Beiträge von Marie-Luise

    Kleine Tiere im Fell sind keineswegs normal und dürfen da auch nicht weiter bleiben. Ich würde spätestens am Montag, besser noch morgen zu einem Tierarzt gehen. Der sollte sich aber möglichst gut mit Meerschweinchen auskennen.


    Das Gewicht finde ich auch viel zu niedrig. Selbst wenn sie erst 7 oder 8 Wochen alt wären, müssten sie mehr wiegen. Hast Du sie in der Zeit bei Dir mehrfach gewogen? Wenn ja, wie war da die Entwicklung?


    Wenn Du ihnen mehr oder anderes Futter gibst sollte das immer langsam verändert werden. Die Verdauung muss sich immer erst anpassen.


    Für eine Kotprobe sammelt man Böhnchen von 3 Tagen und bewahrt die in der Zwischenzeit im Kühlschrank auf. Parasiten bzw. ihre Eier gehen nicht immer im Kot ab, daher nimmt man solchen von mehreren Tagen. Der wird dann vor der Untersuchung vermischt.

    War er denn, als er vor einem Jahr zu Dir kam zu dünn?


    Ansonsten kann es ja sein, dass er zwischenzeitlich etwas überflüssigen Speck angesetzt hatte, den er jetzt wieder verloren hat, da er mehr Anregungen hat.


    Das einzige mir unbekannte ist, dass ein Schweinchen nicht sofort futtert. War er schon immer etwas wählerischer oder langsamer beim Futtern?

    Willkommen hier im Forum!


    Eigentlich wäre es besser für Dein Schweinchen ein neues Thema zu eröffnen. Aber ich will natürlich trotzdem antworten.


    Aus der Ferne kann natürlich niemand sagen, was er hat. Aber es ist auf keinen Fall normal, wenn er nicht laufen kann oder will. Es könnte zum Beispiel sein, dass er durch die Blasenentzündung immer noch starke Schmerzen hat oder im Zuge dessen und ggf. durch das Orniflox einen Aufgasung hat. Wir Menschen kennen das als Blähungen, aber bei Meerschweinchen kann das viel schlimmer werden und tötlich enden.


    Bitte schreibe genauer, wie alt er ist, ob er Böhnchen macht und Urin absetzt, ob er gar nicht läuft, wie er frisst, wie sich sein Gewicht entwickelt hat usw.

    Superbosernova Wie weit geht denn das Jagen? Beißen sie sich?


    Es könnte sein, dass eine der beiden brünstig ist. Dann verfolgen viele Weibchen zunächst andere Weibchen und besteigen sie auch. Erst in der Hochbrunst, die nur ein paar Stunden dauert, darf der Kastrat aufsteigen. Leider scheinst Du zwei Weibchen ohne Kastrat zu halten?


    Verklebter Po und starker Haarausfall sind auch aus meiner Sicht ein Grund, zum Tierarzt zu gehen.


    Schweinchen haaren immer etwas, da sie keinen Fellwechsel im Frühjahr oder Herbst haben, findet man ständig Haare von ihnen auf Tücher u.ä. Haben sie denn schütteres Fell oder kahle Stellen? Hinter den Ohren sind kahle Stellen normal, ansonst nicht.

    Ein guter TA macht von der Stelle ein Abstrich (Hautschabsel) und schaut sich diese genauer unter dem Mikroskop an.

    Ein Abstrich und ein Hautgeschabsel sind meines Wissen zwei verschiedene Dinge. Ein Hautgeschabsel ist für das Tier sehr schmerzhaft, weil, trotz des harmlosen Namens, Gewebe bis auf das Blut entfernt wird, und das aus einem ohnehin durch Parasiten geschädigten und damit schmerzenden Bereich. Ein Hautgeschabsel machen manche Tierärzte, um auf Grabmilben zu untersuchen. Das funktioniert aber nicht zuverlässig, da nicht immer in dem Geschabsel zufällig Milben sein müssen. Ich halte es daher für sinnvoller, alle anderen Parasiten auf der Haut und Pilz auszuschließen und damit zu wissen - bei entsprechenden Symptomen - dass es sich um Grabmilben handeln muss. So ist auch unser Tierarzt vorgegangen.

