Beiträge von Marie-Luise

    bei einer Notstation nachfragen und eine lebenslange Patenschaft übernehmen?

    Das wäre sicherlich in gewisser Weise eine Beruhigung. Andererseits vermute ich aber, dass die meisten auch guten Notstationen ihren Tieren nicht das bieten können, was gute Halter für 2-6 oder manchmal nur ein paar mehr Tiere leisten können. Sollte meine Einschätzung richtig sein, würde ich Tieren, die noch recht jung sind, nicht zumuten immer in einer Notstation zu leben, nur weil ich dann wüsste, wo sie sind.


    Ich hoffe, durch diese Aussage fühlt sich niemand angegriffen, der für eine Notstation tätig ist. Ich habe selbst seit langem Erfahrung im Tierschutz und das Obengesagte nicht als Vorwurf geschrieben. Es ist völlig normal, dass man sich um ein paar Tiere anders kümmern kann, als um eine größere Anzahl, meist auch noch in mehreren Gehegen.

    Wie geht es dem Buben mittlerweile?


    Welche Art von Milben wurde denn diagnostiziert und wie?


    Du hast völlig recht: man sollte den Grund für den Milbenausbruch finden, damit es sich nicht wiederholt.


    Der Kastrat ist ja deutlich älter als die Weibchen. Wie hatte er den denn vorher gelebt? Kann es sein, dass es ihm zuviel "Leben in der Bude" ist?


    Ein Außengehege mit 2 qm + Stall mit rund 1 qm finde ich für 4 Tiere sehr wenig. Im Sommer mag das noch gehen, aber im Winter werden sie sich darin vermutlich nicht genug bewegen, um warm zu bleiben. Oder willst Du sie in der kalten Jahreszeit im Haus halten?


    Um weitere Ursachen überlegen zu können, müssten wir mehr über das Gehege und den Stall wissen. Z.B. finde ich die Idee von Letty bedenkenswert: Vielleicht kommt nachts ein Marder oder eine Katze vorbei und macht den Tieren Angst. Auch ist die Frage, ob sie genug Rückzugsmöglichkeiten (Unterstände oder Häuser mit zwei Eingängen) haben.

    Ich habe gerade mal die Zusammensetzung und Beschreibung von https://www.tiervitalshop.de/n…icare-pregno_160893_11589 angeschaut. Das kann durchaus schaden. Man gibt damit den Tier täglich 0,5 -0,6 ml Zuckerrübensirup. Das ist für den Darm eines Meerschweinchens nicht gut. Zudem nennt die Beschreibung ein anderes Anwendungsgebiet: Die Regeneration der Gebärmutterschleimhaut. Die Gebärmutter ist hier ja nicht das Problem.


    Wie Holy schrieb, kann sie ja letztlich leider gar nicht sagen, ob es bei ihrem Schweinchen wirklich geholfen hat.

    Gibt es etwas Neues seit Montag?


    Ich kann Mara nur zustimmen mit ihren Bedenken. Ein Antibiotikum ist für den Darm immer schädlich! Das macht nur dann Sinn, wenn die schädlichen Bakterien schlimmer sind, als der Schaden durch das Antibiotikum.


    Und Bene Bac ist garantiert kein Ersatz für die vor der Antibiotikum-Gabe vorhandenen "guten" Darmbakterien. Zum einen ist es fraglich wieviele der Bakterien in Bene Bac überhaupt "lebend" im Darm ankommen und sich ansiedeln können. Zudem besteht u.a. https://www.medpets.de/bene-bac-plus-small-animal/ hauptsächlich aus Zucker. Und der ist mit Sicherheit schädlich, gerade für Meerschweinchen mit Darmproblemen. Vor allem aber ist die Darmflora bei jeder Tierart aus verschiedenen Bakterienarten zusammengesetzt, die auch noch ein sinnvolles Mengenverhältnis haben müssen. Ein Mittel für alle Nager + Kaninchen oder gar das Mittel für Vögel o.a. kann m.E. nicht für alle passen.


    Das wäre ungefähr so, wie wenn man einem naturnahen Mischwald wegen einiger unerwünschter Pflanzen einen Kahlschlag verpassen würde, dem Boden Kunstdünger und Pfanzenschutzmittel zuführen und Setzlinge von einigen Baumarten pflanzen würde. Das würde lange, lange dauern, bis wieder ein naturnaher Mischwald entstehen würde.


