Beiträge von SusanneC

    Hallo!


    Ich würde sie gehen lassen.


    Ballenabszesse sind sehr sehr schmerzhaft, diese Schmerzen kann man auch mit noch so vielen Schmerzmitteln und Antibiotika nicht komplett abstellen. Stell Dir vor, Du hast nen ganz fies eingewachsenen Zehennagel, Nagelbett knallrot und unterm Nagel sieht es schon grün aus, und musst Schuhe tragen, die genau da drauf drücken . und das 24 Stunden am Tag. Meerschweinchen belasten eben immer ihre Ballen mit vollem Gewicht, und dadurch dass dieses Schweinchen echt eine Rundrum-Großbaustelle ist, sehe ich keine Aussichten.


    Selbst bei sonst "gesunden" Schweinchen zieht sich die Behandlung von Ballenabszessen oft 4-6 Wochen in die Länge mit anstrengenden Fußbädern, Medikamenten und und und.


    Ich fürchte einfach, selbst wenn die Füße wieder werden, dann hat sie in 6 Wochen das nächste Problem, und sie hat sich dann wochenlang durch die Behandlung gequält, nur um danach doch gehen zu müssen.


    Ich weiß, das ist eine ganz ganz schwere Entscheidung, und ich überlege da auch tausend mal hin und her, und manchmal versuche ich es auch viel zu lange, ein Tier noch zu retten, das so ein massives Grundproblem hat. Vor drei jahren eine Katze mit fortschreitendem Nierenversagen, da hätte ich auch bei der ersten Lungenentzündung sagen sollen, dass sie gehen darf, aber ich hatte eben noch Hoffnung - und dann war es ganze 3 Tage besser und schon kam das nächste Problem. Es ist einfach echt Mist und unendlich traurig.


    Versuch Dir einen Ruck zu geben, die Chancen, dass sie nochmal eine längere Phase mit wirklich guter Lebensqualität hat sind einfach zu gering.

    Tut mir sehr leid...


    Das Antibiotikum gehört normalerweise schon zu den verträglichen für Meerschweinchen, meistens unter dem Namen Chloramphenicol, da hatten es schon viele Halter. Aber Nebenwirkungen können halt immer auftreten, und gerade Aufgasungen und Apetitmangel sind ganz typisch bei Antibiotikagabe an Meerschweinchen. Es scheint sie einfach extrem schlimm erwischt zu haben... mein Beileid!

    Man sollte auch einfach den Tierärzten zugestehen, dass Zahnheilkunde für Menschen ein komplett anderer Studiengang ist als der Rest an Medizin. Und die Tierärzte sollen dann in dem viel zu voll gestopften Studium irgendwo zwischen Geburtshilfe bei der Kuh, Legenot bei Kanarienvögeln, Pilzerkrankungen bei Zierfischen und Hüftgelenksdysplasie bei Hunden auch noch Zahnheilkunde erlernen.


    Und das nicht nur für eine Tierart, sondern für alle. Ich hatte sowohl Meerschweine mit Zahnproblemen als auch einen Hund mit heftigem Zahnstein und einen Kater mit Zahnfleischentzündung - alles beim selben Tierarzt. Vielleicht sollte man den Tierärzten auch mal zugestehen, dass nicht jeder Experte für alles gleichzeitig sein muss, und gerade Meerschweinchen sind ja eher seltene Patienten wo ein wenig die Übung fehlt. Und verdammt winzig ist das ja auch noch da hinten im Mundraum, das sieht man ja auch nur schlecht, und wenn man vorher einen großen Hund auf den Behandlungstisch gehoben hat oder alle Kraft und vier Leute zum festhalten gebraucht hat, um einer Katze Blut abzunehmen, hat man auch nicht die ganz ruhigen Hände die da notwendig sind.

    Hallo!


    Der Tierarzt scheint nicht so wirklich viel Erfahrung mit Meerschweinchen zu haben. Ich würde den Tierarzt wechseln.


