Beiträge von Marie-Luise

    Ich kann aus eigener Erfahrung nachfühlen, wie schlimm es für die Halter ist, wenn die Schweinchen anhaltend Unfrieden haben. Es tut mir leid für Euch, dass der Versuch, Eurem Weibchen neue Gesellschaft zu geben, so schwierig geworden ist. Vermutlich wäre es besser verlaufen, wenn ihr einen souveränen aber freundlichen erwachsenen Kastraten zu ihr gesetzt hättet. Vielleicht hätte es sogar am Anfang mehr Stress gegeben. Euer Weibchchen ist ja relativ klein, dem Gewicht nach zu urteilen. Da hätte sie vermutlich relativ schnell einen Kastraten von z.B. 1.300g akzeptiert. Sicher wissen kann man es natürlich nicht, da es immer stark auf die Tiere selbst ankommt.


    Ich schreibe das trotzdem, weil Ihr Euch ungewusst in eine schwierige Situation gebracht habt, mit der Wahl der zwei Jungtiere. Jetzt muss man versuchen, die Probleme möglichst abzumildern. Dazu ist eben der Platz eine Hilfe - wenn auch kein Allheilmittel. Zusammen mit den Auslauf hättet Ihr 2,5 qm. Das ist in meinen Augen immer noch knapp, mehr wäre besser. Das mag Dir maßlos erscheinen, weil man so etwas immer in Relation zu den bisherigen Gehege- oder Käfiggrößen sieht. Wir haben unsere Tiere seinerzeit in einem 120x60cm-Käfig von Privatleuten übernommen. Der Eigenbau von 200x100cm kam uns dann riesig vor. Mittlerweile würde ich selbst 2 Tiere nicht mehr darin halten wollen. Gerade bei Stress in der Gruppe, ist es wichtig, dass sich die Tiere zurückziehen können. Vielleicht wäre dann sogar Eure Penny entspannter und deshalb freundlicher.


    Wenn der kleine Kastrat jetzt schon Penny gebissen hat, wird entweder sie massiver werden müssen oder er wird vermutlich bald die Oberhand bekommen. Das wäre zu hoffen, weil das am ehesten dauerhaft Ruhe bringen könnte. Andernfalls könnte es sein, dass er in einigen Monaten übernimmt, weil er dann schwer und stark genug ist.


    Falls die Kleinen von einer Notstation kommen sollten, würde ich wahrscheinlich mit dem Betreiber sprechen, ob Ihr nicht einen passenden erwachsenen Kastraten anstelle der beiden Kleinen bekommen könnt. Das wäre natürlich ein harter Schritt - und vielleicht ist es ja auch nicht nötig. Auf jeden Fall würde ich genau beobachten und dann abwägen, was für die Tiere auf Dauer am besten ist.

    Je nach Witterung, bin ich jetzt bei ca. 50 bis 70% im Stall bei 95% Luftfeuchtigkeit draussen. Die Heizung hält ca. 10Grad. Für unter 50% Luftfeuchtigkeit müsste ich die Heizung höher drehen. Sehe aber 50 bis 60% sogar als optimal an.

    50-70% halte ich auch für gut - ohne etwas fachliches dazu bewusst im Kopf zu haben. Die Minimaltemperatur könnte, wenn es die Tiere gewohnt sind, sicherlich auch niedriger sein.


    plsh Ich hoffe, es ist für Dich in Ordnung, wenn ich in Deinem Thema sam2020 befrage? Es geht ja um Deine Anliegen.


    Ich finde es schwierige, Aussagen über die Schutzhütte zu machen, ohne das Gesamtkonzept zu kennen. Schweinchen sollten aus meiner Sicht im Winter eine ausreichend große, immer trockene Lauf- und Aufenthaltsfläche haben. Magst Du noch mehr zum Gesamtplan sagen?

    Diese schicken mir die Temp. und Luftfeuchtigkeit zum Handy. Eine Heizung kann ich entsprechend programmieren. Geheizt wird über eine 2x 30W Heizmatten.

    Auf dem letzten Fotos sieht man, wenn ich mich nicht irre, 91% Luftfeuchtigkeit. Das erscheint mir ungesund hoch für Meerschweinchen. Hast Du eine Lösung dafür - außer mehr Belüftung? Vielleicht ist das ja auch nur ein Zwischenstadium bei Dir gewesen?


    Die ganze Anlage sieht sehr durchdacht und sauber umgesetzt aus!

    Also ja, viele Schweinchen werden durch medizinisch notwendigen intensiven Kontakt zutraulicher, aber eben leider nicht alle, manchmal kann es auch in das genaue Gegenteil umschlagen

    Danke für Deinen Bericht. Ich habe meine Formulierung daraufhin offen auf "Die meisten" geändert.

