Beiträge von Marie-Luise

    Guten Abend und willkommen im Forum!


    Bitte beschreibe Deine Haltung näher: Haben sie Auslauf, wie groß ist der Stall, wie ist er gegen Kälte geschützt, was fütterst Du u.ä.?


    Ich frage das, weil ja vielleicht eine Veränderung in der Haltung die Lösung sein könnte. Schimmel kann z.B. die Lunge schwer schädigen. Ich weiß, dass Du sie jetzt umgesetzt hast, aber das könnten ja vielleicht auch Nachwirkungen sein oder mit dem neuen Stall gibt es auch Probleme.


    Und wie machst Du das mit dem Inhalieren? Ich kenne das, außer mit einem Gerät, nur so, dass es mit viel Dampf verbunden ist. Tiere in Außen- oder Kaltstallhaltung mit warmen Wasserdampf zu umgeben, stelle ich mir gefährlich vor.

    Wenn ich das richtig verstehe, ist das kleine Böckchen seit 4 Wochen allein, d.h. seit er 8 Wochen alt ist. Selbst wenn Du ihn morgen kastrieren lassen würdest, müsste er weitere 6 Wochen von den Weibchen getrennt leben. Du hast vor, ihn in 3 Wochen kastrieren zu lassen. Dann muss er von 8 Wochen bis 21 Wochen allein sitzen. Das ist sehr schlimm für ein junges Tier!


    Ich würde an Deiner Stelle Kontakt mit einer guten Notstation aufnehmen und diese bitten, ob er bei ihnen kastriert werden und die Frist absitzen kann zusammen mit anderen erwachsenen Jungs. Dann könntest Du die Kosten dafür übernehmen und bekämst in ca. 8 Wochen ein nicht so stark geschädigtes Tier zurück, dass vielleicht sogar von den anderen etwas gelernt hat.


    Noch besser wäre es, den kleinen Bock in einer guten Notstation gegen einen erwachsenen Kastraten zu tauschen. Dann hätten Dein Weibchen und ihre Jungen sofort ein erwachsenes Tier als Beschützer und Erzieher und Dein Böckchen müsste nicht weiter leiden.


    Was hälst Du von diesen Vorschlägen?

    Ich kann verstehen, dass Du solchen Tieren helfen willst. Es braucht Menschen, die ein Herz für solche armen Wesen haben. Aber als sehr tierlieber Mensch läuft man auch Gefahr, zu vielen helfen zu wollen.


    Nach Deinen bisherigen Berichten hälst Du Deine bisherigen Tiere schon in viel zu kleinen Gehegen. Mit jedem weiteren Tier wird das Problem größer und den neuen Tieren hilfst Du auch nicht so, wie es möglich wäre. Ich bitte Dich, gib die Tiere aus Liebe in eine gute Notstation!


    Und überlege Dir bitte folgendes: Es gibt hunderte oder tausende von Meerschweinchen, die aktuell ein schlechtes zu Hause haben. Du kannst ihnen nicht allen helfen. Was Du aber kannst, ist einigen Tieren ein wirklich schönes Leben zu ermöglichen. Das ist viel mehr wert, als doppelt oder dreimal so viele Tiere selbst letztlich nicht gut zu halten.

    Ich habe keine Erfahrung damit und kenne diese Empfehlung aus verschiedenen Quellen. Mir ist das allerdings verdächtig. Jeder von uns hat vermutlich schon beobachtet wie ein Schweinchen meint, Blinddarmkot aufnehmen zu können und dann ein normales Böhnchen aus dem Mäulchen fallen lässt. Meines Wissens - aber da kann ich mich irren - frisst ein Schweinchen nie Böhnchen, sondern immer nur Blinddarmkot.


    Ich weiß noch nicht einmal, ob "gute" lebende Bakterien in den normalen Böhnchen sind und erst recht nicht, ob sie dann den Weg durch den Magen überleben würden. Weiß da jemand mehr?


    Im Zweifelsfalle würde ich kein Tier zwingen, seinen eigenen Kot oder gar den von anderen Tieren zu fressen.

