Beiträge von Marie-Luise

    Sie sitzt ja jetzt schon mit einem Tier Deiner Gruppe zusammen. Wenn sie etwas eingeschleppt hätte, wäre das ohnehin schon passiert.


    Daher würde ich maximal den Kot sammeln und abgegeben und selbst das Fell mal untersuchen, nach kahlen Stellen oder Viechern. Wenn sie sich aber nicht kratzt und beißt, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie nichts hat.


    Es kann sonst z.B. auch sein, dass Du morgen zum Tierarzt gehst und durch den Stress dort und ihren Umzug die neue Umgebung, die neuen Tiere usw. sie in einigen Tagen Probleme mit Parasiten bekommt.


    Wenn ein Tier gesund aussieht und wirkt, bringe ich es nie zum Tierarzt. Aber das musst letztlich Du als Halter abwägen.

    Bitte reduziere das Frischfutter jetzt nicht wieder. Die Schweinchen hatten gerade angefangen zuzunehmen. Das muss jetzt weitergehen.


    Wenn Du nicht ganz sicher bist, dass sie keine Aufgasung hat, dann gib ihr zur Sicherheit Simeticon, am besten ohne Zucker und künstliche Zusatzstoffe. Dazu hatte ich z.B. hier geschrieben: https://www.meerschweinchen-ra…?postID=915296#post915296 Eine Packung davon kostet nur ein paar Euro und ist bei dm, Rossmann o.ä. erhältlich. Es gibt auch Eigenmarken mit Simeticon. Da musst Du eben die Zutatenliste lesen, ehe Du es kaufst. Das von Klosterfrau hat noch einige sinnvolle Pflanzenextrakte dabei. Sehr gut für Deine angeschlagenen Tiere wäre auch das an gleicher Stelle von mir empfohlene Colosan. Das kostet allerdings leider über 20 Euro.

    Da Du unterschiedliche Meinungen gehört hast, was noch eine Frühkastration ist, will ich auch kurz meinen Kenntnisstand dazu nennen:


    Bei einer Frühkastration befinden sich die Hoden noch im Bauchraum. Der Tierarzt massiert sie zu Beginn der OP nach unten. Wenn sie erst von alleine - also aufgrund der Entwicklung des Schweinchens - abgestiegen sind, ist das Böckchen fruchtbar. Im Bauchraum soll die Temperatur für die Samen zu hoch sein. Die 250g sind eine Daumenregel. Da Meerschweinchen aber bei der Geburt und auch in ausgewachsenem Zustand sehr unterschiedliches Gewicht und Größe erreichen, ist es eben nur eine grobe Regel. Am besten ist es, wenn ein erfahrener Tierarzt sich das Tier einige Tage vorher anschaut und dann den Termin für die bestmögliche Zeit macht.


    Aus meiner Sicht gilt nicht, je früher desto besser. Es ist eine Narkose und ein Eingriff in den Hormonhaushalt eines Tieres im Wachstum, teilweise sogar noch während es noch gesäugt wird. Falls man überhaupt eine Frühkastration vornehmen lassen will - und dazu gibt es ja verschiedene Meinungen - sollte es aus meiner Sicht so spät wie möglich sein, aber so dass er nicht schon zeugungsfähig ist.


    Zum Gehege: Außenhaltung ist anspruchsvoll in der Planung, teurer in der Ausstattung und bedeutet bei jedlichem Wetter regelmäßig draußen sein zu müssen. Darauf würde ich auf die Schnell mich nicht festlegen an Eurer Stellen, sondern erst einmal eine gute Lösung für die nächsten Monate suchen. Könnt Ihr nicht einen Dauerauslauf z.B. aus Songmics-Elementen mit Teichfolie oder Inkontinenzunterlagen und Stoff als Untergrund aufstellen? Die aktuellen 1,1qm sind für zwei Tiere viel zu klein, für mehr erst recht. Da nützt auch eine zweite Etage nicht genug.


    Ich würde versuchen, im Kontakt mit einer guten Notstation, das kleine Böckchen und eine Schwester über sie vermitteln zu lassen und dafür einen gut sozialisierten Kastraten mit 1,5 bis 2,5 Jahren von ihnen nehmen. Bei damit 4 Tieren wären 3qm gut, mindestens aber 2,5qm und davon zumindest 2qm auf 1 Ebene. Auf 3qm könntet Ihr evtl. auch beide kleinen Mädchen behalten. Solltet Ihr alle Jungen behalten wollen, käme nur ein erfahrenes Weibchen mit 1,5 bis 2,5 Jahren als Erzieher in Frage. Aber dann hättet Ihr 6 Tiere und brauchtet noch mehr Platz. Und das Babyböckchen als Frühkastrat wäre auch nicht der ideale Partner für die Weibchen. Das kann er werden, muss aber nicht passieren und würde auf jeden Fall Zeit brauchen. Es ist einfach unnatürlich, dass ein Baby das einzige Männchen in der Gruppe ist. Er soll ja der Beschützer und vermutlich auch der Anführer sein.

