Beiträge von Marie-Luise

    Du hast ja mindestens 2 Themen: das ältere Schweinchen, das unter den Jungen derzeit leidet und die Jungen, die sich evtl. auf Dauer auch nicht vertragen werden.


    Ich kann mich an keinen Bericht erinnern, in dem ein Erzieher bei mehreren Böckchen von rund 9 Monaten noch etwas entscheindes ausrichten konnte. Das heißt aber nicht, dass es nicht möglich ist, nur dass es erstens schwer werden würde, einen grundsätzlich geeigneten Bock bzw. Kastraten zu finden und zweitens dass dieser dann auch noch sich friedlich aber bestimmt durchsetzen könnte.


    Ich würde auf jeden Fall nicht zusehen, wie das kranke Tier von den anderen gequält wird. Ob es für ihn Qual ist oder nur nervig musst Du vor Ort beurteilen. Wenn es Qual ist, würde ich ihn mit einem GItter abtrennen. Sollte es dann Unruhe am Gitter geben, müsste er in ein provisorisches Gehege umziehen. Danach wirst Du ihn, selbst wenn er wieder gesund sein sollte, aber vermutlich nicht mehr zu den anderen setzen können.


    Deine Situation ist wirklich nicht einfach!

    Werschweinchen Ich kann Dich sehr gut verstehen, dass Du den Kleinen holen willst. Die Chancen, dass es gut gehen wird, sind m.E. sehr gering. Er ist mit 5 Monaten zu alt um sich einfach unterzuordnen oder nicht für voll genommen zu werden und zu jung, um gelassen und oder vorsichtig zu sein. Zudem wird er durch die 3 Monate Einzelhaft einen Schaden bekommen haben, der die Aussichten noch schlechter macht.


    Auf der anderen Seite kann es so nicht weitergehen für ihn! Wenn ich es wäre, würde ich mit dem Tierheim reden, dass sie ihn an eine Notstation versuchen abzugeben, damit er wieder Gesellschaft bekommt. Alternativ würde ich ihn nehmen, einen Vergesellschaftung versuchen und ihn beim Fehlschlagen an eine Notstation geben, die ich mir vorher ausgesucht hätte.

    Ich finde auch zusätzlichen Auslauf eine Bereicherung, gerade wenn es "nur" 3 Tiere und "nur" 3qm sind. Bei einer großen Gruppe und großem Gehege ergibt sich auch innerhalb des Geheges viel Anregung und Abwechslung, bei einer kleinen Gruppe fehlt das.


    Damit ein Auslauf gut angenommen wird, muss aber der Boden griffig sein, also z.B. kein Laminat oder Fließen, es muss viele Verstecke und natürlich Futter geben. Zudem müssen natürlich alle Dinge abgesperrt werden, wo Schweinchen nicht hingehen sollen. Teppich muss man vor Pfützen und auch Futterflecken schützen. Am ehesten kann man einen Bereich mit Steckelementen absperren, einen dichte und saugfähige Unterlage (s. Fleecehaltung) hinlegen und mit Verstecken und Futter ausstatten. Aber das macht man nicht mal schnell zwischendurch.


    Wenn Ihr dafür bereit seid, würde ich auch überlegen, ob Ihr das Gehege nicht lieber auf den Boden stellt. Sollte es aber ohnehin beispielsweise nur 2 Stunden pro Tag geplant sein, sie in den Auslauf zu lassen, dann kann man sie m.E. auch aus dem Gehege herausheben und dann wieder zurücksetzen. Eingefangen zu werden mögen die meisten Schweinchen gar nicht, selbst solche, die sonst nicht scheu sind. Aber mit der richtigen Technik und Gewöhnung würde das auch gehen. Ihr sollt eben nur vorher wissen, dass es diesen Aspekt bei einem Gehege auf einem Regal gibt.


    Schön ist es, wenn man neu anfängt und eine bestehende Gruppe nimmt. Es gibt immer mal wieder Halter, die ihre Tiere abgeben müssen und dann meistens händeringend jemanden suchen, bei dem sie zusammen bleiben können. Die Tiere sind viel entspannter, wenn sie die ganze Umstellung in Form von andere Umgebung, anderes Gehege, andere Menschen, andere Geräusche und Gerüche u.ä. mit vertrauten Tieren durchleben. Dafür würde ich auch z.B. 2 Stunden mit dem Auto fahren und wenn der andere sehr weit wegwohnt, ist er ja vielleicht auch bereit die anderen Hälfte der Strecke zu fahren.

