Beiträge von Marie-Luise

    2m x 1m plus Übergang, plus Stall (weiß gar nicht wie groß der ist, knapp über ein Meter breit)

    Wenn sie nur 1 Ebene des Stalles nutzen, kommt man auf geschätzt 2,5 qm für 4 Tiere in Kaltstallhaltung. Da sie sich in der kalten Jahreszeit viel mehr bewegen müssen, um warm zu bleiben und viel weniger Anregungung haben dürften, als Tiere in Innenhaltung, finde ich das sehr wenig.


    Das ist nicht böse gemeint, ich will nur versuchen auszudrücken, was ich sehe: Es wirkt für mich, als hättet Ihr ein Innengehege gebaut, dass aber nicht in der Wohnung, sondern halb im Freien steht. Damit hätten die Tiere das Schlechte aus beiden Welten.


    Kennt Ihr dieses Seiten zur Außenhaltung von https://meerschweinchencafe.de/uber/gehege/ und https://meerschweinchenwiese.de/haltung/aussenhaltung (incl. Unterseiten)?


    Außenhaltung bedeutet für mich im Vergleich zu Innenhaltung nicht zuletzt mehr Platz, frische Luft, Sonnenschein, möglichst natürlichen Boden, die "Natur" erleben (zumindest als Beobachter und Zuhörer).


    Das ist natürlich kein konkreter Verbesserungsvorschlag. Dazu weiß ich einfach zu wenig, warum Ihr die Tiere überhaupt dort halten wollt und was Alternativen wären. Gerne können wir alle gemeinsam Ideen dazu austauschen. Vielleicht ist ja im Sinne der Tiere mehr möglich, als nur einzelne Verbesserungen wie eine zusätzliche Dämmung?

    Ich verstehe nicht, wie man auf den Fotos von kurzefrage ein Gehege suchen kann. Es war doch zuletzt klar, dass die Tiere frei im Garten und auf einer angrenzenden "Wiese" laufen.


    Wir können alle nur von dem ausgehen, was hier geschrieben wurde. Danach leben Meerschweinchen dort seit 10 Jahren so und es wurde noch keines gefressen. Ich kann das weder bestätigen noch widerlegen und so dürfte es jedem Leser hier gehen. Wenn wir also davon ausgehen, dass es sich so verhält, dann wird dieser 10. oder 11. Winter wahrscheinlich auch von der Temperatur her nicht das Problem darstellen. Wenn wir die Aussagen nicht glauben, brauchen wir gar nicht weiterzuschreiben, weil wir dann gar keine Grundlage für einen Austausch haben.


    Etwas anderes ist der Freilauf: Da könnten die Tiere jeden Tag getötet oder verletzt werden. Und leider geht es mit dem Töten oft nicht einmal schnell. Daher würde ich meine Tiere so sicher nicht halten. Aber falls sie keinen Schaden nehmen, dann ist der Freilauf für sie - in Kombination mit einem warmen Schlafplatz und guten Futter - etwas Herrliches. Davon können die meisten Meerschweinchen nur träumen.


    Ich verstehe nicht, warum Meerschweinchen in keinem Falle Freilauf haben sollten und Katzen es durchaus dürfen. Wieviele Freigängerkatzen werden angefahren oder auf der Straße getötet, in Kellern eingesperrt oder kommen sonstwie zu schaden? Wer von uns hat die Oberhoheit zu bestimmen, welche artgerechte Haltung für Meerschweinchen erlaubt ist und welche nicht?


    Viele Meerschweinchen - auch aus liebevoller Haltung - erleben nie Sonnenschein, Wind, frische Luft und natürlichen Boden unter den Füßen? Und dabei geht es nicht nur um das Wohlbefinden, sondern auch um die Gesundheit.


    Ich betone nochmals: Ich würde meine Tiere nicht so halten und ich verstehe jeden Halter, dem bei der Vorstellung Angst und Bange wird. Aber ich sehe in der beschriebenen Haltung auch Stärken und möchte lieber auf diesen aufbauen und Verbesserungsmöglichkeiten bei den Schwachpunkten aufzeigen und diskutieren, als Fronten aufzubauen.

