Beiträge von Marie-Luise

    Im Winter sind Brombeerblätter und Bambus, aber auch Weizengras und Schönpolster (Golliwog) ein gewisser Ersatz für "Wiese". Hauptsächlich versuche ich es mit allem blättrigen Gemüse, neben Grünkohl (den ich leider nicht oft finde), Spitzkohl, Kohlrabiblätter, Blumenkohlblätter, Romana, Chicorée, Pak-Choi u.ä. Bei einigem sind sie auch erst nach mehreren Fehlversuchen auf den Geschmack gekommen.


    Karotte, Gurke und Paprika u.ä. füttere ich auch täglich, aber in kleinen Mengen. Was soll daran falsch sein? Gurke ist z.B. nützlich, weil sie viel Wasser enthält und damit gut durchspült.

    Ich weiß gerade nicht, wieviele Tiere Du damit fütterst. Es ist gut, dass Du versucht, einen hohen Anteil an Grünzeug zu geben. Allerdings finde ich die Menge bei mehr als 1 Schweinchen auch sehr gering. Zudem hätte ich Bedenken wegen der vielen Küchenkräuter und natürlich dem Trockenfutter jeglicher Art.


    Bei uns fressen, wenn es kein Gras und keine Wildkräuter gibt, fünf Schweinchen pro Tag rund fünf Zweiliterdosen voll Grünzeug plus ca. 300g anderes Gemüse. Zu den großen Mengen an Heu bekommen sie ab und an eine Mischung aus getrockeneten Blättern und immer frische Zweige. An Grünzeug gebe ich, je nach Angebot: Spitzkohl, Grünkohl, Kohlrabiblätter, Blumenkohlblätter, Romana, Chicorée, Spinat, Ruccola u.ä. kleine Salatblätter, Petersilie. Ich habe erst in letzter Zeit das Verhältnis von Frucht- und Knollengemüse zu Blättrigen so stark verschoben.

    Mario Hast Du das mit der Kernseife schon mal versucht?


    Ich habe diese Empfehlung auch schon gelesen. Das Prinzip ist, dass man die Kralle so fest in die Kernseife drückt, dass etwas Seife in der Kralle stecken bleibt und diese damit verschließt. Bei einer Hundekralle kann ich mir das vorstellen. Bei den vergleichsweise zarten Krallen der Schweinchen hätte ich Bedenken, damit zusätzliche Schmerzen zu verursachen und dass die Kernseife fester ist, als die Krallen.


    Ich habe mir mal einen blutstillenden Stift und blutstillende Watte zugelegt, beides aber zum Glück noch nicht gebraucht. Daher kann ich auch nicht sagen, ob das helfen würde.

    12 Grad habe ich zur Zeit nachts oft auch im Zimmer bei den Schweinchen, da ich gerne Frischluft habe. Das ist für gesunde Tiere kein Problem. Auch 8 oder 10 Grad sollten harmlos sein.


    Ich finde es super, dass Ihr die Temperatur überwacht!


    Sollte es Bedarf für eine zusätzliche Heizung geben, kann an Wärmeplatten für Terrarien vermutlich gut nutzen. Ich habe für Igel mal eine für 9,90 Euro gekauft, die sogar regelbar ist (nicht nach Temperatur, sondern einfach mehr oder weniger Wärme). Solange es aber in dem Schlafhaus so "warm" ist und beide dieses nutzen, brauchst Du das aus meiner Sicht nicht.

    Wenn Du das ganze Zimmer für die Tiere nehmen kannst, warum baust Du dann überhaupt ein Gehege? An den Wänden entlang Bretter, Teichfolie auf den Boden, an den Brettern festnageln, mit Leisten darüber und fertig ist das Gehege. Hier gibt es ein Beispiel: https://www.meerschweinchen-ra…?postID=916611#post916611


    Solltest Du Schränke darin haben, kannst Du diese auf "Stelzen" stellen und damit in dem Gehege integrieren. Ich verwende dafür Kalksandsteine, bei Bedarf noch mit Brettern unter dem Schrank um eine größere Auflagefläche zu erhalten. So können die Schweinchen die Möbel als Unterstand nutzen, statt dadurch Platz zu verlieren. Kalksandsteine gibt es in verschiedenen Größen, sie sind billig und vermutlich für die Schweinchen unbedenklich, sollte mal einer daran nagen. Bei uns ist das noch nicht passiert.

    Danke für Deine Beschreibung der Haltung. Es freut mich, dass sie mehr Platz und bessere Ausstattung haben, als ich es nach der ersten Beschreibung erwartet hatte!


