Beiträge von Marie-Luise

    Danke für Deine Beschreibung und die Fotos. Einige wichtige Fragen bleiben aber für mich offen:

    • Was und wieviel gibst Du Ihnen außer dem Heu an Futter?
    • Wie groß ist das Gehege?
    • Was haben sie als Schlafhaus und wie ist das wärmend für sie?
    • Warum lässt Du sie nicht im Winter nach Wahl in das Außengehege, das anscheinend angrenzt?
    • Habt Ihr gestrichen oder neues Material verwendet innen, das schädliche Ausdünstungen haben könnte?


    Meine Fragen haben u.U. durchaus mit den Atemwegsproblemen zu tun. Wenn ihr Immunsystem z.B. geschwächt wäre durch Vitaminmangel, könnte das die Probleme begünstigen. Das gleiche gilt, wenn es ihnen nachts zu kalt ist.


    Das Heu von DM kenne ich nicht. Das von Rossmann ist die Katastrophe, das von REWE z.B, würde ich auch nicht nehmen wollen. Ich bestelle Heu im Internet, das wirklich gute Qualität hat, da das m.E. sehr wichtig für die Tiere ist.


    Soweit ich das sehen kann, machst Du Innenhaltung draußen. ;-)


    Gute Außenhaltung bedeutet, dass sie unbedingt ein passendes, wärmendes Schlafhaus haben müssen, dass sie genug Auslauf brauchen u.ä. Der Auslauf ist bei Außenhaltung wichtiger noch als bei Innenhaltung, da sie sich warm halten müssen.


    Zum Inhalieren: Wenn sie im Korb "bedampft" werden, wird das Fell feucht und wärmer. Wenn sie dann in der kalten Umgebung sitzen könnte das gefährlich werden aus meiner Sicht. Dauerhaft ist das Inhalieren ja ohnehin keine Lösung. Es muss die Ursache gefunden und angegangen werden.


    Ich nutze auch einen Inhalator mitunter (für Igel). Dort soll man aber nur Salzwasser hineintun, laut meiner Bedienungsanleitung. Außerdem geht das dann u.U. viel tiefer beim Einatmen und da wäre ich mit anderen Zusätzen wie Thymian, Salbei u.ä. vorsichtig, d.h. würde es nicht machen, ohne dass ein guter Tierarzt mir sagt, dass es für das Schweinchen unschädlich wäre. Außerdem werden die Tiere zumindest im Gesicht bei meinem Gerät auch nass. Zudem würde wahrscheinlich ein Meerschweinchen tot umfallen bei dem Krach, den mein Gerät macht.


    Gerne schreibe ich noch mehr, wenn ich weiß, was Du auf die Fragen geantwortet hast.

    Das ist natürlich verständlich mit den Rollen. Dann würde ich im Falle einer Vergesellschaft wahrscheinlich einfach eine Matte oder ein Tuch auf die Baumscheibe und über die Kante des Geheges dort legen, so dass sie auch beim Rennen nicht hängenbleiben oder sich wehtun können.


    Häuser sollten bei Meerschweinchen immer 2 Eingänge haben, die noch dazu so liegen, dass nie einer in die Enge getrieben werden kann. Wenn ein Tier in einer Ecke sitzt und flüchten will, müsste es an dem vorbei, vor dem es gerade weglaufen will und das kann böse enden. Gleiches gilt dafür, wenn ein ranghöheres Tier einen Platz haben will und das rangniedrigere weggehen will, dazu aber auf den Ranghöheren zugehen muss, dann kann der das als Angriff auffassen. In ungeeigneten Häusern soll es daher schon öfters als anderswo zu Beißereien gekommen sein. Daher würde ich bei Meerschweinchen nie diese ungeeigneten Häuser verwenden. Es gibt sicherlich, die nie mit solchen Häusern Probleme hätten, aber das Risiko wäre mir zu groß.