    Dankeschön 🙂 2,9m breit ist es. Unten sind es 60cm tiefe und oben 40cm

    Sind ganz knapp 2,9m²

    Ich finde es auch schön und liebevoll gestaltet. Dennoch ist es von den Maßen her leider nicht nachahmenswert! 60 cm Tiefe sind schon knapp, aber 40 cm sind keine vollwertige Fläche mehr. Bei einer harmonischen Gruppe und wenig Einrichtung (z.B. auch in Form von Zweigen) kann das funktionieren. Bei Streit kann einer zumindest oben, tendenziell auch unten nicht mit genug Abstand am anderen vorbeigehen. Auch sind die Optionen bei Laufstrecken und Möglichkeiten zum Umstellen von Einrichtung zwecks Abwechselung dadurch deutlich beschränkter als z.B. bei 100 x 290 cm.


    Ich schreibe das nicht als Vorwurf an Dich, Letty. Wenn es derzeit bei Dir nicht anders möglich ist, dann ist das so. Ich finde nur, wir sollten nicht an neue Leute höhere Anforderungen stellen, als an solche, die schon länger dabei sind. Und wenn Du Dein Gehege immer wieder als gutes Beispiel zeigst, sollte der Nachteil auch genannt werden - am besten sogar von Dir selbst.

    So wie es aussieht, wird Manni dort vorstellig und eine Woche später kastriert. Dann nach ca. 4 Wochen bekommt er ein Weibchen dazu.

    Schön, dass es vorgeht! Da er ja leider bis zu der Vergesellschaftung alleine leben muss, würde ich versuchen, die Kastration so früh wie möglich machen zu lassen. Die wird ja vermutlich nicht bei einer Notstation vorgenommen. Ich habe Termine schon zweimal sehr kurzfristig bei unserem Tierarzt bekommen. Das könnte ja dennoch der von der Notstation ggf. empfohlene Arzt sein.


    Und nach der OP sollte er zur Sicherheit noch 6 Wochen ohne ein Weibchen leben.

    Ich werde über ein abgesperrtes Aussengehege nachdenken und auch mit meinen Eltern sprechen.

    Das freut mich! Vielleicht hilft es Dir und Euch dabei, wenn Du Dir dazu auch konkrete Vorschläge oder Anforderungen aus Sicht des Autors anschaust z.B. hier: https://meerschweinchenwiese.de/haltung/aussenhaltung (s. auch Unterseiten). Das ist wahrscheinlich auch nicht alles perfekt, aber je konkreter, desto besser kann man ja selbst abwägen.

    Ich muss sowieso immer um 6:00 aufstehen wenn ich pünktlich in die Schule kommen will. Sie sind nur über Nacht drinnen und sie haben es sich sehr gut eingerichtet.

    Wenn sie immer nur 8 Stunden eingesperrt sind, ist Enge natürlich ein geringeres Problem. Aber dafür ist die Gefahr draußen bei Dämmerung oder Dunkelheit natürlich auch entschieden größer, als ich es angenommen hatte.


    Aber wir haben wahrscheinlich alles gesagt. Du musst entscheiden, was Du von allen Vorschlägen annehmen willst und Du musst es verantworten - so wie wir unsere Haltung und Entscheidungen.

    Man kann wirklich nicht sagen das es Ihnen gut geht. Aber ist es nicht ein Unterschied zwischen Massentierhaltung und 16h Freilauf?

    Natürlich ist da ein Unterschied! Ich habe ja auch selbst geschrieben, dass es Deinen Tieren viel besser zu gehen scheint. Ich habe diesen Vergleich nur gewählt, weil man aus Gewöhnung und Anpassung nicht darauf schließen darf, dass es den Tieren gut geht.


    Es geht aus meiner Sicht Tieren gut, wenn sie möglichst weitgehend ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben können (und gesund sind). Keiner von uns kann ihnen da ideale Bedingungen bieten. Aber es gibt für uns mit vertretbarem Aufwand verbundene Möglichkeiten, die den Tieren viel helfen. Und darum geht es mir mit dem Vorschlag eines oben angerissenen kleinen sicheren Geheges.

    Sie sind nicht draussen wenn es Hell ist, sondern vom Morgen bis am Abend. Durchschnittlich sind sie immer noch ca. 8h im Stall,

    ... aber das würde ja bedeuten, dass sie einen großen Teil des Jahres auch in der Dämmerung und im Dunklen draußen sind???


    Ich höre unsere Schweinchen auch nachts und habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie andere Halter sie berichten: Die Tiere bewegen sich auch nachts immer wieder. Wenn man ihnen die Möglichkeit bietet, wechseln Wach- und Schlaf- bzw. Ruhephasen rund um die Uhr ab. In der Dämmerung sind sie besonders aktiv, ansonsten kann ich keinen großen Unterschied zwischen Tag und Nacht feststellen.

