Dieser Beitrag ist doppelt. Hier wurde schon geantwortet: https://www.meerschweinchen-ra…chen-drau%C3%9Fen-halten/
Beiträge von Marie-Luise
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Letty, unsere Beiträge haben sich überschnitten.
Es gibt kein erwachsenes Böckchen. Der ältere soll auch erst 3 Monate alt sein. -
Wenn Du meinst, dass Du bei einem eigenen Wurf für ggf. mehrere junge Böckchen einen guten Platz finden könntest, würde ich die Gelegenheit nutzen und mindestens eines der Böckchen abgeben und höchstens mit dem anderen nach der Kastrationsfrist zusammen mit Deinen Weibchen eine schöne Gruppe machen.
Dabei ist es natürlich nicht ideal, dass beide viel zu jung sind, um sich bei den erwachsenen Weibchen gleich Ansehen erringen zu können. Es gibt viele Berichte, wo solch eine Gruppe trotzdem harmonisch wurde. Ich persönlich finde dennoch, man sollte nie unnötig unnatürliche Dinge den Tieren zumuten. Und ein Baby oder "Kleinkind" als Haremsführer für erwachsene Weibchen könnte in der Natur nicht passieren und auch in einer großen gemischten Gruppe nicht.
Leider hast Du auch sonst schwierige Voraussetzung: Wenn Weibchen ihr Leben bisher ohne Männchen verbracht haben, wird vermutlich mindestens eines männliches Verhalten an den Tag legen. Einer muss ja die Aufgaben des Männchen übernehmen, soweit das möglich ist. In eine solche Gruppe dann ein scheues dreimonatiges Männchen aus Einzelhaltung zu setzen, finde ich denkbar riskant. Wer soll von der Vieren wissen, wie sie sich verhalten sollen? Ob das Baby etwas besser geeignet wäre, kann man ohne die Tiere zu kennen, nicht sagen.
Die beste Aussicht auf eine harmonische, glückliche Gruppe hättest Du, wenn Du beide Männchen abgeben und einen gut sozialisierten durchsetzungsfähigen aber nicht zu aggressiven erwachsenen Kastraten nehmen würdest. Dazu könnte Dich eine gute (!) Notstation beraten.
Der Vollständigkeit halber möchte ich noch ergänzen: Auch ich rate dringend vom Deckenlassen eines Weibchens ab. Sie sind viel zu alt und es gibt viel zu viele Meerschweinchen, die einen guten Platz suchen, um als Tierfreund weiteren Nachwuchs rechtfertigen zu können. Die beiden Männchen würde ich schnell am gleichen Tag kastrieren lassen und bis dahin und danach 6 Wochen (!) getrennt von den Weibchen zusammen halten. Das könnte im gleichen Zimmer sein. Ich würde sie aber nicht Gitter an Gitter stellen, da beide Jungs ja vermutlich schon geschlechtsreif sind und das für beide Seiten eine Quälerei wäre, wenn die Weibchen brünstig werden. Das würde ja in den rund 7 Wochen zwei- bis dreimal pro Weibchen passieren, also sehr oft.
Bitte denke in jedem Falle auch daran, dass sie dauerhaft viel Platz brauchen. Nach der Mindestregel wären das 2,5 qm auf einer Ebene. Das finde ich aber sehr knapp. Eine zusätzliche Ebene mit geeigneten Rampen ist natürlich eine schöne Ergänzung, aber kein Ersatz für Fläche auf einer Ebene.
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Das hört sich ja nicht gut an!
Ich verstehe nicht, warum ein Antibiotikum für nur 3 Tage gegeben wird. Und wenn es geholfen hat, warum bekommt es jetzt anscheinend ein anderes? Ist es der gleiche Tierarzt?
Wie sieht es denn mit Kot- und Urinabsatz bei ihm aus?
Und was gibtst Du genau, d.h. was in welcher Menge, einschließlich Päppelbrei?
Falls er z.B. ein Verstopfung haben sollte, wäre Päppeln natürlich sehr gefährlich. solange er nicht ausreichend Böhnchen macht.
Hast Du etwas gegen die Aufgasung durchgängig gegeben?
Ich würde ihm Wärme anbieten, so dass er selbst wählen kann. Eine handwarm gefüllte in Stoff eingewickelte Wärmefalsche oder ein Snuggle Safe o.ä. könntest Du nehmen.