    Danke für die Fotos! Das sind sehr schöne Tiere. Bis auf den kleinsten habe sie die schönen länglichen Schnäuzchen und den Körperbau der ursprünglicheren Hausmeerschweinchen. <3


    Deine Rechnung bzgl. der Wochen ist in sofern unsicher, als sie ja nicht am ersten Tag des Zusammenseins brünstig geworden sein muss.


    Aber wie auch immer, ich hoffe auch, dass es keine Trächtigkeit ist, sondern nur das Futter oder schlimmstenfalls eine Aufgasung oder Zyste.


    Ehe Du zum Tierarzt fährst, würde ich dort anrufen, ob er überhaupt Ultraschall machen kann, falls Du es von ihm nicht weißt. Für ein Abtasten würde ich dem Tier den Stress nicht antun oder gleich zu einem anderen Tierarzt fahren, der diese Möglichkeit hat.

    Gut für die anderen, dass sie zugenommen haben! Wollen wir hoffen, dass es so in einem guten Tempo weitergeht.


    Wenn das Weibchen trächtig wäre, wäre das wahrscheinlich ihr Todesurteil. Wenn Weibchen spätestens mit 1 Jahr erstmals trächtig werden sollen und dann auch keine zu großen Abstände dazwischen haben dürfen, damit sie elastisch genug sind bei der Geburt, dann mag ich mir nicht vorstellen, was das für ein sechsjähriges Tier bedeutet. Selbst wenn sie die Trächtigkeit in dem Alter und unterernährt überstehen würde, wie sollte das bei der Geburt gehen? Und selbst ein Kaiserschnitt wäre in dem Alter vermutlich ihr Ende.


    Allerdings habe ich noch etwas Hoffnung, dass sie nur zugenommen hat. Du hattest mal geschrieben "Dame 1 hatte vor ca. 2 Jahren ihr wohlfühlgewicht bei ca. 1200g und Dame 1 (ich erinnere mich nicht 100%) bei um die 900-1000g...". Wenn sie jetzt etwas über 900g hat, liegt sie immer noch weit unter ihrem Normalgewicht. Daher wäre ja eine erfreuliche Zunahme denkbar.


    Ich würde noch ein paar Tage abwarten, wie es weitergeht mit dem Gewicht. Ein Tierarzt kann vermutlich jetzt auch nichts machen, außer, falls das nicht noch zu früh ist, ggf. festzustellen, dass sie trächtig ist.


    Wichtig ist auch, dass Du jetzt, wo die Schweinchen mehr und anderes Futter bekommen, immer auf die Böhnchen achtest und ob einer Anzeichen von Aufgasung hat. Ein Futterumstellung bei so abgemagerten Tieren ist sicherlich nicht ungefährlich, wenn auch nötig, damit sie nicht verhungern. Wenn die Böhnchen sich verändern oder zu wenig werden, berichte bitte gleich. Ich schreibe das zur Vorsicht, wobei sicherlich die größte Gefahr eine Aufgasung ist. Die erkennt man am ehesten an gesträubten Fell, zusammengekauerter Haltung und mitunter festen Bauch. Dann ist aber auch Eile geboten, da Aufgasung nicht nur sehr schmerzhaft ist, sondern schon viele Schweinchen das Leben gekostet hat.


    Hast Du noch eine Chance, herauszufinden, wann der Kleine kastriert worden ist?

    Sicher wäre es schön, wenn Du Bilder einstellen würdest!


    Zu dem "sich gegenseitig sehen". Das kann aber auch für Unruhe und ggf. Streit innerhalb der Gruppen führen. Auch könnte es Deinem Böckchen bzw. den beiden Jungs schaden, wenn er brünstige Weibchen direkt neben sich hat. Zudem verlieren sie damit Laufstrecke, wenn ich Dich richtig verstanden habe. Ich würde aus diesen Gründen lieber jeder Gruppe 1 ganze Ebene geben.


    Solltest Du dann einmal nur noch 1 Gruppe haben, kannst Du ja eine Rampe einfügen, durch die sie dann beide Ebenen nutzen können.


    Übrigens finde ich es keineswegs normal, dass ein Tier mit 5 Monaten sich so wenig bewegt. Falls er gesund ist, dürfte sich das ändern, falls er bald mehr Platz bekommt. Wobei ihm die beiden sechsjährigen Weibchen natürlich auch keine angemessenen Partner sind. Wenn man ein achtjähriges Kind mit zwei siebzigjährigen Frauen in eine Einzimmerwohnung sperren würde, würde das Kind wahrscheinlich auch kein Fußballstar werden.

    Zähneklappern kann auch bei begierigem Warten auf Futter auftreten, aber es ist auch bzw. meistens eine Drohgebärde. Und in dem beschriebenen Fall passt das ja auch. Zwei bis drei unserer Schweinchen klappern mich auch manchmal an, wenn ich sie hochnehmen will. Eigentlich sollte man natürlich ihr Signal verstehen und möglichst auf die nachvollziehbare Abwehr reagieren. Nur ist es ja leider keine Lösung, sie dann nicht hochzunehmen, wenn man es zu ihrem Wohl tun will. Ich rede ihnen dann gut zu und nehme sie trotzdem hoch.