    Ich glaube auch nicht das ein Hasenstall schlecht ist. Sie leben jetzt Ihr ganzes Leben darin und haben sich angepasst. Das ist die Überlebensstrategie der Natur: Anpassung. Sie haben sich angepasst und es geht Ihnen gut.

    Du hast recht, dass Menschen und Tiere sich erstaunlich stark anpassen können. Aber daraus kann man nicht ableiten, dass es ihnen gut geht dabei. Schau Dir die Massentierhaltung in der Landwirtschaft an. Die Tiere werden oft entsetzlich gehalten und da könnte man (fälschlich!) auch sagen: Sie haben sich angepasst und es geht ihnen gut. Deinen Tieren scheint es sehr viel besser zu gehen. Aber das lange Einsperren in den Stall ist ein Problem - und ein Problem, dass sich lösen ließe (s.o.).

    kurzefrage Ich finde es erfreulich, dass Du trotz des teilweise unfreundlichen Tones hier geantwortet hast! Und ich habe mich über jeden Beitrag dazwischen gefreut, der trotz Kritik einen Stil hatte, der ein weiteres Gespräch fördert oder zumindest nicht verhindert.


    Ein Punkt erscheint mir unverständlich oder unlogisch: Die Tiere kommen nachts in den Stall. Was spricht dagegen, ihnen vor diesen Stall einen gut gesicherten Auslauf von 4-6 qm zu machen? Wenn Ihr sie weiterhin tagsüber frei laufen lassen wollt, dann könnten sie doch nachts neben dem Stall den gesicherten Auslauf nutzen. Ihr müsstet dann eben nicht die Tür zum Stall, sondern die Tür des Geheges, die nach außen führt, verschließen.


    Wenn Ihr sie in der dunklen Jahreszeit nur beim Hellen - und nur da ist die Gefahr durch Raubtiere ja geringer - aus dem Stall lasst, dann sitzen sie bisher geschätzt bis zu 16 Stunden in dem dafür viel zu kleinen Stall.


    Natürlich würde ein gut gesicherter Auslauf einiges Geld und Arbeit erfordern und müsste auch saubergehalten werden. Aber es wäre sicherlich ein viel schöneres und gesünderes Leben für die Tiere, wenn sie jederzeit sich vernünftig bewegen könnten. Dass sie diesen Auslauf nicht nutzen würden, halte ich für sehr unwahrscheinlich, da sie ja in der Zeit nicht wählen könnten zwischen "Freiheit" und Auslauf. Am Tag würden sie vielleicht weitehin hauptsächlich die "Freiheit" wählen. Aber für rund die Hälfte ihres Lebens hätten sie es deutlich besser als bisher.


    Damit sage ich nicht, dass Du bisher die Tiere schlecht hälst. Das kann ich letztlich nicht beurteilen. Aber eine gute Haltung bedeutet für mich jederzeit genug Platz und an der Stelle könntest Du für die Schweinchen viel verbessern.


    Damit ließe sich auch der Kontakt zu den Tieren entspannt ausbauen, z.B. indem Du ihnen im Gehege Futter aus der Hand anbietest und sie anlockst, auf Dich zuzukommen, ehe Du die Tür nach außen aufmachst oder am Abend nach dem Verschließen.


    An alle anderen hier: Ich sage nicht, dass ich es gut finde, die Tiere frei laufen zu lassen. Ich sehe aber darin durchaus auch Vorteile und zudem können wir es niemandem verbieten. Wir können auf Gefahren hinweisen, aber danach hilft es den Tieren aus meiner Sicht am ehesten, wenn wir Vorschläge machen, die eine Chance haben angenommen zu werden.

    Wassn Schade, dass es bei Dir auch diesen Nachteil von Leinenstreu gab. Plospan Granulat fällt für mich derzeit als Option weg, weil ich das gebrauchte Zeug kompostieren will. Und dafür ist Holz in größeren Mengen problematisch.


    Bzgl. zwischendurch sauber machen: Nimmst Du die feuchten Stellen weg oder streust Du Trockenes darüber? Bisher nehme ich das Feuchte an den viel benutzten Stellen täglich weg, aber damit verhindere ich ja die Matrazenbildung.

    Ich nutze Hanfstreu

    Welche Marke oder Quelle nutzt Du dafür? Und nimmst Du nur Hanfstreu oder kombinierst Du das mit einer anderen Lage?