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Wenn er einen Abzess am Kinn hatte, müsste das ja zumindest in der Nähe der Wurzel des unteren Schneidezahnes gewesen sein. Kann es sein, dass durch die Entzündung die Zahnwurzel geschädigt oder zerstört wurde? Ich würde da den Arzt anrufen, der den Abzess operiert hat und ihn nach seiner Einschätzung fragen. Evtl. gibt es ja sogar Röntgenbilder, die da Aufschluss geben könnten.
Oder kann es sogar sein, dass der Zahn bei der OP abgebrochen wurde?
Mit nur einem unteren Schneidezahn kann er wahrscheinlich fast normal weiter futtern. Allerdings besteht m.W. die Gefahr, dass der gegenüberliegende Zahn, der ja nicht mehr normal abgenutzt wird, zu lang oder schief wird. Das würde ich dann regelmäßig kontrollieren.
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Mit 8 Monaten bekam er drei Babyjungs für vier Wochen alleine zur Erziehung, er hat das mega gemacht.
Wie alt waren die Kleinen zu der Zeit?
Ich finde es eine sehr schwierige Aufgabe, 3 Jungs mit 4 Monaten, die schon anfangen sich zu bekämpfen, noch "einzufangen". DieDreiVonDenise: Wie schwer ist denn der mögliche Kandidat? Und wie groß sind Deine Tiere? Es gibt da ja durch die Züchtungen riesige Unterschiede. Das Gewicht allein macht zwar nicht den Unterschied, aber es verschafft einem deutlich größeren Tier schon einen Vorteil. Ich meine damit natürlich nicht Speck, sondern Körpergröße.
Ich würde an Deiner Stelle nur ein Tier nehmen, dass Du zurückgeben kannst. Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass es mit vier Jungs gut gehen würde, für relativ klein. Wenn Du dann ggf. das neue Tier mit gutem Gewissen zurückgeben könntest und einem der drei entweder ein Weibchen suchen oder ihn möglichst gut unterbringen würdest, hättest Du eine Chance, das Problem zu lösen, falls es eines geben sollte. Zwei Jungs alleine werden sich viel eher vertragen als drei oder vier. Das zeigen mir die vielen Berichte, die ich von anderen gelesen habe, da ich selbst Böckchen halte.
Deine Tiere zu dem Züchter zum Probieren zu bringen, finde ich auch einen schlechten Rat. Deine werden wahrscheinlich so ängstlich sein, dass sie sich nicht normal verhalten. Es wäre also nur eine Information, wenn der dortige Kastrat Deine beißen würde o.ä. Aber auch das könnte in einer anderen Umgebung ganz anders ablaufen.
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Wenn Ihr jetzt nur noch 3 Tiere habt und dann irgendwann nur noch 2, ist das eine schlechte Voraussetzung für Außenhaltung. Mit dem sehr begrenzten Platz haben sie zudem wenig Veranlassung sich durch Bewegung warm und fit zu halten.
1 Leihschweinchen würde also auf Dauer nicht reichen, es sei denn, Ihre wäret bereit, sie im Winter nach innen zu holen und ihnen dort ein Gehege zu bieten, was mindestens genauso groß ist. Sollte eines durch das Alter wärmebedürftig werden, müsste die Gruppe auch nach innen umziehen. Selbst bei einer vorübergehenden Erkrankung im Winter, kann man sie ja danach, solange es noch kalt ist, nicht wieder nach draußen setzen.
Wie seht Ihr das?
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Die haarlinge sterben weils sie keine luft mehr kriegen wenn sie gut mit dem öl benetzt sind....
Dazu müsste man aber ganz schön viel Öl auftragen. Das ist aber nicht nötig. Das Vertreiben durch den Geruch und damit die Nahrungsquelle entziehen erfordert nur sehr kleine Mengen von Öl.
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Willkommen hier im Forum!
Wie alt sind denn Eure Tiere? Wenn sie erst 5 Jahre alt sind, können sie ein, zwei, drei Jahre leben.
Sind es lauter Weibchen?
Warum wollt Ihr sie jetzt schon abgeben?
Ich vermute, dass Ihr mit der Meerschweinchenhaltung aufhören wollt. Richtig? Es gibt aber auch Leihmeerschweinchen, die man von Notstation bekommen kann, solange das letzte eigene Tier noch lebt. Danach geht das Leihmeerschweinchen zurück an die Notstation.