    Seit dem Sommer beschäftige ich mich mit dem Thema Meerschweinchen, da unsere fast 9jährige Tochter sich schon länger ein Haustier gewünscht hat. Wir haben viel gelesen, uns ausführlich informiert und über das Leben mit den Schweinchen gesprochen. Unsere Tochter hat sehr viel Interesse gezeigt, Bücher gelesen, usw. daher haben wir uns entschieden, dass wir unsere Familie tierisch erweitern.

    Das hört sich sehr gut an. Allerdings war ich auch schon als Kind sehr tierliebend und meine Mutter auch und wir haben trotzdem unsere Meerschweinchen damals sehr falsch gehalten. Es tut mir heute noch leid, was wir den Tieren damals angetan haben.


    Ihr zeigt Eurer Tochter, wie Tierhaltung aussehen kann. Wenn sie zwei kleine Schweinchen im Käfig als normales Tierleben kennenlernt, ist das leider nicht das, was man den Schweinchen als gute Haltung aber auch Eurer Tochter als gute Erfahrung wünschen würde.


    Ich kann leider sehr gut vergleichen: Schweinchen mit viel zu wenig Beschäftigung und Platz aus meiner Kindheit und die Tiere, die heute das Zimmer mit mir teilen. Es liegen Welten dazwischen. Die Schweinchen heute sind lebhaft, kommunikativ, sehr interessant zu beoachten und eine Freude im Kontakt mit uns Menschen. Die armen Tiere in meiner Kindheit waren zwar auch anhänglich, aber leider bald - offen gesagt - langweilig für mich.


    Bitte überlegt, was Ihr den Tieren und Eurer Tochter ermöglichen könnt. Ich meine das nicht von oben herab, sondern aus der Erfahrung, dass es für die Tiere von damals leider zu spät ist - für Eure aber noch nicht.

    Es freut mich wirklich zu lesen, dass es mit Silie so gut läuft!


    Ich finde es auch interessant, dass Du sie nur vorübergehend zusammen sein lässt. Macht man das mit Kanichen in schwierigen Situationen so? Ich habe hier gerade zwei Schweinchen, die Probleme zeitweilige miteinander hatten und derzeit getrennt sind. Ich überlege, ob es ihnen helfen könnte, nur stundenweise zusammenzukommen. Meistens liest man ja, dass bei Meerschweinchen ein zeitweiliges Zusammentun nur zu mehr Stress führt. Aber Kaninchen scheinen ja bei Vergesellschaftungen noch schwieriger als Meerschweinchen zu sein. Daher würde mich da Deine Sicht sehr interessieren.

    Zähne prophylaktisch abzuschleifen, habe ich noch nie gehört. Entweder waren sie da schon zu lang oder sie waren danach zu kurz. Das Abschleifen der Backenzähne ohne Narkose ist nach Ansicht vieler erfahrener Halter eine Quälerei und kann zu Verletzungen führen. Falls sie richtig geschliffen wurden, können sie in 3 Tagen nicht so nachwachsen, dass er deswegen Problem mit dem Futtern hat.


    Du schreibst nicht wieviel er von dem Schmerzmittel bekommen. Aber bei dreimal täglich vermute ich, dass es eine ausreichende Menge sein dürfte.


    Ich würde ihm Wärme anbieten, Colosan geben und darauf achten, dass er Böhnchen macht. Sollte er Verstopfung haben müsste zuerst diese behoben werden!


