Beiträge von Marie-Luise

    Ich hatte auch etwas im Kopf, dass man es dafür nicht verwenden soll, war aber nicht sicher und habe den Text Deines Links gelesen. Du beziehst Dich wahrscheinlich auf folgende Stelle:

    Zitat

    Kann eine grosse MRSA-besiedelte Bauchwunde mit bestehender Faszie mitoctenisept® 2-mal täglich gespült und austamponiert werden?Ja. Solange gewährleistet ist, dass die Wundkavitäten frei zugänglich sind und dasPräparat frei abfliessen kann. Druck zur Einbringung von octenisept® in Wundkavitäten ist zu unterlassen. Spülungen der gesamten Bauchhöhle sind kontraindiziert.

    Weiter unten heißt es aber auch ausdrücklich:

    Zitat

    Spülen: Bei Spülung mittels Spritze lediglich offene Wundbereiche spülen [...] Um möglichen Gewebeschädigungen vorzubeugen, darf das Präparat nicht unter Druck ins Gewebe eingebracht bzw. injiziert werden. Bei Wundkavitäten muss ein Abfl uss jederzeit gewährleistet sein (z. B. Drainage, Lasche).

    Als Arzt kannst Du beurteilen, wann eine Wunde damit behandelt werden darf oder ob es mit Druck eingebracht würde und nicht richtig abfließen könnte. Als Laie würde ich dringend die Finger davon lassen bei solchen Wunde, die man ja gerade mit Druck spülen soll, damit der Eiter herausfließt, wenn ich das richtig verstanden habe.


    (Der Beitrag von Mara und mir haben sich überschnitten.)

    Da hast Du meine Aussage anscheinend falsch verstanden.


    Ich meinte: Parasiten als Grund für das geringe Gewicht, könnte zumindest bei dem Kleinen nicht hinkommen, da er ja gar nicht lange genug bei Dir lebt, um durch die Parasiten an der Zunahme gehindert worden zu sein. Normalerweise habe Böckchen mit rund 4 Wochen 250g. Selbst wenn er mit 200g zu Dir gekommen wäre und hätte dann erst von Deinen Schweinchen Würmer o.ä. bekommen, hätte das einige Zeit gedauert, bis sie seine Gewichtsentwicklung beeinträchtigt hätten. Er hätte also längst mehr Gewicht haben müssen.


    Wenn er 60g in 2 Tagen zugenommen hat, dann hast Du Aussichten, dass er und die anderen auch wieder gut zunehmen, falls es an zu wenig Futter gelegen hatte. Das wirst Du ja in den nächsten 2 Tagen sehen.


    Zu den anderen Tieren: Da habt Ihr ja einiges zu tun! Ich habe auch vertretungsweise mitunter Schafe, Ziegen, Pferde, Esel, Hunde und so einige andere Viecher versorgt. Da muss man schon aufpassen, dass man allen gerecht werden kann.

    Weißt Du denn sicher, dass die Tierärztin den Abzess entfernt hat? Oder hat sie ihn nur gespalten?


    Wenn er nur gespalten wurde, kann die Abzesskapsel dauerhaft erhalten bleiben. Das würde dann - auf die Ferne geraten - die Verhärtung u.U. erklären.


    Wenn sie gesagt hat, dass sie den Abzess entfernt hat und sich jetzt etwas Hartes neu gebildet hat, würde ich zu einem anderen - guten - Tierarzt zur Kontrolle gehen.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, haben zwei Deiner Tiere jetzt schon zugenommen. Wenn Du ohnehin heute nicht zu Tierarzt gehst und dann vielleicht erst am Montag, achte bitte darauf, dass sie mehr Frischfutter als bisher bekommen. Vielleicht ist das ja schon der entscheidende Punkt.


    Denke bitte auch an die Zweige. Die helfen dem Darm auch etwas bei der Umstellung des Futters. Und sie kosten ja nichts. ;-) Du kannst alles nehmen was Du von einheimischen Bäumen findest, außer Eibe. Eiche sollte man auch nicht in beliebiger Menge geben. Von Büschen würde ich, falls Du Dich nicht gut auskennst, zunächst die Finger lassen, da es darunter einige gibt, die nicht geeignet sind für Schweinchen. Brombeeren sind natürlich ausgenommen, diese kann man auch nicht verwechseln. Wichtig ist, dass es frisch ist, sonst schmeckt es natürlich nicht mehr.


    Falls Du eine Kotuntersuchung machen lassen willst, sammele Böhnchen von verschiedenen Tieren (durcheinander) von 3 Tagen und hebe sie in der Zwischenzeit kühl gelagert auf, am besten im Kühlschrank, wenn dann keiner der Familie protestiert. Das sammeln über 3 Tage ist wichtig, da die Eier der Parasiten nicht immer abgehen und man bei einer Sammlung sonst u.U. keine erwischt, obwohl die Tiere Parasiten haben.