    Anstelle der Häuser würde ich daher im Falle, dass ein Kastrat dazukommt, Unterstände o.ä. ggf. mit einem Handtuch darüber, so dass es mehr Geborgenheit bietet, verwenden. Evtl. könntest Du auch einen zweiten Eingang aussägen.

    Danke, das ging ja schnell! :-)


    Warum steht denn das Gehege erhöht?


    Wenn es auf dem Boden stünde, würde es reichen, auf der anderen Seite eine zusammengelegte kleine Matte o.ä. hinzulegen und es gäbe keine Barriere mehr.


    Außerdem müsstest Du unbedingt vor einer Vergesellschaftung alle Enpässe entfernen: Das Haus rechts hinten und alle weiteren Häuser, die nicht zwei gegenüberliegende Ausgänge haben. Das Haus rechts vorne hat anscheinend z.B. nebem dem Eingang ein "Fenster". Dieses Fenster könnte für ein großes Tier zu eng sein, so dass es schlimmstenfalls stecken bleibt. Zumindest könnte es vermutlich nicht schnell genug ausweichen, weil es zu klein ist und neben dem Eingang liegt.


    Das Plexiglas würde ich zumindest in den ersten Tagen mit einem Handtuch zuhängen, damit es offensichtlich ist und keiner im Stress dagegenrennt. Alternativ könntest Du es, wenn er Höhenunterschied wie oben beschrieben abgemildert würde, ganz entfernen.

    Für mich hört sich Spondylose nicht nach einfach zu eng stehenen Wirbeln an. Magst Du das Röntgenbild einstellen? Ich selbst könnte dazu nichts sagen, aber vielleicht jemand anders hier. Außerdem ist es ja immer gut, wenn man als Halter die Röntgenbilder selbst hat und bei Bedarf zu einem anderen Tierarzt mitnehmen kann.


    Falls es keine Therapie im Sinne von Entspannung geben sollte, würde ich auch dauerhaft Schmerzmittel geben. Das richtige Mittel kann ihr dann vielleicht noch ein oder zwei Jahre ermöglichen. Und selbst wenn es ihr letztlich schaden sollte, wäre es besser z.B. ein Jahr glücklich zu leben und dann eingeschläftert zu werden, als länger aber unter ständigen evtl. heftigen Schmerzen zu leben.


    Aber vielleicht gibt es ja noch eine Therapiemöglichkeit. Und selbst wenn es nur Entspannung wäre, die ihr helfen würde. Du hattest da ja schon CBD und Schmerzmittel erwähnt. Physiotherapie wäre sicherlich auch denkbar, aber da würde ich als Laie nichts selbst versuchen, wenn es um die Wirbelsäule geht.

    Zu der Gehegegröße: Es wäre natürlich besser, wenn die Tiere ungehindert rennen könnten, gerade bei einer Vergesellschaftung, die sich ja durchauch einige Tage und Wochen hinziehen kann.


    Brauchst Du die 8cm zwischen dem Holzgehege und dem Songmics-Teil?


    Wenn ja, könntest Du das nicht mit einer Holzbrücke entschärfen, statt es schwieriger zu machen durch ein Hinterniss?


    Vielleicht stelle ich es mir auch falsch vor. Am besten wäre es, wenn Du ein Foto davon einstellen würdest.

    Eine Sache fällt mir gerade noch als Argument für einen Versuch ein:


    Wenn eines Deiner Weibchen beispielsweise in 1,5 Jahren stirbt, sollte das dann verbliebene sechsjährige Weibchen nicht bis zu seinem Tod alleine bleiben. In seiner Verzweiflung wird es vielleicht dann zu einem Kastraten friedlicher sein als jetzt, aber es ist einfach auch älter und damit wird ihm ein Lernen und Umstellen schwerer fallen. Es wäre dann vermutlich eher eine Notgemeinschaft, während sie jetzt noch zu einer glücklichen Gruppe zusammenwachsen könnten.


    Das andere ist: Der Stress einer Vergesellschaftung für ein Tiere, dass so lange nur ein anderes Weibchen kannte, wird mit 4,5 Jahren besser zu verkraften sein, als z.B. mit 6 Jahren.


