Beschreib doch mal genau die Situation in der er geklappert hat. War das beim Futterbetteln, oder auf Deinem Schoß, oder einem anderen Schwein gegenüber?
Beiträge von SusanneC
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Meerschweinchen kommen auch sehr gut mit drei beinen klar. Bei mir war es ein Schwein, dessen Bein nach einem Knochenbruch völlig verdreht war, als ich sie bekommen habe, konnte man schon nichts mehr tun. Sie war genauso schnell unterwegs wie alle anderen.
Wichtig ist aber ein Tierarzt, der öfter meerschweinchen operiert, die Narkose ist ein bisschen schwierig, weil sie eben so klein sind, und es ist sehr wichtig, dass sie schnell wieder fressen.
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Für die, die es verpasst haben:
http://www.swr.de/report/gequa…=233454/onzqmx/index.html
Ich weiß seit Jahren, dass es so läuft und kann nicht behaupten sonderlich geschockt zu sein.
Es gibt sogar "bessere" Züchter, wo wenigstens Sauberkeit und Versorgung besser sind, da werden die Tiere eben alle 3 Tage von einer dreckigen in eine saubere Box gesetzt, es gibt täglich wasser und billiges Trockenfutter wie Cavia Corn, das man für 15 Euro für 25 Kilo kaufen kann - bei den großmengen wahrscheinlich entsprechend billiger. Nur mehr Platz, Häuschen, etc. das gibt es sicher nirgends. Bisswunden sind völlig normal.
Ich finde es eher schade, dass nur die schlimmsten Beispiele gezeigt wurden, denn auch die vorbildlichen Betriebe sind von artgerechter Zucht meilenweit entfernt.
Und was passiert? in ein paar Wochen ist der Beitrag vergessen und es geht weiter wie bisher.
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Hallo!
Der Kiefer muss unbedingt geröntgt werden, Kieferabszesse sind sehr häufig, aber die kann man von Außen nicht sehen - erst wenn es von innen so stark gegen das Auge drückt, dass das hervor quillt... da hilft leider auch kein Antibiotikum, das ist dann eine richtig große Eiteransammlung, die erst mal raus muss. Das Sekret an der Nase würde übrigens durchaus dazu passen.
Röntgenbilder sind nicht teuer, ca. 30 Euro, also daran sollte es sicher nicht scheitern.
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Gitter sind absolut das falsche! Ganz trennen, und vor allem lass ihnen endlich mal ne Woche ruhe um runter zu kommen.
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Oh ja, dressieren können sie gut, meine haben meinem Mann und mir auch schon drei Gurken an einem Tag abgeluchst, weil sie ja immer soooooo verhungert sind. Dabei fressen die 8 ja nur 15 Kilo Heu in 6 Wochen oben drauf.
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Hallo!
Ja, Kastration bringt was und ist bei Bockgruppen sehr sinnvoll. Sie macht nicht aus erbitterten Feinden die besten Freunde, aber nimmt der Pubertät die Spitze, und wenn in hoffentlich vielen Jahren einer stirbt, dann kann der zweite direkt Weibchen bekommen - das ist oft leichter, als einen Bockgruppentauglichen Kandidaten im gleichen Alter zu finden.Gerade das gleiche Alter, kommen Weibchen dazu dürfen die auch jünger sein, aber die Kombi Opa-Bock und Jungbock klappt eher selten dauerhaft.
Beim zähmen hilft ein großes, oben offenes Gehege, viel Zeit, und besondere Leckerchen, die es wirklich NUR aus der Hand gibt und NIE einfach so oder aus dem Napf. möglichst vors Gehege setzen, damitman nicht so groß ist, und die Hand mit der Leckerei ggf. auch 20 Minuten rein halten. Sachen mit langem Stengel wie Dill sind am besten, da können sie sich von respektvollem Abstand heran futtern.
Um sie an Deine Stimme zu gewöhnen kannst Du Dich zum telefonieren zu ihnen setzen oder was vorlesen.
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Krebs ist nicht gleich Krebs. Häufig sind es Tumore im Gesäuge oder Fettgeschwulste, die sowieso gutartig sind - die werden entfernt und fertig. Bei bösartigem Krebs ist die Frage, ob er schon gestreut hat, bei Meeris ist eben keine Chemotherapie möglich.
Aber man weiß es vorher eben nicht, so aufwändige Biopsien sind zu teuer, da kommt es unterm Strich wesentlich billiger, die Geschwuöst gleich raus zu schneiden.
Sonst muss ich einfach sagen, dass ich auch nach so vielen Jahren und so vielen Tieren von Aussehen her kein Gewicht einschätzen kann. Klar sehe ich jetzt einen unterscheid zwischen 1200 und 800g, aber zwischen 1200 und 1100g, das kann ich vom reinen anschauen nicht bemerken. Trotzdem ist das schon eine recht heftige Gewichtsabnahme, die eben auf eine akute Krankheit hindeutet, vor allem wenn das innerhalb von einer Woche passiert.
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Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber Du weißt doch gar nicht, wie andere Leute wohnen, wie viele Wildtiere es da gibt und wie groß deren Konkurrenzdruck ist.
Es gibt eben Orte, an denen extrem viele Raubtiere leben. Gerade in Städten ist es kaum ein Unterschied von der Bedrohung ob Sommer oder Winter, weil es eben da nur wenige Wildtiere gibt, die Winterschlaf halten, dafür aber viele, die von Müll leben und in Kellern und Kanalisationen ganzjährig warme Schlafplätze finden. Wenn die jetzt schlecht gesicherte Meerschweinchen finden nehmen sie die auch gerne mal mit. Etwa wenn erst kurz vorher die Mülltonnen in dem Stadtviertel geleert wurden und sie deswegen gerade da nicht so viel Nahrung finden, aber es wird kaum jemand die Sicherung der Tiere am Müllplan ausrichten können oder da immer dran denken.