    In keinen Falle hatte ich jedoch gemeint, dass das Herzproblem durch die Haltung verursacht oder verstärkt worden sein könnte. Ich hatte es auf die Darmprobleme (Aufgasung?) bezogen. Schweinchen brauchen ja Bewegung, um gesund zu bleiben. Und da sehe ich bei zwei Tieren ohne Abwechslung durch menschliche Nähe immer noch einen Schwachpunkt, zumindest in der Garage, wo ja auch die Reize von außen fehlen, die der Garten bietet.


    Ich wünsche Dir die richtigen Entscheidungen für die Erweiterung der Gruppe! Es hängt so viel von dem Charakter und den Erfahrungen der Tiere ab.

    Was Du bei der Vergesellschaftung anders hättest machen sollen, kann ich Dir schlecht sagen, da ich Eure Situation nicht ausreichend kenne. Allerdings ist es kein Argument, dass der Hund sie sonst gefressen hätte. Auch oder gerade wenn ich Tiere sehr liebe, muss ich mir überlegen, wievielen Tieren ich gerecht werden kann. Wenn ich höre, dass Du jetzt junge Zicklein hast und Deine Meerschweinchen vernachlässigt werden (Platz, Tierarzt, Ernährung), finde ich das traurig.


    Auch geschlossene Baumärkte sind kein Grund, kein geeignetes Gehege zu bauen. Schau Dir z.B. mal das Angebot bei https://www.amazon.de/s?k=songmics+kleintiergehege an.


    Als Kind oder Jugendliche kannst Du natürlich nicht alles alleine entscheiden. Aber Du sprichst von Deinen Ziegen, Deinem Pferd und Deinen Schweinchen. Bei Eltern, die anscheinend maximal eine sehr begrenzte Tierliebe haben, ist das aus meiner Sicht viel zu viel. Wenn man als Kind Tiere gut halten will, müssen die Eltern sie auch lieben und die Verantwortung mittragen, letztlich sogar tragen. Wenn sie das offensichtlich nicht tun, kann man im Interesse der Tiere leider nur versuchen in einem kleinen Rahmen, in dem man selbst entscheiden und das auch finanzieren kann, eigene Tiere zu halten, bis man erwachsen ist.

    Dass er gut isst, ist ja ein sehr gutes Zeichen!


    Ich würde vorsichtshalber in den nächsten 2 Wochen oder so trotzdem härtere Sachen stifteln oder in Streifen schneiden, z.B. mit einem Sparschäler, damit er die Schneidezähne nicht zu stark belastet. Der nötige Abrieb entsteht ja durch die Kaubewegungen, nicht durch hartes Gemüse. Außerdem erscheinen die Schneidezähne derzeit ohnehin sehr kurz.


    Sollte es mit dem Fressen schlechter werden, die Wunde zu schnell zugehen oder eine andere Verschlechterung auftreten würde ich schnell zu einem zweiten Tierarzt gehen und den zur Sicherheit auch jetzt schon suchen. Irgendwann braucht man ja leider immer einen Tierarzt.


    Bitte berichte auf jeden Fall weiter!

    Ich stimme den Empfehlungen der anderen zu und schreibe das nur, damit Du weißt, dass es nicht nur die Meinung von zwei Leuten ist. Vermutlich würde Dir jedes der längeren Mitglieder hier das gleiche schreiben.


    Du könntest sicherlich auch jetzt Tiere aus Außenhaltung finden und daher auch zeitnah die Gruppe erweitern. Allerdings kann es auch bei einer Haremsgruppe in den ersten Tagen und Wochen Streit geben, der zur Ausgrenzung eines Tieres führen könnte. In Kaltstallhaltung brauchen die Tiere aber unbedingt die Wärme der anderen im Schlafhaus, wenn es kalt ist. Deshalb hole die zwei bitte auch schnell in das Haus.


    Dort kannst Du mit 4 Brettern oder Songmics-Elementen billig und einfach ein Gehege bauen. Bei 2 Tieren sollte es mindestens 2qm Grundfläche haben, bei 4 mindestens 3qm. Mit Teichfolie bei Einstreu, oder wasserdichtem Molton bei Fleecehaltung, kannst Du den Boden bedecken und fertig ist die Sache. Songmics kannst Du als Gehegevariante für unter 40 Euro z.B. bei Amazon bestellen. Alles andere Material auch. Da ist also auch ein geschlossener Baumarkt kein Problem.