    Mit der ganzen Behandlung bei vollem Bewusstsein kann er die Zähne nicht einmal richtig komplett gescheit richten, schon gar nicht mit Knipsen. Wenn dann immer noch Zahnspitzen vorhanden sind, kann Dein Schweinchen danach immer noch nicht richtig selber fressen. Noch dazu entsteht durch diese Spitzen ein extremer Druck auf die Zahnwurzeln, was zu Kieferabszessen führen kann (nur bei Röntgenbild feststellbar und oft der Anfang vom Ende)


    Die Zähne wachsen also gar nicht chronisch schief, sondern haben angefangen schief zu wachsen, wurden dann nicht richtig behandelt, und haben daher weiter gemacht noch schlimmer zu werden.


    Ein ganz großer Teil der Zahnprobleme ist nicht chronisch, sondern erworben. Typische Gründe wären Trockenfutterfütterung, ein Schweinchen das zu wenig Heu frisst (ob nun durch eine Krankheit die den Apetit beeinträchtigt hat, weil es zu wenig sauberes Heu gibt, oder weil das Heu keine gute Qualität hat) nutzt seine Zähne einfach nicht ausreichend ab, und dadurch, dass die ständig nachwachsen, müssen die ja irgendwohin im Mundraum - und biegen sich dann immer mehr. Das kann man aber einmal wirklich gründlich richten, danach die Fütterung optimieren (also Trockenfutter in die Mülltonne, auf ganz viel hochwertiges Heu achten, ggf. zwei Sorten zur Auswahl und die Hälfte davon weg werfen wenn es voll gepieselt wurde, regelmäßig wiegen um gesundheitliche Probleme schneller zu bemerken), und wenn die Schmerzen dann nachlassen frisst das Schweinchen wieder vernünftig und die Zahnprobleme kommen oft nicht wieder.


    Ja, eine Narkose ist ein Risiko, aber wenn die Zähne nicht endlich gescheit gerichtet werden kommt es zwangsäufig zum Kieferabszess und dann wird es richtig ernst. Der Kiefer sollte auch unbedingt geröngt werden. Die Narkose muss einfach sehr sensibel berechnet werden, dann kann er das gut überstehen. Ideal wäre eine antagonisierbare Narkose, aus der man ihn danach aufweckt.


    Wenn er beim Päppeln abnimmt, dann päppelt Du zu selten oder zu geringe Mengen. Es muss mehr rein, aber das Magenvolumen ist sehr begrenzt, oft gehen größere Mengen nur mit häufigerer Fütterung. Gewisse Schwankungen sind normal, das ist einmal ordentlich pieseln, aber es sollte nicht dauerhaft runter gehen.

    Ich würde eher zu einer Notstation gehen. Gerade Züchter neigen leider ein wenig dazu, einem das Tier zu empfehlen, das sie gerade unbedingt verkaufen wollen, und nicht das, das am besten passen würde. Noch dazu muss man schon genau überlegen, wie gut ein Züchter Tiere kennen kann, wenn das 10 Gruppen sind, die auch gar nicht direkt im Wohnraum leben. Ist schon schwerer da intensiv zu beobachten.

    Hallo!


    Das klingt wirklich etwas problematisch.


    Oft geben Schweinchen einige Stunden Ruhe und sndieren erst mal die Lage, und wenn sie sich dann sicher fühlen in der fremden Umgebung, dann wollen sie doch die Chefposition haben. Das ist bei Dir genau so gekommen, er hat erst mal abbgewartet, und jetzt will er die besten Ressourcen für sich.


    Damit kommen wir zum eigentlichen Problem: dem Käfig. Ich vermute mal stark, dass der nicht unbedingt riesengroß ist, mehrere Verstecke und Futterstellen bietet und sie sich im Käfig kaum aus dem Weg gehen können. Klar gibt es noch den Rest der Wohnung, aber das ist nicht dasselbe.


    Jetzt weicht sie gleich in ein anderes Zimmer aus, das ist aber nicht föderlich fürs aneinander gewöhnen. Außerdem hast Du wahrscheinlich kein Heu um Bad, da könnte sie sehr ernsthaft krank werden, wenn sie dann nicht immer mal zwischendurch einige Halme knabbert. Noch dazu wird der Rest der Wohnung ja eher Deinen Bedürfnisen gemäß eingerichtet sein, aber ohne Einstreu und Heuberge.


