer Erkrankung des Herzen.
Ich würde über die Apotheke morgen früh Colosan bestellen. Das sollte bis zum Mittag abholbereit sein. Davon kannst Du, solange es akut ist mehrmals täglich 0,3ml in einer 1ml-Spritze aufziehen und mit ungesüßtem Apfelsaft auffüllen. Dann wird es relativ willig, von manchen sogar gerne genommen.
Und dann würde ich einen mit Meerschweinchen erfahrenen Tierarzt suchen, mir die Röntgenaufnahmen von heute geben lassen und mit diesen und dem Schweinchen eine Zweitmeinung einholen. Wichtig wäre u.a. ein Herzultraschall. Das machen nicht alle Tierärzte, daher müsstest Du vorher danach fragen.
Wenn Du möchtest, kannst Du auch die ersten 2 oder 3 Stellen Deiner Postleitzahl schreiben. Vielleicht kann Dir hier jemand einen Tierarzt empfehlen.
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Es ist wirklich schade, dass Dir eine Pflegestelle zwei Baby-Böckchen alleine gegeben hat!
Die Frage ist, was man jetzt sinnvoll daraus machen kann. Denn bei zwei Männchen ein drittes dazuzusetzen, kann früher oder später schief gehen. Besser wären die Chancen bei vier Tieren. Da gäbe es allerdings immer noch keine Garantie.
Wie viel Grundfläche und ggf. Etagenfläche hat denn Dein Gehege?
Hast Du genug Häuser mit 2 Eingängen, Tunnel, Unterstände oder Tücher über den Ecken?
Magst Du Bilder vom Gehege einstellen?
Dann könnten wir die vielleicht noch spezifische Tipps geben.
Allgemein ist wichtig:
- viel Deckung anbieten (s.o.)
- viel Zeit ruhig bei den Tieren verbringen (z.B. bei ihnen sitzen und lesen. oder beruhigend mit ihnen reden)
- beliebtes Gemüse aus der Hand anbieten (werden sie zunächst vermutlich nicht direkt nehmen; dann hinlegen, Hand ruhig in der Nähe lassen und warten, dass sie es holen; immer näher anlocken ...)
- immer reden, wenn man das Zimmer betritt, aufsteht o.ä., damit sie sich nicht erschrecken
- hastige Bewegung in ihrer Nähe vermeiden
Wenn sie kein erwachsenes Tier bei sich haben, das ihnen Sicherheit gibt und zeigt, dass die Menschen ihnen nichts tun, kann es - je nach Charakter - Wochen oder Monate dauern, bis sie wirklich entspannt in Deiner Nähe sind.
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Das Bild scheint beschädigt zu sein; ich kann es mit verschiedenen Programmen nicht ansehen.
Zum Auslauf:
- Was für einen Boden haben sie nach dem Gehegerand?
Wenn der glatt ist, wäre das wahrscheinlich schon ein Grund nicht hinauszugehen. Außerdem wäre es wichtig, dass direkt nach dem Gehegerand und am besten auch davor Tunnel, Pappkartons mit 2 Ausgängen o.ä. stehen, damit sie in Deckung hinausgehen können. - Wenn sie direkt aus dem Gehege heraus in ein anderes Zimmer laufen sollen, werden sie das als ängstliche Tiere vielleicht nie tun.
- Mit Deckung und Futter auf beiden Seiten könntest Du sie vielleicht locken.
- Wichtig wäre auch, dass der Auslauf lange aufgebaut bleibt, damit sie sich an den Anblick gewöhnen.
- Den größten Unterschied würde es natürlich machen, wenn sie selbst zutraulicher und damit entspannter wären.
Ich würde mich möglichst des öfteren zu den Schweinchen zum Arbeiten oder Lesen o.ä. setzen. Wenn wir ihr Vertrauen gewinnen wollen, ist es gut, viel Zeit mit ihnen zu verbringen. Wir füttern Karotten, Paprika, Gurke u.ä. immer in kleinen Stücken aus der Hand. Heu und Grünfutter legen wir natürlich hin.
Das alles hat vielleicht nicht direkt mit Alixas Absonderung zu tun, indirekt aber vielleicht schon. Wenn die Gruppe sich noch stabilisiert hat, können wir als Menschen auch Sicherheit und Ausgleich geben. Die Voraussetzung dafür ist natürlich ein enger, vertrauter Kontakt. Zudem könnten Ausflüge in den Auslauf sie anregen zu mehr Bewegung aber auch mehr Kontakt zueinander.