    So wie Du es beschreibst, erscheint mir auch eine Allergie gegen ein Futter oder etwas anderes, mit dem sie nur am Abend in Berührung kommt. Beispielsweise wenn Ihr, was wohl kaum der Fall sein dürfte, abends eine Duftkerze abbrennen würdet. Ich sage nicht dass dann die Atmung eine zu erwartende Reaktion wäre, aber vielleicht eben eine allergische, die ja wenn überhaupt nur vereinzelt auftritt.


    Die andere Idee ist: Kann es sein, dass Eure Heizung abends am stärksten für trockene Luft sorgt? Nachts wäre es ja normal, dass die Temperatur wieder sinkt. Das könnte auch dazu passen, dass sie aus Außenhaltung kommt und dort ja keine trockene Heizungsluft hatte.

    Zudem würde ich in nächster Zeit Mai täglich einmal herausnehmen und auf Bisswunden untersuchen. Ihr seht die Tiere ja sicherlich nicht Tag und Nacht und würdet daher gelegentliche Bisse sonst nicht mitbekommen. Über Wochen oder Monate immer wieder neue kleine Bisswunden wären aus meiner Sicht auch nicht akzeptabel.


    Bei der Gelegenheit wäre es auch wichtig nach Parasiten oder Pilz bzw. Kratzwunden davon zu suchen. Wenn Mai massiv bedrängt wird, wird sie vermutlich irgendwann mit Parasiten oder Pilz reagieren. Durch den Stress wird das Immunsystem geschwächt und dann haben die immer vorhandenen Parasiten oder Pilze die Chance sich stark zu vermehren. Erst dann werden sie normalerweise sichtbar - ggf. an den wund gekratzen Stellen oder Haarausfall.


    Falls Du Bedenken wegen Stress beim Herausnehmen haben solltest: Alle Halter [nachträgliche Änderung: Die meisten Halter], die Tiere wegen einer Erkrankung o.ä. häufig herausnehmen müssen, berichten dass die Tiere dadurch zutraulicher und nicht scheuer werden. Natürlich will sich ein Schweinchen normalerweise nicht einfangen lassen. Aber wenn man das ruhig und ohne "Jagd" macht, das Schweinchen mit einem leckeren Stückchen Gemüse belohnt und es regelmäßig geschieht, sollte sie sich schnell daran gewöhnen.


    Wie groß ist den der neue Käfig und haben sie zusätzlichen Auslauf und wenn ja wie groß und wie oft?


    Viel Platz löst nicht immer Problem in einer Gruppe, aber zu wenig Platz kann sie hervorrufen.

    Verstehe ich es richtig, dass sie von Sonntag oder Montag bis Donnerstag, also an vier oder fünf Abenden diese Geräusche macht und den Rest der Nacht und des Tages nicht?


    Wenn dem so wäre, müsste es ja mit einer Veränderung am Abend zusammenhängen. Oder ist es zufällig zwei- oder dreimal abends aufgetreten?

    Wenn Du die Etage nur 20cm hoch aufsetzen würdest, würdest Du vorne kein Plexiglas brauchen. Da würde eine Sockelleiste o.ä. als Begrenzung reichen - oder gar nichts. 20cm (und mehr) zu springen ist kein Problem für gesunde Schweinchen. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass Du noch beim Putzen oder Schweinchenfangen u.ä. unter die Etage greifen musst. Das ist vermutlich nicht vernünftig möglich, wenn Du unten 80cm Tiefe und oben 60cm, mit 20cm Höhenabstand und vermutlich einer feste Vorderwand der unteren Etage hast. Und jeden Tag ein- oder zweimal die Etage abzuheben, wäre m.E. auch nicht so ideal, selbst wenn sie relativ leicht gebaut wäre.


    Zur Außenhaltung: Unsere Tiere leben in der warmen Jahreszeit bei schönem Wetter tagsüber in einem Außengehege. Das ist natürlich schön für die Schweinchen, zumal bei uns dort Gras wächst und gerade so die Saison übersteht. Sie können also weiden und nicht nur laufen. Dieser Vorteil würde vermutlich auf Deiner Terrasse entfallen. Zudem können Schweinchen aus Innenhaltung erst dauerhaft irgendwann im Mai nach draußen umziehen und müssen spätestens im September zurück in das Haus. Das sind dann rund vier Monate. In der übrigen Zeit ist es zumindest nachts zu kalt, es sei denn Du würdest für gutes Einstreu und ein passendes Schlafhaus sorgen. Dann könntest Du vermutlich auf bis zu 6 Monate kommen.