    Herzlich Willkommen!


    Schön dass Ihr Euch vorher ausführlich informieren wollt!


    Ich finde Euren Plan gut, sie nur im Sommer draußen zu halten. Wenn das Gehege dort von allen 6 Seiten gut geschlossen ist, dann ist das aus meiner Sicht das ideale für Schweinchen: Sie können das schöne Wetter draußen genießen und in der trüben, kalten und nassen Jahreszeit leben sie bei Euch im Haus in Gesellschaft und trocken und warm. In diesen Fällen können sie, je nach Gegend, in der Ihr lebt von ca. Mai bis September draußen leben. Man sagt, dass die Temperaturen nachts nicht mehr unter 10 Grad gehen sollen. Das hängt natürlich auch davon ab, wie warm ihr es im Haus habt. Wenn dort durchgängig 24 Grad wären, würde ich sie nicht bei 12 Grad nach draußen tun.


    Bei 3 Schweinchen kommt aus meiner Sicht nur ein Kastrat mit zwei Weibchen in Frage. Weibchen ohne Männchen zu halten, ist nur nachteilig. Und 3 Männchen zusammenzuhalten scheitert meistens.


    Der Geruch ist bei Männchen auch kein Thema. Ich hatte hier mehrere unkastrierte Böckchen zusammen. Das hat es, wenn sie sehr aufgeregt waren mal kurzzeitig gerochen. Sobald sich die Lage beruhigt hatte, merkt man nichts mehr. Ggf. muss man auch mal die Perinealtasche säubern, gerade wenn sie nicht auf Stoff, sondern Einstreu leben. Da können sie diese nicht immer selbst "auswischen" beim Markieren. Weibchen benutzen übrigens "Zielpinkeln" als Abwehr gegenüber zudringlichen Männchen. Sie haben also beide etwas zu bieten. ;-)


    3qm sind für 3 Tiere in Ordnung, solange es auf 1 Ebene ist. "Regal" hört sich so an, als würdet ihr evtl. mehrere Ebenen von vielleicht nur 50cm Tiefe planen. Das wäre nicht gut.


    Zu Decken oder Einstreu gibt es viel zu sagen. Es hängt u.a. von der Gehegegröße pro Tier ab. Da findest Du hier im Forum viele Diskussionen, z.B. über die Suchfunktion. Viel Leute scheinen zumindest wieder einen Teil des Geheges mit Einstreu zu versehen, da sie mit Decken überall nicht so zu frieden sind. Ich habe auch vor ca. 3 Monaten wieder einen Einstreubereich gemacht und das hat die Arbeit deutlich reduziert.

    Yume*, vermutlich meinst Du 3-4 Jahre für den Erzieher? Ansonsten wäre er ja genauso alt wie die anderen 4 Böckchen und ohnehin für die Aufgabe aus meiner Sicht zu jung.


    Bei Böckchen, die bereits ein Dreiviertel Jahr alt sind, gibt es aber aus meiner Sicht nur ein geringe Chance, dass ein neues Böckchen die Jungs noch erziehen kann.


    Wie groß ist denn Euer Gehege? Könntest Du zumindest vorübergehend ein Gitter dazwischen setzen, so dass er seine Ruhe hätte?


    Es könnte dann aber sein, dass die anderen ihn danach nicht mehr akzeptieren.


    Vielleicht müsstest Du auch noch etwas warten, aber nach Deiner Beschreibung hört sich das nicht gut an. Quieken ist da m.E. ein Ausdruck von Angst. Er kann sich demnach anscheinend nicht mehr wehren gegen die anderen, was ja auch kein Wunder ist, wenn er krank ist, sie zu viert sind und jetzt auch noch vermutlich in Rappelphasen.

    Mein Käfig ist eigentlich relativ groß aber eher verwinkelt (ist ein Eckkäfig) aber jedes Haus hat trotzdem 2 Ein- und Ausgänge.



