Beiträge von Marie-Luise

    Wenn der Kleine einen Biss am Vorderbeinchen hat, bestätigt das, zusammen mit Deiner Beschreibung, meine Vermutung, dass die beiden wie ebenbürtige Gegner miteinander gekämpft haben und nicht der Kleine sich unterworfen hat und trotzdem gebissen wurde.


    Dass Peanut einen Durchgang gesucht hat, könnte - im Idealfalle - auch bedeuten, dass er weiß, dass zwei seiner Gruppenmitglieder fehlen und er zu denen hingehen will, um sie zurückzuholen. Rufen sie denn einander oder haben sie das anfangs nach der Trennung getan? Mit Rufen meine ich das, was die Schweinchen bei uns Menschen machen, wenn sie Futter wollen.


    Auch die Veränderung, die Du bei Peanut beschreibst, finde ich vielversprechend. Vielleicht könnten die vier doch wieder zusammenleben.


    Falls Du Dich für Kastrationen entscheidest, würde ich versuchen, diese schnellstmöglich durchführen zu lassen. Ich hatte zweimal auf entsprechende Bitten hin einen Termin für den nächsten Tag bekommen, bei einem mir beim erstenmal unbekannten Tierarzt. Dabei wurden einmal zwei und einmal drei Jungs am gleichen Tag kastriert. Immerhin bestehen Aussichten, dass sie durch die Kastration etwas entspannter miteinander werden und Du bessere Chancen hast, dass sie bald wieder zusammenkommen können. Und da wäre es besser, je früher es geschehen würde. Die Kleinen werden ja schnell älter und größer und damit nehmen die Probleme erheblich zu.


    Auf die Ferne ist das natürlich schwer zu sagen, aber ich würde es wahrscheinlich sogar bereits ohne Kastration noch einmal versuchen. Ein Ritzer und ein einzelner Biss sind aus meiner Sicht noch kein Grund, die Gruppe aufzugeben. Wie sind sie denn sonst miteinander umgegangen (zusammen gefressen? viel gejagt? viel Zähneklappern? usw)?


    Eines macht mir noch Sorgen: Wenn das Beinchen von Floki dick geworden ist, deutet das m.E. auf eine Entzündung hin oder auf eine zusätzliche Zerrung oder Verstauchung. Wie sieht denn die Wunde aus? Ist es darum herum gerötet oder warm? Wie hat es sich entwickelt?

    Ein Igel mit 900g und anscheinend guter Figur braucht eigentlich gar nicht aufgepäppelt zu werden. Es ist unnatürlich, wenn er jetzt einige Tage Futter bekommt, also komplett das System wieder hochfährt und dann wieder runterfahren und weiterschlafen soll.


    Bitte verstehe mich nicht falsch: Ich verstehe, warum Du ihn mitgenommen hast. Da muss man sich letztlich auf die Fachleute verlassen. Aber ich hoffe einfach nur, dass es ihr nicht mehr schadet als nutzt, wenn sie jetzt tagelang eingesperrt und mit unnatürlichem Futter versorgt wird.


    Ich habe schon einige kranke oder untergewichtige Igel im Haus versorgt. Man muss mal miterleben wie sehr die armen Tiere kämpfen, um in die Freiheit zu kommen. Wir haben ihnen möglichst nachts den ganzen Wintergarten zur Verfügung gestellt. Trotz ca. 13qm Fläche haben sie es immer wieder und anhaltend versucht, einen Ausweg zu finden durch Kratzen an der Wand, an Kartons u.ä. Wenn ich mir vorstelle, wie es einem gesunden Tier wie vermutlich "Deinem" geht, wenn es in 1qm o.ä. eingesperrt ist, ist das bedrückend.


    Ich würde selbst mal nachfragen, wann Du sie holen kannst und wovon das abhängig gemacht wird.

    Die sieht aber gut aus!


    Grundsätzlich ist es richtig, dass Igel jetzt schlafen sollten. Allerdings wechseln nach einer Studie, die ich gelesen habe, die meisten mindestens einmal das Winterquartier. Das muss also kein Zeichen von Problemen sein. Sie kann auch aufgestöbert worden sein von einem Hund o.ä.


    Es ist auf jeden Fall gut, sie wieder am Fundort auszusetzen, wenn bzw. sobald sie fit genug ist. Dünn wirkt sie auf dem Foto nicht, aber das kann täuschen. Ich hoffe, das ist eine kompetente Auffangstation. Ich habe in einem Tierheim leider schon Übles erlebt.


    Alles Gute!

    Herzlich Willkommen, Jasmin,


    es tut mir sehr leid, was Du erlebst. Ich kann das gut nachvollziehen, da ich auch gerne Böckchen helfen wollte und will und schon so manchen Kummer damit erlebt habe.