    Und zu guter Letzt: Jetzt kannst Du einen Kastraten zwischen rund 2,5 und 5, 5 Jahren nehmen. Wenn Dein Weibchen 6 Jahre alt ist, müsstest Du versuchen, eher ein Tier zwischen 4 und 6 Jahren zu finden. Die Auswahl wird also kleiner sein und das was ich zur Lernfähigkeit geschrieben habe, gilt natürlich genauso für den Kastraten, der dann älter wäre.


    Und noch etwas: Jetzt kannst Du in Ruhe suchen. Wenn ein Weibchen stirbt und das andere das Fressen einstellt, was passieren kann, dann musst Du übereilt eine Lösung finden.


    Nach all diesen Überlegungen ändere ich meine Meinung: Ich würde einen passenden Kastraten (s.o.) über eine gute Notstation suchen.

    Ich tendiere auch zu dem, was Letty sagt.


    Andererseits wäre es schöner für die Tiere, wenn sie harmonisch zu dritt leben würden. Aber ob das gelingt, kann keiner sagen. Du könntest also in einer guten Notstation nachfragen, ob sie Dir ein älteres Böckchen (um die 3 Jahre) geben wollen, das Du notfalls nach ein paar Tagen zurückbringst, wenn es gar nicht geht. Wenn die Leute dort ihre Tiere gut kennen und Du den Charakter Deiner Tiere beschreibst, könnte eine passende Kombination gefunden werden.


    Es kann trotzdem zu Beißereien kommen, es kann aber auch schnell harmonisch sein. Dann hättest Du neben dem Vorteil für Deine Weibchen auch noch einem erwachsenen Kastraten ein neues Heim gegeben. Und die armen Kerle haben es ja am schwersten.


    Unter Umständen müsstest Du auch Dein Gehege noch etwas umgestalten, damit es bei Stress genug Deckung und Ausweichmöglichkeiten bietet und natürlich nur Häuser mit zwei Eingängen oder Unterstände verwenden. Die 3,6qm sind auf einer Ebene oder wie sind sonst ggf. die Flächen?

    Da Gizmo bisher sicherlich der Zweite ist, alleine schon wegen des Altersunterschiede zu den Kleinen, versucht er natürlich auch, erst einmal wieder klarzumachen, dass er überlegen ist. Wenn er dann das Dazwischengehen von Peanut akzeptiert, hast Du Glück. Bei uns ist schon ein Versuch, zwei Baby-Böckchen zu den beiden 1,5 Jährigen zu tun, daran gescheitert, dass die beiden Großen sich in die Wolle bekommen haben. Beide waren von den Kleinen begeistert und wollten sie für sich haben. Zu der Zeit waren die Großen auch noch recht gleichberechtigt. Zwischenzeitlich gibt es klar einen Ersten. Eine klare Hierarchie ist eine gute Voraussetzung für eine harmonische Gruppe.


    Ich finde das Verhalten von Schweinchen untereinander und auch wie Tiere sich in einer Gruppe weiterentwickeln sehr beeindruckend. Hier hatten wir neulich einiges zusammengetragen zum https://www.meerschweinchen-ra…?postID=916033#post916033.


    Natürlich wünsche ich es Dir und den Schweinchen, dass es so harmonisch bleiben wird. Aber selbst wenn es noch so manche Tage mit Spannungen, Zähneklappern oder auch mal einem kleinen Biss geben sollte, würde es sich lohnen für die Jungs. Das Leben zu viert kann so viel schöner sein als zu zweit. Aber das weißt Du ja und hast darum auch die beiden kleinen geholt.

    Das freut mich wirklich riesig!! Wie schön!


    Ich habe heute oft an Euch gedacht.