    Noch eine wichtige Sache fällt mir für morgen ein:


    Viel Platz ist zwar eine gute Sache, aber bei Streit können große Freiflächen nachteilig sein. Wenn man den "Gegner" immer sehen kann, verstärkt das die Aggressionen. Außerdem ist es bei einer Verfolgsjagd einfacher sich zu entziehen, wenn man um Ecken und durch Tunnel rennen oder sich hinter etwas verstecken kann. Daher empfehle ich Dir, das Zimmer für die nächsten Tage mit vielen Kartons mit zwei offenen Seiten (quasi Tunnel) oder Häuschen oder Hocker mit Tuch darüber o.ä. zu verzieren. Natürlich besteht die Gefahr, dass sie darunter pieseln. Der Boden müsste also geschützt werden.


    Sehr gute Erfahrung habe ich auch mit senkrecht aufgehängten Tüchern gemacht, die im Gehege für Abtrennung gesorgt haben. Sie bieten Sichtschutz, sind aber kein Hinternis beim Durchlaufen und sind bei uns auch zum Darunterliegen beliebt (ich verwende in der Mitte gefaltete Kopfkissenbezüge, so dass der Stoff auf beiden Seiten herunterhängt).


    Die anderen Empfehlungen für Vergesellschaftungen kennst Du sicherlich alle schon: Futter überall verteilen, keine Häuser mit nur 1 Eingang oder andere Sackgassen u.ä.

    Es freut mich, dass Du es morgen versuchen willst und ich hoffe, dass es wirklich gut laufen wird! <3


    Ich will Dir keine Angst damit machen, aber zu meiner eigenen Beruhigung hatte ich mir vor der letzten Vergesellschaftung blutstillende Watte und Octenisept Gel gekauft. Prontosan Wundspray und Bepanthen Antisept. hatte ich schon im Haus. Das blutstillende Mittel habe ich zum Glück nie gebraucht. Kleine Wunden gab es aber leider schon. Diese habe ich zur Sicherheit mit Prontosan oder Octenisept mindestens einmal täglich behandelt, um Entzündungen vorzubeugen und die Heilung zu fördern.


    Und noch eine Erfahrung will ich Dir mitteilen: Unsere Jungs waren es gewohnt, zu zweit in einem Katzenkorb in das Gartengehege getragen zu werden. Auch eine kurze Fahrt zum Tierarzt war kein Problem. Auf der über einstündigen Fahrt wegen der Kastration, wurden sie erst unruhig und dann haben sie sich geschnappt. Es war jeweils nur eine kleine, harmlose Stelle. Ich hatte zum Glück einen Karton als Notlösung zusätzlich dabei und habe einen umgesetzt. Nach dieser Erfahrung wäre ich vorsichtig, vor allem wenn ich noch einmal alleine mit ihnen im Auto wäre. Mit anderen Worten: An Deiner Stelle würde ich maximal zwei in einen Korb setzen und auch dann noch Ersatzbehälter mitnehmen, so dass Du notfalls sofort trennen kannst. Auch das ist nur eine Vorsichtsmaßnahme, aber ich hätte ohne den Karton ein richtiges Problem auf der Fahrt gehabt. Für die meisten Schweinchen ist es ein Trost ein anderes Schweinchen bei sich zu haben. Aber auch hier sind nicht alle in allen Situationen gleich.


    Alles Gute noch einmal für morgen!

    Es ist gut, dass Du meine Beobachtungen ergänzt, Lillygypsy!


    Man muss also bei der Beurteilung noch auf weitere Aspekte achten, wie eben das aufgestellte Fell oder auch den Tonfal. Und wie Du auch überlegst, vermute ich, dass es auch von Tier zu Tier Unterschiede gibt.


    Ein Beispiel für solche Unterschiede hatte bei uns immer wieder zu Streit geführt: Einer unserer beiden ersten Jungs hat es immer als persönliche Drohung aufgefasst, wenn sein Bruder ihm gegenüber im Heu nach etwas besonders Leckerem gescharrt hat. Entsprechend sauer hat er dann auf diese vermeintliche Provokation reagiert. Es hat etwas gedauert, bis ich es kapiert hatte. Ein zweiter Heuplatz half nicht richtig, da sie gemeinsam fressen wollten. Dann habe ich ein kleines Gestell mit einer Trennwand gebaut und auf beiden Seiten Heu hingelegt. Sie konnten nur noch nebeneinander oder gegenüber ohne Sichtkontakt fressen. Das war das Ende der Streitigkeiten dort!