    Es gibt Bockgruppen, ob kastriert oder nicht, die harmonisch sind und bleiben und wo auch neue Tiere gut integriert werden. Ob sie harmonisch zusammenleben hängt aber sehr stark von den "zwischenmenschlichen" Fähigkeiten der Tiere, vor allem der erwachsenen ab. Die Kleinen können dann von ihnen lernen. Wenn Deine Großen mit 6 Monaten abgegeben wurden aus einer Gruppe, kann das ja, falls es überhaupt stimmt, passiert sein, weil sie sich nicht mehr vertragen haben. Oder die Zeit dort war zu kurz.


    Vermutlich haben die Kleinen provoziert oder zumindest hat sich Peanut provoziert gefühlt und dann zumindest beim zweiten Fall leider heftig reagiert. Wenn er selbst einen Ritzer am Ohr hat, heißt dass höchstwahrscheinlich, dass einer sich ihm entgegengestellt oder ihn sogar angegriffen hat, nicht einfach geflüchtet ist oder sich unterworfen hat.


    War die Bisswunde am Vorderbein oder Hinterbein und wie tief war sie?


    Meerschweinchen haben sehr scharfe Zähne und an einem Beinchen unten ist nicht viel dran. Da kann es schnell zu einer unschönen Verletzung kommen. Was mich mehr beunruhigt ist, dass Peanut immer noch wütend auf Floki ist.


    Eine Kastration kann etwas die Gemüter beruhigen, muss aber nicht immer einen Unterschied machen. Ich habe bisher fünf erwachsene Böckchen kastrieren lassen. Bei allen dauerte es ein paar Wochen, bis ihr Verhalten etwas ruhiger (nicht lahmer) wurde. Es kann also Sinn machen, sie kastrieren zu lassen. Dazu würde ich aber einen darin erfahreren Tierarzt suchen, der Gasnarkose dafür nutzt.


    Es wäre sehr schade, wenn die Tiere den Freilauf in der Wohnung nicht mehr genießen könnten. Das ist so schön (vorausgesetzt alles ist abgesichert und geeignet für sie). Falls Du die Kleinen nicht in einem anderen Raum unterbringen kannst, würde ich überlegen, ob nicht eine Teilung des Zimmers mit Songmics-Elementen möglich wäre. Ich praktiziere das auch notgedrungen zur Zeit. Hier ist es allerdings nötig, das Gitter mit Pappe abzudecken.


    Ein weiteres Männchen dazuzunehmen als Erzieher würde ich nur riskieren, wenn er sicher dafür geeignet wäre. Die wenigsten Männchen dürften die Eignung haben, da sie selbst nicht erwachsen geworden sind in einer funktionierenden Bockgruppe.


    Das würde natürlich bedeuten, dass die beiden kleinen ohne Erzieher aufwachsen würden. Das wäre nicht gut, ist aber ohne gut sozialisiertes, durchsetzungsfähiges Leittier die stabilste Lösung. Zweiergruppen scheitern nach allem, was ich gelesen habe, weniger als alle anderen Bockgruppen.


    Wenn Du bereit bist, dauerhaft zwei Gruppen zu haben, würde ich mit einer guten Notstation (bitte sorgfältig prüfen) Kontakt aufnehmen, ob diese tatsächlich einen geeigneten Erzieher hätten. Diesen könntest Du dann zusammen mit einem weiteren Jungtier zu den kleinen setzen und die beiden anderen alleine lassen. Sind die denn noch friedlich miteinander?


    Zeitnah könntest Du alle vier kastrieren lassen (am besten alle an einem Tag). Und vielleicht hast Du als Alternative noch eine Chance, dass sie sich etwa sechs Wochen später wieder vertragen. Dazu würde ich aber auch den bisherigen Halter der beiden Großen fragen, was er noch über das Aufwachsen der Jungs sagen kann. Das könnte helfen, abzuschätzen, was man von den beiden Großen an Fähigkeiten erwarten kann.


    Ich wünsche Dir die richtigen Entscheidungen und viel Kraft und Geduld!

    Willkommen hier im Forum!


    Verletzungen am Auge selbst sind sehr schmerzhaft. Hast Du ein Schmerzmittel für sie bekommen?


    Falls nicht und falls wirklich der Augapfel verletzt ist, würde ich noch ein Schmerzmittel nachfordern. Ansonsten quält sie sich nicht nur unnötig, sondern es besteht auch die Gefahr, dass sie vor Schmerzen das Fressen einstellt und dann drohen Aufgasungen und damit weitere massive Probleme. Zudem sind manche Schmerzmittel auch entzündungshemmend und also auch in dieser Hinsicht von Vorteil.


    Wegen einer Augenverletzung würde ich kein Tier einschläfern lassen. Die sollen oft wieder gut verheilen. Und selbst wenn das Auge entfernt werden müsste: Selbst wenn sie bei oder nach der OP sterben würde, was keinesweg sein muss, hätte sie zumindest eine Chance gegenüber dem Einschläfern.


    Magst Du mal ein Bild einstellen?


    Ist überhaupt sicher, dass nicht noch ein Fremdkörper im Auge steckt?