Wäre das eine Option für Euch?
Wie groß ist das Gehege und ist es Innen- oder Außenhaltung?
Tut mir leid, das ich so viele Fragen habe. Aber nur so können wir Dir passende Empfehlungen geben.
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Ich würde es über die Feiertage mit Kokosöl und zur Sicherheit abtöten der Viecher in der Umgebung versuchen. Das Kokosöl vertreibt die Haarlinge. Entweder verhungern sie ohne das Schweinchen oder man beseitigt sie zur Sicherheit. Dazu kann man z.B. Inuzid oder ein anderes möglichst harmloses Mittel versprühen in der Umgebung oder alles waschen bei Fleecehaltung.
Das Vorgehen kann dann so sein: Etwas natives (!) also nicht desodoriertes Kokosöl in der Hand schmelzen lassen verreiben und dann im Fell überall verteilen. Das Tier muss nicht vor Fett triefen! Der Geruch von Kokosöl ist abstoßend für die Parasiten. Auch die Schweinchen mögen es nicht; es ist aber für sie unschädlich. Zur Sicherheit würde ich die Schweinchen nach dem Einreiben in einen provisorischen Auslauf o.ä. setzen und erst nach ein paar Stunden zurück das Gehege tun. Die Sachen aus dem Auslauf kannst Du dann ja bei mindestens 60 Grad waschen oder Du benutzt sie zumindest einige Tage nicht mehr. Wobei das schon vorsichtig ist, da Haarlinge ohne den Wirt schnell verhungern. Das Einreiben kann man zweimal nach jeweils 7 bis 10 Tage wiederholen.
Ich habe von mehreren Haltern gelesen, dass schon eine einmalige Anwendung gereicht hat, aber zur Vorsicht könntest Du die Wiederholungen machen, damit Du die aus den Eier nachschlüpfenden Haarlinge auch erwischst.
Solltest Du es auf die Art probieren, berichte bitte wie es weitergeht.
Solltest Du Dich doch für den Gang zum Tierarzt entscheiden, lass die Tiere bitte nicht spritzen! Das ist nun wirklich unnötig. Wenn schon Gift, dann reicht es als Spot-On. Da kannst Du Dir auch das Mittel für die zweite oder zweite und dritte Behandlung mitgeben lassen. Wichtig ist dann, nicht überzudosieren, da es wirklich giftig ist und auch Säugetiere töten kann, wenn sie zuviel abbekommen.
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Kurze Rückmeldung: OP sehr gut überstanden.
Gab es jetzt wirklich eine OP oder meinst Du das Abschleifen unter Narkose?
Wenn sie danach schon Rohkost gefuttert hat, scheint es ja gut gelaufen zu sein. Das freut mich.
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Auch kann es ohne klare Erklärung zum Beispiel zu Entzündungen im Kiefer kommen, da diese Bereiche dann beim Kauen gemieden werden, fehlt dann der Abrieb.
Ja, darum habe ich Röntgen vorgeschlagen. Es würde in dem Falle nicht ausreichen, die Zähne abzuschleifen, sondern die Entzündung müsste zusätzlich behandelt werden.
Zur Fütterung: Ich finde es gut, dass Du viel Grünzeug geben willst, auch im Winter! Küchenkräuter sind aber nach meinem Kenntnisstand kein Hauptfutter und können in zu großen Mengen sogar schädlich sein. Ich würde an Grünzeug auch auf folgendes setzen: Bambus, Weizengras, Brombeerblätter (gebe ich ohne Stacheln), Kohlrabi- und Blumenkohlblätter, Chicorée, Endivien, Ruccola u.a. eher strukturhaltige, bittere Salate, Karottengrün, Spitzkohl, Grünkohl. Bei uns nicht gefressen, aber sonst schon von einigen gemocht sind zudem u.a. Chinakohl, Pak Choi, Stangensellerie. Sicher ist meine Liste nicht vollständig und natürlich muss man neues Futter langsam anfangen, aber das ist ja klar. Ebenso sollte Kohl nicht gefüttert werden, wenn sie Trockenfutter erhalten.