    Das Kokosöl vertreibt die Parasiten, es tötet sie nicht. Entweder verhungern sie ohne das Schweinchen oder man beseitigt sie zur Sicherheit. Dazu kann man z.B. Inuzid oder ein anderes möglichst harmloses Mittel versprühen in der Umgebung oder alles waschen bei Fleecehaltung.


    Das Vorgehen kann dann so sein: Etwas natives (!) also nicht desodoriertes Kokosöl in der Hand schmelzen lassen verreiben und dann im Fell überall verteilen. Das Tier muss nicht vor Fett triefen! Der Geruch von Kokosöl ist abstoßend für die https://www.meerschweinchen-ra…de/krankheiten/parasiten/. Auch die Schweinchen mögen es nicht; es ist aber für sie unschädlich. Zur Sicherheit würde ich die Schweinchen nach dem Einreiben in einen provisorischen Auslauf o.ä. setzen und erst nach ein paar Stunden zurück das Gehege tun. Die Sachen aus dem Auslauf kannst Du dann ja bei mindestens 60 Grad waschen oder Du benutzt sie zumindest einige Tage nicht mehr.Das Einreiben kann man zweimal wiederholen, nach jeweils 7 bis 10 Tagen.


    Ich habe von mehreren Haltern gelesen, dass schon eine einmalige Anwendung gereicht hat, aber zur Vorsicht könntest Du die Wiederholungen machen, damit Du die aus den Eier nachschlüpfenden Parasiten auch erwischst.


    Aldi Nord hat z.B. natives Kokosöl von Schneekoppe. Überall wo es Biowaren gibt, sollte es auch natives Kokosöl geben.

    Ich habe unsere Igel - nachdem ich vorher viel über die Pflege von Igeln gelesen hatte - immer in der Dämmerung "ausgesetzt".


    Sie braucht neben dem Unterschlupf auch Laub zur Wärmedämmung. Aber das sollte ja im Wald kein Problem sein. Auch würde ich sie nicht gerade bei starkem Frost hinaussetzen, da sie sich ja vielleicht erst noch einen neuen Haufen als Überwinterungsquatier bauen muss und vermutlich derzeit bei Zimmertemperatur oder kurz darunter gehalten wird. Als "Service" könntet ihr ihr noch einiges trockene Laub neben dem Holzhaufen zusammenschieben. Ob sie das dann nutzt als Füllmaterial weiß man nicht, aber es schadet ja nicht, es zu versuchen.


    Ich freue mich über jeden, der sich wie Du Gedanken macht, wie er einem Igel helfen kann. Igel sind leider oft sehr geplagt durch Parasiten, Entzug der natürlichen Nahrungsgrundlagen, menschliche Störung, Straßen u.ä.


    Alles Gute für das Mädel!

    Es ist schön, dass Du ihnen Abwechslung bieten willst. Du musst nur überlegen, was ihnen dabei guttun und was ihnen eher unangenehm sein, oder schaden könnte.

    • Watte ist völlig ungeeignet und gefährlich, da sie sie fressen könnten oder im Fell hängen hätten u.s.w. Als Weiches könntest Du ihnen aber frisches Moos von draußen in eine große Schale legen.
    • Weiche Handtücher könnte beliebt sein. Einer von unseren Jungs wickelt sich da richtig ein. Ansonsten werden sie sich ggf. darauflegen und es vollpieseln.
    • Pappe oder Papier ist in der Regel zu glatt, um darauf gut laufen zu können. Höchstens Wellpappe mit den Rippen nach oben könnte ich mir vorstellen. Da würde ich aber aufpassen, dass sie sie nicht fressen.
    • Kleine Steine dürften für die zarten Füße der Schweinchen eher unangenehm bis schmerzhaft sein.
    • Große flache Steine haben manche Leute im Gehege. Für die Abnutzung der Krallen werden ein pder zwei Steine nicht helfen. Zudem hätte ich Bedenken, dass sie sich wehtun könnten, wenn sie z.B. im Streu vereinzelte Steinplatten liegen haben und dann richtig rennen. Der Wechsel von sehr lockerem zu extrem harten Untergrund könnte zu Verletzungen führen.

