Ich hatte sie zur Sicherheit auf Tüchern. Die ersten 4-5 Tage reichen normalerweise, dann ist die Wunde von sich aus schon gut zu. Bei kleineren OPs mach ich das auch nicht mehr, aber bei der Mädelskastra ist es ja schon eine sehr große Wunde und dazu noch direkt unter dem Bauch. Da die beiden OPs fast zeitgleich stattfanden, hatte ich dann 6 Schweine auf Decken und Tüchern. Da ist dann fast jeder Tag ein Waschtag. :wink:
Beiträge von Pardona
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Am wohlsten und sichersten Fühlen sich die Schweine immer in ihrer gewohnten Gruppe. Da ist dann auch der Appetit da und das richtige Wohlbefinden zur Genesung. Habe bisher immer alle Patienten direkt wieder zu den anderen gesetzt, da gab es nie Probleme. Wenn Schikanen zu beobachten sind, würde ich den Patienten mindestens mit seinem Bezugsschwein zusammen setzen.
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Das klingt doch super. Ich wünsche euch noch eine lange tolle Zeit.

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Für die erste OP habe ich rund 200 Euro bezahlt, bei der zweiten OP in der gleichen Praxis hatten die TÄ etwas Mitleid mit mir, weil ich auch noch mit einem anderen Patienten da war und die Praxis schon gut finanziert hatte. Da waren es dann nurnoch 120 Euro.
Das erste Mädel habe ich gleich wieder zu ihrem Mann gesetzt. War kein Problem. Sie war ja mobil. Das zweite Mädel hatte ich nur an dem Abend allein, weil ich nicht wollte, dass sie jemand von dem Wärmekissen schubst. Da sie Nachts dann selbst das Klappgehege verschoben hat und sich so selbst entlassen hat, saß sie nur ein paar Stunden allein.
Die Fäden werden normalerweise nach 10-14 Tagen gezogen. Yuki hat sie sich aber schon in der ersten Nacht gezogen. Die Klammern dann schon auf dem Weg vom Tierarzt nach Hause, das nächste Mal waren (die meisten) Klammern dann immerhin zwei Tage drin. Letztlich ist ein Großteil der Wunde dann allein zugewachsen. :wink:
Wir hatten leichte Entzündungen wegen der Unterhautfäden, die sind recht derb und bohren sich auch schon mal nach Außen. Spülen und sauberhalten, dann ist das gut abgeheilt. Ansonsten gabe es keine weiteren Komplikationen (mal abgesehen von den anfänglichen Nachblutungen). Beide Schweine haben keine nennenswerten Anzeichen für Schmerzen nach der OP gezeigt. Das Verhalten war normal, Fütterung wie immer. Mussten halt alle ein paar Tage auf Decken leben, Einstreu muss man ja nicht drin haben in der Wunde.
Es gibt hier im Forum auch noch weitere Beispiele für erfolgreich verlaufene Mädels-Kastras.
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Bei meinem Mädel ist die OP vor rund zwei Jahren gemacht worden. Wir hatten keine Wahl, ohne die OP hätte sie nicht mehr lange gelebt (auch Uterustumor). Sie war schon in einem sehr schlechten Zustand weil trotz vieler Untersuchungen die Ursache nicht gefunden wurde. Als sie wenige Stunden nach der OP heim kam, ging es ihr bereits besser als vor der OP. Sie hat sofort gefressen, ist durch die Gegend gelaufen, war deutlich mobiler. Innerhalb weniger Tage / Wochen hat sie wie auf ein gesundes Maß zugenommen und das Fell kam wieder. Sie hat sich die Fäden (danach Klammern) immer wieder gezogen, aber es ist letztlich gut verheilt.
Das zweite komplett operierte Mädel (immer wiederkehrende Zysten, auch vor zwei Jahren) hatte direkt nach der OP etwas Probleme mit dem Kreislauf, zudem kam es zu Nach-Blutungen (im Bereich des Brustgewebes). Mit wenigen Millilitern Päppelbrei, Wärme, einem Druckverband war sie dann schnell wieder auf den Pfoten. Sie hat den Abend dann etwas alleine gefressen. In der Nacht hat sie sich selbst aus dem "Einzelkrankenzimmer" entlassen. Am nächsten Tag ist sie schon wieder herumgetobt.
Es ist eine gefährliche OP. Aber wenn Schweine generell Narkosen eher gut vertragen (wir hatten da schon Erfahrung...), stehen die Chancen sehr gut. Da die Lebensqualität beide Male um ein Vielfaches höher war, als vor der OP, würde ich es immer wieder wagen. Beiden Mädels geht es heute prima.
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Schön, das ihr wieder vereint seid. Und das auch noch mit toller Verstärkung!

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Tut mir sehr leid. Lebe wohl Lian!

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Uuuui, die Tasche ist ja schick.
Ich hoffe die ist noch eine Weile in deinem Sortiment? Derzeit sieht hier eher düster aus mit Extrawürsten für das Frauchen.... :wink: -
Ah, im Sommer. Da ist es schon was Anderes. Allerdings ist ein 140er-Käfig für einen 4er-Trupp doch arg eng. Der müsste dann auch jeden Tag kompett gemistet werden, macht auch nicht gerade Laune. Vielleicht lässt sich ein Klappgehege bauen? Ist dann aber auch eher für Drinnen, da ein Balkon ja auch nicht unbedingt sicher vor Fressfeinden ist.
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Ganz ehrlich, das würde ich den Schweinen keinesfalls zumuten. Auch noch im Winter? Ohne vernünftige Schutzhütte und ohne Platz zum Warmrennen? Das ist kein Zustand. Für vier Schweinchen passen ja nichtmal die notwendigen Unterstände in den Käfig.
Habt ihr nette Nachbarn, Freunde, Verwandte die in der Nähe wohnen? Wo wohnt ihr denn? Vielleicht findet sich ein Forenmitglied in der Nähe, das Füttern könnte. Oder aber eine Notstation, die Urlaubsbetreuung anbietet.
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Benutze auch den Pet Caddy. Wenn mehrere Tiere zu transportieren sind, kommen zwei in einen Caddy. Jeder bekommt seinen eigenen Kuschelsack (eine Öffnung zur Seite, eine nach vorn) dann gibts auch keinen Zoff. Futter für jeden rein, dann übersteht Schwein auch längere Reisen. Am besten ist es natürlich, wenn man nicht ausgerechnet Schweine zusammensteckt, die hin und wieder aneinander geraten.
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Ja, die Gabe von Ovogest ist eine sinnvolle Behandlung.
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Ach Nelli, zum Niederknien (vor allem das vorletzte Bild). Gute Besserung!
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Da hast du wieder zwei Schweinchen glücklich gemacht. Schöööön.

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Wenn die Kastration wei Jahre her ist, ist sie nicht von dem Böckchen trächtig. Ist der Bauch insgesamt hart? Wenn du ganz vorsichtig auf den Bauch klopfst, klingt er dann hohl? Dann wäre das Schweinchen aufegast und sollte beispielsweise Sab Simplex bekommen. Ansonsten sollten Zysten abgeklärt werden. Alles Gute