    Die kahle Stelle von Twix ist rund und am Bauch gewesen. Es sah so aus als hätte sie sich soll gekratzt und sich dann die Haare dabei mit rausgerissen. Wir haben sie einmal am Tag desinfiziert.

    Mit dieser Angabe über die Größe wissen wir leider nicht, ob wir Dir dazu Verbesserungsvorschläge machen können. Manche halten einen Käftig von 120x60cm für groß.


    Womit habt Ihr den desinfiziert? Ein Schweinchen kratzt sich ja nicht ohne Grund, so dass z.B. ein Händedesinfektionsmittel - auch wegen der Gefahr, dass es abgeleckt wird - aus meiner Sicht nicht die richtige Lösung wäre.


    Wenn Twix mit einem unkastrierten Männchen zusammengelebt hat, wird sie ja wahrscheinlich trächtig sein. Hast Du dann überhaupt Platz für den Nachwuchs? Oder ist sie schon so lange bei Euch, dass eine Trächtigkeit ausgeschlossen werden kann?

    Herzlich Willkommen hier im Forum!


    Ihr habt ja einiges mitgemacht - nicht nur das arme Schweinchen. So lange alle 2 Stunden zu päppeln ist von allem andere abgesehen schon sehr heftig für die Menschen.


    Ich würde sie auch entweder zu den anderen setzen oder zumindest die Mutter zu ihr tun. Wenn Ihr das gut beobachtet, dass sie nicht gejagt wird oder einer an die Wunde geht, ist das sicherlich ein große Hilfe für sie. Wegen der Wunde und Einstreu würde ich den Tierarzt fragen, ob sie jetzt schon in Einstreu darf. Ansonsten könntet Ihr vielleicht ein paar Tage das Einstreu durch Tücher ersetzen? Ich weiß ja nicht wie groß das Gehege ist und wieviele Tiere Ihr habt und ob sie im Haus leben (Kälte draußen wäre jetzt natürlich nicht gut).


    Das Frischfutter würde ich auch in Stiften oder mit dem Sparschäler in Streifen geschnitten anbieten. Falls sie zutraulich ist, würde ich das auch aus der Hand geben, es also solange sie nicht selbst genug frisst, möglichst anstelle des Päppelbreis oder zumindest zusätzlich anbieten. Es ist ja wichtig, dass sie wieder selbst frisst.


    Mit Salat wäre ich vorsichtig und würde möglichst lieber mehr anderes Grünzeug geben wie frische Küchenkräuter und, wenn sie es gewohnt ist, Gras, Löwenzahn, Giersch und andere Wildkräuter.

    Normalerweise sollte er sich auch selbst wieder saubermachen, wenn er gesund und nicht ständig massiv verschmutzt ist.


    Aber die Frage wäre für mich vor allem, woher er die Flecken hat. Siehst Du denn viel zu weiche Böhnchen?


    Und wo sind die Flecken?


    Ist er nass am Bauch oder Po oder ist es nur verfärbt?

    Wenn meine Mutter im Sommer wieder draußen unterrichtet, dann können wir den Auslauf von 80x160 auf 166x160 erweitern...das wäre doch besser oder?

    Diese Angabe hatte ich genommen und die Verbesserung um 1,4qm errechnet. Das war Du eingezeichnet hast auf dem Bild ist aber nicht eine Verdoppelung des Auslaufs! Bitte miss alles mal nach, was Du jetzt hast und was Du evtl. haben könntest.


    Außerdem würde ich neue Tiere dann nehmen, wenn ich das Gehege erweitert hätte. Sollte es bei der Vergesellschaftung oder kurz danach Stress geben, werden die Schweinchen nicht verstehen, dass sie nur ein paar Monate warten müssen und sich dann aus dem Weg gehen können. Ich weiß auch eigener Erfahrung wie sehr man dann nach neuen Tieren fiebert, aber ein paar Monate zu warten sollte für Dich einfacher sein als für Meerschweinchen, die viel schnelllebiger sind als wir Menschen.