    Ob sie damit jeweils etwas anfangen können wirst Du sehen und kannst ja dann entsprechend reagieren.


    Du könntest nicht den Untergrund variieren, sondern ihnen z.B. mal für ein paar Stunden mehrere Kartons mit 2 Öffnungen in den Auslauf stellen und das Ganze mit einem großen, leichten Tuch abdecken. Wenn Du dann noch etwas Futter darunter legst, dürften sie unter dem Tuch und den Kartons hin- und herwuseln.

    Du fragst verständlicherweise nach dem besten Weg, sie wieder zusammenzubringen.


    Wie sind sie denn aktuell untergebracht? Können beide Gruppen frei in das Zimmer gehen wieder zurück in ihr Gehege?


    Die Absperrung ist ja nur temporär; die könntest Du wieder wegnehmen?


    Könntest Du sie in den nächsten Tagen viel beobachten?


    Es gibt von manchen Leuten die Empfehlungen, die Tiere einfach machen zu lassen. Das wäre nicht mein Ding. Ich fühle mich verantwortlich, zu beobachten und bei Bedarf einzugreifen, da ich sie ja auch zusammensetze und sie nichts daran selbst ändern können. Das ist ja keine Situation, in der sich Wildtiere streiten und einer davonlaufen kann.


    Zudem habe ich bei unseren Jungs die Erfahrung gemacht, dass sie sich sehr wohl von mir beruhigen lassen. Ich muss dazu sagen, dass ich ein enges Verhältnis vor allem mit unseren ersten beiden Jungs habe. Sie teilen mit mir das Zimmer, in dem ich mich die meiste Zeit aufhalte. Beim Füttern habe ich mich öfters zu ihnen gesetzt. Knollengemüse u.ä. bekommen sie immer aus der Hand (Grünfutter und Heu lege ich hin). Wenn sie sich erschrecken, beruhige ich sie mit Zureden und genauso, wenn die Emotionen hochkochen, weil einer dem anderen quergekommen ist. Da reicht es meistens, mit ihnen kurz beruhigend oder auch mal ermahnend zu sprechen. Alternativ könnte man sie auch mit Futter oder sonst wie ablenken. Das Beruhigen über Zureden geht natürlich besser, wenn die Tiere einem schon gut kennen. Bei Dir sind ja alle vier noch relativ fremd.


    Ich meine auch nicht, dass man sich einmischen sollte, wenn einer in angemessenem Umfang einem anderen klarmacht, dass er das Sagen hat. Ich beziehe das eher auf unnötige Reibereien, bei denen ein gutes Leittier brommselnd dazwischengehen würde, um die beiden Streithähne zu beruhigen. Wenn es dieses Leittier nicht gibt, oder Dein Peanut selbst einer der Streithähne sein sollte, dann haben wir als Menschen vielleicht die Möglichkeit, zumindest in die gleiche Richtung zu wirken - wenn auch wahrscheinlich nie so gut.


    Zum Brommseln: Man liest oft, dass sei ein Versuch zu dominieren. Nach dem, was ich bisher beobachtetet habe, ist es aber eher beruhigend oder werbend gemeint und wird auch so von dem Gegenüber aufgefasst. Auch der Unterlegene brommselt hier und wackelt mit den Hintern und dann ist die Lage schon wieder beruhigt, wenn der andere auch brommselt und sie sich oft auch aneinander reiben. Das beobachte ich gerade bei unseren beiden Hitzköpfen. Zwei, die sich anscheinend sehr mögen, haben auch oft gebrommselt und sich dann aneinander gerieben, wenn sie sich trafen. Das aneinander Reiben ist aus meiner Sicht eine freundschaftliche Geste, wie könnte die aus einem beiderseitigen Dominanzgebaren folgen?


    Von Kastraten, die eine Gruppe gut führen, wird auch immer wieder berichtet, dass sie Streit zwischen Weibchen schlichten, indem sie brommselnd dazwischen gehen. Das würde also auch zu der These vom Beruhigen oder Umwerben passen.


