Beiträge von Marie-Luise

    Es wird hierzu jetzt im Winter einen Neubau geben, der einen klappbaren Deckel beinhaltet sodass die drauf gelegten Gitter entfallen.

    Das ist schön für Eure Schweinchen! Wenn ich es richtig sehe auf dem Bild des bisherigen Auslaufes, hat er eben den ungeeigneten Hühnerdraht. Ich erwähne es nicht wegen des bisherigen Geheges, sondern nur für den Neubau.

    Soweit ich das auf den Fotos erkennen kann, wird bei den vorgestellten Gehegen Volierendraht verwendet oder es sind Gitterelemente. Kritisch wäre der sogenannte Hühnerdraht dagegen, da dieser aufgezogen werden kann, wie ein Strickpulover. Bei punktverschweißtem Volierendraht kann das dagegen nicht passieren, da eben die Ecken eines jeden einzelnen Kästchens verschweißt sind. Zudem sind die Gehege nicht alle für Ganzjahreshaltung vorgestellt, sondern auch für einen tageweisen Auslauf oder als etwas, das z.B. durch ein Gartenhaus o.ä. ergänzt werden muss. Es geht also nicht um das perfekte Gehege, das man nur auspackt, aufstellt und alles ist erledigt.


    Mit dem Gehege allein ist es nicht getan. Auf der gleichen Website wird deutlich gemacht, dass man sich darum kümmern muss - und das bedeutet viel Aufwand - dass das Gehege rundum mardersicher ist: https://meerschweinchenwiese.d…icherheit-fuchssicherheit  Vorsicht: Das letzte Video auf dieser Seite zeigt brutale Szenen!

    Je nach Region, in der Du wohnst, wäre eine Außenhaltung in der warmen Jahreszeit auf schlimmstenfalls etwa Mitte Mai bis Mitte September beschränkt. In der übrigen Zeit ist es in manchen Gebieten nachts zu kalt für, gerade nach einem Winter im Haus. Das wären also im Extremfall nur 4 Monate draußen.


    Deswegen und auch grundsätzlich müsste auch das Innengehege ausreichend groß und abwechslungsreich sein. Wenn ein Meerschweinchen rund ein Zwölftes des Lebensalters eines Menschen hat, sind z.B. 7 Monate im Haus soviel wie für uns 7 Jahre am Stück. Da nutzt es dann nichts, wenn es irgendwann im April oder Mai wieder nach draußen geht.

    Brommseln wird meistens als Imponiergehabe gedeutet. Zumindest bei unseren Tieren, lauter Männchen, ist es aber eindeutig eher so zu deuten: "ich will nichts Böses" oder "schau mal wie süß ich bin" oder "sei lieb zu mir" o.ä. Es ist also eine beschwichtigende, werbende Geste in diesen Fällen und ist entsprechend auch sehr oft bei unseren Männchen untereinander zu hören.

    Ich finde die etwas höheren Unterstände, z.B. 22,5 cm wie bei Dir, besser geeignet, da sich darunter auch ausgewachsene Schweinchen mal aufrichten, putzen, schütteln, Blinddarmkot fressen können. Andererseits ist das Hochspringen dann schwieriger. Nach meiner bisherigen Erfahrung sind ausgewachsene Schweinchen allerdings ohnehin weniger sprungfreudig als Jungtiere. Ich würde also der Nutzung unter dem Dach mehr Bedeutung beimessen.

    Wir hatten anfangs in dem Käfig einen Unterstand von ca. 110 cm Breite. Dort gab es zwei kleine, Trennwände. Diese bildeten eine leichte Abtrennung, ohne im Weg zu sein. Nach vorne war es komplett offen. Das war sehr beliebt.


    Heute würde ich bei einem Unterstand mal versuchen kleine Tücher senkrecht aufzuhängen, so dass Abtrennungen entstehen, durch die sie aber dennoch laufen können.


    Häuser halte ich für eine Anpassung an den menschlischen Geschmack. Für ein sehr großes Gehege können sie sicherlich auch eine Bereicherung sein, ansonsten nehmen sie aus meiner Sicht nur unnötig viel Platz weg.

    Ich stimme Letty zu, dass Jungtiere gute Chancen haben, von Erwachsenen nicht angegriffen zu werden. Ich habe es aber selbst schon erlebt, dass sich unsere erwachsenen Böckchen wegen zwei Babies, durch die wir die Gruppe erweitern wollten, gestritten haben. Danach habe ich mehrere Berichte anderer Halter gelesen, die das gleiche erlebt haben. Die Jungen werden in solchen Fällen aus meiner Sicht wie Weibchen verteidigt und damit ist das Verhältnis der Alttiere in Gefahr.


    Mit vier Jahren würde ich ihnen keine Babies mehr dazusetzen und ich würde sie auch nicht mehr in ganzjährige Außenhaltung umsiedeln. Wenn sie schwach oder krank werden, was ja in einem oder zwei Jahren passieren kann, müssen sie in der kalten Jahreszeit wieder nach innen umziehen. Selbst wenn es nur einen betrifft, kann man sie dann ja nicht dauerhaft trennen.