    Wenn Du sie in der Garage hälst, vermute ich dass sie bisher nicht viel Platz haben und nur einen Kaninchenstall. Das wäre ein weiterer Grund, sie in das Haus zu holen. Eine tiergerechte Außenhaltung braucht viel Platz, gut geeignete Schlafhäuser und macht deutlich mehr Arbeit als eine gleichwertige Innenhaltung. Die Tier haben draußen zu zweit kaum Anregung. Es ist für intelligente, soziale Tiere langweilig, zu zweit in der Garage zu sitzen. Damit fehlt neben dem Wohlbefinden auch die Anregung zum Laufen, selbst wenn der Platz reichen sollte. was bedeutet, dass sie nicht genug Wärme produzieren und auch die Verdauung darunter leidet. Das könnte durchaus zu den Darmproblemen von Flöckchen beigetragen haben.


    Du hast Dich um Flöckchen bemüht und hängst offensichtlich an den Tieren. Was ich schreibe, soll kein Vorwurf sein, sondern Informationen bieten, die Dir helfen können, Deinen Schweinchen ein schöneres, gesünderes Leben zu ermöglichen.

    Ich hoffe, Du bist mir nicht böse und verschwindest hier, aber hier muss ich einfach deutlicher werden: Zwei fremde Böckchen in einen Käfig mit 0,7qm Fläche zu sperren ist Tierquälerei!


    Weißt Du wie sich Dein Böckchen gefühlt haben muss, als er merkte, dass der andere will, dass er weggeht und es nicht konnte? Wenn er wusste, jetzt werde ich wieder gebissen und ich kann nichts machen, ich kann nicht weglaufen?

    Das Thema Entlastungsschliff hatte ich ja schon angesprochen. Ich kenne mich nur sehr beschränkt mit den Zähnen aus, aber unter diesem Vorbehalt finde ich die unteren Zähne extrem kurz und den oberen abgebrochen. Ich würde geschliffene Zähne mit gerader Kante erwarten.


    Ich hoffe aber, dass sich noch ein anderer hier zum Thema melden wird.


    Frisst er denn normal? Wichtig wäre ja, dass nicht auch noch die Backenzähne zu lang werden, durch mangelnde Abnutzung.

    Was Du beschreibst geht für mich über das hinaus, was mal als kleine Schrammen bei einer Vergesellschaftung akzeptieren könnte. Ich weiß, dass einige - bei weitem nicht alle - die Ansicht vertreten, dass man nur abbrechen soll, wenn es tiefe, stark blutenden Wunden gibt. Aber das ist für mich die falsche Grenze. Wenn ein Tier wie bei Dir wiederholt gebissen wird und das am Hinterteil oder Rücken, heißt das, dass es nicht ein Kampf war, bei dem einer mal zu fest gebissen hat, sondern der Überlegene den Unterlegenen immer wieder gebissen hat. Und das wäre für mich nicht akzeptabel. Waren die Wunden am Rücken oder Hinterteil?


    Ich muss aber auch sagen, dass ich zwei Böckchen nicht im Flur zusammensetzen würde, nach ein paar Stunden in das Gehege setzen und dann gleich ins Bett gehen würde. Wenn man dann noch Quieken hört und einschläft, finde ich das schon krass.


    Bitte antworte auch noch auf die Frage, wie groß das Gehege der beiden Gruppen jeweils ist (Grundfläche und ggf. Etagen getrennt).


    Zum Thema Darmparasiten: Wenn das kleine Böckchen seit 4 Wochen bei Dir lebt, könnte er sich natürlich bei dem älteren Böckchen angesteckt haben, wenn der Parasiten hätte. Aber dann würde das nicht sofort sein Gewicht beeinflussen. Er muss entweder sehr krank gekommen sein oder ein anderes massives Problem bei Dir bekommen haben.


    Es ist nur sehr unwahrscheinlich, dass ein 6 Jahre altes Böckchen stirbt, zwei oder drei Tiere sehr abmagern, ein Babyböckchen nicht zunimmt und das alles zufällige unterschiedliche Ursachen hat.

    Schön, dass sie noch 9 gute Monate nach der OP hatte! Für ein Meerschweinchen mit der kurzen Lebenserwartung ist das so wie wenn wir Menschen etwa 10 Jahre mehr haben.


    Ich verstehe Eure Überlegungen und will auch nicht gefühllos sein, wenn ich jetzt schon nachfrage. Aber wer weiß, ob Du wieder hier hereinschaust. Deshalb: Ist die Notstation denn gut genug, um ihn dort bis zu seinem Lebensende unterzubringen? Wie alt ist er denn überhaupt?