    Kurz überflogen scheint die Seite nicht falsch zu sein. Einen deutlichen Nachteil von Fleece haben sie nicht genannt: Bei jeder Wäsche löst sich Mikroplastik und geht mit dem Wasser in die Kläranlage. Dort wird nicht alles Mikroplastik herausgefiltert und landet dann in den Gewässern und damit in Tieren und Menschen. Mikroplastik ist ein echtes Umweltproblem.


    Ich verwende daher alte Baumwollhandtücher und -bettwäsche. Vermutlich bleiben die eher oberflächlich etwas feucht, aber dann wechsele ich lieber feuchte Tücher öfter aus, als die Gewässer bewusst zu belasten.


    Je größer das Gehege ist, desto eher trocknet auch wieder etwas ab. Bei 2 Schweinchen würde ich mindestens 2x1m Grundfläche rechnen, mehr wäre besser.


    Bei den Kosten sollte immer auch ein Betrag für Tierarzt und Medizin eingerechnet werden. Da können schnell bei einer Erkrankung ein paar hundert Euro zusammenkommen.


    Letty hat neulich ihre Kosten für 4 Schweinchen zusammengerechnet und ist mit Futter, Einstreu und Tierarzt, ohne Anschaffungskosten, auf 539 Euro pro Tier und Jahr gekommen: https://www.meerschweinchen-ra…?postID=917369#post917369 Danach findest Du weitere Angabe, was die Halter ausgegeben haben.

    Ich würde, falls es nicht um den Schutz vor Katzen o.ä. geht, oben offen lassen. Wie willst Du denn sonst saubermachen? Außerdem siehst Du die Tiere dann ja auch von oben hinter Gittern.


    An den Ecken könnte jeweils ein Element waagrecht Sinn machen, um z.B. dort ein Tuch darüber und herunterhängen zu lassen. Bei uns sind herunterhängende Tücher sehr beliebt zum darunterlegen.

    So einfach ist das leider nicht. Auch bei Medikamenten aus der Schulmedizin ist die positive Wirkung nicht immer da. Einiges wirkt manchmal nicht positiv und teilweise schwere Nebenwirkungen kommen auch vor. Da steht teilweise selbst auf den Beipackzetteln.


    Und dass alles, was nachweislich positiv wirkt an pflanzlichen Extrakten, in der Schulmedizin übernommen wird, stimmt leider auch nicht. Pharmaunternehmen verdienen z.B. an Mitteln, auf die sie Patente haben, deutlich mehr als an nicht schützbaren Pflanzenextrakten. Es wäre blauäugig zu glauben, dass alle Unternehmen das am meisten bewerben, was für die Patienten am besten ist und nicht das, was ihnen das meiste Geld einbringt.

    Ich freue mich sehr, dass es besser geworden ist bei Euch!


    Das zeigt auch, dass selbst längst erwachsene Tiere noch lernen können mit neuen Situationen umzugehen und ihr Verhalten zu ändern. Vermutlich brauchte Tai bislang nie die Rolle des Schlichters zu übernehmen. Dann war er von Sais Verhalten zunächst überrascht. Erst nach einiger Zeit hat er gemerkt, wie er am besten darauf reagieren sollte. Auch Mai scheint gelernt zu haben, mit den Angriffen umzugehen, ohne immer nur wegzurennen. Und Sai, die ja noch jung ist, hat vermutlich die erste Rappelphase hinter sich und auch dabei gelernt, dass sie nicht alles machen kann, was sie gerade mag.


    Ich finde es auch sehr gut, dass ihr versucht habt, die Tiere in diesem Prozess zu unterstützen. Wenn man es nur laufen lässt, kann es auch so eskalieren, dass es richtig übel wird.


    Ich wünsche Euch, dass es eine richtig harmonische und doch muntere Gruppe wird!

    Ich bin ja nur Laie, kein Arzt oder Gerichtsmediziner. Aber ich stelle mir vor, dass es schon einige Stunden, vielleicht sogar länger dauern könnte, bis das Blut den weg nach außen findet. Wahrscheinlich ist ja nicht einmal das Blut, dass nach außen ging, die entscheidende Menge gewesen, sondern es kann sich ja vieles bis zum Schluss im Körper angesammelt haben. Schock und Untertemperatur sind m.W. Symptome, die bei starken Blutverlust auftreten, weil der Kreislauf durch die zu geringe verbliebene Blutmenge versagt.


    Wenn ein Schweinchen quickt ist das ein Ausdruck von Schmerz oder großer Angst, nicht nur von Unwillen. Das dürfte also fester als nur unangenehm gewesen sein. Du hast ja vermutlich noch weitere Schweinchen? Dann würde ich darauf achten, dass Deine Tochter keines mehr hochnimmt oder hält. Ich will damit nicht sagen, dass sie den Tod der Tiere ausgelöst hat. Du hast ja den Zusammenhang in Deinen Fragen hergestellt. Da das Streicheln und auf dem Schoß halten zumindest nicht notwendig ist, würde ich es zur Vorsicht nicht mehr machen bzw. zulassen.