Solche Tipps verführen nur dazu, ein billiges schlecht gesichertes Gehege zu bauen, ohne die geringste Ahnung, was genau in der Gegend für Bedrohungen existieren. Was in der Nähe eines Waldes gut klappe kann, wo im Sommer massig Eichhörnchen, Wildkaninchen und Vögel sich als Beute anbieten, kann in einer Stadt mit Millionen von Ratten Mardern und Füchsen absolut daneben sein.
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Wie gesagt, warte ein paar Wochen ohne erneute Versuche, dann richtig lange testen, und wenn es dann noch nicht klappt hilft nur dauerhaft getrennte Haltung - aber nicht alleine. Vielleicht wäre dann ein Etagenbau möglich, unten die Jungs, oben Edax mit Damen. Das macht halt arbeit beim Bau, aber sieht dann auch schick aus. Anregungen gibts hier:
http://tierische-eigenheime.de.tl/Etagenbauten.htm
Aber bitte mindestens 6 Wochen ab Kastration warten, bevor er Kontakt mit Damen hat.
Alternativ musst Du ihn weg geben, aber die nächsten Jahre alleine bleiben wäre echt kein Leben für ihn. Nachdem er schwierig ist sollte er auch nicht direkt an einen Hobbyhalter, sondern besser an eine Notstation.
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Mein Kastrat ist mit 9,5 Jahren noch durchaus sehr fit. Der schläft auch nicht zu viel. Ich würde wirklich das Herz untersuchen lassen, dasklingt echt typisch. Per Ultraschall müsste man was sehen.
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Hallo!
Kastrationen helfen schon. Sie können nicht bewirken, dass Tiere die sich wirklich hassen auf einmal zu den allerbesten Freunden werden, aber bei Dir klingt es stark nach pubertären Problemen durch zu viele Hormone - und da hilft die kastration auf jeden Fall. Auch wenn die anderen Böcke schwächer riechen, weil sie weniger Hormone produzieren gehen sie nicht so aggressiv auf sie los. Außerdem nehmen sie nach der Kastration oft ein wenig zu und werden dabei dicker und gemütlicher, weniger Streitlustig.
Wenn nur einer kastriert wird hast Du sonst halt auch in 8 Wochen das gleiche Spiel mit dem nächsten Kandidaten, der dann eben mehr Eier hat als die Kollegen und meint jetzt selber aufdrehen zu müssen, das bringt wenig.
Unkastrierte Bockgruppen sind eben oft sehr rappelig, das ist für keinen der Böcke sonderlich schön und auch die Lebenserwartung ist durch den häufigen Stress nicht so optimal. In unkastrierten Bockgruppen wird selten einer 8 Jahre... mein Kastrat mit seinen Mädels ist dagegen 9,5 Jahre und erfreut sich bester Gesundheit.
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Daer Salat und die Gurke haben praktisch keine Kalorien, und ein paar Stengel Dill machen halt nicht satt. Das Einzige was heute an Sattmacher dabei war, sind vier Möhren, an der Paprika ist ja nun auch nicht viel dran, vor allem wenn davon vier Schweinchen fressen.
Wenn Du den Sellerie nicht geben willst, dann eben Petersilienwurzel, Pastinake, Kürbis, Fenchel, Gras wenn Du jeden Tag frisches und sauberes findest (langsam anfüttern!), Blumenkohl und Brokkoli.
Manche Sorten musst Du erst mal 2 Wochen durchgehend täglich anbieten, bis die Schweinchen sich richtig dran gewöhnen. Meeris sind gewohnheitstiere, das dauert ein wenig, bis sie was richtig mögen.
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Die Sichtstrecken sind sehr weit. Also auch wenn ein Schwein ganz am anderen Ende vom Gehege ist, sieht es doch immer seinen Wiedersacher und wird umgekehrt auch gesehen. Da müssen VIEL mehr Versteckmöglichkeiten rein, die auch mitten drin stehen sollten, ideal sind Eingänge über Eck.
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Auf jeden Fall einen richtig festen, eng verdrahteten Ausbau machen, in den man nur mit Schlüssel rein kann, mit sehr festen Vorhängeschlössern, auch am Gartenhaus. Und das so stabil, dass einmal kräftig dran rütteln sicher nichts bewegt. Außerdem Licht mit Bewegungsmelder, das hält auch Leute ab. Und Schilder, damit keiner den Tieren Essensreste rein wirft.
Bitte auch bedenken, dass in solchen nachbarschaften oft viele Ratten und Marder leben, die in überquellenden Müllcontainern Nahrung suchen - und denen ein frisches lebendes Beutetier auch ganz recht ist. Also sehr stabilen Draht verwenden, tief eingraben, sehr gut Befestigen.
Überleg aber auch, ob es wirklich eine angenehme umgebung für die Tiere ist, wenn da oft Nachbarn grillen und der Qualm hinzieht, oder sie neben stinkenden Müllhaufen sind, wo auch Ratten sich herum treiben, dann ist das für die Tiere ebenso unangenehm wie bei großem Lärm.
Und erkundige Dich ob Du eine Baugenehmigung brauchst, und natürlich schriftliche Einverständniserklärung vom Vermieter einholen für ein Gartenhaus.