    Es ist natürlich schön, wenn sie mehr Platz bekommen sollen. Aber vielleicht ist das ja auch innen möglich?

    Habt Ihr schon probiert, ob er mit Schmerzmittel, in ausreichend hoher Dosis, mehr frist und sich wohler fühlt? Soweit ich das von anderen Haltern gelesen habe, vertragen die meisten Schweinchen geeignete Schmerzmittel auch über Monate oder sogar Jahre ohne Probleme.


    Natürlich gibt man so etwas nur, wenn es sein muss. Aber bei einem Meerschweinchen ist es ja oft schwer zu sagen, ob es Schmerzen hat. Daher war die Überlegung, es einfach einen oder zwei Tage zu versuchen, ob das zu positiven Veränderungen führt.

    Ich war auch ganz betroffen, als ich das las! Dabei ist es für Dich natürlich viel, viel schlimmer. Ich wünsche Dir Trost und noch viel Freude mit Ferrari FF! Und ihm wünsche ich noch möglichst viel schöne, schmerzfreie oder zumindest schmerzarme Zeit, die er genießen kann!

    Ich hatte auch schon an ein Antibiogramm gedacht. Wenn eine neue Entzündung aufgetreten ist, heißt das - nach meinen Laienverständnis - dass Baytril nicht gegen die verantwortlichen Erreger wirkt. Sollte das richtig sein, könnte m.E. nur ein anderes Antibiotikum helfen. Zu Probieren, welches wirkt, wäre m.E. sehr risikant. Man könnte höchstens auf Verdacht wechseln, bis das Ergebnis des Antibiogramms da ist und dann bei Bedarf wechseln.


    Baytril ist ja derzeit das "Allheilmittel", wirkt aber definitiv nicht immer.


    Oder wurde schon ein Antibiogramm gemacht?

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    Es kommt immer auf die Tiere und ihre Erfahrungen an, ob sie mit weiteren Jungs erfolgreich vergesellschaftet werden können. Wenn überhaupt, dann würde ich 2 Männchen dazunehmen. Dann würden sie aber mindestens 4 qm auf einer Ebene 24 Stunden am Tag brauchen. Außerdem würde ich es nur mit der Beratung durch eine erfahrene Notstation riskieren. Schief gehen kann es trotzdem, die Chancen wären aber besser, wenn die Tiere möglichst gut zusammen passen.


    Wie alt sind denn Deine Tiere und wie sind sie aufgewachsen?


    Wie vertragen sie sich bisher untereinander?


    In dem anderen Beitrag fragst Du nach Außengehegen. Leben die beiden jetzt schon draußen oder ist das erst für später geplant? Zwei Tiere könnten mit 2 qm draußen im Winter nicht mit gutem Gewissen gehalten werden.

    Gerade bei Außen- bzw. Kaltstallhaltung, wenn ich das richtig verstehe, würde ich es nicht riskieren, ein weiteres Männchen dazuzusetzen. Sie sind in der Kälte und mit verminderter Beobachtung ja besonders darauf angewiesen, dass sie sich gut vertragen.


    Der andere Aspekt ist, dass Dein Kastrat schon jetzt nicht die Durchsetzungskraft für seine Weibchen hat. Was würde dann werden, wenn ein weiteres Männchen dazukäme?


    Die einzige Chance wäre m.E., wenn alle Tiere in einer gemischten Gruppe - also mit mindestens zwei erwachsenen Kastraten - aufgewachsen wären und noch nicht lange als Harem leben würden. Aber das ist ja vermutlich nicht der Fall?


    Natürlich kann es auch sonst gut gehen. Das ist aber sehr unwahrscheinlich. Das Risiko würde ich im Interesse der Tiere nicht eingehen.

    Deinen Punkt, Andreas, finde ich durchaus valide. Es gibt Tiere, die sich kaum aus einer Deckung hervorwagen, andere haben keine Hemmungen über Freiflächen zu laufen und wieder andere schlafen sogar "unter freiem Himmel". Das kann sich natürlich auch mit der Zeit ändern, so dass es aus meiner Sicht wichtig ist, zu beobachten, wie mutig oder entspannt die Tiere zur jeweiligen Zeit sind und die Einrichtung darauf auszurichten.


    Als es bei uns während einer ausgedehnten Vergesellschaftung Streit gab, halfen senkrecht aufgehängte Tücher, also bewusst errichtete Hindernisse, in dem beliebtesten Bereich. Darunter sind sie dann trotzdem durchgegangen, konnten aber den anderen nicht mehr jederzeit sehen.


    In Ergänzung zu dem, was auf die Ausgangsfrage geantwortet wurde: Ich finde bei scheuen Tieren auch Tücher, die über Ecken oder die schmalen Enden gelegt werden gut. Die nehmen keinen Platz weg, brauchen darüber nicht seitlich abgesichert zu werden, da keiner daraufspringen kann, und bieten trotzdem Deckung.