    Ich habe die vielen Fragen gestellt, weil es ja schon das zweite Schweinchen ist, dass so gestorben ist. Und das finde ich einen so unwahrscheinlichen Zufall, dass es m.E. Sinn machen würde, Näheres zu wissen und dann zu überlegen, was ggf. sonst die Ursache gewesen sein könnte, um für die Zukunft anders reagieren zu können.

    Es freut mich, dass Du ihnen mehr Frischfutter gibst und sie zunehmen!


    Je nachdem wie bei Euch die Temperaturen sind, könntest Du sogar noch Grünfutter in der Natur finden. Bei uns ist das Gras grün und ich will nachher schauen, was ich davon noch gebrauchen kann. Mit "Wiese" könnte ich unsere Schweinchen mästen; davon können sie gar nicht genug bekommen. Natürlich müsstest Du auch da langsam anfangen und in Kombination mit Trockenfutter ist das noch gefährlicher.


    Bambus ist auch ein sehr gutes und beliebtes Futter. Vielleicht kannst Du bei Bekannten oder Nachbarn Bambus bekommen? Oft wuchert das Zeug ja mehr als einem lieb ist ... (Der sogenannte Glücksbambus, den man im Haus hält, ist kein Bambus und darf nicht gefüttert werden. Aller Bambus aus dem Garten ist dagegen geeignet.)


    Wenn Du eine Konstruktion planst, unter der Menschen hindurchgehen können, denke bitte daran, dass die Steigung nirgends zu hoch sein darf. Lange Rampen wiederum haben den Nachteil, dass sie einen Engpass bilden: Wenn Gegenverkehr kommt, können die Tiere nicht aneinander vorbei mit einem vernünftigen Abstand. Das kann dann zu Streit führen.


    Zum Holz: Du kannst auch in Baumärkten bestellen uns es abholen. Dann siehst Du, was Du bekommst.


    Ich würde versuchen, schnellstmöglich zumindest das Gehege von 260x80cm zu bauen. Wenn ich es richtig verstehe, bekäme dann jede Gruppe 1 Ebene mit diesen Maßen?


    Wenn ja, wäre das dreimal soviel Platz wie bisher! Die Erweiterung kann dann später folgen, sollte aber die Fertigstellung des ersten Teiles nicht verzögern. Deine alten Tiere werden vermutlich nicht mehr lange leben, schon wegen ihres Alters. Dann macht es einen großen Unterschied, ob sie z.B. in 1 Woche oder in 3 Monaten mehr Platz haben. Und die beiden Jungen sind irgendwann träge und habe ihre schöne Kindheit in einem engen Käfig vertan.

    Es ist natürlich schwer von der Ferne Deine berechtigte Frage richtig zu beantworten. Magst Du mehr darüber schreiben? Wenn ja wäre wichtig:

    1. Wann ist das passiert (also wieviel zeitlicher Abstand war zwischen den beiden Todesfällen)?
    2. Wie alt waren die beiden Tiere?
    3. Haben sie zusammen gelebt?
    4. Wirkten sie irgendwie krank vorher?
    5. Ist Dir sonst etwas aufgefallen?
    6. Welche anderen Tiere gibt es in der Gruppe und wie geht es denen?


    Ich finde es schon einen sonderbaren Zufall, dass zwei Tiere verbluten. Vielleicht kann man das durch Antworten auf die Fragen besser abwägen.


    Gerne kannst Du auch dazu ein neues Thema aufmachen, dass dann besser passt, und dazu meine Fragen zitieren vor den Antworten.

    Gibt es da bestimmte Mengen oder andere Dinge zu beachten? (Wie z.B die Gefahr durch Nitrat bei Salaten) ?

    Wie immer gilt beim Futter: Neues sollte man zur Sicherheit langsam anfüttern. Ansonsten gebe ich möglichst wenig Salat, weil es im Sommer genug besseres Grünzeug gibt und im Winter dieser aus Gewächshäusern kommen und alles andere als natürlich gezogen sein dürfte. Der Nitratgehalt hängt, nach dem was ich gelesen habe, von verschiedenen Faktoren ab.


    Bittersalate wie Chicorée, Radicchio und Endivien sollen gesünder sein, allerdings sind die ersten beiden sehr teuer, Endivien bekomme ich hier kaum. Ich gebe also an Romana bei 5 Schweinchen insgesamt etwa einen halben Kopf pro Tag. Das Grünzeug verfüttere ich in Stücken und gemischt, so dass sie immer 5-10 Sorten pro Mahlzeit haben. Das andere Gemüse bekommen sie aus der Hand.


    Das muss man natürlich nicht so machen. Es ist mein Versuch, ihnen vielfältige, ausgewogene Nahrung zu geben.

    Ich habe von Leuten gelesen, die Brombeerblätter mit Stacheln verfüttern. Ich bin da lieber vorsichtig und zupfe die grünen Teile der Blätter ab. Ich falte dazu jedes Blattteil nach oben und ziehe es ab. Dann bleibt die Rippe mit den Stacheln zurück. Alternativ kann man die stachellosen Teile auch mit der Schere abschneiden.