    Die Idee mit der Kiste, in die nur die Kleinen passen, ist sehr gut. Das hatte ich auch mal gemacht, als wir 2 Baby-Böckchen hier hatten. Die sind dann kurz verschwunden und kamen wieder raus, wenn sie es wollten. Allerdings war ich erstaunt, als dann unser einer Großer doch durch das Loch gepasst hat. ;-)


    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, kannst Du ihnen durchgängig Auslauf in dem Zimmer geben? Wenn ja würde ich das zumindest in den nächsten Tagen machen. Vielleicht ist das gar nicht nötig, aber schaden kann es nichts.


    Bitte berichte auf jeden Fall weiter! Alles Gute!

    Ohne Eure Wohnung zu kennen, vermute ich, dass das Treppenhaus ohnehin kein guter Standort ist. Dort hält man sich nicht ruhig auf und die Schweinchen werden mit den Menschen vertraut, sondern die Menschen laufen dicht an ihnen als "Türme" vorbei. Wenn dann vermutlich noch ein Kind (s. Spielzeug) vorbeispringt oder rennt, ist das für die schreckhaften Wesen, die Meerschweinchen von Natur aus sind, alles andere als schön.


    Aber vielleicht mache ich mir auch aufgrund des kleinen Ausschnittes ein falsches Bild?

    Die zu kleinen Gehege sind nur noch vorübergehend da mein Partner und ich in 3 Monaten umziehen in eine um einiges größere Wohnung mit Gartenmitbenutzung.

    Das würde mich für die Schweinchen und für Euch freuen!


    Allerdings werden auch dann 16 eigene Tiere (richtig?) und weitere Tiere, die Du noch vermitteln willst, aber bisher noch bei Dir hast, eine Herausforderung sein. Ich würde daher die neuen Tiere nicht behalten. 3 Monate sind für Meerschweinchen so wie für uns etwa 3 Jahre. Würdest Du ein Kind von 3 bis 6 Jahren in viel zu engen Verhältnissen leben lassen wollen, weil es ja danach besser werden soll?


    Natürlich kann es sein, dass Du die Kleinen in Kürze vermittelt hast, aber das ist eben keineswegs sicher. Wir wissen alle, wie schwer es ist Böckchen gut zu vermitteln.


    Bitte glaube mir, ich meine das nicht böse. Ich liebe selbst Tiere sehr und muss immer wieder aufpassen (und versage dabei auch), dass ich nicht andere Sachen schleifen lasse, weil ich zuviel Zeit für die Tiere aufwende.

    Was wäre wenn ich aus dem Tierheim noch ein Kastraten hole der ihm Gesellschaft leistet

    Danke, dass Du mit uns über Verbesserungen nachdenken willst! Und ich verstehe auch, dass die Situation jetzt schwierig ist. Deshalb hatte ich ja auch die vorübergehende Unterbringung in einer Notstation vorgeschlagen. Dann käme er ja in ca. 8 Wochen zu Dir zurück.


    Was würde mit dem zweiten Kastraten auf Dauer werden sollen? Du kannst keine zwei Männchen, auch wenn sie kastriert sind, mit zwei Weibchen zusammen halten. Zwei Gruppen, also 2 Männchen und 2 Weibchen wäre für alle nicht optimal.

    Es ist gut, dass Du überlegst, wie Du das Gehege vergrößern kannst, denn 1,44qm sind einfach zu klein. Zumal es durch die quadratische Form noch weniger gerade Rennstrecke bietet.


    Du hast ja zum Glück viele Gestaltungsmöglichkeiten durch die Songmics-Elemente. Ich würde sie damit in das andere Zimmer stellen und ihnen mindesten 2qm, besser mehr, geben.


    Wenn Ihr nicht einen sehr leichten Schlaf habt, sollten sie im Nachbarzimmer nicht stören. Im Zweifelsfalle könnt ihr es ja einfach ein paar Nächte probieren. Das Gehege ist ja schnell neu aufgebaut.


    Die Entfernung zur Küche wäre bei uns nebensächlich. Ich bin sicherlich viel öfter in der Küche, als ich es für die Schweinchen sein muss.