Ganz wichtig finde ich noch frische Zweige. Solange Blätter daran sind, ist es natürlich noch schöner, aber auch jetzt bekommen unsere Jungs täglich frische Zweige und fressen eifrig daran. Beliebt sind hier u.a. Ahorn, Hasel, Hainbuche, Buche, Birke, eine Sorte von Kiefer und eine Sorte von Fichte. Bei manchem brauchen sie auch hier Zeit, sich daran zu gewöhnen, und andere Schweinchen werden andere Vorlieben haben. Sie fressen natürlich nicht den ganzen Zweig, sondern entweder die feinen Ästchen oder die Rinde und wenn Blätter da sind, teilweise diese oder die Blattstiele.
Alles Gute für den Arzttermin!
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Bitte gib ihr zur Sicherheit Simeticon, z.B. als Klosterfrau Magen-Darm-Entspannung. Das ist ein Entschäumer. Sollte sie es nicht brauchen, schadet es nicht, ansonsten kann es sehr wichtig sein. Den Darm kannst Du vorsorglich in den nächsten Tagen auch mit Colosan unterstützen. Mehr dazu:
Magen-Darm-Entspannung (z.B. in Drogerien erhältlich): Davon kann man z.B. den Inhalt einer Kapsel auf eine 1ml-Spritze aufziehen, mit Wasser auffüllen und auf ein- oder zweimal geben (natürlich ohne Nadel).
Colosan (bei uns über die Apotheke vor Ort bestellbar innerhalb von Stunden): Für einige Tage einmal täglich pro 1000g Körpergewicht 0,3ml auf eine 1ml-Spritze aufziehen und mit ungesüßtem Apfelsaft auffüllen. Pur schmeckt es sehr stark und wird daher oft nicht freiwillig genommen. Der Apfelsaft ist auch nicht ideal, aber aus meiner Sicht vertretbar, da die Zuckermenge bei in dieser kleinen Dosis gering ist. Wenn es auch mit Wasser und z.B. Gerstengraspulver vermischt genommen würde, wäre es um so besser.
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Wenn ein sechsjähriges Tier erstmals Zahnprobleme bekommen hat, kann es nach meinen laienhaften Überlegungen nicht an einem angeborenen Problem liegen. Ich würde daher den Tierarzt morgen fragen, was er meint, woher auf einmal das Problem kommt und was überhaupt genau das Problem ist.
Die zweite Frage wäre, was Du ggf. tun kannst, damit das Problem nicht wieder auftritt. Bei einem Tier mit angeborenen bzw. angezüchteten Problemen kommt man vermutlich nicht um regelmäßiges Schleifen herum. Da sie aber jetzt erst ein Problem bekommen hat, hoffe ich, dass es vielleicht eher einmalig ist.
Ich würde daher auch, falls der Tierarzt das nicht ohnehin tun will, Röntgenaufnahmen des Kiefers erbitten. Es könnte ja sein, dass die von außen sichtbaren Symptome durch Probleme im Kiefer verursacht sind. Dann wäre es wichtig, dass Du Dir die Aufnahmen geben lässt. Falls Du mal zu einem anderen Tierarzt muss, hast Du sie gleich zur Hand.
Ich bin froh für Dein Schweinchen, dass das Abschleifen unter Narkose geschehen soll!
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Sie verstehen sich immer noch nicht und die Verletzungen werden immer schlimmer.
Ich habe wohl zu lange gewartet sodass sie sich wohl nie wieder verstehen werden.
Es kann sein, dass auch eine Kastration sofort nach den ersten Spannungen nicht die Beißereien verhindert hätte. Auf jeden Fall würde ich sie aber sofort trennen! Wenn sich Tiere mal beißen, die eine Chance haben, sich bald gut zu vertragen, ist das auch schon schmerzhaft und belastend für die Tiere. Wenn sie aber ohnehin getrennt werden müssen, ist jede weitere Stunde Streit und gar Beißerei unnötige Quälerei. Die Tiere können es ja nicht ändern, sondern nur wir Menschen. Sie zeigen durch das Beißen deutlich genug, dass der andere verschwinden soll. In der Natur hätte er es längst getan. Wir verhindern dieses unweigerlich durch die Haltung im Gehege. Daher haben wir die volle Verantwortung - es ist also kein natürlicher Prozess, dass sie sich dauerhaft beißen.
Ich verstehe es so, dass Du sie noch nicht getrennt hast, weil Du überlegt, die Gruppe um zwei Weibchen zu erweitern. Zwei Kastraten mit zwei Weibchen führt fast immer zur Katastrophe. Wenn es dann noch Jungs sind, die sich schon ohne Weibchen beißen, macht der Versuch erst recht keinen Sinn.