    Da aber auch Dein neues kleine Böckchen zu wenig wiegt und nicht zugenommen hat, vermute ich, das nicht Parasiten das Hauptproblem sind. So schnell hätten die ihn wahrscheinlich nicht so stark beeinträchtigt.

    Ich sehe eben erst, nach dem Absenden, Deine zwischenzeitlich eingestellten Bilder. Das bestärkt mich in meinem Vorschlag.


    Was man auf dem Bild sieht, wäre mir für Deine Gruppe zu eng. Maximal würde ich das abgebildete Gehege in ein großes Bodengehege stellen und mit mindestens 2 Rampen versehen. Dann wird da Reinigen darunter aber kein Vergnügen, denn es müsste dann ja niedriger sein, als jetzt, damit die Rampen nicht z.B. über 1m lang und damit eine gefährliche Engstelle werden würden.


    Wenn Du also den Platz hast, auch so z.B. 8qm zu geben auf einer Ebene, würde ich mir das nicht antun mit den Etagen.

    Schön, dass Ihr loslegen wollt und könnt!


    Ich würde zunächst "vergessen", was Ihr noch an Material habt, sondern als erstes überlegen, was die maximale Fläche in dem Raum ist, die Ihr den Schweinchen geben könnt. Du weißt ja selbst, je größer desto besser. Weitere Fragen wären für mich:


    Soll es ein Bodengehege werden (vermutlich ja, bei der Länge)?

    Wollt Ihr mit Einstreu oder Fleece oder beidem arbeiten?


    Wenn diese Fragen geklärt sind, würde ich überlegen, ob von dem vorhandenen Material etwas dafür verwendbar ist.


    Warum schlage ich das vor?


    Wenn Ihr z.B. 4x2m Platz habt, dann braucht Ihr eine z.B. 35cm hohe Umrandung. Die Bretter dafür könnt Ihr aus einer Platte schneiden und mit Winkeln verbinden. Es wären ja in diesem Beispiel z.B. nur 6 Bretter mit 200x35cm nötig. Das wäre so einfach und billig, dass ich kein Gestückel aus meheren Gehegen machen würde. Das bringt mehr Arbeit ein schlechteres Ergebnis für die Tiere und mehr Aufwand beim Sauberhalten. Die vielleicht mögliche geringe Kostenersparnis kann das aus meiner Sicht nicht aufwiegen.


    Zu den Abmessungen möchte ich noch erwähnen: Ich würde keinesfalls nur 80cm Tiefe machen. Auch etwas mehr finde ich bei 5 Kastraten kritisch, wenn es denn mal nicht harmonisch ist und einer z.B. an einem Ende "gefangen" wird. 2 Meter Tiefe oder noch mehr fände ich viel besser geeignet.

    Willkommen hier im Forum!


    Es ist sicherlich ecklig, aber ich würde mir da keine Sorgen machen. Die wenigsten Menschen in unseren Breiten haben Darmparasiten und die sind noch dazu oft wirtsspezifisch, können also nicht in Menschen und Schweinchen wahlweise existieren. Theoretisch könnten auch schädliche Erreger darin gewesen sein. Aber auch da sehe ich keine nennenswerte Gefahr.


    Menschen und Tiere sind laufend mit Unmengen von Bakterien und Viren konfrontiert. Solange das Immunsystem gut ist, wird das mit fast allem problemlos fertig. Dafür ist es ja da. ;-)

    Ich stimme den anderen zu: eine Gruppe mit 4 Tieren ist grundsätzlich schöner als ein Paar, zumal wenn sie keine Anregung durch Menschen haben, weil sie draußen leben. Das wird für zwei schon arg langweilig.


    Allerdings möchte ich auch noch mal betonen: Sie brauchen Platz, um harmonisch miteinander leben zu können. Wenn Du zu den zwei sicherlich schon etwas ruhigeren Tieren jetzt zwei "Kleinkinder" setzt, kann das richtig Stress geben, wenn sie z.B nur einen Kaninchenstall und 1,5qm Auslauf haben. Jungtiere bewegen sich ja ohnehin mehr. Aber auch bei einer Vergesellschaftung und in den ersten Wochen danach, ist Platz sehr wichtig. Wenn es Stress gibt, müssen sich die Tiere ausweichen können.


    Mehrere Häuser mit 2 Eingängen oder Unterstände, Tunnel o.ä. sowie Futter an mehreren Stellen sind genauso wichtig, um Streit zu verhindern.


    Wenn Ihr das bieten könnt, würde ich die Kleinen dazusetzen. Wenn nicht, würde ich erst nachbessern und dann die neuen Tiere dazuholen.