    Wenn meine Mutter im Sommer wieder draußen unterrichtet, dann können wir den Auslauf von 80x160 auf 166x160 erweitern...das wäre doch besser oder?

    Natürlich wäre das ein Gewinn! Wenn Ihr jetzt 3qm habt, wären 1,4qm mehr eine deutliche Verbesserung. Da es aber Euer gemeinsames Wohnzimmer ist, würde ich nichts versuchen "durchzudrücken", was die anderen Familienmitglieder nicht wollen.


    Zu Deiner anderen Frage: Die von mir vorgeschlagene Änderung mit der langen Etage ließe sich für unter 50 Euro verwirklichen. Ihr könntet für die Ebene einen Teil der Bretter der bisherigen Umrandung des Auslaufs nehmen und als neue Außenwand Songmics-Element verwenden. Für unter 40 Euro solltest Du etwas bekommen, was Du auch an den Stellen hinter und neben der Etage 2 Elemente hoch steckst, sonst eines. Bei den Songmics-Packungen muss man nur aufpassen, dass man eine günstige kauft, da sie bei etwa dem gleichen Preis eine sehr unterschiedliche Anzahl von Elementen haben.


    Was Ihr allerdings brauchen würdet, ist etwas Arbeit und ein klein wenig Geschick, um die Etage so zu bauen, dass sie bequem in Teilen herausgenommen werden kann zum Saubermachen und ansonsten stabil steht. Und eine Rampe oder ein Haus mit Schräge würdet ihr auch noch am vorderen Ende brauchen. Aber das habt Ihr ja evtl. schon oder baut die Rampe selbst.

    Wir hatten auch mal ganz am Anfang so ein großes Haus mit 2 Eingängen übernommen, die nicht groß waren und auch nicht gegenüber lagen. Das kann fast genauso schlimm sein wie ein Haus mit nur einem Eingang. Deshalb schreibe ich mittlerweile bei den Anforderungen oft von Häusern mit 2 einander gegenüberliegenden Eingängen.


    In kritischen Situationen ist es am besten, wie Du es jetzt hast, wenn es gar keine Häuser, sondern Unterstände, Ebenen u.ä. gibt, die man noch durch herunterhängende Tücher zu besseren Verstecken macht.


    Ich hoffe, es wird bald friedlich, finde es aber beruhigend, dass es keine Bisswunden gibt.

    Das vorne sieht ja wie ein nachträglicher, improvisierter Anbau aus. Wenn Du in der gleichen Größe oder, falls möglich etwas nach rechts erweitert, einen stabilen Anbau machen würdest, könntest Du eine Ebene von der unteren Ebene hinten bis vorne an der linken Kante entlang machen. Wenn die zumindest 40cm Tiefe hätte, wäre das schon zusätzliche Lauf- und Erkundungsfläche. Mehr Tiefe wäre natürlich besser. Aber falls Du eine Haremsgruppe hast und diese harmonisch ist, sollte es als Zusatz eine Bereicherung sein. Natürlich müsste dann auch die linke Außenwand so hoch werden, dass sie von der Ebene nicht hinunterspringen.

    Nach dem, was ich gelesen habe, lösen sich immer weiter Bestandteile beim Waschen. Ob ein Wäschennetz es auffängt, weiß ich nicht, hätte aber meine Bedenken. Es geht ja nicht um sichtbare Flusen, die darin vermutlich hängen bleiben würden, sondern um kleinere Teile. Diese werden angeblich auch in den Kläranlagen nur teilweise herausgefiltert. Wenn Du noch interessantes dazu findest, könnte man ja ein neues Thema eröffnen.


    Ich habe einiges zu Kunstfaser-Fleece gelesen und dann aufgehört und auf Fleece von Anfang an verzichtet. Mit Baumwollstoffen, die ich wenn sie feucht sind einmal täglich austausche und trockne funktioniert es für mich sehr gut, seit ich wieder einen Einstreubereich habe. Ohne den war der Zeitaufwand durch die stark benutzten Stellen und zweimal tägliches Saubermachen zu groß. Es hängt aber auch mit der Gehegegröße pro Schwein zusammen. Bei uns verteilen sich die feuchten Stellen so gut, dass sie auch auf Handtüchern oft trocknen vor Ort.