    Genau den Bereich verteidgt er jetzt, den wirklich Schweinchentauglichen. Kannst Du den vielleicht wesentlich vergrößern mit mehr Verstecken, mehr Heustellen, mehr Einstreu? Sie da aber ggf. einige Wochen drin einsperren, bis sie sich wirklich auseinander gesetzt haben, dieses ewig weite Ausweichen ist wirklich nicht gut, am Ende hast Du sonst dauerhaft zwei Einzeltiere. Klappt übrigens bei Katzen ganz ähnlich, wenn man eine neue dazu holt und die Alteingesessene ist ein eher konfliktscheuer Freigänger, quartiert sich oft eher die konfliktscheue dauerhaft bei Nachbarn ein, statt einmal einige Wochen lang die Sache mit dem Neuankömmling auszumachen. Ist auch nicht das was der Halter will, aber Deine Schweinedame ist eben auch so konfliktscheu, dass sie lieber ganz auswandert, als einige Wochen Diskussionen durch zu stehen.

    Deine Rechnung geht nicht auf, weil Du 10 Wochen Tragezeit der Mutter des Babys vergessen hast. Also müsste der "Papa" mindestens 19 Wochen alt sein. Trotzdem kann es sein, dass er irgendwie verwandt ist, vielleicht ein Halbbruder oder Onkel. Ich würde aber sicherheitshalber mal nach dem Geschlecht gucken und das prüfen - wenn Du unsicher bist kannst Du hier Fotos einstellen.


    Du musst nur dann eingreifen, wenn wirklich viel Blut fließt und sehr ernste Verletzungen entstehen. Bitte nicht gleich bei einem Ratscher in der Lippe oder einen Riss im Ohr in Panik geraten, das ist alles noch normal.


    Wiege alle vorher und nach der VG weiterhin mehrmals die Woche, und beobachte, ob sie weiterhin ordentlich zunehmen, alle vernünftig viel fressen, nach ein paar Tagen das komplette gehege angstfrei nutzen etc. Sollte einer immer nur in einer Ecke sitzen dürfen, dann melde Dich wieder hier.

    Hallo!


    Theoretisch können sie locker über 25 cm drüber. In der Praxis muss man sich aber einfach Fragen: warum sollten sie das tun? Wo liegt da der Vorteil für die Schweinchen?


    Wenn Du jetzt direkt vor dem Gehege in Sicht- und Riechweite den ganzen riesengroßen Beutel mit ganz frischen duftendem Heu tehen hast, und danaeben Gemüsevorräte für die ganze Woche, dann haben Deine Schweinchen einen sehr guten Grund, raus zu hüpfen - nämlich fressen. Auch wenn neben unkastrierten Böcken interessant duftende Weibchen leben, haben sie einen guten Grund zum springen.


    Solange Du aber nichts für Schweinchen interessantes hast, sondern nur ein normales Zimmer mit normaler Einrichtung, dann bleiben sie im Gehege, wo es Heu, Futter und Artgenossen gibt.

    Hallo!


    Beide Optionen sind nicht ideal, zumindest von meinen Erfahrungen mit etlichen Bockgruppen her. Jeder Babybock wird nach ein paar kurzen Monaten zum aufsässigen Pubertätsschweinchen, auch wenn er sich anfangs noch so brav unterordnet kracht es dann eben doch - und das dann so richtig. Kein gesunder Heranwachsender wird sich Deinem kranken Opa einfach so freiwillig unterwerfen auf Dauer. Das läuft nur eine Zeit lang gut.



    Besser wäre es, einen erwachsenen, aber sehr bockverträglichen Bock/Kastraten zu suchen, der bisher schon sehr erfolgreich in Bockgruppen gelebt hat. Der hat dann schon die Pubertät hinter sich, hat einen bereits gefestigten Charakter und wenn er sich erst mal mit Deinem Bock auseinander gesetzt hat wer von beiden der Boss sein soll, dann bleibt das meistens auch so.