    Ich würde daher, wenn mir nicht die spezifischen gefährlichen Bakterien genannt würden, kein Antibiotikum geben lassen, sondern versuchen, dem Tier mit Simeticon (nicht Sab Simplex o.ä. mit Zucker u.a. Zusatzstoffen, sondern z.B. Klosterfrau Magen Darm Entspannung), Colosan, Küchen- und Wildkräutern, Zweigen mit Rinde und Huminsäure und Apfelpektin zu helfen.

    Vielleicht ist es für weitere Überlegungen schon zu spät, aber für alle Fälle will ich folgendes noch zur Sprache bringen:


    Wenn Ihr eine Art Carport-Dach habt, hängt es nach unserer Erfahrung mit dem Außengehege von der Dachhöhe, dem Überstand und der Windsituation ab, ob nicht doch der Boden immer mal wieder nass wird. Unser Dach ist bei ca. 270 cm und wir haben oft Wind, auch aus verschiedenen Richtungen sowie leider keinen Überstand. Da wird im Grunde alles irgendwann nass. Vermutlich ist Eure Situation günstiger, aber ich würde es auf jeden Fall prüfen, was im Winter passiert. Zumindest Schnee wird, weil er von Wind viel mehr getragen wird als Regen, vermutlich überall hinkommen.


    Wenn Ihr einen Garten habt, wäre doch vielleicht Selbst-Kompostieren eine Möglichkeit? Wenn Ihr das machen wollt, ist es wichtig, was Ihr als Einstreu verwendet. Alle Materialien auf Holz- bzw. Rindenbasis sind dafür in größeren Mengen wenig bis nicht geeignet. Strohgranulat und Hanfeinstreu müssten eigentlich gut kompostierbar sein. Natürlich müsste man es kombinieren mit Zweigen u.a. lockeren Materialien und natürlich gerne auch mit Küchenabfällen u.a. An Zweigen gibt es bei uns keinen Mangel, da unserer Schweinchen sie lieben und jeden Abend die Reste vom vorigen Abend in den Komposteimer kommen. Strohgranulat und Hanfeinstreu steht bei uns zwar schon im Keller, muss aber noch getestet werden. Allerdings mache ich das nur in Kästen in Innenhaltung und habe noch Reste von Holzspänen.

    Egal welche Rasse es ist sollte das Fell am Hintern immer schön kurz geschnitten sein.

    Damit bei unerfahreneren Lesern kein falsches Verständnis entsteht: Das gilt natürlich nur für Langhaar-Rassen. Bei Glatthaar- (Kurzhaar-) und Rosetten-Schweinchen ist das natürlich nicht nötig.


    Ich vermute, kann es aber da nicht aus eigener Erfahrung sagen, bei US-Teddy- und Rex-Schweinchen auch nicht. Oder schneidest Du bei denen auch das Fell unten, Löwenzahn ?

    Zu Mitteln für den Darm hatte ich neulich https://www.meerschweinchen-ra…?postID=904291#post904291 geschrieben. Bitte schau Dir auch den dortigen Link mit "hier" an. Da Sobamin die Aufnahme des Antibiotikums einschränken könnte würde ich damit warten, bis er keines mehr bekommt oder es zumindest einige Stunden später geben.


    Wenn Du das Weibchen ohnehin behalten willst, hole es lieber heute als morgen! Sollten sie wider Erwarten anhaltenden oder heftigen Streit bekommen, würde ich sie gleich wieder zurückgeben, weil er ja angeschlagen ist. Wenn es erst einmal gut läuft, wird zwischen Kastrat und Weibchen wahrscheinlich kein Streit mehr aufkommen. Wenn sie sich mögen, könnte es ihm je früher desto besser neuen Lebensmut geben.


    Alles Gute und bitte berichte weiter!

    welche Milben es sind weiß ich nicht

    Vielleicht hat der Tierarzt es ja auch gar nicht gesagt. Ich würde da zeitnah nachfragen und es aufschreiben. Genauso würde ich die Behandlungen notieren, was, in welcher Dosis, von bis und mit welchem Erfolg gegeben wurde. Das kann sehr hilfreich sein, wenn mal wieder ein Problem auftaucht. Und ich würde es mit der Zeit ohne Notizen vergessen.