    In jedem Falle wären sie dann die Hälfte oder zwei Drittel des Jahres im Haus. Daher muss die Lösung im Haus ausreichen für ein schönes Leben. Die Zeit draußen ist dann bestenfalls eine willkommene Abwechslung aber kein Ersatz für fehlende Fläche innen. Unter der Berücksichtigung der Lebenserwartung von Meerschweinchen und Menschen, wäre es so, als würde man einen Menschen 6-8 Jahr stark in seiner Bewegungsfreiheit einschränken, weil er dann ja wieder ein paar Jahre mit mehr Platz bekommt. Ich sage nicht, dass Du das vorhast, will nur die Abwägungen veranschaulichen.

    Ich hatte auch mal ein Gehege von 2 x 1 qm. Dort hatte ich auch überlegt, eine Rampe auf den Boden zu machen. Da wir auch einen Unterbau hatten, wäre die Rampe bei uns schon lang geworden, bei Euch noch mehr. Um von 90cm bis auf den Boden zu kommen, müsste sie nicht nur lang sein, sondern m.E. auch seitlich unbedingt abgesichert. Wenn ein Schweinchen unvorsichtig übertreten oder springen würde, könnte das bei 90cm Höhe oder auch etwas weniger ganz böse ausgehen. E wäre also mit einem Brett alleine nicht getan.


    Zudem gebe ich zu bedenken, dass Schweinchen fast nie stubenrein werden. Würdest Du denn die 4qm auslegen und einzäunen oder wie dachtest Du das?


    Unsere Tiere laufen frei im Zimmer und ich weiß daher, wieviel Arbeit das macht.


    Wenn Du sicher bist, dass Du im Januar oder Februar deutlich anbauen wirst, würde ich jetzt schon 3 Tiere nehmen. Jetzt nur Mutter und Baby-Sohn zu holen und einige Monate später ein anderes Weibchen dazuzunehmen, finde ich nicht so ideal.


    Die Regel von 1 qm für Männchen und 0,5 qm für Weibchen ist m.E. das Minimum und eher für größere Gruppen als Berechnungsgrundlage geeignet. 1 Männchen + 3 Weibchen bei 2,5 qm wäre zwar auch sehr knapp in meinen Augen, aber dann hätte immerhin jedes Tier 2,5 qm als Fläche zur Verfügung. Bei 1 Männchen + 1 Weibchen und 1,5 qm hat jedes Tier nur 1,5 qm zur Verfügung. Es ist ja nicht so, dass die anderen Schweinchen, den Platz ausfüllen. Die Laufstrecke bleibt ja erhalten und die Abwechslung steigt sogar bei mehr Tieren.

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    Leider kann ich zu der vermuteten Knochenbildung nichts sagen. Ich sehe es aber wie Du, dass eine Untersuchung ohne Behandlungsmöglichkeit sinnlos wäre. Eine Zweitmeinung fände ich dagegen sehr sinnvoll. Dazu würde ich mir die Röntgenaufnahmen geben lassen. Die zu haben als Halter, halte ich ohnehin für sehr sinnvoll.


    Wegen der Blähungen würde ich eine mindestens einwöchige Kur mit Colosan machen und anfangs zusätzlich Simeticon, z.B. in Form von Magen-Darm-Entspannung von Klosterfrau geben. Sollten die Blähungen geringfügig sein, schaden diese beiden Mittel trotzdem nichts und wenn sie ernster sind, hilft es. Hier findest Du mehr zur https://www.meerschweinchen-ra…?postID=906156#post906156.


    Eine mögliche Ursache für die Blähungen sehe ich darin, dass sie Schmerzen beim Kauen hat und deshalb die Nahrung zu wenig zerkaut schluckt. Das ist natürlich nur geraten. Es wäre aber ein weiterer Grund, eine Zweitmeinung einzuholen.

    Sind die Bissspuren denn noch frisch?


    Es gibt durchaus Bisse am Kopf- vor allem wenn sich zwei Tiere bekämpfen, die eher ebenbürtig sind. Dann gibt es die Bisse am Rücken oder Po, wenn das unterlegene Tier verfolgt oder angefallen und gebissen wird. Das kann dann auch zu Bissen in der Seite führen.


    • Bist Du sicher, dass es nicht Wunden sind, die durch Kratzen oder Beißen wegen Milben entstanden sind?
    • Kratzt sie sich denn vermehrt?
    • Wie sieht die Haut rundherum aus?
    • Hast Du Kämpfe oder Verfolgung gesehen?
    • Hat sie Angst vor einem oder mehreren der anderen Schweinchen?

    Es ist schön, dass Ihr als Familie am Schicksal der Schweinchen teilnehmt. Auch habt Ihr Euch die Mühe gemacht, ein Gehege zu bauen.