    Das Colosan kannst Du über die Apotheke bestellen. Dann hättest Du es morgen Mittag. Ich würde in den ersten Tagen 3x täglich 0,3 ml pro Kilogramm Körpergewicht geben. Ich ziehe das auf eine 1 ml Spritze auf und fülle diese dann mit ungesüßtem Apfelsaft auf. Damit wurde es hier bisher immer willig genommen. Colosan unterstützt die Verdauung, hilft, neben dem Entschäumer, bei Aufgasung und regt den Appetit an.


    Ich würde jetzt noch nicht aufgeben. Wenn das Antibiotikum beim ersten Mal geholfen hat, wird es ihm hoffentlich morgen schon besser gehen. Bitte achte aber auf die Böhnchen!

    Es freut mich, dass Du unsere Anregungen aufnimmst!


    Wieviel Platz haben den die zwei Böckchen, wenn Du sie zusammensetzt? Und hast Du auch nur Häuser mit mindestens 2 Eingängen oder einfach Weidentunnel oder Unterstände?


    Die zwei Jungs brauchen mindestens 2 qm auf einer Ebene, mehr wäre besser. Und es kann durchaus sein, dass er den Kleinen zu sehr verfolgt. Ich würde das genau beobachten. Solange er nicht wiederholte oder tiefe Bisse abbekommt und nicht dauernd gejagt wird, kann man warten wie es weitergeht. Jagen und Besteigen sind Mittel um den anderen zu unterwerfen. Das sieht nicht schön aus, ist aber vorübergehend normal. Es sollte halt wie beschrieben nur nicht ausarten. Wichtig wäre auch, dass der Kleine nicht mal bei den Weibchen und dann wieder bei dem anderen Böckchen ist. Zumal der Kleine wahrscheinlich ja auch schon zeugungsfähig ist. Das beginnt i.d.R mit 3-4 Wochen bzw. ca. 250g Gewicht.


    Die Kastration am gleichen Tag wäre auch eine Hilfe, dass beide das gleiche Handicap haben. Wobei es nach einem Tag keinen oder kaum mehr einen Unterschied zu vor der OP geben sollte, wenn die Kastration gut gemacht wird. Ich bin selbst überzeugt von Gasnarkose, aber es hängt immer auch davon ab, dass der Tierarzt sich damit auskennt und richtig damit umgeht.


    Wenn die Nachbarin 4 Mädels ohne Kastraten hat, wäre das, falls die Haltung gut ist, vielleicht die ideale Gelegenheit für einen Deiner Jungs. Du könntest natürlich auch die beiden Jungs dauerhaft zusammenhalten, aber wenn dann 2 Jungs und 3 Mädels und 4 Mädels Gruppen bilden, wäre das schon schade. Andererseits wäre 4 kleinen Weibchen mit einem erwachsenen Männchen, der gleichzeitig auch Sicherheit und Richtung geben kann, natürlich viel mehr gedient, als mit einem Jungtier.

    Es kann gut sein, dass der Kleine massive Schmerzen durch Aufgasung oder Verstopfung hat und deswegen nicht laufen will. Wenn das tagelang anhält ist das nicht nur eine Quälerei für ihn, sondern kann tötlich enden.


    Ich ergänze das, weil ich den Eindruck habe, dass das Tier nicht richtig untersucht wurde und das aber sehr wichtig wäre.

    Frisst er denn gar nicht selbst? Wenn ja dann würde ich zu einem anderen Tierarzt gehen. Ein Schweinchen, dass nicht frisst, würde ich nicht auf "gut Glück" behandeln.


    Wenn er weiter abgenommen hat, ist das auch ein Alarmzeichen. Wenn er es freiwillig nimmt (!), kannst Du ihm natürlich auch mehr Päppelbrei geben. Wichtiger wäre aber, dass sein Problem gefunden wird und er wieder von alleine frisst. Andernfalls wird er bald auch noch Zahnprobleme bekommen, weil er die Zähne nicht mehr genug abnutzt. Vielleicht ist das auch schon der Fall.


    Falls er gar nicht frisst, ist eine Pause von 8 Stunden sehr lang.


    Bekommt er ein Schmerzmittel und wenn ja was und wieviel?