Das andere ist: Bist Du sicher, dass sie alle gesund sind? Wenn so junge Tiere nicht viel herumlaufen und rennen und springen, stimmt aus meiner Sicht etwas nicht.
Ein fünftest Tier, natürlich ein Weibchen, könnte helfen, müsste dazu aber sehr entspannt und weitgehend angstfrei sein und zugleich mit der Erzieherin und dem Kastraten friedlich zusammenleben können. Da würdest Du auf jeden Fall gute Beratung brauchen und ein Rückgaberecht, da Du es ja verbessern und nicht verschlechtern willst.
- Was für einen Boden haben sie nach dem Gehegerand?
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Außerdem mache ich mir eben Sorgen dass ein neues Tier einen schlimmen Streit vom Zaun bricht. Ich will mir wirklich zu 100% sicher sein dass es die richtige Entscheidung ist ein neues Tier zu suchen um sie nicht noch mehr zu stressen.
Die Überlegungen sind sehr berechtigt. Und es kann Dir garantiert niemand sagen, dass es mit einem bestimmten Tier oder überhaupt einem weiteren Männchen gutgehen wird. Es kann schon in einem Harem keiner Frieden garantieren, aber bei Männchen und dann auch bei Deiner spezifischen Gruppe, ist die Gefahr einfach deutlich größer, dass es in den ersten Tagen und Wochen einigen Streit geben wird oder sogar eine Trennung nötig sein wird.
Andererseits ist es auch nicht gesagt, dass Deine Dreiergruppe dauerhaft friedlich bleiben wird. Eine Garantie gibt es, gerade bei dieser Anzahl, auch nicht.
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Da es laut Thema hier um gesundes Futter geht, würde ich weder Trockenfutter noch Trockengemüse dazuzählen. Was ist z.B. an Trockengemüse besser als an frischem oder nur genauso gut?
Auch Trockenkräuter würde ich sehr sparsam geben, da sie zum Teil viel Kalzium enthalten, dass in einer ausgewogenen Ernährung mit viel Flüssigkeit über Frischfutter kein Problem sein sollte, aber je mehr trockenes Futter man gibt, desto kritischer kann es werden.
Mit anderen Worten: Ein Schwein wird keinen Schaden nehmen an ein paar Stücken getrockneter Karotte o.ä., aber deswegen ist es noch nicht gesund.
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Ich halte es sogar für sehr wichtig, mit Meerschweinchen viel zu reden. Man muss ja nur schauen, wie sie es untereinander halten. Ich glaube es gibt kaum Tiere, die mehr miteinander reden als Meerschweinchen. Es ist also nur natürlich, wenn wir versuchen, das möglichst auch zu tun.
Unsere Tiere - und auch die anderer Halter - kennen ihre Namen und lassen sich z.B. alleine durch Worte beruhigen, wenn es Spannungen zwischen zwei Tieren gibt.
Eine intensive tiergerechte Beziehung zwischen Meerschweinchen und Menschen ist für beide Seiten eine Bereicherung. Und dazu gehört bei uns Menschen und bei den Schweinchen das Miteinanderreden.
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Hoffentlich ist es nicht jetzt schon zu spät, um es wieder ganz ausheilen zu lassen!
Bitte berichte weiter.
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Braune Blätter würde ich nicht gezielt füttern. Wenn sie an frischenZweigen, die sie mögen, welche mitbekommen, halte ich das jedoch für unbedenklich.
Getrocknete grüne Blätter sind etwas ganz anderes und eine schöne Abwechslung bzw. Ergänzung zu Heu - aber natürlich kein Ersatz für Frischfutter.
Wenn die Blätter braun sind, hat der Baum ihnen Nährstoffe entzogen. Sie trocknen also nicht einfach am Baum, wenn wie man einen Zweig mit grünen Blättern zum Trocknen aufhängt.
Brombeerblätter sind dagegen jetzt immer noch grün - ganzjährig - und sind bei Schweinchen in der Regel beliebt. Zur Vorsicht ziehe ich die Blattteile ohne Dornen ab und geben nur diese.
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Damit mein erster Beitrag hier nicht falsch verstanden wird, will ich ausdrücklich sagen:
Ich finde es sehr positiv, dass Ihr so ein relativ großes Gehege habt, zusätzlich Auslauf anbietet und eine Gruppe mit einem erwachsenen Tier zusammengestellt habt.