    Wenn also bei Dir viel Brommseln zu hören war, ist das aus meiner Sicht nichts Bedenkliches. Zähneklappern ist dagegen schon eine Drohung (wenn es nicht aus eifriger Erwartung auf Futter geschieht). Aber solange sie noch "miteinander reden" und die Spannungen nicht über Wochen und Monate anhalten, ist es ja gut.

    Ich finde, dass hört sich so an, als gäbe es gute Aussichten, mit der Gruppe weiterzumachen!


    Letztlich kann niemand Dir sagen, ob es gut gehen wird, erst recht nicht von der Ferne. Aber ich sehe keinen Grund derzeit aufzugeben. Je mehr Du berichtest, desto besser hört es sich gut an. Was ich mir im Idealfalle vorstellen könnte: Floki hat gelernt, dass es nicht gut tut, sich mit dem Chef anzulegen und lässt es in Zukunft. Die zweite Möglichkeit wäre, dass sie es noch ab und an probieren werden sich durchzusetzen gegen die Großen und dann "eines auf die Nase bekommen". Das kann auch mal zu kleinen Verletzungen kommen. Wenn dann Frieden einkehrt und jeder auch entspannt leben kann, wäre das immer noch ein voller Erfolg. Diese Phasen, in denen sie versuchen in der Rangordnung aufzusteigen, können bis etwa 1,5 Jahre mehrfach auftreten. Es gibt aber auch Gruppen, in denen es kaum zu merken ist.


    Über die Grenze, bei der man abbrechen sollte, gibt es verschiedene Ansichten. Manche sagen, man sollte es nur dann tun, wenn richtig Blut fließt und einer nicht mehr zur Ruhe kommt und stark abnimmt. Ich persönlich würde die Grenze früher ziehen. Auch wenn ein Tier wiederholt, also z.B. mehrere Tage hintereinander ein- oder mehrmals kleine Bisse abbekommt und keine klare Besserung erkennbar ist, würde ich dauerhaft abbrechen. Ich finde, da ist der Halter gefragt, zu erkennen, ob systematisch ein Tier vertrieben werden soll oder ob es vorübergehende Streitigkeiten sind, die geklärt werden und dann ist Ruhe. Das zu beurteilen. ist natürlich nicht einfach und irren kann man sich auch, aber wir geben ja unser Bestes - mehr geht dann nicht.


    Ich würde auch ganz nüchtern überlegen, was die Alternativen sind. Du kannst die kleinen abgegeben. Dann werden sie vermutlich zu zweit bleiben und nie von einem Erwachsenen lernen. Das gleiche könnten sie bei Dir haben. In beiden Fällen wären Deine Großen wieder alleine, mit allen Verlusten, die das bringt gegenüber einer Vierergruppe. Du könntest natürlich auch versuchen, wie gestern erwähnt, einen wirklich erfahrenen Erzieher zu finden und ein weiteres kleines Böckchen. Ob Du den aber in den nächsten Wochen finden wirst, ist fraglich. Außerdem würde das den beiden Großen nicht helfen.


    Vor dem Hintergrund dieser Alternativen wäre ich bereit, ein gewisses Risiko einzugehen. Wenn es meine Tiere wären und ich aus Deinen Beschreibungen das Richtige gefolgert habe, würde ich sie morgen oder schnellstmöglich wieder zusammen lassen. Je länger sie getrennt bleiben, desto eher wird es Schwierigkeiten geben.


    Es kann natürlich im schlimmsten Falle zu ernstlichen Verletzungen kommen. Das ist sehr selten, kann aber passieren. Aber wenn Du die Kleinen zu zweit bleiben, kann es auch schief gehen. Wenn es andererseits eine harmonische Vierergruppe werden würde, wäre es für alle eine Bereichung.


    Peanut untersuchen zu lassen, kann nicht schaden, solange niemand einen Maulspreizer ohne Narkose einsetzt. Aber die Zähne sollte ja auch nicht das Problem sein. Ich halte es ohnehin für sehr unwahrscheinlich, dass ein gesundheitliches Problem sein Verhalten ausgelöst hat. Ich würde daher keine Untersuchung machen lassen. Aber das schreibe ich nur aus der Ferne. Du musst das beurteilen und entscheiden.