    Aufgrund der angeschlagenen gesundheit von Gizmo nehme ich an, dass er sich innerhalb einer Bockgruppe in jedem Fall dann unterordnen muss, wenn er es mit einem adulten Artgenossen zu tun hat. Das heißt, die Zusammenführung wird ggf. etwas ruppig und er muss ein wenig einstecken, wird sich aber in die Situation fügen, wenn er ausreichend sozialisiert ist.

    Hallo!


    1. Mindestens 4m² auf einer Fläche schaffen


    2. noch einen Bock ab 1, besser 1,5 Jahre dazu, der richtig sozioalisiert ist, also sein bisheriges Leben immer mit anderene rwachsenen Böcken zusammen gelebt hat


    3. Zusammen setzen mit viel futter, nicht mehr eingreifen. Und das alles möglichst schnell.




    Du hast lauter Babys, alle drei. Viel zu jung ohne Erwachsene dabei. Und die prügeln sich dann darum,wer der boss ist, Du bist viel zu hypernervös und lässt sie einfach nicht machen, dabei müssen sie in Ruhe eine Rangfolge festlegen. Sie brauchen aber zwingend einen Erwachsenen dabei.


    Und Böcke brauchen richtig viel Platz, mit 2m² ist da nicht viel geholfen.

    Die Laufstrecken werden erst richtig schön, wenn sie um etwas herum laufen können, und sie werden auch viel besser genutzt, wenn die Verstecke enger stehen.


    Du musst bedenken, dass es typische Beutetiere sind. Bei einer großen, offenen Fläche besteht die Gefahr, dass ein hungriger Ozelot sie sieht, und sie einfängt, wenn sie da drüber laufen. Wenn es dagegen etwas dichter ist, sie sich hier hinter der Heuraufe verstecken können und da dann gleich ein Versteck in der Nähe ist, sagen ihnen ihre Instinkte, dass es viel sicherer ist, sich da aufzuhalten.

    Hallo!


    Gefällt mir gut!


    Es darf gerne mehr Einrichtung rein, am besten finden sie es, wenn alle 30cm was ist, wo sie deckung suchen können. Auch nicht unbedingt alles an den Rand rutschen, lieber mitten rein, damit sie noch außen rum gehen können - das sieht zwar nicht so ordentlich aus gibt aber viel mehr interessante Laufwege.


    Was ist denn das Dunkle am Boden? Erde oder was?

    Hallo!


    Kunststücke macht man am besten im vertrauten Gehege. Wenn es groß und oben offen ist hat man auch da genug Platz. Sowas wie "Dreh Dich" ist ganz einfach weil man sie ja am Leckerchen im Kreis führen kann und nur die Worte dazu sagen muss, bis sie kapieren, dass sie sich das nächste mal gleich bei den Worten drehen, um Leckerchen zu bekommen. Nicht zu große Leckerchen nehmen, sowas wie ne halbe Erbsenflocke reicht, und die gibt es dann NUR als Belohnung.


    Raus nehmen sollte man sie nur einmal pro Woche für einen Gesundheitscheck, wiegen, Krallen klürzen, nach Augen, geschlechtsorganen, Ohren und Zähnen schauen, durchs Fell wuscheln, fertig. Aber da fühlen sie sich nicht so wohl, das können sie einfach nicht leiden, daher ist das die falsche Situation für Kunststücke.


    Du musst bedenken dass schon das raus nehmen echt weh tut. So wie wenn Dich jemand um den Bauch packt und hoch hebt, schön ist das nicht. Und schwindelig wird ihnen auch dabei, das ist ja die reinste Achterbahn so rum geschwungen zu werden. Also das wirklich auf das absolut notwendige Mindestmaß beschränken, und lieber Tricks machen, bei denen sie im eigenen Gehege stehen können.

    Hallo!


    Ohne die genaueren Rahmenbedingungen kann man Dir leider wirklich nicht helfen, denn nur damit können wir raus finden, was die Ursache für die Unruhe ist. Also bitte bescheib es näher, Fotos und genaue Maße des Geheges wären auch sehr hilfreich.