    Allerdings finde ich auch den Platz für 4 Tiere, davon 3 Jungtiere, sehr knapp. Vielleicht täuscht das Foto, aber die Ebene scheint sehr niedrig zu sein und damit auch ausgelassenes Rennen nicht zuzulassen. Dann gibt es links noch den Kasten, der Platz wegnimmt. Wieviel Rennstrecke bleibt da?


    Könntet Ihr nicht nach links die untere Fläche deutlich erweitern? Ein Meter mehr und nicht zuviel Einrichtung würde viel Gewinn bringen.


    Zudem ist die Gruppenzusammensetzung leider sehr ungeschickt. Mit einem fünfeinhalb Jahre alten, eher zurückgezogenen Tier und 3 Jügendlichen kann das kaum gut gehen. Zudem hat die Älteste ja ihre Partner verloren und selbst eine schwere Operation hinter sich. An der aktuellen Besetzung lässt sicht jetzt natürlich nichts mehr ändern, aber vielleicht durch ein weiteres Weibchen im mittleren Alter mit viel sozialer Kompetenz die Sache erheblich verbessern - in Kombination mit mehr Grundfläche.


    Ich würde eine Notstation, die einen guten Eindruck macht, ansprechen, ob sie ein passendes Tier haben. Notfalls müsstest Du es nach Kurzem zurückgeben, aber einen Versuch wäre es wert. Deine Blecky kann ja, wenn sie gesund bleibt, noch zwei oder drei Jahre leben. Dann sollte sie nicht nur unglücklich sein.


    Du schreibst auch von Beißerei. Was genau passierte da und ist das immer noch der Fall?

    Ich habe mich als Wiedereinstieg in die Schweinchenhaltung an zwei Brüder, damals 10 Monate alt, herangewagt und darum auch sehr viele andere Berichte dazu gelesen. Unsere Brüder mögen sich immer noch gerne, mittlerweile zweieinhalbjährig, aber es gibt auch immer mal wieder Reibungen. In einer Gehegegröße wie Du sie planst, wäre das mit ziemlicher Sicherheit schon längst gescheitert.


    Als Zwischenstand lebten unsere Jungs nachts auf 2 x 1 Meter, tagsüber im Zimmer frei. Seit rund 6 Monaten sind sie rund um die Uhr frei im Zimmer. Das macht natürlich sehr viel Arbeit. Ich erwähne es nur, weil es meine Erfahrung mit unseren Tieren ist. Zudem leben hier aktuell noch 3 Böckchen, zwischenzeitlich kastriert, die auffallend nervös im Umgang miteinander und anscheinend nicht wirklich glücklich zusammen waren. Sie sind gemeinsam aufgewachsen, wobei einer ein halbes Jahr älter ist, als die anderen. Drei Jungs leben sehr selten harmonisch miteinander.


    Ich schließe mich daher den Empfehlungen an, das Gehege möglichst auf mindestens 2 x 1 m zu vergrößern, gerne noch mit einer 0,6 m tiefen Etage über die volle Breite. Dann würde ich entweder 1 Kastraten + 2 Weibchen nehmen oder, wenn Du es riskieren willst, zwei der Brüder. Solltest Du nicht größer bauen wollen oder können, würde ich maximal 1 Kastraten + 1 Weibchen nehmen. Du könntest dann auch schauen, ob Du ein erwachsenes Pärchen bekommst. Die wäre dann aneinander gewöhnt und voraussichtlich auch etwas weniger bewegungsfreudig als Jungtiere.

    Zu wenig Licht könnte wirklich das Problem sein. Hier ist es in der kalten Jahreszeit meistens trüb und die Kräuter stehen an der Ostseite.


    Ich hatte immer die Temperatur im Verdacht, da es am Fenster maximal 15 Grad sein dürften. Vielleicht ist es auch beide zusammen, was die Kräuter umbringt oder zumindest kümmern lässt.


    Welche Lampe verwendest Du? Am natürlichsten wäre es ja, die helle Zeit damit zu verlängern. Dann würde jedoch das Licht brennen, wenn wir es, außer für die Pflanzen nicht brauchen. Da regt sich dann mein Umweltbewusstein. Würde es daher auch funktionieren, diese Lampe eben anstelle einer normalen Lampe zu nutzen, wenn man Licht braucht?

    Mit dem geliebten Katzengras, das ich aus Mangel an Wiese züchte

    Verwendest Du da Weizenkörner oder ist es eher Zyperngras oder welche Pflanze? Weizengras ziehe ich im Winter auch, wenn es mit dem Gras draußen knapp wird. Heute konnte ich wieder große Mengen an Gras und Wildkräuter holen. Das ist dann der Vorteil von mildem Wettter im Winter.