    Ich habe kürzlich einen Versuch u.a. mit Leinenstreu gestartet. Das enthält einige spitze Teile. Es ist so ähnlich, wie wenn man Nadeln angetrockenete Nadeln von Weihnachtsbäumen anfassen würde - nur ein geringerer Anteil von leicht stechenden Bestandteil. Ich streue daher wieder Stroh darüber, von dem ich, weil es aus den Kisten eher herausfällt, eigentlich wegkommen wollte.

    Ich hätte sie gerne drinnen, aber meine Mutter hat eine Streuallergie weshalb ich mich ganz um sie kümmere.

    Wenn es wirklich nur am Streu liegt, lässt sich das einfach lösen: Haltung auf Fleece oder Stoff, jeweils mit wasserdichtem Molton darunter. Das funktioniert bei relativ vielen Haltern gut.


    Aber wenn sie draußen soviel Platz haben und gut versorgt werden, ist es für sie dort vermutlich schöner. Innen 2, 3 oder 4 qm wären dann kein Ersatz.

    Ich finde den Begriff "Fluchttier" im Zusammenhang mit Meerschweinchen mitunter überstrapaziert. Auch Kaninchen sind Fluchttiere und m.W. oft verschmust, wenn sie an Menschen gewöhnt sind. Pferde sind Fluchttiere und zeigen, wenn sie nicht bewusst dazu erzogen werden, Fluchttendenzen, wenn man sie einfangen will. "Fluchttier" alleine ist aus meiner Sicht zu vereinfacht.


    (Haus-)Meerschweinchen sind seit Jahrtausenden (!) Nutztiere in Südamerika und leben seither mit den Menschen auf die eine oder andere Art zusammen - wie andere Nutztiere auch. Traditionell leben sie sogar in der Küche. In Europa werden sie seit über 400 Jahren als Haustiere gehalten. Hausmeerschweinchen sind keine Wildtiere. Sie haben sicherlich noch stark ausgeprägte Instinkte, aber sie können kein natürliches Leben in Freiheit führen. Sie müssen, wenn sie überleben wollen, mit uns Menschen auskommen. Daher glaube ich auch, dass es gut für die Tiere ist, wenn sie ein ausgeprägtes Vertrauen zu uns haben.


    Wenn man ein neues Tier an sich gewöhnt, hat es einige Tage oder Wochen mehr Angst, als wenn man sich soweit wie möglich von ihm fernhalten würde. Dafür hat es für den Rest seines Lebens weniger Angst beim unvermeidbaren Kontakt mit Menschen und kann sogar durch den Menschen Abwechslung, Beschäftigung und Liebe erfahren. Ich kann nicht beweisen, dass ein Tier Liebe erkennt und schätzt, aber ich bin überzeugt davon - und es kann auch keiner widerlegen, dass es das tut.


    Wir halten unsere Tiere im Haus. Sie laufen frei im Zimmer. In der warmen Jahreszeit leben sie tagsüber bei schönen Wetter in einem Gehege auf 14qm. Dort sitze ich dann mitunter auch beim Arbeiten oder Lesen. Sowohl im Haus, als auch im Gartengehege kommen sie auf uns zu und holen sich Futter ab. Bei schnellen Bewegungen laufen sie weg, wenn sie erschrecken, kommen dann aber schnell wieder.


    Einfangen mögen sie natürlich nicht, aber da haben wir auch schon Wege eingeübt: Einer geht in den Katzenkorb, der andere in ein "Haus", aus dem ich ihn dann herausnehmen kann.


    Wenn Du schon schreibst, dass sie sich Futter aus der Hand holen, dann würde diese Nähe auf der Freifläche vielleicht auch bei Dir gelingen, wenn Du einfach draußen sitzen würdest und sie sich daran gewöhnt hätten. Natürlich gehört Futter dazu ...


    Übrigens hatte ich ursprünglich auch überlegt, die Schweinchen ganzjährig draußen zu halten. Gerade die größere Nähe zu den Tieren war dann ausschlaggebend, sie überwiegen im Haus zu halten. Ich schreibe das nicht, um Dich von Innenhaltung zu überzeugen. Ich glaube aber, dass man einfach den engeren Kontakt entwickeln kann, wenn man wie ich tagsüber in dem Zimmer arbeitet, in dem die Tiere leben. Etwas gegensteuern könnte man sicherlich mit Stunden, die man draußen bei ihnen verbringt.