    Komplett Bio-Gemüse zu verfüttern, wäre mir auch zu teuer. Ich nehme Gurken und Karotten immer als Bio-Ware. Da ist der Preis auch noch mäßig und gerade bei Karotten macht es nach meiner eigenen Erfahrung einen großen geschmacklichen Unterschied oft.


    Ich würde lieber mehr gut aussehendes Nicht-Bio-Gemüse geben, als eine zu kleine Menge von dem teuren.


    Eine gute Art, billiges, gesundes Grünzeug selbst im Zimmer zu ziehen, sind Weizengras und Schönpolster (auch als Golliwog bekannt). Beides wäre natürlich alleine zu einseitig, ist aber eine gute Ergänzung zu gekauftem Grünzeug.


    Aus 1kg Weizenkörner kann man Unmengen von Weizengras ziehen. Dazu gebe ich eine Lage Weizenkörner in eine flache Schale, weiche sie ca. 12 Stunden in Wasser ein. Danach spüle ich sie aus und lasse dann nur wenig Wasser übrig. Das wiederhole ich morgens und abends, bis das Gras ca. 10cm hoch ist, was bei Zimmertemperatur und ausreichend Licht ca. eine Woche dauert. Dann schneide ich es ab. Einmal wächst es noch nach, dann setzte ich rechtzeitig neues an. Wenn man es in bzw. auf Erde tut, soll es noch länger nutzbar sein. Das will ich auch mal versuchen.


    Das Schönpolster hatte ich mal billig bei Aldi gekauft, man findet es auch - teurer - in Zoogeschäften. Es lässt sich über Stecklinge beliebig vermehren. Daher würde ich aus einer Pflanze erst über Stecklinge mehrere Pflanzen machen, ehe ich ernte. Man bricht dazu einfach ca. 6cm lange Stücke ab, entfernt unten ein paar Blätter, steckt sie 1-2cm tief in Erde und hält sie feucht. Je nach Jahreszeit und Raumtemperatur dauert es schon einige Wochen bis Monate, bis man ernten kann, aber dann geht das immer wieder. Ich mache dazu immer mal lange Triebe ab und geben sie den Schweinchen. Die ganzen Pflanzen ins Gehege zu stellen, würde sie vermutlich schnell ruinieren. Wie bei vielen Dingen mussten sich unserer Schweinchen erst an Schönpolster gewöhnen, mögen es aber jetzt recht gerne.


    Unsere Schweinchen bekommen fast immer täglich, auch im Winter, frische Zweige. Im Winter wird die Rinde abgeschält und sehr dünne Zweigenden werden komplett gefuttert. Die Nadeln von Kiefer, Fichte und Tanne werden nur in kleinen Mengen, aber regelmäßig gefuttert, wenn ich die richtigen Sorten erwische. Meerschweinchen haben da unterschiedliche Vorlieben. Bei uns ist u.a. sehr beliebt: Ahorn, Hasel, Hainbuche, Buche Birke, je eine Sorte Kiefer, Tanne und Fichte sowie Rose (gebe ich nur von einer Art ohne Dornen und natürlich ungespritzt). Das ist zwar nichts zum Sattmachen, aber sehr gesund, u.a. weil es die Zusammensetzung der Darmflora positiv beeinflusst.


    Zum Trockenfutter finde ich diese Versuche bei http://www.diebrain.de/nh-versuchtrockenfutter.html sehr interessant. Auch die Texte dort sind lesenswert.


    Es freut mich shivapoony, dass Du unsere Anregungen gut aufnimmst! Ich hatte es auch nicht so aufgefasst, dass Du negativ reagiert hast. Ich glaube, jeder von uns neigt erst einmal dazu, sich gegen Kritik zu wehren. Und wenn man Menschen überhaupt nicht kennt, ist es noch schwieriger, Dinge anzusprechen, die den anderen verletzen oder ärgern könnten.


    Ich muss auch immer wieder sagen: Als ich Kind war, wurden unsere Meerschweinchen in verschiedener Hinsicht leider sehr falsch gehalten. Wir wussten es damals nicht besser und hätten es sicherlich geändert, wenn uns die Probleme klar gewesen wären, da wir schon damals sehr tierlieb waren.

    Danke für Deine Beschreibung! Wir wollen Dich hier auch nicht kritisieren, sondern gemeinsam überlegen, wie Du den Tieren helfen kannst.