    Der letzte an- oder ausfall war vor 2 tagen seitdem bekommt sie noch 1x täglich panacur um auszuschließen das Parasiten diese Probleme verursachen.

    Einem ohnehin angeschlagenen Tier ohne Befund Panacur zu geben, finde ich nicht so hilfreich. Bitte verstehe mich nicht falsch: Das ist kein Vorwurf an Dich, sondern ein Hinterfragen dessen, was der Tierarzt macht.


    Wenn man Verdacht auf Würmer hat, kann man drei Tage Kot sammeln (im Kühlschrank aufbewahren) und beim Tierarzt oder Labor untersuchen lassen. Sollten keine Wurmeier gefunden werden, kann man dem Tier das unnötige Gift ersparen. Werde welche gefunden, weiß man, welches Mittel geeignet ist. Panacur wirkt nur gegen bestimmte Darmparasiten, nicht gegen alle.


    Das andere überlegst Du ja selbst auch schon: Warum hat sie die Milben? Gibst Du Ihr Sonnenblumenkerne oder etwas anderes, was ihr die nötigen essentiellen Fettsäuren bietet? Vielleicht hat sie besonders empfindliche, trockene Haut und ist daher eher angreifbar?

    Mamavondrei Hat der Tierarzt gesagt, welche Milben es sind?


    Das wäre ja auch für die weitere Behandlung wichtig. Außerdem habe ich noch nicht gehört - kann aber trotzdem so sein - , dass eine Milbenart, die auf oder in der Haut lebt auch in den Ohren ihr Unwesen treiben. Vielleicht kann auch ein anderer hier etwas dazu sagen?


    Außerdem wäre es aus meiner Sicht sehr wichtig, herauszufinden, warum er diese Milbenprobleme hat. Milben vermehren sich eigentlich nur in krankmachendem Umfang, wenn ein anderes Problem vorliegt, wie Stress in der Gruppe, Unsauberkeit (bei Dir sicherlich nicht), eine andere Krankheit o.a. Kannst Du Dir da etwas vorstellen?


    Diese Frage ist nicht als Vorwurf gedacht. Unsere Jungs hatten auch Grabmilben, weil sie zuviel Spannung bzw. Streit hatten miteinander.

    alle drei Tage kommt dabei auch Inuzid-Spray zum Einsatz zur Unterstützung der Heilung.

    Vielleicht liegt hier eine Verwechslung vor? Inuzid ist ein Insektengift. Es ist zwar von der harmlosesten Sorte, da es nur Pyrethrum, Sesamöl und Tannin enthält (s. https://inuvet.com/de-de/produkte/inuzid-spray/). Aber zur Unterstützung der Heilung bewirkt es m.W. nichts. Und selbst Pyrethrum ist ab einer gewissen Menge auch für Warmblüter giftig.


    Ich würde es daher nur einsetzen, wenn man z.B. bei oberflächlichen Milben auf ein anderes Gift verzichtet und auch dann lieber nur in der Umgebung und die Milben zuvor vom Schwein vertreiben.

    Little Lou hat wieder leichte Eiterstellen am Näschen

    Ach, die Arme! Das tut mir leid.


    Meines Wissens kann bisher keiner sicher sagen, woher der Lippengrind kommt. Aber ich meine mich an einen Fall zu erinnern, bei dem es aufhörte, als es keine Melone mehr gab. Nach den Fotos zu urteilen, bekommen sie ja manchmal eine großes Stück Melone. Hast Du mal versucht, Obst eine zeitlang ganz wegzulassen?

    Seit ich wieder Meerschweinchen habe, gab es hier kaum Frost. Sie hatten auch im Winter mit dem Gras (daher?) keinerlei Probleme.


    Habt Ihr das mit Durchfall schon selbst erlebt oder nur gelesen?


    Ich frage das, weil ja auch an manchen Stellen vor feuchtem Gras gewarnt wird und ich es oft und ohne Probleme feucht verfüttere und auch von anderen gelesen habe, dass sie es so halten. Dann könnte das mit dem Gras nach dem Frost ja auch fraglich sein?


    Ungeachtet dessen wird ja Weizengras im Haus gezogen und Brombeerblätter haben weder bei unseren Schweinchen noch bei anderen, die sie verfüttern nach meiner Kenntnis Probleme verursacht im Winter.