    Nach dem, was Du beschreibst, bekommen die Tiere viel zu wenig Grünfutter. Je nach Region können sie von Februar bis Dezember Grünfutter aus der Natur bekommen. Das können bei 5 Schweinchen z. B. zwei große Eisdosen (2l) voll sein - oder auch mehr. In kälteren Gegenden findet man das natürlich nur einige Monate weniger. Wenn es kein Grünfutter aus der Natur gibt, brauchen sie viel blättriges Gemüse. Damit meine ich Kohlrabiblätter, Blumenkohlblätter, Spitzkohl, Wirsing, Grünkohl, Romana, Endivien, Chicorée, Spinat, Karottengrün u.ä. Wurzel- und Fruchtgemüse sind Ergänzungen, d.h. Karotten, Sellerie, Gurke, Paprika, Tomate. Apfel ist auch mal gut, aber sollte im Verhältnis nur in kleiner Menge gegeben werden. Bambus ist auch ein guter Ersatz für andere Gräser. Es ist ja auch ein Gras - nur etwas größer. ;-) Brombeerblätter sind auch im Winter grün. Ich entferne zur Sicherheit immer die Dornen.


    Das natürliche Futter für Meerschweinchen sind Gräser, Wildkräuter, Blätter, Zweige und in geringem Umfang einige andere Pflanzenteile. Das sollten wir möglichst gut versuchen nachzumachen. Daher brauchen Deine 5 Schweinchen pro Tag mindestens 1 Kilogramm Frischfutter, besser sogar mehr. Und wie gesagt, davon sollte die Hauptsache Blättriges sein. Einige hier füttern über 300g pro Schwein und Tag. Hinzukommt noch gutes Heu in beliebiger Menge.


    Meerschweinchen sind, wenn man sie so ernähren will, teurer als ein durchschnittlich ernährter Hund. Manches kann aber auch in der Natur sammeln oder auch z.B. Kohlrabiblätter im Supermarkt mitnehmen, nachdem andere Leute sie entfernt haben und liegen lassen.


    Falls Du etwas an der Ernährung ändern willst: Bitte gehe langsam vor. Der Darm muss sich erst umstellen. Genauergesagt muss die Zusammensetzung der Mikroorganismen im Darm sich verändern, damit die Schweinchen das andere Futter vertragen.

    Ich stimme Letty in der Empfehlung zu und habe noch eine andere Begründung zusätzlich: Sammy und die Weibchen kennen sich jetzt schon. Es läuft auch zwischen Männchen und Weibchen nicht immer friedlich ab. Ich gehe aber davon aus, dass es zwischen Sammy und den Weibchen harmonisch ist?


    Sollte das der Fall sein, würde ich die drei nicht mehr trennen. Stell Dir vor, jemand würde Dich Deinem Mann wegnehmen, weil er Dich verteidigt und dafür mit dem Angreifer einsperren...


    Jetzt mögen einige vielleicht sagen, dass ich Meerschweinchen mit diesem Vergleich vermenschliche. Aber wer sagt uns Menschen denn, dass sie anders empfinden?

    Da ich mir selbst sehr schwer damit getan habe, unsere Böckchen kastrieren zu lassen, habe ich sehr viele Berichte gelesen. Dass ein junges Böckchen bei der Narkose stirbt ist außergewöhnlich. Wenn die Tierärztin das für normal hält, spricht das aus meiner Sicht auch dafür, dass sie es auch an ihr liegt.

    Ich finde es sehr gut, dass Du am liebsten eine Böckchengruppe haben würdest. Allerdings würde ich das, aufgrund vieler Berichte und auch eigener Erfahrungen mit Böckchen nur anfangen, wenn Du einen wirklich gut geeignetes durchsetzungsstarkes, aber freundliches Leittier finden würdest oder sogar eine bestehende, offensichtlich gut funktionierende Gruppe übernehmen würdest.


    Es gibt Leute, die schon mehrere Generationen von Böckchengruppen erlebt haben. Dort hat eine Gruppe gut angefangen und die vorhandenen Tiere haben die neuen gut erzogen. Das wird dann weitergegeben.


    Die meisten Böckchen haben nie gelernt in Bockgruppen oder gemischten Gruppen (mehrere Männchen und Weibchen) harmonisch zu leben. Dann kann es für die Tiere und den Halter sehr anstrengend und schmerzlich werden. Oft bleibt nur die Trennung.


    Am ehesten kommen aus meiner Sicht die nicht so "sozialkompetenten" Männchen in Zweiergruppen zurecht. Da sind sie aufeinander angewiesen und die Not macht sie kompromissbereiter. Das ist eine mögliche Erklärung, die andere wäre, dass sie weniger durch die Gruppendynamik aufgewühlt werden..


    Es gibt Berichte von funktionierenden Gruppen aus Kastraten und Vollböcken. Allerdings würde ich, wenn Du den Kleinen nicht kastrieren lassen willst, eher ein älteres unkastrieres Böckchen nehmen. Ansonsten ist m.E. die Gefahr größer, dass der Kleine versuchen wird, sich gegen den Älteren durchzusetzen, wenn er erwachsen wird. Aber bei Schweinchen und erst recht bei Männchen, ist immer alles möglich.